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Korruptionsbekämpfung bei REWE


Vorbeugung: Professionelles Antikorruptionssystem für die REWE Group soll Wirtschaftskriminalität bekämpfen - Rechtsanwalt Dr. Rainer Buchert als Ombudsmann benannt
Ein modernes Risikomanagement erfordere darüber hinaus aber ein präventiv angelegtes Antikorruptionssystem


Dr. Rainer Buchert:
Dr. Rainer Buchert: Neuer Ombutsmann für die RWE Group, Bild: Buchert

(03.05.07) - Die Kölner REWE Group hat mit der Einführung eines professionellen Antikorruptionssystems ein deutliches Zeichen zur Bekämpfung der wachsenden Wirtschaftskriminalität gesetzt. "Als führender Handels- und Touristikkonzern in Europa folgen wir damit nicht nur dem Deutschen Corporate Governance Kodex und den Vorschriften des Aktiengesetzes, sondern wir senden ein eindeutiges Signal an alle unsere Mitarbeiter, Geschäftspartner und Kunden im In- und Ausland: In unserem Unternehmen darf es keinen Platz für Korruption oder andere kriminelle Machenschaften geben", sagte Alain Caparros, Vorstandsvorsitzender der REWE Group, am 2. Mai in Köln.

Die jüngst bekannt gewordenen Korruptionsfälle aus der Wirtschaft machten deutlich, dass offenbar kein Unternehmen davor gefeit sei. Selbst wenn nur 1,4 Prozent aller in Deutschland polizeilich erfassten Straftaten der Wirtschaftskriminalität zuzurechnen seien, so verursachten sie doch die Hälfte der Schäden aller polizeilich registrierten Delikte. Allein die Schäden durch Korruption werden in Deutschland auf jährlich rund 50 bis 100 Mrd. Euro geschätzt.

"Eine Kultur der Integrität, Ehrlichkeit und Transparenz, für die die REWE Group heute und in Zukunft stehen soll, sind das beste Mittel gegen jede Form von Korruption und kriminellen Verhaltens", ist Caparros überzeugt. Ein modernes Risikomanagement erfordere darüber hinaus aber ein präventiv angelegtes Antikorruptionssystem.

Wichtige Bestandteile des neuen Antikorruptionssystems der REWE Group sind intern ein Verhaltenskodex für alle Führungskräfte und Mitarbeiter sowie die Berufung eines Antikorruptions-Beauftragten. Zentraler externer Baustein ist ein Vertrauensanwalt.

Als Ombudsmann hat die REWE Group Dr. Rainer Buchert benannt. Als Rechtsanwalt hat sich Buchert in Frankfurt/Main in der Beratung von Unternehmen zur Prävention von Wirtschaftskriminalität mit dem Schwerpunkt Korruptionsbekämpfung sowie als Ombudsmann von Großkonzernen wie Deutsche Bahn AG, Volkswagen AG oder O2 Germany einen Namen gemacht. Er war zuvor Leitender Kriminalbeamter im BKA Wiesbaden, Leiter der Kriminalpolizei Sachsen-Anhalt und Polizeipräsident von Stadt und Kreis Offenbach.

Als Ombudsmann der REWE Group nimmt Dr. Rainer Buchert (www.ombudsmann-gegen-korruption.de- Kernkompetenzen liegen in der Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität, Korruptionsprävention und Compliance-Beratung sowie der Tätigkeit als Ombudsmann für Wirtschaftsunternehmen) vertrauliche Hinweise auf Korruption oder andere kriminelle Machenschaften in Zusammenhang mit dem Unternehmen entgegen. Der Schutz der Hinweisgeber vor Nachteilen wie Repressalien ist dabei in jeder Weise gewährleistet. Dazu tragen schon die anwaltliche Verschwiegenheitspflicht, vertragliche Verpflichtung und anwaltliches Zeugnisverweigerungsrecht bei. Der Ombudsmann ist Ansprechpartner für Hinweisgeber aus dem Unternehmen, von Geschäftspartnern und Kunden.

Er leitet nur solche Informationen an den Antikorruptions-Beauftragten der REWE Group weiter, die entsprechend freigegeben werden. Die Identität des Hinweisgebers wird grundsätzlich nicht preisgegeben. "Der Ombudsmann ist keine Anlaufstelle für allgemeine Beschwerden, Unmutsäußerungen, Mobbing-Vorwürfe oder Querulantentum. Wir werden aber allen Hinweisen auf Interessenskollisionen, Verstöße gegen Richtlinien, verdächtige Sachverhalte, Abläufe, Personen und Unternehmen konsequent nachgehen und bei jedem Anfangsverdacht grundsätzlich Strafanzeige erstatten", erläuterte der Vorstand der REWE Group. (REWE: ra)


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