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Herausforderungen für CFOs in der Wirtschaftskrise


Der CFO muss auch in der Wirtschaftskrise eine ausgewogene Aufgabenerfüllung im Spannungsfeld von Strategie, Performance und Compliance zu finden
16. "CFO Dialog" mit den Fachforen "Strategie & Performance" und "Transparenz & Compliance"


(28.11.08) - Auch 2009 setzt sich der "CFO Dialog" mit den aktuellen Themen und Herausforderungen rund um den Aufgabenbereich des CFOs auseinander. Denn das Aufgabenprofil des CFOs hat sich in den letzten fünf bis zehn Jahren ständig erweitert. Außerdem sind die fachlichen wie persönlichen Anforderungen an die Finanzfunktion besonders durch die Wirtschaftskrise gestiegen.

Die Herausforderung für den CFO des 21. Jahrhunderts besteht darin, auch in der Wirtschaftskrise eine ausgewogene Aufgabenerfüllung im Spannungsfeld von Strategie, Performance und Compliance zu finden.

Diesem Themenkomplex will der "CFO Dialog" Rechnung tragen, der in ununterbrochener Folge bereits zum 16. Mal stattfindet. Welche Modelle haben sich als krisenfest bewährt? Was sind die neuen Strategien für den CFO in der Wirtschaftskrise? In den Fachforen "Strategie & Performance" und "Transparenz & Compliance" erfahren die Teilnehmer in Vorträgen, Vier-Augen-Gesprächen und Kaminrunden wie CFOs ihr Unternehmen durch die Krise führen, mit Risiken umgehen und Wachstum definieren.

Einblicke sowie Erfahrungen über das erweiterte Tätigkeitsfeld eines CFO und die neuen Herausforderungen gibt Florian Wessa, CFO der Nestle Waters Deutschland AG. Gerade angesichts der Wirtschaftskrise müssen sich Unternehmen den Veränderungen am Markt anpassen. Der CFO ist auch besonders exponiert in der Krisenbewältigung und Ursachenforschung.

Mit dem Titel "Fix it, sell it, close it" zeigt Dr. Michael Peterseim den Teilnehmern eine Strategiefindung für Unternehmen in der Krise. Peterseim ist CFO der Grundig Intermedia GmbH. Der Experte stellt die drei wichtigen Schritte zur Restrukturierung auf und gibt den CFOs Best Practice Beispiele zur Wertsteigerung durch ein effektives Performance Managementsystem.

Im Vortrag "Wertemanagement als Basis der Konzernsteuerung" spricht Dr. Peter Klein, CFO der Tüv Süd AG über einen wichtigen Aufgabenbereich des CFO als "Chief Value Officer". Klein präsentiert die Einführung des Wertemanagements im Tüv Süd Konzern. Dabei stellt er das Konzept und die Ausgestaltung einer wertorientierten Unternehmenssteuerung dar. Diese muss der CFO als interner Berater des CEO mitgestalten.

Diskussionen über Fusionen, Übernahmen und Strukturen sind ebenso an der Tagesordnung des CFO wie die Entwicklung neuer Refinanzierungsstrategien oder die aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen.

Die Teilnehmer profitieren auch von der Praxiserfahrung der CFOs von Bilfinger Berger Industrial Services und Salzgitter und erfahren, wie sie mit Mergers & Acquisitions Transaktionen umgehen müssen. Die beiden Experten stellen die Erfolgsfaktoren für einen effizienten M&A Prozess dar und zeigen Akquisitionsstrategien in Krisenzeiten auf. (econique: ra)

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Meldungen: Markt-Nachrichten

  • Korruption: Dunkelfeld weiterhin sehr groß

    Das Bundeskriminalamt (BKA) hat 2017 einen Rückgang der Korruptionsstraftaten registriert. Wie aus dem veröffentlichten Bundeslagebild Korruption hervorgeht, nahm die Zahl dieser Straftaten im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent auf 4.894 ab. Damit wurde 2017 die niedrigste Anzahl von Korruptionsstraftaten seit fünf Jahren gemeldet. Das BKA führt diese Entwicklung unter anderem auf etablierte Compliance-Strukturen in Unternehmen und Behörden sowie auf die damit verbundene Sensibilisierung der Mitarbeiter zurück. Einen Grund zur Entwarnung liefern die Zahlen indes nicht: Nur ein Teil aller begangenen Korruptionsstraftaten wird polizeilich bekannt. Das Dunkelfeld wird weiterhin als sehr groß eingeschätzt.

  • Organisierte Kriminalität ist transnational

    "Die Organisierte Kriminalität hat viele Gesichter und Betätigungsfelder. Damit ist und bleibt das Bedrohungs- und Schadenspotential, das von Organisierter Kriminalität ausgeht, unverändert hoch", so BKA-Präsident Holger Münch bei der heutigen Pressekonferenz im BKA-Wiesbaden zur Vorstellung des Lagebildes Organisierte Kriminalität 2017. Die Gesamtzahl der Ermittlungsverfahren gegen Gruppierungen der Organisierten Kriminalität liegt auf unverändert hohem Niveau: 2017 wurden 572 OK-Verfahren registriert (2016: 563). Rund 1/3 der OK-Gruppierungen ist im Bereich der Rauschgiftkriminalität (36,2 Prozent) aktiv. Damit ist und bleibt Drogenhandel das Hauptbetätigungsfeld von OK-Gruppierungen, gefolgt von Eigentumskriminalität (16,4 Prozent). An dritter Stelle findet sich Wirtschaftskriminalität (11,0 Prozent). Der polizeilich erfasste Schaden lag 2017 bei rund 210 Millionen Euro (2016: rund 1 Mrd. Euro).

  • Finanzermittlungen der Ermittlungsbehörden

    Der FIU-Jahresbericht für das Jahr 2016 verzeichnet mit rund 40 Prozent die höchste Steigerungsrate an Geldwäscheverdachtsmeldungen innerhalb der letzten 15 Jahre. Insgesamt 40.690 (2015: 29.108) Verdachtsmeldungen nach dem Geldwäschegesetz wurden an die FIU übermittelt, der Großteil davon von den Kreditinstituten. Mit 38 Prozent (2015: 32 Prozent) sind die meisten Bezüge zum Deliktsbereich Betrug festgestellt worden. Darunter fallen zum Beispiel auch der Warenbetrug über das Internet und der CEO-Fraud. Durch die Erkenntnisse, die direkt aus den Verdachtsmeldungen gewonnen werden konnten und den anschließenden verfahrensunabhängigen Finanzermittlungen stellten die Ermittlungsbehörden insgesamt Vermögenswerte von rund 69, 8 Millionen Euro sicher. Das sind 10 Prozent mehr als im Vorjahr.

  • Bezahlen im Online Handel

    Die Wettbewerbszentrale hat in 10 Fällen bei großen Onlinehändlern Verstöße gegen die SEPA-Verordnung beanstandet. Die betreffenden Anbieter hatten Verbrauchern u. a. eine Bezahlung per Lastschrift angeboten, allerdings gleichzeitig den Lastschrifteinzug von Konten im EU-Ausland ausgeschlossen oder eingeschränkt. Erste Beschwerden bereits Ende 2016: Bereits im Dezember 2016 hatte die Wettbewerbszentrale Beschwerden darüber erhalten, dass eine private Krankenversicherung und ein Telekommunikationsunternehmen es gegenüber Kunden ablehnten, fällige Zahlungen im Wege der Lastschrift von einem Konto im europäischen Ausland einzuziehen. Im Fall der Krankenversicherung lag der Wettbewerbszentrale ein konkretes Schreiben vor, wonach es die Versicherung ablehnte, die Versicherungsbeiträge des Versicherungsnehmers von seinem Konto in Österreich abzubuchen (vgl. News vom 22.12.2016). Im Fall des Telekommunikationsanbieters verlangte dieser in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen für die Durchführung des Lastschriftverfahrens die Angabe einer "gültigen deutschen Bankverbindung".

  • Bekämpfung & Aufklärung von Kriminalität

    Vertreter der ISPA, des Bundesministeriums für Inneres, der TU Wien und eines heimischen Providers stellten im Dezember letzten Jahres der europäischen Polizeibehörde Europol in Den Haag das österreichische Modell für eine sichere und transparent nachvollziehbare Übermittlung von Daten zwischen Providern und der Exekutive vor. Die erarbeitete Lösung könnte sich als Vorzeigemodell für den Einsatz in anderen europäischen Staaten durchsetzen. Das Hauptziel der ISPA, der Interessenvertretung der österreichischen Internetwirtschaft, ist die Förderung des Internets. In diesem Zusammenhang stellt sich natürlich auch die Frage nach der Bekämpfung und Aufklärung von Kriminalität, die im Internet oder durch Verwendung digitaler Kommunikation entsteht. "Speziell bei Delikten, die es in dieser Art in der analogen Welt nicht gab, macht es Sinn, wenn sich die Strafverfolgungsbehörden und die Internetindustrie an einen Tisch setzen, um die neuen Fragestellungen und Herausforderungen gemeinsam zu erörtern", erläutert Maximilian Schubert, Generalsekretär der ISPA.