- Anzeigen -

Sie sind hier: Home » Recht » EU & Europa

Wirtschaftswachstum auf lokaler Ebene fördern


Lloyds TSB erhält EIB-Darlehen von 150 Mio GBP zur Förderung britischer Unternehmen
Britische Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten sollen ermäßigte Darlehenszinssätze erhalten


(10.11.11) - Kleine Unternehmen im Vereinigten Königreich werden bei der Lloyds TSB ermäßigte Darlehenszinssätze erhalten. Das Institut setzt dafür neue von der Europäischen Investitionsbank gewährte Finanzierungsmittel im Umfang von 150 Mio GBP ein. Dieses Programm wird es ermöglichen, die Unterstützung von in Betracht kommenden kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) durch die Lloyds Banking Group auszuweiten. Es schließt an den erfolgreichen Einsatz von zwei Finanzierungsprogrammen im Gesamtbetrag von 500 Mio GBP durch die Lloyds TSB und die Bank of Scotland an, die von der Europäischen Investitionsbank in den Jahren 2009 und 2010 gewährt worden sind. Diese Programme ermöglichten es, Investitionsvorhaben von mehr als 1 200 Unternehmen zu finanzieren.

Die Europäische Investitionsbank (EIB), die Institution der Europäischen Union für langfristige Finanzierungen, hat die Bereitstellung neuer Mittel genehmigt, die es britischen Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten ermöglichen werden, ermäßigte Darlehenszinssätze zu erhalten. Außerdem können bis zu 100 Prozent der Investitionskosten eines Unternehmens aus den Mitteln der EIB-Fazilität gedeckt werden, wobei sich der Höchstbetrag pro Vorhaben auf 11 Mio GBP beläuft. Mit diesem neuen Programm können Unternehmen unterstützt werden, die in ihren Betrieb investieren wollen. So können neue Arbeitsplätze geschaffen und das Wirtschaftswachstum auf lokaler Ebene unterstützt werden.

"Es ist für die Europäische Investitionsbank ein wichtiges Anliegen, für kleine Unternehmen im Vereinigten Königreich im Rahmen einer Initiative, die auf der erfolgreichen Zusammenarbeit mit der Lloyds in vergangenen Jahren aufbaut, mehr Finanzierungsmittel zur Verfügung zu stellen. Dies ist Bestandteil unserer allgemeinen Bemühungen sicherzustellen, dass kleine Unternehmen in ganz Europa in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten weiterhin Darlehen für ihre Investitionen erhalten", betonte Simon Brooks, der für Finanzierungen im Vereinigten Königreich zuständige Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank.

"Die Gewährung dieser weiteren Darlehensmittel wird noch mehr mittelständische Betriebe im Vereinigten Königreich in die Lage versetzen, Finanzierungsmittel der Europäischen Investitionsbank zu vergünstigten Zinssätzen in Anspruch zu nehmen. Um die britische Wirtschaft bei ihrem Wachstum zu unterstützen, müssen KMU in ihre Zukunft investieren. Mit großer Freude arbeiten wir wiederum mit der Europäischen Investitionsbank zusammen, um es KMU zu ermöglichen, ihre Wachstumsambitionen zu verwirklichen", erklärte John Maltby, der Leiter von Lloyds TSB Commercial.

Bis jetzt hat die Lloyds-Bankengruppe aus Mitteln der Europäischen Investitionsbank 1.250 Unternehmen dabei unterstützt, in ihre Betriebe zu investieren und diese zu vergrößern.

Es gibt einige Beispiele aus letzter Zeit, die Darlehen betreffen, die von der Lloyds TSB Commercial aus Mitteln der Europäischen Investitionsbank gewährt worden sind. Dazu gehören eine Buchhaltungsfirma in den englischen Midlands, die ein EIB-Darlehen im Betrag von 200.000 GBP im September 2011 dafür verwendete, zu expandieren und neue Gebäude zu erwerben, aber auch ein aluminiumverarbeitender Betrieb in Essex, der ein EIB-Darlehen von 50.000 GBP im März 2011 dafür einsetzte, um den Umzug in größere Räumlichkeiten zu finanzieren.

Alle diese Darlehen trugen dazu bei, Arbeitsplätze vor Ort zu sichern oder zu schaffen.

Während der letzten drei Jahre hat die Europäische Investitionsbank zinsgünstige langfristige Darlehen im Gesamtbetrag von 2,3 Mrd GBP für mehr als 7 500 kleine britische Unternehmen gewährt. Die meisten der mittelständischen Unternehmen, die ein EIB-Darlehen aufgenommen haben, hatten weniger als 50 Mitarbeiter, und der Durchschnittsbetrag der Darlehen belief sich auf 400 000 GBP.

Die Europäische Investitionsbank
• Die Europäische Investitionsbank (EIB), deren Anteilseigner die Mitgliedstaaten der Europäischen Union sind, vergibt langfristige Finanzierungen für Projekte, die zu den wirtschaftspolitischen Zielen der EU beitragen. Im Vereinigten Königreich ist sie seit 1973 tätig und hat dort Autobahn- und Eisenbahnprojekte, Vorhaben in den Bereichen Wasserversorgung und -behandlung, Energieprojekte, Krankenhäuser und Universitäten, Hightech-Entwicklungen in der Industrie sowie kleine und mittlere Unternehmen unterstützt.

• In den letzten fünf Jahren (2006-2010) hat sie mehr als 17 Mrd GBP für Vorhaben im Vereinigten Königreich gewährt – davon allein 4 Mrd GBP im Jahr 2010.

• Die EIB ist eine der größten multilateralen Finanzierungsinstitutionen und hat 2010 sowohl in den EU-Mitgliedstaaten als auch in Drittländern Darlehen von deutlich mehr als 70 Mrd EUR bereitgestellt. Die Bank übt ihre Tätigkeit in Einklang mit der allgemein anerkannten Bankenpraxis und in Zusammenarbeit mit dem Bankensektor aus.

Lloyds TSB Commercial
• Die Lloyds Banking Group zählt mehr als eine Million kleine und mittlere Unternehmen sowie gemeinnützige Einrichtungen zu ihren Kunden und hat ein Drei-Jahres-Programm zur Unterstützung von KMU ausgearbeitet.
(Europäische Investitionsbank: ra)

- Anzeigen -




Kostenloser Compliance-Newsletter
Ihr Compliance-Magazin.de-Newsletter hier >>>>>>


Meldungen: EU und Europa

  • Mangelnde oder wirkungslose Arbeitsplatzkontrollen

    Mangelnde oder wirkungslose Arbeitsplatzkontrollen ermöglichen es skrupellosen Arbeigebern, Arbeitnehmer auszubeuten. Dies geht aus dem neusten Bericht der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA) hervor. Um schwerer Ausbeutung ein Ende zu setzen, empfiehlt die FRA u. a. verschärfte Kontrollen, um Missbrauch zu bekämpfen und Arbeitnehmer so zu stärken, dass sie Missbrauchsfälle melden. "Es ist nicht hinnehmbar, wenn Arbeitnehmer heutzutage dafür bezahlen müssen, um ihr Recht auf Arbeit wahrzunehmen. Ausbeutung muss abgeschafft werden", erklärt der Direktor der FRA, Michael O'Flaherty. "Kontrollen am Arbeitsplatz spielen bei der Aufdeckung von Ausbeutung eine entscheidende Rolle. Deshalb müssen die Mitgliedstaaten ihre Kontrollen ausweiten, um ausbeuterische Arbeitgeber zu überführen und Arbeitnehmer besser zu schützen."

  • Hohe Mehrwertsteuerausfälle

    Der Europäische Rechnungshof führt derzeit eine Prüfung durch, bei der er der Frage nachgeht, wie wirksam die EU die Herausforderungen bewältigt, die sich im Bereich Mehrwertsteuern und Zölle aus dem elektronischen Handel ergeben. Er wird den Regulierungs- und Kontrollrahmen analysieren, den die Europäische Kommission für den elektronischen Handel geschaffen hat, und untersuchen, wie die Mitgliedstaaten zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass die auf elektronisch abgewickelte Geschäfte anfallenden Mehrwertsteuern und Zölle vollständig erhoben werden. Der Hof hat ein Hintergrundpapier zur Erhebung von Mehrwertsteuern und Zöllen im elektronischen Handel veröffentlicht, das allen, die sich für dieses Thema interessieren, ausführliche Informationen bietet.

  • EU-Prüfer nehmen Fahrgastrechte ins Visier

    Der Europäische Rechnungshof plant, eine Prüfung zu den Fahrgastrechten in der EU durchzuführen. Die Prüfer werden untersuchen, ob Umfang und Reichweite der EU-Verordnungen einen wirksamen Schutz der Fahrgastrechte gewährleisten, ob die Fahrgastrechte wirksam durchgesetzt werden und wie die Europäische Kommission die Umsetzung überwacht und auf Probleme reagiert hat.

  • Gleichstellung älterer Menschen

    Beinahe 60 Prozent der Europäer finden, dass es bei der Arbeitssuche von Nachteil ist, alt zu sein. Die Gesellschaft sieht ältere Menschen häufig als Belastung an. Zu oft übersehen werden die grundlegenden Menschenrechte der älteren Mitmenschen übersehen. In ihrem Grundrechtebericht 2018 untersucht die Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA), wie ein rechtebezogener Ansatz hin zu Achtung älteren Menschen gegenüber Fuß zu fassen beginnt. "Grundrechte sind nicht nur für junge Menschen da. Sie schützen Menschen jedes Alters", sagt der Direktor der FRA, Michael O'Flaherty. "Wir müssen mehr für den Schutz der älteren Mitglieder unserer Gesellschaft tun. Es ich höchste Zeit, dass politische Zusagen in konkrete Maßnahmen umgesetzt werden. Wir müssen uns für die bürgerlichen, politischen, sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Rechte älterer Menschen einsetzen."

  • Einfuhrverbot für EU-Erzeugnisse

    Der Europäische Rechnungshof führt derzeit eine Prüfung durch, die die Instrumente für das Risiko- und Krisenmanagement im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) betrifft. Im Zuge der Prüfung wird untersucht, ob mit den vorhandenen Maßnahmen wirksam und wirtschaftlich auf Einkommensverluste reagiert wird, die Landwirte durch Bedrohungen wie extreme Wetterereignisse, ansteckende Tierseuchen und politische Entscheidungen wie das russische Einfuhrverbot für EU-Erzeugnisse erleiden. Im Mittelpunkt der Prüfung stehen zum einen die Instrumente für das Risikomanagement, mit denen ein Teil der Risiken, denen Landwirte ausgesetzt sind, auf Dritte - beispielsweise Versicherungen und Fonds auf Gegenseitigkeit - verlagert wird, und zum anderen die "außergewöhnlichen Maßnahmen", mit denen Landwirte unterstützt werden, die von Krisen wie Marktstörungen, Tierseuchen oder einem Vertrauensverlust der Verbraucher betroffen sind.