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Mangelhaft durchgeführte Finanztransaktionen


Jährlich mehr als 300 Millionen Euro Schaden durch ineffiziente Due Diligence
Anwälte verbringen mit Abstand die meiste Zeit im virtuellen Datenraum

(09.10.14) - Das Geschäft mit komplexen Transaktionen floriert wieder. Laut einer Analyse der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young (EY) erreichten Zukäufe in Deutschland im ersten Halbjahr dieses Jahres den höchsten Wert seit Ende der Finanzkrise 2008. Auch der Immobilienmarkt boomt. Doch wenn Finanztransaktionen, wie gewerbliche Immobiliengeschäfte, Mergers & Acquisitions und syndizierte Kredite, ineffizient durchgeführt werden, entstehen hohe Mehrkosten. Nach Angaben des Secure Cloud-Anbieters Drooms liegt der Schaden durch ineffiziente Due Diligence-Prüfungen europaweit bei mehr als 300 Millionen Euro pro Jahr.

"Bei einer Due Diligence sind im Schnitt rund 40 Personen auf Verkäufer- und Käuferseite eingebunden. Die Spezialisten, die sich im Datenraum mit den Details der Transaktion auseinandersetzen, sind hochbezahlte Fachkräfte, z.B. Anwälte, Wirtschaftsprüfer, Sachverständige, Führungskräfte, etc. Wenn sie nicht effizient arbeiten können, gehen die Mehrkosten pro Einzeltransaktion schnell in den fünfstelligen Euro-Betrag", erläutert Jan Hoffmeister, Geschäftsführer von Drooms. "Daher ist die Effizienz der zugrunde liegenden Software, dem virtuellen Datenraum, das erfolgsentscheidende Kriterium."

Dies bestätigt auch Frank Goerlitz, Geschäftsführer beim Beratungshaus DG Partners in München: "Wir nutzen bei der Begleitung unserer Transaktions-Projekte verschiedene Datenräume. Ich hatte beispielsweise kürzlich den Fall, dass das Öffnen eines 85-seitigen Schwarzweiß-Dokumentes mehr als zwei Minuten gedauert hat. Unter diesen Voraussetzungen ist es sehr schwierig, sich effizient durch einen Datenraum mit zehn- bis zwanzigtausend Seiten zu kämpfen. Vor allem wenn man nur Sicht- und keine Druckberechtigung hat. Wenn man bedenkt, dass wir pro Jahr etwa 100 Unternehmen über Datenräume intensiv betrachten, dann wirkt sich Geschwindigkeit natürlich aus."

"Anwälte verbringen mit Abstand die meiste Zeit im virtuellen Datenraum und müssen die umfangreichsten Dokumente lesen", ergänzt Hoffmeister "Sie trifft das Problem am Härtesten."

Moderne virtuelle Datenräume bieten Unternehmen den nötigen und eventuell Marktentscheidenden Vorsprung an Effizienz. (Drooms: ra)

Drooms: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

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Meldungen: Markt / Hintergrund

  • Anpassung der Plattformregulierung

    Vor der Entscheidung der Rundfunkkommission der Länder zum Medienstaatsvertrag bekräftigten ANGA, Bitkom, eco sowie ZVEI ihre Kritik an den geplanten Vorgaben, die aus Sicht der Verbände die Interessen von Medienplattformen und Nutzern nicht hinreichend berücksichtigen. Die Bedenken der Verbände betreffen insbesondere die derzeit vorgesehene restriktive Umsetzung der EU-Richtlinie über audiovisuelle Mediendienste (AVMD-RL) im Medienstaatsvertrag. Danach sollen Überblendungen und Skalierungen unter dem Erlaubnisvorbehalt der TV-Sender stehen und nur noch im Einzelfall durch den Nutzer veranlasst werden können. Funktionen wie Bild-in-Bild oder Split-Screen, bei denen der Nutzer zwei Programme gleichzeitig ansehen kann, wären nach dem jetzigen Wortlaut nicht mehr ohne Erlaubnis der beteiligten Sender zulässig.

  • Bekämpfung der Unternehmenskriminalität

    Mit dem "Gesetz zur Bekämpfung der Unternehmenskriminalität" will die Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, Christine Lambrecht, schärfere und vor allem höhere Strafen für Unternehmen in Deutschland einführen. Dem haben heute führende Rechtswissenschaftler den Münchner Entwurf eines Verbandssanktionengesetzes entgegengestellt. Die Initiative sieht einen besseren Weg zur Sanktionierung von Unternehmen bei strafrechtlich relevanten Verstößen der Führungskräfte vor. Kern des vom Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht, Wirtschaftsstrafrecht und Rechtsphilosophie von Prof. Dr. Frank Saliger an der Ludwig-Maximilians-Universität gemeinsam mit der Kanzlei Tsambikakis & Partner ausgearbeiteten und vom Verband "Die Familienunternehmer" unterstützten Münchner Entwurfs ist eine angemessenes Recht zur Sanktionierung von Verbänden mit am Prinzip der Verhältnismäßigkeit orientierten Geldbußen. Strafverfolgungsbehörden sollen zur Ermittlung von Rechtsverstößen gestärkt und interne Untersuchungen klar geregelt werden. Kleine Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten oder 10 Millionen Euro Jahresumsatz sollen ausgenommen werden.

  • Geht Compliance verloren?

    Wenn große Unternehmen Probleme haben, ihre Kreditkartenabwicklungssysteme sicher zu halten, ist dann potenziell jedes Unternehmen in Gefahr? Nicht unbedingt, aber der Fall macht deutlich, dass Unternehmen die Sicherheit ihrer Kartenzahlungsvorgänge sehr ernst nehmen sollten. Wir werfen einen Blick darauf, was sich aus diesen Angriffen lernen lässt. Die Angriffe bedienen sich einer gängigen Methode nämlich Cross-Site-Scripting (XXS). Bei XXS-Angriffen werden schädliche Befehle geschrieben, die dazu dienen dynamische Inhalte auf Websites auszunutzen. Im Falle der Angriffe auf Ticketmaster und BA wird vermutet, dass die Hacker Code von Fremd-Services manipuliert haben, der auf beiden der betroffenen Websites lief. Während der Verarbeitung der Kartenzahlung konnten die Hacker dann die Kundendaten abfangen. Es wird berichtet, dass das selbe Skript, das bei den Ticketmaster- und BA-Angriffen verwendet wurde, jetzt online über infizierte Anwendungen verteilt wird, wie z. B. der Code, der einstmals vom Push-Benachrichtigungsdienst Feedify verteilt wurde. Da einige Arten von XXS-Angriffen nur geringfügige Codeänderungen enthalten, sind sie zum Teil nur sehr schwer zu erkennen.

  • Verlängerung der Mietpreisbremse

    Mit dem Inkrafttreten der neuen Mieterschutzverordnung gilt die Mietpreisbremse in Bayern in 162 Städten und Gemeinden. Für Justizminister Eisenreich ist das noch nicht genug: "Jetzt muss bei der Mietpreisbremse auf Bundesebene nachgebessert werden. Unsere Ziele: Eine Begrenzung des Mietanstiegs und ein fairer Interessenausgleich zwischen Mieter und Vermieter. Gleichzeitig muss sichergestellt sein, dass Investitionen in den Wohnungsbau attraktiv bleiben."

  • Versicherungsbranche & Digitale Sprachassistenten

    Für den Abschluss einer Unfallversicherung ist es in der Regel zu spät, wenn es einem erst oben auf der Skipiste einfällt. Das Versäumnis vor dem Urlaub ließe sich durch den Einsatz digitaler Sprachassistenten lösen: "Hey Siri, ich will für heute eine Unfallversicherung buchen." Eine solche situative Vereinbarung mithilfe von Siri, Cortana, Alexa und Co. bedingt eine vollständig integrierte digitale Antragsstrecke. Aktuell liefern die meisten Skills allerdings nur Informationen - beispielsweise zum Wetter oder Pollenflug - sowie Unterhaltung und Spiele. Diverse Branchen, darunter Versicherungen, beginnen jedoch mit diesen digitalen Möglichkeiten zu experimentieren. "In Zukunft wird der digitale Vertragsabschluss immer wichtiger, etwa um jüngere Menschen zu erreichen und Prozesse zu beschleunigen", erläutert Matthias Stauch, Experte für smarte Lösungen und Vorstand der Intervista AG.