- Anzeigen -

Sie sind hier: Home » Markt » Hinweise & Tipps

Ansprüche Compliance-fest dokumentieren


Geschäftsgeheimnis-Gesetz: IT-Unterstützung für effiziente Umsetzung nötig
Die größte Gefahr für die Unternehmensgeheimnisse sind die Mitarbeiter

- Anzeigen -





Der Schutz des Intellectual Property im produzierenden Gewerbe ist angesichts globaler Wirtschaftsverflechtungen ein virulentes Problem: Der Schaden, der der deutschen Wirtschaft im vergangenen Jahr durch kriminelle Attacken entstanden ist, übersteigt laut einer aktuellen Bitkom Studie bereits die 100 Milliarden Euro-Grenze. 75 Prozent der befragten Unternehmen waren von einer solchen Attacke betroffen. Besonders auf dem Vormarsch dabei: Das Social Engineering. Dabei werden Mitarbeiter manipuliert, um sie zur Preisgabe von Informationen oder zur unwissentlichen Einschleusung von Spionagesoftware zu bringen.

Das 2019 in Kraft getretene Gesetz zum Schutz von Geschäftsgeheimnissen (GeschGehG) soll Know-how und Informationen im Unternehmen vor "rechtswidrigem Erwerb sowie rechtswidriger Nutzung und Offenlegung" schützen. Das stellt einerseits einen verbesserten Schutz für Unternehmen dar; anderseits sind die Voraussetzung dafür, diesen Schutz in Anspruch zu nehmen, auch strenger.

Maßnahmen ergreifen und dokumentieren
Das GeschGehG soll Unternehmen jetzt besseren Schutz bei und vor Geheimnisverrat bieten. Neben dem bereits bestehenden Anspruch auf Beseitigung, Unterlassung, Schadensersatz und Auskunftsanspruch haben sie jetzt auch Anspruch auf Vernichtung, Herausgabe, Rückruf oder Entfernung und Rücknahme vom Markt. Dafür müssen Unternehmen im Gegenzug wirksame Maßnahmen ergreifen und gründlich dokumentieren. Ohne IT-Unterstützung lassen sich diese Maßnahmen kaum effizient umsetzen.

Um die neuen Anforderungen dieses Gesetzes auch in der Praxis effizient zu erfüllen, rät Sascha Giese, Head Geek beim IT-Management-Spezialisten SolarWinds, Unternehmen im produzierenden Gewerbe daher zur Umsetzung nachfolgender drei Schwerpunktmaßnahmen:

Strikte Befolgung einer "Least Privilege"-Regelung im Unternehmen
Demnach soll jeder nur Zugriff auf diejenigen Informationen erhalten, die er für seine Arbeit tatsächlich benötigt. Allerdings ist die manuelle Umsetzung dieser Regelung häufig sehr aufwendig und mit Risiken verbunden. Mitarbeiter wechseln ihre Rollen oder Abteilungen, scheiden aus dem Unternehmen aus oder werden im Urlaub vertreten. Damit diese Wechsel jederzeit nahtlos in der Rechteverteilung abgebildet werden kann, empfiehlt sich der Einsatz von professionellen Access Rights Management-Systemen (ARM). Durch diese lassen sich die aktuellen Zugangsstatus im Unternehmen jederzeit auf einfache Art und Weise und weitgehend automatisiert aktuell halten. Ziel ist es sicherzustellen, dass alle erforderlichen Personen kurzfristig Zugriff auf für sie relevante Daten haben, gleichzeitig aber alle Daten vor unbefugtem Zugriff geschützt sind.

Höhere Aufmerksamkeit für Informationsverhalten der Mitarbeiter
Die größte Gefahr für die Unternehmensgeheimnisse sind die Mitarbeiter. Die jüngste Cybersicherheitsstudie von SolarWinds hat ergeben, dass interne Benutzerfehler in den letzten 12 Monaten mit 80 Prozent den weitaus größten prozentualen Anteil an Vorfällen im Zusammenhang mit der Cybersicherheit ausgemacht haben. Unternehmen müssen daher wachsamer bezüglich der Mitarbeiteraktivitäten werden. Neben der Implementierung grundlegender Zugangskontrollen und Netzwerkmanagement-Lösungen kann eine automatisierte Überwachung der Benutzeraktivität mit Hilfe einer "Security Information and Event Management"-Lösung, kurz SIEM, die Sicherheitsverantwortlichen schnell auf verdächtige Aktivitäten aufmerksam machen und ermöglichen, schnell auf Sicherheitsbedrohungen zu reagieren.

Gründliche und effiziente Dokumentation
Das GeschGehG legt großen Wert auch auf die rechtlichen Ansprüche, die Unternehmen durch den entdeckten Geheimnisverrat entstehen können – auch über nationale Grenzen hinweg. Um diese Ansprüche aber geltend machen zu können, müssen sie Compliance-fest dokumentiert sein. Aufgrund der kontinuierlichen Wechsel in Unternehmen ist es nahezu unmöglich, diese Dokumentation händisch jederzeit auf dem neuesten Stand zu halten. Auch hier sind automatisierte IT-Lösungen angeraten, die sämtliche Änderungen automatisch erfassen und revisionssicher per Report zur Verfügung stellen. Häufig gibt es solche Lösungen in Kombination mit den oben genannten Zugriffsverwaltungslösungen. Compliance-Vorgaben für den Umgang mit vertraulichen Daten können damit leichter eingehalten werden.

Fazit: Vor allem hierzulande lebt die produzierende Industrie von ihren Ideen – wenn diese gestohlen werden, dann verliert die deutsche Industrie ihren weltberühmten Vorsprung. Daher ist es zu begrüßen, dass diese Ideen jetzt durch den Gesetzgeber besser geschützt sind. Allerdings kann die Umsetzung dieses Gesetztes in der Praxis aufwändig sein – jeder IT-Profi weiß, wie komplex das Zugriffsrechtemanagement ist. Daher sollten sich die Maschinenbauer hier unbedingt Unterstützung durch automatisierte IT-Lösungen holen. Das trägt nicht nur zur Absicherung der eigenen Infrastruktur bei, sondern kann insbesondere auch kleinen und mittleren Betrieben helfen, die Digitalisierung voranzutreiben. (SolarWinds: ra)

eingetragen: 19.02.20
Newsletterlauf: 02.04.20

SolarWinds: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

- Anzeigen -




Kostenloser Compliance-Newsletter
Ihr Compliance-Magazin.de-Newsletter hier >>>>>>


Meldungen: Markt / Hinweise & Tipps

  • Expertise für den Schutz digitaler Identitäten

    Die Welt tickt zunehmend digital: Erkennen lässt sich das zum einen am rasanten technologischen Fortschritt und an der Reaktion vieler Unternehmen auf die Corona-Pandemie, in der eine Vielzahl von Arbeits- und Kommunikationsprozessen digitalisiert wurden und zum anderen an dem stark wachsenden Online-Handel. Bereits 2018 trat die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) der EU in Kraft, die Internetnutzern Hoheit über ihre eigenen Daten und deren Schutz zusichern soll. Ein vergleichbares Ziel verfolgt die Schweiz mit der 2020 abgeschlossenen Revision des Bundesgesetzes über den Datenschutz (DSG). Vor diesem Hintergrund kommt auch der Diskussion um die Einführung einer eindeutigen digitalen Identität - auch elektronische Identität oder e-ID genannt - eine immer größere Bedeutung zu.

  • Tipps zur Umsetzung der DSGVO-Vorgaben

    Es ist höchste Zeit, dass international tätige Unternehmen ihren Status quo in Sachen Datenschutz überprüfen und im Rahmen der Digitalisierung ihrer Kommunikationsprozesse auch die Umsetzung der DSGVO sicherstellen. Der Cloud-Anbieter Retarus unterstützt Unternehmen seit Jahrzehnten darin, Ihre Kommunikationsdaten rechtskonform zu verarbeiten und zeigt, welche Faktoren dabei zu berücksichtigen sind. Laut einer aktuellen Studie der internationalen Anwaltskanzlei DLA Piper ist die Summe der verhängten Bußgelder für Verstöße gegen die EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) im letzten Jahr europaweit um 40 Prozent gestiegen. Seit dem Inkrafttreten der DSGVO im Mai 2018 wurden in der EU rund 281.000 Verstöße zur Anzeige gebracht. Die Strafen bei Verstößen betragen bis zu 20 Millionen Euro bzw. vier Prozent des weltweiten Umsatzes. Allein in Deutschland wurden bisher Bußgelder in Höhe von 69,1 Millionen Euro verhängt. Dennoch setzen laut Branchenverband Bitkom erst 20 Prozent der befragten Unternehmen in Deutschland die DSGVO vollständig um. Grund dafür ist unter anderem eine anhaltende Rechtsunsicherheit. Nicht zuletzt trägt auch das Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zum "Privacy Shield" zur Verwirrung bei.

  • Digitales Medikationsmanagement einführen

    Mit dem Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG), das vor kurzem in Kraft getreten ist, soll die Digitalisierung der deutschen Krankenhäuser vorangetrieben werden. Warum das dringend notwendig ist, welche Chancen sich durch die Förderung bieten und wie Krankenhäuser ihre digitalen Initiativen am besten angehen, erklärt NTT Ltd., ein weltweit führender Technologie-Dienstleister. Viele deutsche Krankenhäuser und Kliniken haben großen Digitalisierungsbedarf. Allzu oft werden Patientendaten noch auf Papier erfasst und Prozesse nicht sauber dokumentiert. Und dass es um die Absicherung der IT-Systeme nicht zum Besten bestellt ist, machen die regelmäßigen Berichte über gelungene Angriffe und ihre teils dramatischen Folgen deutlich. Bereits im Herbst 2020 lag die Zahl der erfolgreichen Attacken auf kritische Infrastrukturen im Gesundheitsbereich laut der Bundesregierung bei 43, nachdem es im gesamten Vorjahr nur 16 waren.

  • Neue Energie-Label auf Elektrogeräten

    2021 gibt es auch in der Digitalwelt neue Vorschriften und Rechte für Verbraucher. Der Digitalverband Bitkom hat die wichtigsten Neuerungen für 2021 zusammengetragen. Am 1. Januar 2021 startete die Einführungsphase der elektronischen Patientenakte (ePA). Alle gesetzlichen Krankenversicherungen müssen ihren Patienten dann auf Wunsch eine solche digitale Akte zur Verfügung stellen, die Nutzung ist aber freiwillig. Versicherte behalten zudem die Hoheit darüber, welche Informationen in der ePA gespeichert werden. Sie soll zukünftig einen schnellen Zugriff auf medizinischen Daten, Diagnosen oder auch den Impfpass ermöglichen. Im weiteren Jahresverlauf soll die elektronische Patientenakte auch in Arztpraxen verfügbar gemacht werden.

  • Einführung der E-Rechnung

    Die Frist läuft: Ab dem 27. November 2020 müssen Unternehmen in Deutschland Rechnungen an Bundesbehörden als sogenannte E-Rechnung einreichen. Wie eine repräsentative Befragung unter 1.104 Unternehmen aller Branchen ab 20 Mitarbeitern in Deutschland ergeben hat, hat ein Großteil der Wirtschaft die Bedeutung der E-Rechnung bereits erkannt: So messen ihr 81 Prozent der Unternehmen eine große oder sehr große Relevanz bei. "Es stimmt optimistisch, dass sich die Unternehmen mit dem Thema E-Rechnung auseinandersetzen. Gleichwohl beobachten wir, dass längst noch nicht alle Rechnungen nach dem vorgegebenen strukturierten Format stellen oder empfangen", sagt Nils Britze, Bereichsleiter Digitale Geschäftsprozesse beim Bitkom. So übermitteln aktuell 30 Prozent der Unternehmen E-Rechnungen. "Automatisierte Rechnungsprozesse vermeiden Fehler und sorgen für mehr Wirtschaftlichkeit", betont Britze. "Alle Unternehmen sollten sich jetzt mit dem Thema E-Rechnung befassen."