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Revisoren: Anti-Fraud-Experten?


Der Fraud Report 2018 aus dem Blickwinkel der Internen Revision
Neue empirische Befunde zur weltweiten Fraud-Situation

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Dr. Hans-Ulrich Westhausen

Die Association of Certified Fraud Examiners (ACFE) hat kürzlich ihren neuesten Report to the Nations vorgelegt, der die Befragungsergebnisse zu 2.690 Betrugsfällen aus 125 Ländern zusammenfasst, darunter auch 31 Fälle aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Wenngleich die deutschsprachigen Revisionsländer damit nur etwa 1,2 Prozent aller weltweit analysierten Betrugsfälle ausmachen und die USA mit 37,2 Prozent aller Fälle überdurchschnittlich vertreten sind, kann dennoch festgehalten werden, dass der Fraud Report nach wie vor die umfassendste und weltweit am häufigsten zitierte Quelle zum Thema Fraud ist.

Trotz aller bekannten methodischen Schwächen [vgl. Westhausen, H.-U. (2014), S. 269] und einer eingeschränkten Übertragbarkeit der Befunde auf andere Länder ist der Fraud Report 2018 auch für die Interne Revision (IR) ein grundlegender und richtungsweisender Informationspool empirischer Fraud-Befunde, um die eigene Positionierung als dritte Verteidigungslinie der Corporate Governance im präventiven und detektiven Anti-Fraud-Kampf kritisch zu hinterfragen und gegebenenfalls anzupassen.

Dazu liegt nachfolgend – neben der Darstellung der generellen Fraud-Situation – der Fokus auf IR-relevanten Aspekten, wie der Entwicklung des Zusammenhangs von Fraud-Risiko und Wirksamkeit der IR, zum Beispiel in Bezug auf Korruption, neuen Erkenntnissen zum Erscheinungsbild des Typical Fraudster und Ansatzpunkten zur Verstärkung der IR als Anti-Fraud-Kontrolle. Wie in der Vergangenheit, ist auch der Fraud Report 2018 im ACFE-Webportal kostenfrei abrufbar.


Dieser Beitrag aus der Zeitschrift für Interne Revision (ZIR) (Ausgabe 6, 2018, Seite 286 bis 292) wurde von der Redaktion von Compliance-Magazin.de gekürzt.

In voller Länge können Sie ihn und weitere hier nicht veröffentliche Artikel im ZIR lesen.


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Im Überblick

Zeitschrift Interne Revision (ZIR)

  • Der Uniper Internal Audit Way

    In den letzten Jahren sind auch in deutschen Großkonzernen zunehmend Fokussierungstendenzen innerhalb des jeweiligen Geschäftsportfolios erkennbar. Allein bei den DAX-Unternehmen gibt es mit Siemens, Bayer, E.ON und RWE zahlreiche Fälle, in denen Teile aus dem jeweiligen Unternehmen herausgelöst und über ein eigenes Börsenlisting verselbständigt wurden. Das jüngste Beispiel einer solchen Aufspaltung sind die Pläne von thyssenkrupp. In diesem Beitrag wird am Beispiel der Ausgründung des Kraftwerks- und Energiehandelsgeschäftes von E.ON in die Uniper SE aufgezeigt, dass solche Aufspaltungen auch zahlreiche Chancen für die Internal-Audit-Funktion bieten.

  • Scrum in die Revisionswelt übertragen

    Agilität ist in aller Munde. Anfänglich als Methode in kleinen Softwareentwicklungsteams genutzt, breitet sich die Agilität immer weiter aus. Heute wird über agile Organisationen, agile Unternehmen und agile Revisionen gesprochen. Doch was ist eine agile Revision? Ist es eine Kultur oder eine Auswahl von Methoden? Für die Autoren des ZIR-Artikels "Revision von agilen Projekten" war es nahe liegend, zur Beantwortung dieser Fragen die Theorie des agilen Projektmanagementrahmenwerks Scrum in die Revisionswelt zu übertragen. In diesem Artikel werden die Ergebnisse dieser Übersetzung vorgestellt und Perspektiven aufgezeigt, wie eine Nutzung in der Praxis aussehen kann.

  • Digitalisierung und ihre Auswirkungen

    Als das DIIR im November 1958 gegründet wurde, erschien zeitgleich im Harvard Business Review unter der Rubrik Change Management der Beitrag "Management in the 1980's" von Harold J. Leavitt und Thomas L. Whisler zu den Veränderungen durch eine neue Technologie, so neu, dass weder die Folgen ihrer Nutzung absehbar waren, noch, dass es für sie bereits einen etablierten Namen gab. Die Autoren entschieden sich für den Begriff Informationstechnologie ("We shall call it information technology").

  • Kompetenzrahmen für Interne Revisoren

    Durch den Wandel der Aufgabengebiete der Internen Revision hat sich auch das Anforderungs- beziehungsweise Qualifikationsmodell der Internen Revision im Zeitverlauf immer wieder geändert. Insbesondere vor dem Hintergrund der fortschreitenden Digitalisierung sind beispielsweise Kompetenzen im IT-Bereich von zentraler Bedeutung. Der vorliegende Kurzbeitrag stellt den erforderlichen Kompetenzrahmen vor diesem Hintergrund vor und diskutiert auch die Entwicklungen an die Qualifikation von Internen Revisoren im Zeitverlauf.

  • WpHG-Mitarbeiteranzeigenverordnung

    Mit diesem Beitrag wird die Artikelreihe "Was ändert sich mit MiFID II/MiFIR" (im Folgenden MiFID genannt) begonnen. Dieser Artikel passt unseren Beitrag aus der ZIR 1/15 dem ab 3. Januar 2018 geltenden Aufsichtsrecht bezüglich des Nachweises der Sachkunde und Zuverlässigkeit an. Die Änderungen zum Beschwerdeprozess werden wir in einem separaten Beitrag aufgreifen. Im Rahmen der Verabschiedung des Anlegerschutz- und Funktionsverbesserungsgesetzes (AnsFuG), das im April 2011 als Folge der Finanzmarktkrise in Kraft trat und insbesondere den Schutz und die Stärkung der Kleinanleger zum Ziel hatte, erfolgten auch Änderungen und Ergänzungen des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG), unter anderem um den § 34d. Daraus resultierte die seit 1. November 2012 gültige Anzeigepflicht für in der Anlageberatung tätige Mitarbeiter, Vertriebsbeauftragte und Compliance-Beauftragte der Wertpapierdienstleistungsunternehmen (WPDU) an die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und deren Konkretisierung in der WpHG-Mitarbeiteranzeigeverordnung (WpHGMaAnzV).