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Datenschutz unabhängig organisieren


Die Linke: Datenschutz in Deutschland muss im privaten und öffentlichen Bereich endlich unabhängig werden
"Es wird Zeit, dass das Urteil des EUGH vom März vergangenen Jahres umgesetzt wird"

(12.01.11) - "Die Linke unterstützt die Forderung des Bundesdatenschutzbeauftragten, dass der Datenschutz in Deutschland im privaten und öffentlichen Bereich endlich unabhängig werden muss", erklärt Jan Korte, Datenschutzbeauftragter der Fraktion Die Linke.

"Es wird Zeit, dass das Urteil des EUGH vom März vergangenen Jahres umgesetzt wird und sowohl in den Ländern als auch im Bund die Datenschutzbehörden aus der Dienstaufsicht der Innenministerien entlassen und in unabhängige oberste Landes- oder Bundesbehörden umgewandelt werden. Hier muss die Politik zügig tätig werden."

Jan Korte fährt fort:"Der Datenschutz muss endlich unabhängig von Einflüssen der Politik sein und darf nicht länger in der Abhängigkeit der Innenministerien stehen. Die Datenschutzbehörden sind schließlich ein wesentliches und unverzichtbares Element zum Schutz der Bürger bei der Verarbeitung personenbezogener Daten. Das EUGH-Urteil hat klargestellt, dass die Datenschützer mit einer Unabhängigkeit ausgestattet sein müssen, die es ihnen ermöglicht, ihre Aufgaben ohne äußere Einflussnahme wahrzunehmen. Diese Unabhängigkeit schließt nicht nur jegliche Einflussnahme seitens der kontrollierten Stellen aus, sondern auch jede Anordnung und jede sonstige äußere Einflussnahme.

Wie das gehen kann, zeigt Brandenburg: Sofort nach der Bildung der rot-roten Landesregierung wurde dort der öffentliche und der private Sektor des Datenschutzes in einer obersten Landesbehörde zusammengelegt."
(Fraktion Die Linke: ra)

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Meldungen: Kommentare und Meinungen

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    Die Deutsche Vereinigung für Datenschutz e. V. (DVD) hat mit größtem Befremden einen Bundesrats-Antrag der Niedersächsischen Landesregierung zur Kenntnis genommen, in dem diese fordert, im Interesse der "Entlastung von kleinen und mittleren Unternehmen von zusätzlichen Bürokratiekosten" die Pflicht zur Benennung von Datenschutzbeauftragten aufzuweichen und eingetragene Vereine mit überwiegend ehrenamtlich Tätigen von dieser Pflicht möglicherweise völlig auszunehmen. Außerdem sollen die Fristen zur Benachrichtigung von Datenschutzverletzungen verlängert, die Abmahnmöglichkeit von Datenschutzverstößen ausgeschlossen sowie die Nutzung von Echtdaten für "Erprobungs- und Testzwecke" generell erlaubt werden (BR-Drucksache. 144/19 vom 03.04.2019).

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    Die umstrittene EU-Urheberrechtsreform wird tatsächlich realisiert. Das Europaparlament stimmte der Reform zu - ein erster Schritt zur Umsetzung der kontroversen Richtlinie. Mit Sicherheit ist die Absicht der Initiative, das Urheberrecht von Künstlern, Musikern und Autoren im digitalen Zeitalter zu stärken und ihre Leistungen fair zu vergüten, gut gemeint. Die Umsetzung in dieser Form wird den einzelnen Kunstschaffenden jedoch kaum zugute kommen. Und auch der Gedanke, Riesen-Konzerne wie Google oder Facebook für die Verbreitung und Bereitstellung sämtlicher Inhalte zur Kasse zu beten, wird kaum funktionieren. Stattdessen wird die Macht der amerikanischen Unternehmen noch weiter gestärkt, wenn etwa komplexe Uploadfilter zum Einsatz kommen sollen, um Inhalte auf Urheberschaft zu prüfen. Heute existieren lediglich diejenigen Uploadfilter, die von den US-amerikanischen Techgiganten entwickelt wurden (u.a. "Content ID" von Google/Youtube).

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