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IFRS effektiv nutzen


IFRS wird immer stärker ein Thema: Unternehmen müssen sich zunehmend auf international vergleichbare Rechnungslegungsvorschriften ausrichten
Neuer Lehrgang zum "Geprüften IFRS-Experten/Certified IFRS-Expert" - IFRS haben starken Einfluss auf das deutsche Handels- und sogar Steuerrecht


(09.08.07) - Die Ausrichtung von Unternehmen auf international vergleichbare Rechnungslegungsvorschriften ist unaufhaltsam auf dem Vormarsch. Empirische Untersuchungen - zum Beispiel von KPMG 2006 - zeigen heute schon eine überraschend hohe Verbreitung der IFRS (International Financial Reporting Standards) auch in mittelständischen Unternehmen. Zusätzlichen Schub erhält die Thematik durch den nun vorliegenden Entwurf für spezielle IFRS für kleine und mittelgroße Unternehmen in Deutschland.

Die Freiburger Haufe Akademie vermittelt in ihrem Lehrgang zum "Geprüften IFRS-Experten/Certified IFRS-Expert" Mitarbeitern aus den Bereichen Rechnungswesen, Steuern und Finanzen die nötigen Fachkenntnisse, um die IFRS effektiv nutzen zu können.

Experten beobachten seit einiger Zeit, dass die IFRS inzwischen eine enorme Ausstrahlungswirkung in das deutsche Handels- und sogar Steuerrecht gefunden haben: Faktisch sind dort bereits vielfach IFRS-konforme Regelungen fester Bestandteil des Gesetzeswerks. Entsprechend wächst die Nachfrage nach Weiterbildungsmaßnahmen in diesem Bereich.

Der neu überarbeitete Lehrgang zum "Geprüften IFRS-Experten/Certified-IFRS-Expert" der Haufe Akademie besteht aus drei Pflichtseminaren, in denen das grundlegende Wissen zu bilanzieller und erfolgsmäßiger Behandlung von Aktiva und Passivposten sowie zur IFRS-Bilanzpolitik in der Praxis vermittelt wird.

Darauf aufbauend können die Lehrgangsteilnehmer jeweils nach ihren beruflichen Anforderungen ihr Wissen mit einem Seminar entweder im Bereich der Konzernrechnungslegung und der Konsolidierungstechniken oder zum Thema Financial Reporting nach IFRS vertiefen. Der Lehrgang schließt mit einer Prüfung, die aus einer schriftlichen Projekt- beziehungsweise Abschlussarbeit und einer mündlichen Prüfung besteht.

Federführend bei der Konzeption der Seminarinhalte und des Lehrgangs war unter anderem Dr. Norbert Lüdenbach, ein deutschen IFRS-Experten und Mitherausgeber des Haufe IFRS-Kommentars. Die fachliche und didaktische Qualitätssicherung der Prüfung unterliegt der Fachhochschule Brandenburg.
(Haufe: ra)

Lesen Sie mehr zum Thema:
Was verlangen die IFRS?

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Meldungen: Markt-Nachrichten

  • Tausende Briefkastengesellschaften vorgehalten

    Seit drei Jahren ermittelt das Bundeskriminalamt im Auftrag der Staatsanwaltschaft München I wegen des Verdachts der Geldwäsche gegen insgesamt drei Beschuldigte. Ab 18.02.2019 erfolgte die gleichzeitige Beschlagnahme von vier Immobilien in Schwalbach am Taunus, Nürnberg, Regensburg und Mühldorf am Inn im Gesamtwert von rund 40 Millionen Euro. Daneben wurde ein Konto bei einer Bank in Lettland mit einem erwarteten Guthaben in Höhe von ca. 1,2 Millionen Euro beschlagnahmt, welches aus der Veräußerung einer weiteren Immobilie in Chemnitz herrührt. Zusätzlich wurde die vorläufige Sicherung von Kontoguthaben bei diversen Banken in Deutschland auf der Grundlage von Vermögensarresten in Höhe von ca. 6,7 Millionen Euro bei zwei beteiligten Immobiliengesellschaften in Deutschland veranlasst.

  • Korruption: Dunkelfeld weiterhin sehr groß

    Das Bundeskriminalamt (BKA) hat 2017 einen Rückgang der Korruptionsstraftaten registriert. Wie aus dem veröffentlichten Bundeslagebild Korruption hervorgeht, nahm die Zahl dieser Straftaten im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent auf 4.894 ab. Damit wurde 2017 die niedrigste Anzahl von Korruptionsstraftaten seit fünf Jahren gemeldet. Das BKA führt diese Entwicklung unter anderem auf etablierte Compliance-Strukturen in Unternehmen und Behörden sowie auf die damit verbundene Sensibilisierung der Mitarbeiter zurück. Einen Grund zur Entwarnung liefern die Zahlen indes nicht: Nur ein Teil aller begangenen Korruptionsstraftaten wird polizeilich bekannt. Das Dunkelfeld wird weiterhin als sehr groß eingeschätzt.

  • Organisierte Kriminalität ist transnational

    "Die Organisierte Kriminalität hat viele Gesichter und Betätigungsfelder. Damit ist und bleibt das Bedrohungs- und Schadenspotential, das von Organisierter Kriminalität ausgeht, unverändert hoch", so BKA-Präsident Holger Münch bei der heutigen Pressekonferenz im BKA-Wiesbaden zur Vorstellung des Lagebildes Organisierte Kriminalität 2017. Die Gesamtzahl der Ermittlungsverfahren gegen Gruppierungen der Organisierten Kriminalität liegt auf unverändert hohem Niveau: 2017 wurden 572 OK-Verfahren registriert (2016: 563). Rund 1/3 der OK-Gruppierungen ist im Bereich der Rauschgiftkriminalität (36,2 Prozent) aktiv. Damit ist und bleibt Drogenhandel das Hauptbetätigungsfeld von OK-Gruppierungen, gefolgt von Eigentumskriminalität (16,4 Prozent). An dritter Stelle findet sich Wirtschaftskriminalität (11,0 Prozent). Der polizeilich erfasste Schaden lag 2017 bei rund 210 Millionen Euro (2016: rund 1 Mrd. Euro).

  • Finanzermittlungen der Ermittlungsbehörden

    Der FIU-Jahresbericht für das Jahr 2016 verzeichnet mit rund 40 Prozent die höchste Steigerungsrate an Geldwäscheverdachtsmeldungen innerhalb der letzten 15 Jahre. Insgesamt 40.690 (2015: 29.108) Verdachtsmeldungen nach dem Geldwäschegesetz wurden an die FIU übermittelt, der Großteil davon von den Kreditinstituten. Mit 38 Prozent (2015: 32 Prozent) sind die meisten Bezüge zum Deliktsbereich Betrug festgestellt worden. Darunter fallen zum Beispiel auch der Warenbetrug über das Internet und der CEO-Fraud. Durch die Erkenntnisse, die direkt aus den Verdachtsmeldungen gewonnen werden konnten und den anschließenden verfahrensunabhängigen Finanzermittlungen stellten die Ermittlungsbehörden insgesamt Vermögenswerte von rund 69, 8 Millionen Euro sicher. Das sind 10 Prozent mehr als im Vorjahr.

  • Bezahlen im Online Handel

    Die Wettbewerbszentrale hat in 10 Fällen bei großen Onlinehändlern Verstöße gegen die SEPA-Verordnung beanstandet. Die betreffenden Anbieter hatten Verbrauchern u. a. eine Bezahlung per Lastschrift angeboten, allerdings gleichzeitig den Lastschrifteinzug von Konten im EU-Ausland ausgeschlossen oder eingeschränkt. Erste Beschwerden bereits Ende 2016: Bereits im Dezember 2016 hatte die Wettbewerbszentrale Beschwerden darüber erhalten, dass eine private Krankenversicherung und ein Telekommunikationsunternehmen es gegenüber Kunden ablehnten, fällige Zahlungen im Wege der Lastschrift von einem Konto im europäischen Ausland einzuziehen. Im Fall der Krankenversicherung lag der Wettbewerbszentrale ein konkretes Schreiben vor, wonach es die Versicherung ablehnte, die Versicherungsbeiträge des Versicherungsnehmers von seinem Konto in Österreich abzubuchen (vgl. News vom 22.12.2016). Im Fall des Telekommunikationsanbieters verlangte dieser in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen für die Durchführung des Lastschriftverfahrens die Angabe einer "gültigen deutschen Bankverbindung".