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Spionage & Konkurrenzausspähung


Mehr Know-how-Schutz: BfV und Bitkom vereinbaren Kooperation im Wirtschaftsschutz
Durch gemeinsame Angebote zum Wirtschaftsschutz sollen insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen sensibilisiert werden

(06.05.16) - Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) und der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) wollen künftig gemeinsam Unternehmen vor Spionage und Sabotage schützen. Im Rahmen der CeBIT 2016 unterzeichneten beide Seiten die Erklärung "Gemeinsames Handeln für digitale Sorgfalt – Know-how-Schutz in Deutschland stärken".

In Zeiten der Digitalisierung gewinnen Informations- und Kommunikationstechnologien an Bedeutung in allen Wirtschaftsbereichen. Mit Industrie 4.0 und dem "Internet of things" entstehen nicht nur zusätzliche Chancen sondern auch neue Risiken für Unternehmen. Neben Know-how-Abfluss durch Spionage rückt auch das Thema Sabotage immer mehr in den Fokus.

Durch gemeinsame Angebote zum Wirtschaftsschutz sollen insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen sensibilisiert werden. Diese sind durch ihre innovativen Produkte und kreativen Dienstleistungen die Stütze der deutschen Wirtschaft. Andererseits verfügen sie nach Erkenntnissen des BfV häufig nicht über die erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz ihres Know-hows. Die möglichen Schäden sind enorm. Ist ein wirtschaftlicher Schaden eventuell noch verkraftbar, können Reputationsschäden irreparabel sein.

Dr. Hans-Georg Maaßen, Präsident des BfV, erklärte: "Durch Spionage und Konkurrenzausspähung sind kleine und mittelständische Unternehmen besonders gefährdet. Durch die Digitalisierung bieten sich Angreifern zusätzliche Möglichkeiten, sich unbemerkt in Firmen-Netze zu schleichen.

Gemeinsam mit dem Bitkom wollen wir einen Beitrag zum Know-how- Schutz und der Sabotageprävention leisten. Dafür präsentiert sich das BfV über den Bitkom der Digitalwirtschaft als zentraler Ansprechpartner. Das Referat Wirtschaftsschutz des BfV steht für Dialog und Information im Rahmen einer vertrauensvollen Zusammenarbeit den Unternehmen der Digitalbranche zur Verfügung."

Bitkom-Präsident Thorsten Dirks erklärte: "Die wichtigsten Ressourcen in der Digitalökonomie sind Daten, und mit genügend Know-how und krimineller Energie lassen sich diese abschöpfen. Wir müssen es gemeinsam schaffen, der Professionalisierung, Internationalisierung und Industrialisierung von Computerkriminalität und Wirtschaftsspionage Einhalt zu gebieten. Dafür muss der Informationsaustausch zwischen Wirtschaft und Behörden weiter verbessert werden. Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen müssen noch besser über entsprechende Sicherheitskonzepte informiert werden.

Sehr wichtig ist die Einbeziehung der Mitarbeiter in die Sicherheitskultur der Unternehmen. Bei jedem zweiten Sicherheitsvorfall sind eigene Mitarbeiter involviert. Zufriedene und beim Thema Sicherheit gut informierte Mitarbeiter sind der beste Schutz gegen Angriffe auf ein Unternehmen."

Eine Bitkom-Studie hatte im Vorjahr ergeben, dass etwa jedes zweite Unternehmen in Deutschland von digitaler Wirtschaftsspionage, Sabotage oder Datendiebstahl betroffen ist. Die Delikte reichen von der Entwendung von Geräten über gezielte Wirtschaftsspionage bis zu Cyberangriffen. Dabei entstehen Jahr für Jahr Schäden in zweistelliger Milliardenhöhe. (Bitkom: ra)

Bitkom: Kontakt und Steckbrief

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Meldungen: Markt / Unternehmen

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    Der Bundesgerichtshof (BGH) hat mit dem Urteil zur Vereinbarkeit der Tätigkeit des registrierten Inkassodienstleisters "Lexfox" mit dem Rechtsdienstleistungsgesetz erneut klargestellt, dass die Rechtsberatung durch Inkassounternehmen eine umfassende und vollwertige substantielle Rechtsberatung darstellt. Damit bestätigt der BGH mit Bezug auf die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts aus den Jahren 2002 und 2004 die Gleichstellung von Inkassodienstleistern und Rechtsanwälten im Bereich des außergerichtlichen Forderungseinzugs.

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    Geldwäsche ist ein gigantisches Thema: Jedes Jahr werden zwischen zwei und fünf Prozent des weltweiten Bruttosozialprodukts gewaschen. In Deutschland sind es laut einer Studie des Finanzministeriums rund 100 Milliarden Euro. Die deutsche Regierung will dem nun einen Riegel vorschieben und hat die fünfte EU-Geldwäscherichtlinie in deutsches Recht umgesetzt: Strengere Meldevorschriften sollen helfen, illegale Finanzgeschäfte zu erschweren. Die private Wirtschaft bietet bereits eine Lösung zur Umsetzung von Teilen dieser Regulierung: Das Münchener Fintech hawk:AI und die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC haben gemeinsam ein Angebot etabliert, das Finanzinstituten hilft, Geldwäsche schnell und sicher zu erkennen und zu bearbeiten. Gemeinsame Kundenprojekte, modernste Technologie und clevere KI-Algorithmen werden dazu beitragen, den Geldwäschern das Handwerk zu legen. Hawk:AI ist ein Unternehmen für Regulierungs-Technologie.

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