Interne Revision und Prüfungsausschuss


Zusammenarbeit von Interner Revision und Audit Committee im deutschen Corporate Governance-System
Eine empirische Untersuchung zur Analyse von Struktur und Leistung

Von Prof. Dr. Marc Eulerich und Dipl.-Kfm. Jochen Theis

(28.06.12) - Die Zusammenarbeit von Interner Revision und Prüfungsausschuss ist in den vergangenen Jahren ein wertvoller Aspekt der Revisionsarbeit geworden. Sowohl durch praktische Vorgaben, wie z. B. dem Three-Lines-of-Defense-Modell, als auch durch den regulatorischen Rahmen, hier vornehmlich das BilMoG, ist diese Verbindung von zentraler Bedeutung. Der vorliegende Beitrag betrachtet diese Verbindung anhand einer empirischen Untersuchung von Daten deutscher Revisoren innerhalb der Common Body of Knowledge-Studie (CBOK).

Nicht erst seit dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) ist eine Verbindung des Prüfungsausschusses im Aufsichtsrat (Audit Committee) und der Internen Revision ein zentrales Merkmal der wiederkehrenden Arbeit vieler Revisionsleiter. Allerdings hat die Gesetzesvorgabe eine konkrete Aufgabe für das Audit Committee kodifiziert, die den Stellenwert der Internen Revision im Gesamtsystem der Corporate Governance belegt. Nach § 107 Abs. 3, Satz 2 AktG kann der Aufsichtsrat "… einen Prüfungsausschuss bestellen, der sich mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems (…) befasst".

Dieser Beitrag aus der Zeitschrift für Interne Revision (ZIR) (Ausgabe 3, 2012, Seite 132 bis 137) wurde von der Redaktion von Compliance-Magazin.de gekürzt.

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Im Überblick

Zeitschrift Interne Revision (ZIR)

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    Unternehmen sehen sich zunehmend mit volatilen, unsicheren und komplexen Veränderungen durch Globalisierung und Klimawandel und mit geopolitischen Risiken konfrontiert. Gleichzeitig müssen sie steigendem Kostendruck und der digitalen Transformation von Produkten, Services und Geschäftsprozessen begegnen und die wachsenden Anforderungen der Regulatorik erfüllen.

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    Ausgehend von verschiedenen Wirtschaftsskandalen hat die Diskussion über die Prüfungsqualität wegen eines vermeintlichen Mangels an professioneller Skepsis in der Prüfung bei politischen Entscheidungsträgern, Regulierungsbehörden und der Öffentlichkeit in den letzten Jahren stark zugenommen.

  • Prüfung der Risikoanalyse von Rechenzentren

    Die Prüfung der Risikoanalysen von Rechenzentren sollte die Anforderungen, denen sich ein Rechenzentrum stellt, als Kontext berück sichtigen. Die Eignung der Risikoanalyse kann die Interne Revision an der Vorgehensweise, aber auch an der Wertung der Risikofaktoren im Sinne der Vollständigkeit messen. Abschließend stellt sich für den Prüfer die Frage, ob die Risikoanalyse die Voraussetzung zur Steuerung der risikominimierenden Ressourcen schafft.

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    Prüferische Datenanalysen haben sich mit Blick auf die verwendeten Werkzeuge, die dort enthaltenen Funktionen und die inhaltlichen Fragestellungen in den letzten Jahrzehnten lediglich marginal gewandelt. Die Resultate der hierzu eingesetzten Techniken sind überschaubar. Während zahlreiche prüfende Institutionen noch erste Stufen auf dem Weg zur digitalen Urteilsbildung erklimmen, präsentieren sich am Horizont bereits neue Programme, welche prüferische Beurteilungen ohne humane Begleitung vornehmen.

  • Corona-Pandemie und Revisionsumfeld

    Mehr als drei Jahre hat die Corona-Pandemie die Weltwirtschaft in Atem gehalten. Obwohl bei uns die Pandemie mittlerweile für beendet erklärt wurde, sind die Folgen dieses Megabeispiels für disruptive Entwicklungen nach wie vor überall spürbar, auch im Hinblick auf die Arbeit der Internen Revision. Insbesondere die räumliche und personelle Entfernung vom operativen Geschehen durch Lockdown und Homeoffice werfen die Frage auf, ob diese gravierenden Veränderungen des Revisionsumfelds eventuell auch das Prüfungsrisiko verändert haben

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