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Combined Assurance im Mittelstand


Eine empirische Studie aus der Perspektive des Compliance-Managements
Bei 33 Prozent der Unternehmen Combined Assurance Management ist eine Organisationseinheit oder ein Zuständiger für das Compliance-Management in der Unternehmensorganisation vorgesehen



Prof. Dr. Patrick Ulrich, Prof. Dr. Ingo Scheuermann, Thomas Spitzenpfeil

Vor dem Hintergrund aktueller Unternehmensskandale, aber auch durch die Digitalisierung gewinnt die Diskussion um integrierte Ansätze der Corporate Governance unter dem Oberbegriff der Combined Assurance an Bedeutung. Wurde dies bisher vermehrt aus der Perspektive der Internen Revision betrachtet, ergänzt der vorliegende Beitrag Gedanken der integrierten Corporate Governance um eine explizite Sichtweise des Compliance-Managements im Mittelstand. Als Grundlage dient eine empirische Studie des Aalener Instituts für Unternehmensführung (AAUF) aus dem Jahr 2021 unter 141 Unternehmen. In der Studie wurden unter anderem die in der Literatur verbreiteten Ansätze Three Lines of Defense / Three Lines des Institute of Internal Auditors (IIA) und der Ansatz der Combined Assurance verglichen.

Aktuelle Unternehmenskandale, aber auch der Vergleich mit den externen und internen Corporate-Governance-Systemen in anderen Volkswirtschaften legen nahe, dass im deutschen Corporate-Governance-System noch Verbesserungsbedarf besteht. Mit der Neufassung des DCGK ist der Gesetzgeber hier bereits einen Schritt in die richtige Richtung gegangen. Weitere gesetzliche Neuregelungen wie das FISG3 und das StaRUG4 sollten zu einer weiteren Anpassung und Professionalisierung der Corporate-Governance-Strukturen deutscher Unternehmen führen.


Dieser Beitrag aus der Zeitschrift für Corporate Governance (ZCG) (Ausgabe 6, 2021; Seite 249 bis 254) wurde von der Redaktion von Compliance-Magazin.de gekürzt.
In voller Länge können Sie ihn und weitere hier nicht veröffentliche Artikel im ZCG lesen.


Zeitschrift für Corporate Governance - Leitung und Überwachung in der Unternehmens- und Prüfungspraxis

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Im Überblick: ZCG

Zeitschrift für Corporate Governance (ZCG)

  • Transparenz der Aufsichtsratstätigkeit

    Vor dem Hintergrund spektakulärer Betrugsfälle und des Missmanagements seitens der Unternehmensleitung wird zunehmend auch die Überwachungstätigkeit des Aufsichtsrats kritisch hinterfragt. Die Transparenz hinsichtlich der Überwachungstätigkeit der Aufsichtsräte gegenüber der Hauptversammlung soll der Bericht des Aufsichtsrats gewährleisten. Ein zentrales Element ist hierbei die Darstellung der Sitzungspräsenz und Ausschussarbeit im Aufsichtsrat, die im vorliegenden Beitrag analysiert wird.

  • Verpflichtende Nachhaltigkeitsberichterstattung

    Die Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex (DCGK) hat am 27.1.2022 einen Vorschlag zur Überarbeitung des DCGK (2020) veröffentlicht. Die vorgeschlagenen Änderungen waren zum einen aufgrund aktienrechtlicher Anpassungen als Folge des Finanzmarktintegritätsstärkungsgesetzes (FISG) und des Zweiten Führungspositionen-Gesetz (FüPoG II) notwendig. Zum anderen soll das Thema Nachhaltigkeit stärker in Empfehlungen vor allem für die Leitung und Überwachung börsennotierter Unternehmen Eingang erhalten. Der Beitrag skizziert die vorgeschlagenen Änderungen und nimmt eine kritische Würdigung vor.

  • Rechtsrahmen für Human Rights Compliance

    Das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) schafft einen für Unternehmen verpflichtenden Rechtsrahmen für die Human Rights Compliance. Allerdings sind Erfordernisse für die Ausgestaltung bislang nicht konkretisiert. Der vorliegende Beitrag greift diese Herausforderung auf und skizziert zunächst wesentliche Implikationen des LkSG für die risikoorientierte Corporate Governance. Anschließend widmet er sich der Herausarbeitung von Umsetzungsoptionen auf Basis des Three Lines Modells als einem in der Praxis bewährten konzeptionellen Basisansatz.

  • Diversity-Diskussion mit vielen Facetten

    In der aktuellen Diskussion gewinnt Diversity neben Digitalisierung und Nachhaltigkeit immer mehr an Bedeutung. Bereits seit mehreren Jahren wird eine stärkere Vielfalt in der Zusammensetzung von Führungs- und Aufsichtsgremien gefordert. Mit dem FüPoG II wurden die Anforderungen an (kapitalmarktorientierte) Großunternehmen hier weiter erhöht und könnten in der neuen Legislaturperiode noch weiter erhöht werden. Der vorliegende Beitrag widmet sich der Diversity in Führungspositionen von Mittelstand und Familienunternehmen auf Basis einer empirischen Untersuchung unter 175 Unternehmen aus dem Jahr 2021.

  • Nachhaltigkeitsberichterstattung in der EU

    Nach dem Entwurf der Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung der Europäischen Kommission werden alle großen Unternehmen, unabhängig von ihrer Kapitalmarktorientierung, dazu verpflichtet, detaillierte, maschinenlesbare und geprüfte Berichte zu nachhaltigkeitsbezogenen Themen in Übereinstimmung mit neuen europäischen Standards zu erstellen. Die European Financial Reporting Advisory Group (EFRAG) ist dafür eine Kooperation mit der Global Reporting Initiative (GRI) eingegangen, um auf deren bereits bestehenden, weit verbreiteten und überwiegend themenbezogenen Standards aufzubauen.

  • Frauenquote und Unternehmensperformance

    Seit Januar 2016 sieht das Führungspositionengesetz (FüPoG) für bestimmte Unternehmen eine Geschlechterquote von mindestens 30 Prozent im Aufsichtsrat vor. Im vorliegenden Beitrag werden die ökonomischen Folgen dieser Gesetzgebung für die betroffenen Unternehmen untersucht. Es werden ein Überblick über die bestehende Literatur gewährt und Forschungshypothesen abgeleitet. Außerdem werden die angewandte Methodik und die Datengrundlage der diesem Beitrag zugrundeliegenden Untersuchung erläutert. Die Ergebnisse werden schließlich vorgestellt und diskutiert.

  • Abschlussprüfung bei PIEs

    Bilanzskandale lösen regelmäßig Gesetzesreformen aus, die auch Maßnahmen zur Stärkung der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers umfassen. Hierzu konzentrieren sich Reformgeber zum einen primär auf tradierte Maßnahmen wie die externe Pflichtrotation oder Beschränkungen bei der Erbringung von Nichtprüfungsleistungen, zum anderen auf Abschlussprüfungen von Unternehmen von öffentlichem Interesse (Public Interest Entities, PIEs). Weitere Maßnahmen oder Prüfungen bei Non-PIES werden hingegen häufig vernachlässigt. Zur Schließung dieser Lücke stellt der vorliegende Beitrag die Ergebnisse einer Befragung von Wirtschaftsprüfern und Aktionären vor.

  • Corporate Governance: Aktuelle Rechtsprechung

    Im Folgenden werden für die Unternehmensführung bedeutsame Entscheidungen besprochen. Im ersten Fall geht es um die Beurkundungspflichtigkeit eines Gesellschafterbeschlusses. Für die Rechtsform der AG besteht Klarheit. Aber wie sieht es bei Beschlüssen von GmbH-Gesellschaftern aus? Hier bedarf es einer Stellungnahme des BGH. Die Mitbestimmung des Betriebsrats ist Gegenstand des zweiten Falls, der eine besondere Konstellation zugrunde liegt: Darf der Betriebsrat einer deutschen Tochtergesellschaft mitbestimmen, wenn die Maßnahme auf Konzernebene im Ausland getroffen wurde?

  • Wer führt die größten deutschen Unternehmen?

    Der vorliegende Beitrag zeigt die theoretische Wirkung soziodemografischer Eigenschaften von Vorständen auf die Unternehmensperformance. Grundlagen der Betrachtung sind die Upper-Echelons-Theorie, die Prinzipal-Agenten-Theorie und vorangegangene empirische Evidenzen. Darauf aufbauend werden die händisch erhobenen soziodemografischen Merkmale von rund 500 Vorstandsmitgliedern der 2019 im DAX, MDAX und SDAX gelisteten Unternehmen deskriptiv analysiert und dargestellt.

  • Governance von Sportorganisationen

    Nach 2015/16 und 2017/18 wird im vorliegenden Beitrag für die Saison 2019/20 das dritte Corporate-Governance-Monitoring für die 1. Fußballbundesliga vorgestellt. Erstmals wird auch die Corporate Governance der English Premier League (EPL) (Basis Saison 2020/21) und der 2. Bundesliga analysiert. In der Disziplin Governance schlägt die 1. Bundesliga die EPL deutlich, auch die 2. Bundesliga liegt im Schnitt etwas besser als die EPL. Allerdings ist das Bild der 2. Bundesliga sehr heterogen.

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