Starkes 4. Quartal 2007 für Siemens


Siemens: Starkes Wachstum, höhere Ergebnismargen – Die operativen Bereiche erzielten im vierten Quartal des Geschäftsjahrs 2007 fast 2 Mrd. Euro Ergebnis - Siemens erzielte ein starkes organisches Wachstum
Siemens: Rechtliche Themen dominierten im vierten Quartal - Im Verlauf des vierten Quartals hat Siemens ihre Untersuchungen der Steuerabzugsfähigkeit zweifelhafter Zahlungen bei den übrigen Bereichen und den Regionalgesellschaften auch für die Geschäftsjahre 2000 bis 2006 weitestgehend abgeschlossen


Peter Löscher:
Peter Löscher: "Gezeigt, wie leistungsfähig Siemens im Hinblick auf profitables Wachstum sein kann", Bild: Siemens

(09.11.07) - Das Ergebnis der Bereiche der Siemens AG (Operatives Geschäft) im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2007 betrug 1,990 Mrd. Euro und profitierte stark von gestiegenen Ergebnissen und Ergebnismargen bei allen Bereichen. Das Ergebnis der fortgeführten Aktivitäten legte ebenfalls deutlich zu, auf 1,394 Mrd. Euro. Der Gewinn je Aktie belief sich auf fortgeführter Basis auf 1,45 (i. V. 0,10) Euro. Der Gewinn nach Steuern betrug minus 74 Mio. Euro und resultierte aus nicht operativen Einflüssen innerhalb der nicht fortgeführten Aktivitäten, einschließlich eines Steueraufwands von rund 1 Mrd. Euro im Zusammenhang mit der Ausgliederung von Siemens VDO Automotive. Der Gewinn je Aktie lag bei minus 0,17 (i. V. plus 0,10) Euro.

Siemens ist im vierten Quartal erneut mehr als doppelt so schnell gewachsen als das weltweite Bruttoinlandsprodukt. Der Umsatz stieg im Vorjahresvergleich um 9 Prozent auf 20,201 Mrd. Euro, der Auftragseingang kletterte um 21 Prozent auf 21,328 Mrd. Euro. Der Free Cash Flow stieg auf 2,553 Mrd. Euro und profitierte vom höheren Ergebnis der fortgeführten Aktivitäten und einer deutlichen Verbesserung des Net Working Capital. Siemens hat Pläne für ein Aktienrückkaufprogramm über bis zu 10 Mrd. Euro angekündigt und schlägt für das Geschäftsjahr 2007 eine Dividende von 1,60 (i. V. 1,45) Euro je Aktie vor.

"Das vierte Quartal hat gezeigt, wie leistungsfähig Siemens im Hinblick auf profitables Wachstum sein kann", sagte Peter Löscher, Vorsitzender des Vorstands der Siemens AG. "Wir haben unser Geschäft weltweit ausgebaut; alle operativen Bereiche liegen schon jetzt mit ihren Ergebnissen in den Zielbändern des Fit for 2010-Programms. Dadurch konnten wir den Free Cash Flow sehr deutlich steigern. Der Nettogewinn wurde hingegen von Steueraufwendungen aufgrund der Ausgliederung von Siemens VDO erheblich belastet."

"Auf Konzernebene wollen wir im kommenden Jahr unter anderem unsere Kapitalstruktur verbessern. Wir werden uns deshalb an einer Kennzahl orientieren, die sich aus dem Verhältnis zwischen industrieller Nettoverschuldung und EBITDA ergibt. Hierfür haben wir uns ein mittelfristiges Ziel gesetzt. Um das zu erreichen, wollen wir mit Hilfe unserer starken Cash-Position ein Aktienrückkaufprogramm im Umfang von bis zu 10 Mrd. Euro über die kommenden drei Jahre auflegen und damit den Wert für unsere Aktionäre steigern. Wir sind der Überzeugung, dass wir mit einer effizienteren Kapitalstruktur den Gewinn je Aktie zusätzlich stärken werden und damit gleichzeitig einen kostengünstigeren Zugang zu den Kapitalmärkten sowie strategische Flexibilität sicherstellen."

"Operativ erwarten wir für das Geschäftsjahr 2008 weiterhin ein profitables Wachstum. Wir gehen davon aus, dass unser Volumen prozentual doppelt so stark wachsen wird wie das weltweite Bruttoinlandsprodukt. Unser operatives Ergebnis soll mindestens doppelt so schnell wachsen wie unser Geschäftsvolumen. Siemens ist dafür auf den Wachstumsmärkten für Industrie-, Energie- und Gesundheitslösungen hervorragend aufgestellt."

Ergebnis

Das Ergebnis der Bereiche (Operatives Geschäft) kletterte aufgrund höherer Profitabilität und gestiegenem Umsatz. Mit stärkerer operativer Leistungsfähigkeit infolge einer verbesserten Kostenstruktur und erfolgreicher Akquisitionen in den zurückliegenden Quartalen profitierten die operativen Bereiche erheblich vom weltweit gestiegenen Umsatz. Daraus resultierte im vierten Quartal ein Ergebnis der Bereiche (Operatives Geschäft) von 1,990 Mrd. Euro, nach 749 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Alle neun operativen Bereiche wiesen im Vorjahresvergleich deutlich höhere Bereichsergebnisse und Ergebnismargen aus.

Das Ergebnis der fortgeführten Aktivitäten legte deutlich zu. Das erheblich höhere Ergebnis der Bereiche (Operatives Geschäft) führte zu einem starken Anstieg des Ergebnisses der fortgeführten Aktivitäten, von 139 Mio. Euro auf 1,394 Mrd. Euro. Der Gewinn je Aktie kletterte auf fortgeführter Basis von 0,10 Euro auf 1,45 Euro. Das Finanz- und Immobiliengeschäft sowie die Konzern-Treasury erwirtschafteten im vierten Quartal ein Ergebnis vor Ertragsteuern von 119 (i. V. 129) Mio. Euro.

Der Gewinn nach Steuern wurde durch nicht operative Einflüsse innerhalb der nicht fortgeführten Aktivitäten belastet. Die nicht fortgeführten Aktivitäten reduzierten den Gewinn nach Steuern im vierten Quartal um 1,468 Mrd. Euro, zum großen Teil wegen des Ausweises von Siemens VDO Automotive (SV), dessen Verkauf an die Continental AG noch nicht abgeschlossen ist. Siemens wies im vierten Quartal Steueraufwendungen von etwa 1 Mrd. Euro im Zusammenhang mit der Ausgliederung von SV aus. Zu den anderen nicht operativen Einflüssen innerhalb der nicht fortgeführten Aktivitäten zählte eine Geldbuße über 201 Mio. Euro der deutschen Behörden, mit der die Untersuchungen zu vergangenem Fehlverhalten im ehemaligen Bereich Communications (Com) beendet wurden. Aus diesen Faktoren resultierte im vierten Quartal ein Ergebnis nach Steuern von minus 74 Mio. Euro, nach plus 148 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis je Aktie betrug im abgelaufenen Quartal minus 0,17 (verwässert minus 0,19) Euro. Im Vorjahreszeitraum lag der Gewinn je Aktie unverwässert wie verwässert bei 0,10 Euro.

Auftragseingang und Umsatz

Siemens erzielte ein starkes organisches Wachstum mit einer ausgezeichneten regionalen Verteilung. Mit seiner starken Präsenz in allen wichtigen Regionen und Ländern der Welt profitierte Siemens im vierten Quartal vom günstigen wirtschaftlichen Umfeld. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 9 Prozent auf 20,201 Mrd. Euro, der Auftragseingang kletterte um 21 Prozent auf 21,328 Mrd. Euro. Ohne Portfolio- und Währungseffekte legten Umsatz und Auftragseingang um 8 Prozent bzw. 19 Prozent zu. Das Wachstum in Asien-Pazifik blieb robust. Der Umsatz stieg dort um 19 Prozent, der Auftragseingang kletterte um 62 Prozent. Auch Euroopa (einschließlich Deutschland) verzeichnete ein starkes Quartal; Umsatz und Auftragseingang stiegen dort um 7 Prozent bzw. 26 Prozent. Die Region Afrika, Naher Osten und Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) erzielte ein Umsatzwachstum von 19 Prozent und machte fast 10 Prozent des Umsatzes von Siemens im vierten Quartal aus. Die genannten Regionen glichen das langsamere Wachstum in Amerika mehr als aus. Die Marktbedingungen in USA haben sich im Vergleich zum Vorjahresquartal merklich geändert. Umsatz und Auftragseingang stiegen in Amerika um jeweils 6 Prozent, trotz starker negativer Währungseffekte, die zum Teil durch neu hinzugekommene Umsätze aus zwischen den Berichtsperioden erfolgten Akquisitionen kompensiert wurden.

Cash und Return On Capital Employed (ROCE)

Die Cash Conversion Rate liegt im vierten Quartal klar über der Zielvorgabe. Der Free Cash Flow aus den fortgeführten Aktivitäten betrug im vierten Quartal 2,553 Mrd. Euro, nach 963 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Anstieg resultierte hauptsächlich aus dem erheblich höheren Ergebnis der fortgeführten Aktivitäten und aus höheren Zahlungsmittelzuflüssen im Zusammenhang mit dem Net Working Capital. Die entsprechende Cash Conversion Rate für das vierte Quartal lag bei 1,83 und damit klar über der Zielvorgabe von 0,92.

Der ROCE lag im Geschäftsjahr 2007 bei 12,7 Prozent. Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (Return On Capital Employed / ROCE) belief sich im Vorjahr auf 9,6 Prozent. Die Entwicklung des ROCE wird im Geschäftsjahr 2008 durch einen erheblichen Anstieg des eingesetzten Kapitals beeinflusst werden. Dieser Anstieg resultiert aus den großen Akquisitionen, die im Geschäftsjahr 2007 vollzogen bzw. angekündigt wurden. Siemens hält an seinem mittelfristigen Ziel für den ROCE von 14 bis 16 Prozent fest.

Rechtliche Themen im vierten Quartal

Das Landgericht München hat eine Geldbuße von 201 Mio. Euro gegen Siemens verhängt. Damit sind die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft München im ehemaligen Bereich Com gegen die Siemens AG beendet. Siemens hat die Geldbuße im vierten Quartal des Geschäftsjahrs 2007 gebucht. Darüber hinaus wurde eine abschließende steuerrechtliche Regelung durch die deutschen Finanzbehörden getroffen. Diese Regelung betraf fragwürdige Zahlungen im Zusammenhang mit Beraterverträgen, anderen Verträgen mit dritten Vermittlern und an andere Parteien in den Geschäftsjahren 2000 bis 2006. Insgesamt wurden im ehemaligen Bereich Com fragwürdige Zahlungen von 449 Mio. Euro als steuerlich nicht abzugsfähig eingestuft. Die daraus resultierende Steuerbelastung beläuft sich auf 179 Mio. Euro. Im Konzernabschluss 2006 hat Siemens bereits 168 Mio. Euro gebucht, die sich auf zweifelhafte Zahlungen von 417 Mio. Euro beziehen.

Im Verlauf des vierten Quartals des Geschäftsjahrs 2007 hat Siemens ihre Untersuchungen der Steuerabzugsfähigkeit zweifelhafter Zahlungen bei den übrigen Bereichen und den Regionalgesellschaften auch für die Geschäftsjahre 2000 bis 2006 weitestgehend abgeschlossen. Hieraus ergaben sich im Geschäftsjahr 2007 weitere 857 Mio. Euro steuerlich nicht abzugsfähiger Zahlungen. Entsprechend hat Siemens zusätzliche Ertragsteuerverpflichtungen von 339 Mio. Euro gebucht und die entsprechenden Beträge früherer Berichtsperioden im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2007 angepasst. Der Großteil der gesamten Ertragsteuerverpflichtungen bezieht sich auf Zahlungen vor dem Geschäftsjahr 2005 und führte zu einer Reduzierung des Eigenkapitals zum 1. Oktober 2004. Aus den beschriebenen Ertragsteuerverpflichtungen ergeben sich keine Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung von Siemens im Geschäftsjahr 2007.

Bezogen auf die fortgeführten und nicht fortgeführten Aktivitäten betrugen die Aufwendungen für externe Berater, die Siemens im Zusammenhang mit den Untersuchungen mutmaßlicher Verstöße gegen Anti-Korruptionsgesetze und ähnlicher Angelegenheiten sowie für Maßnahmen zur Beseitigung von Schwächen des internen Kontrollsystems beauftragt hat, im vierten Quartal insgesamt 159 Mio. Euro und im Gesamtjahr 347 Mio. Euro.
Nähere Informationen zum Thema Compliance werden im Dokument "Legal Proceedings" zur Verfügung gestellt.
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Operatives Geschäft im Geschäftsjahr 2007

Automation and Drives (A&D): Weltweit robustes Wachstum und operative Stärke

A&D hat ein exzellentes Jahr und ein hervorragendes viertes Quartal absolviert. Das Bereichsergebnis kletterte in den letzten drei Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 42 Prozent auf 607 Mio. Euro. Die Geschäftsgebiete Large Drives, Mechanical Drives und Motion Control Systems bewiesen bei gestiegenen Umsätzen operative Stärke, was zu deutlich höheren Gewinnen führte. Purchase-Price-Accounting-Effekte (PPA) im Zusammenhang mit den Akquisitionen von UGS Corp. (im Mai 2007) und Flender Holding GmbH (im Geschäftsjahr 2005) reduzierten das Bereichsergebnis um 63 Mio. Euro. Außerdem buchte A&D weitere 12 Mio. Euro Integrationskosten. Diese negativen Auswirkungen reduzierten im vierten Quartal die Ergebnismarge um 1,7 Prozentpunkte. Der Umsatz von A&D insgesamt erreichte mit 4,403 Mrd. Euro einen Quartalsrekordwert. Der Auftragseingang stieg noch schneller, und zwar um 24 Prozent auf 4,351 Mrd. Euro. Der Umsatz von A&D nahm weltweit zu: in der Region Asien-Pazifik wuchs er um 32 Prozent, in Deutschland um 26 Prozent, in Euroopa ohne Deutschland um 20 Prozent und in Amerika um 16 Prozent. Hierin enthalten ist das neu hinzugekommene Geschäft von UGS, einem führenden Anbieter von Produktlebenszyklus-Software, den A&D zur Ergänzung und Erweiterung seiner Softwarekompetenz erworben hatte. Mit der begonnenen technologischen Integration und der Gewinnung neuer Kunden für den Bereich hatte dieses Geschäft innerhalb von A&D einen guten Start.

Auf Jahresbasis steigerte A&D sein Bereichsergebnis um 33 Prozent auf 2,090 Mrd. Euro. Operativ profitierte der Bereich von einem gestiegenen Geschäftsvolumen. Die Profitabilität nahm im Jahresvergleich zu, obwohl PPA-Effekte in Höhe von 143 Mio. Euro und Integrationskosten von 23 Mio. Euro die Ergebnismarge um 1,1 Prozentpunkte drückten. Der Umsatz wuchs im Geschäftsjahr 2007 um 18 Prozent auf 15,389 Mrd. Euro, der Auftragseingang kletterte um 17 Prozent auf 16,794 Mrd. Euro. Das Umsatzwachstum erstreckte sich über alle Regionen und profitierte von der UGS-Akquisition.

Industrial Solutions and Services (I&S): Bereichsweite Steigerung der Profitabilität

Das vierte Quartal war das stärkste Quartal von I&S im Geschäftsjahr 2007. Das Bereichsergebnis war mit 130 Mio. Euro mehr als doppelt so hoch als im Vorjahreszeitraum. Ergebnis und Profitabilität verbesserten sich im Vergleich zum Vorjahresquartal in allen Geschäftsgebieten, vor allem bei Industrial Services, Wasser sowie Öl und Gas. In der Folge steigerte der Bereich seine Ergebnismarge im vierten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,7 Prozentpunkte. Industrieweite Kapazitätsengpässe und ein niedrigerer Umsatz im Postautomatisierungsgeschäft haben das Umsatzwachstum in Grenzen gehalten. Der Umsatz stieg auf 2,500 Mrd. Euro und der Auftragseingang auf 2,168 Mrd. Euro.

Die Ergebnisse für das Gesamtjahr von I&S zeigten ähnliche Entwicklungen, einschließlich eines stark gestiegenen Bereichsergebnisses bei zurückhaltendem Umsatzwachstum. Das Bereichsergebnis kletterte im Jahresvergleich um 47 Prozent auf 415 Mio. Euro. Gewinne und Margen verbesserten sich bereichsweit. Der Umsatz für I&S insgesamt kletterte um 1 Prozent auf 8,894 Mrd. Euro. Die starke Nachfrage in Amerika und der Region Asien-Pazifik führten zu einem Auftragswachstum um 13 Prozent auf 10,161 Mrd. Euro. Das Verhältnis zwischen Auftragseingang und Umsatz (book-to-bill ratio) betrug im gesamten Geschäftsjahr 1,14.

Siemens Building Technologies (SBT): Profitiert von höhermargigem Geschäft

SBT wies im vierten Quartal mit 102 Mio. Euro sein höchstes Quartals-Bereichsergebnis im abgelaufenen Geschäftsjahr aus. Im Vergleich zum Vorjahresquartal nahm die Ergebnismarge um zwei Prozentpunkte zu. Diese Ergebnisse unterstreichen die gezielten Anstrengungen von SBT, die Kosten zu reduzieren, sich operativ zu verbessern und höhermargiges Geschäft zu gewinnen. Diese Entwicklung zeigte sich besonders im Geschäftsgebiet Building Automation, das seine Profitabilität im Vergleich zum Vorjahresquartal mehr als verdoppelt hat. Die gezieltere Auswahl von Aufträgen schlug sich für SBT insgesamt in einem im Vergleich zum Vorjahresquartal moderaten Umsatzrückgang auf 1,353 Mrd. Euro nieder. Der Auftragseingang sank um 5 Prozent auf 1,331 Mrd. Euro. Hierfür waren u. a. negative Währungseffekte und ein Rückgang im US-Geschäft verantwortlich. In den USA sank der Auftragseingang im vierten Quartal im Vergleich zum Vorjahresquartal um 15 Prozent.

Auf Basis des Gesamtjahres waren die Fortschritte von SBT noch beachtlicher. Das Bereichsergebnis kletterte um 59 Prozent auf 354 Mio. Euro. Gewinne und Margen nahmen bereichsweit zu und führten insgesamt zu einer Verbesserung der Ergebnismarge um 2,4 Prozentpunkte. Die Geschäftsgebiete Fire Safety und Heating, Ventilation and Air Conditioning steuerten die größten Gewinne zum Bereichsergebnis bei. Der Umsatz wuchs im Jahresvergleich um 6 Prozent auf 5,062 Mrd. Euro, der Auftragseingang stieg um 2 Prozent auf 5,350 Mrd. Euro.

Osram: Nachhaltiges Wachstum und Profitabilität

Osram wies im vierten Quartal ein Bereichsergebnis von 128 Mio. Euro aus. Gewinne und Margen nahmen auf breiter Basis zu. Im Vorjahresquartal enthielt das Bereichsergebnis höhere Restrukturierungsaufwendungen. Umsatz und Auftragseingang stiegen im vierten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um jeweils 8 Prozent auf 1,203 Mrd. Euro und profitierten von starker Nachfrage nach Energie sparenden Beleuchtungslösungen.

Im gesamten Geschäftsjahr kletterte das Bereichsergebnis von Osram um 8 Prozent auf 492 Mio. Euro. Osram profitierte von höheren Ergebnissen im optischen Halbleitergeschäft und vom starken Geschäft mit der Allgemeinbeleuchtung. Die bereichsweit spürbare Nachfrage trieb Umsatz und Auftragseingang im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 4,690 Mrd. Euro. Ohne die negativen Währungseffekte nahmen Umsatz und Auftragseingang im Jahresvergleich um jeweils 7 Prozent zu.

Transportation Systems (TS): Bessere Ergebnisse und Margen

Das Bereichsergebnis von TS kletterte im vierten Quartal auf 62 Mio. Euro. Gewinne und Margen legten bereichsweit zu, angeführt vom Geschäftsgebiet Rail Automation. Der Umsatz lag im vierten Quartal mit 1,212 Mrd. Euro unter dem Vorjahreswert. Der Auftragseingang war mit 2,189 Mrd. Euro fast dreimal so hoch wie im Vorjahresquartal und profitierte von Großaufträgen in Österreich, Niederlande, Großbritannien und China.

Im Gesamtjahr betrug das Bereichsergebnis von TS 191 Mio. Euro, einschließlich eines Nettoerlöses in Höhe von 76 Mio. Euro aus dem Verkauf des Lokomotiven-Leasinggeschäfts. Gewinne und Margen legten bereichsweit zu, mit Ausnahme des Geschäftsgebiets Mass Transit, das Aufwendungen im Zusammenhang mit seiner Combino-Straßenbahn buchte und einen im Vorjahresvergleich höheren Verlust auswies. Der Umsatz lag mit 4,452 Mrd. Euro nahezu auf Vorjahresniveau, trotz eines Umsatzrückgangs im Geschäftsgebiet Mass Transit. Der Auftragseingang von 4,780 Mrd. Euro spiegelt ein erheblich niedrigeres Niveau an Großaufträgen des Bereichs insgesamt im zweiten und dritten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahrs wider.

Power Generation (PG): Margenverbesserung in starken Wachstumsmärkten

PG erzielte mit einer gestiegenen Profitabilität und starkem Umsatzwachstum im vierten Quartal ein Bereichsergebnis von 358 Mio. Euro, welches weit über dem Vorjahreswert liegt. Das konventionelle Kraftwerks- und Servicegeschäft sowie das Industrie- und das Windkraftgeschäft steuerten im Vergleich zum Vorjahresquartal erheblich höhere Ergebnisse bei. Beide Berichtsperioden enthielten Belastungen aus Großprojekten und aus negativen Beteiligungsergebnissen. Die abgelaufene Berichtsperiode spiegelt aufgrund erheblicher gegenläufiger Effekte die zugrundeliegende Bereichsperformance wider, während die Ergebnismarge für das Vorjahresquartal infolge der oben genannten Effekte mehr als fünf Prozentpunkte verlor. Das Beteiligungsergebnis von Areva betrug im vierten Quartal minus 37 (i. V. minus 52) Mio. Euro. Die Nachfrage nach Lösungen zur Energieerzeugung von PG schlug sich im Umsatz und im Auftragseingang nieder. Der Umsatz lag im vierten Quartal mit 3,533 Mrd. Euro um 21 Prozent über dem Vorjahreswert, der Auftragseingang wuchs um 47 Prozent auf 4,012 Mrd. Euro. Das konventionelle Kraftwerks-, das Windkraftwerks- und das Industriegeschäft verzeichneten jeweils starkes Wachstum und große Neuaufträge, darunter effiziente Gas- und Dampfkraftwerke in Euroopa und Asien-Pazifik sowie große Windkraftprojekte in Euroopa, Asien-Pazifik und USA. PG rechnet für die kommenden Quartale mit anhaltenden Ergebnisschwankungen bei seinen Equity-Beteiligungen.

Im Gesamtjahr stieg das Bereichsergebnis von PG um 47 Prozent auf 1,147 Mrd. Euro. Alle Geschäftsaktivitäten erzielten ein starkes Wachstum bei Ergebnis und Profitabilität, einschließlich eines deutlichen Ergebnisanstiegs im konventionellen Kraftwerks-Servicegeschäft und einer auf 9,5 Prozent kräftig gestiegenen Marge im Windkraftwerksgeschäft, das im Jahresvergleich ein mehr als doppelt so hohes Ergebnis auswies. Belastungen aus Großprojekten, ein negatives Beteiligungsergebnis sowie gegenläufige Effekte drückten im abgelaufenen Geschäftsjahr die Marge um netto 0,6 Prozentpunkte und im Vorjahreszeitraum um netto 2,3 Prozentpunkte nach unten. Das Beteiligungsergebnis von Areva betrug im Geschäftsjahr 2007 minus 45 (i. V. minus 27) Mio. Euro. Die Nachfrage erstreckte sich gleichmäßig über alle Regionen und Geschäftsgebiete von PG. Der Umsatz stieg im Geschäftsjahr 2007 um 21 Prozent auf 12,194 Mrd. Euro, der Auftragseingang legte um 44 Prozent auf 17,988 Mrd. Euro zu. Die im Geschäftsjahr 2007 gewonnenen Aufträge werden voraussichtlich die Ergebnisqualität im Auftragsbuch von PG erhöhen, da in den kommenden Quartalen ältere Aufträge mit niedrigeren Margen sukzessive abgearbeitet und im Umsatz ausgewiesen werden.
Power Transmission and Distribution (PTD): Behält Wachstums- und Profitabilitätsschwung

PTD hat seine Ergebnisse im Verlauf des zurück liegenden Geschäftsjahrs kontinuierlich verbessert und erzielte im vierten Quartal ein Bereichsergebnis von 225 Mio. Euro. Die Ergebnismarge profitierte von Effekten in Höhe von 25 Mio. Euro aus Absicherungsgeschäften, die nicht die Voraussetzungen des Hedge Accountings erfüllten. Im Vorjahresquartal enthielt das Bereichsergebnis Restrukturierungsaufwendungen. Höhere Umsätze führten in allen Geschäftsgebieten von PTD zu gestiegenen Ergebnissen, und der Bereich erwirtschaftete im vierten Quartal die höchste Ergebnismarge im vergangenen Geschäftsjahr. In einem weltweit starken Markt für sichere, hoch effiziente Stromübertragungs- und verteilungslösungen erzielte PTD einen Umsatzanstieg um 24 Prozent auf 2,283 Mrd. Euro. Der Auftragseingang wuchs im vierten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12 Prozent auf 1,882 Mrd. Euro und enthält einen Großauftrag in USA.

Die Ergebnisse von PTD für das Gesamtjahr spiegeln die gleichen Entwicklungen wie im vierten Quartal wider. Das Bereichsergebnis legte um mehr als das Doppelte auf 650 Mio. Euro zu und profitierte von höheren Margen und Umsätzen. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 18 Prozent auf 7,689 Mrd. Euro, der Auftragseingang kletterte um 23 Prozent auf 9,896 Mrd. Euro. Unter den zahlreichen Großaufträgen waren umfangreiche Neuaufträge aus dem Nahen Osten und China. Das book-to-bill ratio von PTD erhöhte sich auf 1,29.

Medical Solutions (Med): Starkes Ergebniswachstum durch integrierten Diagnostikanbieter

Das Bereichsergebnis von Med kletterte im vierten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 43 Prozent auf 380 Mio. Euro, und die Ergebnismarge stieg auf 13,3 Prozent. Diese Ergebnisse unterstreichen die Wettbewerbsstärke und den internationalen Erfolg der Med-Geschäfte mit bildgebender Diagnostik, die ihre Profitabilität trotz anhaltender Marktschwäche in USA, hervorgerufen u. a. durch Effekte des U.S. Deficit Reduction Act (DRA), im Vorjahresvergleich erhöhten. Dadurch konnte Med einen Rückgang der Ergebnismarge um 2,7 Prozentpunkte, hervorgerufen durch PPA-Effekte von 21 Mio. Euro und Integrationskosten von 55 Mio. Euro im Zusammenhang mit zwei großen Akquisitionen, mehr als kompensieren. Die erworbenen Unternehmen, Diagnostic Products Corp. (Ende des Geschäftsjahrs 2006) und ein Geschäftsbereich der Bayer AG (zweites Quartal, Geschäftsjahr 2007) wurden im neuen Med-Geschäftsgebiet Diagnostics für In-vitro-Diagnostiklösungen zusammengefasst. Der Umsatz stieg im vierten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 21 Prozent auf 2,848 Mrd. Euro, einschließlich erheblichen Neugeschäfts im Geschäftsgebiet Diagnostics. Der Auftragseingang lag mit 2,999 Mrd. Euro auf Vorjahresniveau; Med kompensierte das angespannte US-Geschäft mit bildgebender Diagnostik durch Aufträge im Geschäftsgebiet Diagnostics und Wachstum in anderen Regionen. Die Übernahme von Dade Behring Holdings, Inc. hat Med am 6. November abgeschlossen; sie wird in den kommenden Quartalen zu weiteren Integrationskosten führen.

Die Ergebnisse von Med für das Gesamtjahr zeigten eine ähnliche Entwicklung wie im vierten Quartal. Das Bereichsergebnis stieg um 34 Prozent auf 1,323 Mrd. Euro, hauptsächlich aufgrund höherer Gewinne und Ergebnismargen bei den Geschäften mit bildgebender Diagnostik. Das Equity-Beteiligungsergebnis profitierte im zurückliegenden Geschäftsjahr von einem Gewinn von 23 Mio. Euro aus dem Verkauf eines Teils am Joint Venture Draeger Medical AG & Co. KG und stieg auf 60 (i. V. 27) Mio. Euro. Diese Faktoren kompensierten zum Teil die PPA-Effekte von 91 Mio. Euro und die Integrationskosten von 84 Mio. Euro aus Akquisitionen, die zusammen die Bereichs-Ergebnismarge um 1,8 Prozentpunkte drückten. Der Umsatz stieg um 20 Prozent auf 9,851 Mrd. Euro, der Auftragseingang wuchs um 10 Prozent auf 10,271 Mrd. Euro, in beiden Fällen hauptsächlich infolge der Akquisitionen in der In-vitro-Diagnostik.

Siemens IT Solutions and Services (SIS): Solide Verbesserung

SIS erzielte im vierten Quartal ein Bereichsergebnis von 80 Mio. Euro und eine Ergebnismarge von 5,6 Prozent. Der Bereich profitierte von einer verbesserten Kostenstruktur, nachdem im Vorjahresquartal Restrukturierungskosten von 180 Mio. Euro gebucht wurden. Der Umsatz stieg im Vorjahresvergleich leicht, auf 1,438 Mrd. Euro. Der Auftragseingang kletterte bei starkem Wachstum in Euroopa um 26 Prozent auf 1,595 Mrd. Euro.

Mit Beginn des Geschäftsjahrs 2007 hat SIS seine Geschäftstätigkeit aufgenommen und vereint nun den ehemaligen Bereich Siemens Business Services (SBS) sowie andere strategische IT-Aktivitäten von Siemens. Die Ergebnisse von SIS werden rückwirkend ausgewiesen, um einen aussagekräftigeren Vergleich zwischen den Berichtsperioden zu ermöglichen. Das Bereichsergebnis betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 252 Mio. Euro, nachdem im Vorjahr Restrukturierungskosten von 576 Mio. Euro zu einem erheblichen Verlust führten. Der Verkauf der produktnahen Dienstleistungen des Bereichs (Product Related Services / PRS) gegen Mitte des Geschäftsjahrs 2006 führte im abgelaufenen Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr zu einem auf 5,360 Mrd. Euro gesunkenen Umsatz und einem auf 5,156 Mrd. Euro gefallenen Auftragseingang. Auf organischer Basis legten Umsatz und Auftragseingang um jeweils 5 Prozent zu.

Strategic Equity Investments (SEI)

SEI beinhaltet das Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen an drei Unternehmen. Dies sind Nokia Siemens Networks B. V. (NSN), BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH (BSH) und Fujitsu Siemens Computers (Holding) B. V. (FSC). SEI wies im vierten Quartal einen Verlust von 11 Mio. Euro aus, nach einem Gewinn von 75 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Die Differenz resultierte zum großen Teil aus NSN, das nach seiner Gründung im dritten Quartal Bestandteil des SEI-Ergebnisses wurde. Restrukturierungs- und Integrationsprogramme führten bei NSN im vierten Quartal zu Belastungen in Höhe von 86 Mio. Euro. Entsprechend buchte Siemens einen Beteiligungsverlust von 58 Mio. Euro im Zusammenhang mit NSN.

Für das Gesamtjahr wies SEI ein Beteiligungsergebnis von minus 161 Mio. Euro aus, trotz eines positiven Beitrags von 268 Mio. Euro von BSH und FSC. Im Vorjahr, in dem NSN nicht enthalten ist, erzielte SEI ein Beteiligungsergebnis von 225 Mio. Euro. NSN buchte im abgelaufenen Geschäftsjahr Belastungen von 991 Mio. Euro, darunter 646 Mio. Euro für Restrukturierungen. Daraus resultierte im Geschäftsjahr 2007 ein Beteiligungsergebnis von Siemens im Zusammenhang mit NSN von minus 429 Mio. Euro.

Sonstige operative Aktivitäten

Die Sonstigen operativen Aktivitäten fassen das zentral gehaltene Operative Geschäft außerhalb der Bereiche zusammen. Dies beinhaltet u. a. Siemens Home and Office Communication Devices (SHC) sowie im Geschäftsjahr 2006 das Industrielogistikgeschäft (Dematic), das aus dem ehemaligen Bereich Logistics and Assembly Systems ausgegliedert wurde. Das Ergebnis der Sonstigen operativen Aktivitäten betrug im vierten Quartal minus 71 (i. V. minus 208) Mio. Euro. SHC wies im abgelaufenen Quartal einen kleinen Verlust aus, während das Vorjahresquartal einen vergleichsweise höheren operativen Verlust bei Dematic sowie einen Verlust aus dem Verkauf des Dematic-Geschäfts enthielt. Die Sonstigen operativen Aktivitäten beinhalten außerdem zentral gebuchte regionale Kosten, die nicht den Bereichen zugeordnet werden; diese lagen im vierten Quartal bei 45 (i. V. 63) Mio. Euro. Der Umsatz der Sonstigen operativen Aktivitäten fiel im abgelaufenen Quartal auf 663 Mio. Euro, von 1,012 Mrd. Euro im Vorjahresquartal, hauptsächlich wegen des Verkaufs des Dematic-Geschäfts.

Die Ergebnisse für das Gesamtjahr zeigten ähnliche Entwicklungen. Das Ergebnis der Sonstigen operativen Aktivitäten verbesserte sich im Geschäftsjahr 2007 auf minus 193 (i. V. minus 317) Mio. Euro. SHC steuerte einen Gewinn von 13 Mio. Euro im abgelaufenen Geschäftsjahr bei, nachdem Dematic im Vorjahr einen Verlust von 159 Mio. Euro ausgewiesen hatte. Die zentral gebuchten regionalen Kosten, die nicht den Bereichen zugeordnet werden, betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 96 (i. V. 59) Mio. Euro. Außerdem ist im aktuellen Ergebnis eine Goodwill-Abschrei­bung von 52 Mio. Euro auf eine regionale Geschäftseinheit, die öffentliche Fernsprechgeräte herstellt, enthalten. Der Umsatz der Sonstigen operativen Aktivitäten belief sich im Gesamtjahr auf 2,884 (i. V. 3,944) Mrd. Euro; der Rückgang resultierte hauptsächlich aus dem Verkauf des Dematic-Geschäfts. Der Umsatz von SHC lag stabil bei etwa 790 Mio. Euro.

Zentrale Posten, Pensionen und Konsolidierungen

Das Ergebnis der Zentralen Posten, Pensionen und Konsolidierungen betrug im vierten Quartal minus 451 (i. V. minus 493) Mio. Euro. Die Verbesserung ist hauptsächlich aus dem zentral gebuchten Pensionsergebnis zurückzuführen, das im abgelaufenen Quartal plus 39 Mio. Euro betrug, nach minus 45 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Das Ergebnis der Zentralen Posten erhöhte sich von minus 462 Mio. Euro auf minus 484 Mio. Euro. Diese Veränderung beinhaltet Aufwendungen von 85 Mio. Euro für externe Berater, die Siemens im Zusammenhang mit den bereits erwähnten rechtlichen und behördlichen Angelegenheiten engagiert hat, sowie Aufwendungen von 108 Mio. Euro im Zusammenhang mit der Siemens-Vertriebseinheit Region Deutschland, im Wesentlichen für eine Wertminderung.

Im Geschäftsjahr 2007 betrug das Ergebnis der Zentralen Posten, Pensionen und Konsolidierungen minus 1,672 Mrd. Euro, nach minus 527 Mio. Euro im Vorjahr. Die Zentralen Posten waren hauptsächlich für die Veränderung verantwortlich; sie stiegen im abgelaufenen Geschäftsjahr auf minus 1,728 Mrd. Euro, von minus 553 Mio. Euro im Vorjahr. Die Kosten für wesentliche rechtliche und behördliche Angelegenheiten beliefen sich auf insgesamt 843 Mio. Euro. Darin schlugen sich erheblich nieder 440 Mio. Euro im Zusammenhang mit verhängten Bußgeldern gegen einige große Anbieter von gasisolierten Hochspannungsschaltanlagen, Aufwendungen von 152 Mio. Euro für die oben erwähnten Compliance-Angelegenheiten sowie 81 Mio. Euro, die hauptsächlich für die Finanzierung von Beschäftigungsgesellschaften, die für frühere von der Insolvenz der BenQ Mobile GmbH & Co. OHG (BenQ) betroffene Siemens-Mitarbeiter tätig sind, verwendet wurden. Die Zentralen Posten enthalten außerdem höhere Aufwendungen im Zusammenhang mit einer wesentlichen Stilllegeverpflichtung. Schließlich beinhaltet das Gesamtjahresergebnis auch den für das vierte Quartal erwähnten Aufwand von 108 Mio. Euro. Im Geschäftsjahr 2006 profitierte das Ergebnis der Zentralen Posten von einem Gewinn von 95 Mio. Euro aus dem Verkauf einer Beteiligung sowie aus positiven Effekten von 70 Mio. Euro im Zusammenhang mit der Einigung in einem Schiedsgerichtsverfahren.
Finanz- und Immobiliengeschäft

Siemens Financial Services (SFS)

Das Ergebnis vor Ertragsteuern (IBIT) von SFS betrug im vierten Quartal 52 Mio. Euro. Das Vorjahresergebnis von 120 Mio. Euro profitierte besonders von einer Sonderdividende aus einer Beteiligung im Geschäftsgebiet Equity. Auf Basis des Gesamtjahrs stieg das IBIT von 306 Mio. Euro auf 329 Mio. Euro. Das Ergebnis der abgelaufenen Berichtsperiode enthält Gewinne aus Aktienverkäufen im Geschäftsgebiet Equity sowie Sonderdividenden, die aus Veräußerungsgewinnen resultierten, die von einem Unternehmen erzielt wurden, an dem SFS beteiligt ist. Im IBIT des Geschäftsjahrs 2006 ist die oben erwähnte Sonderdividende enthalten. Das Gesamtvermögen ist im Vergleich zum Ende des Geschäftsjahrs 2006 zurückgegangen, hauptsächlich aufgrund eines deutlich gesunkenen Forderungsbestands im Zusammenhang mit der Ausgliederung von SV und der Einbringung der Netzwerk-Aktivitäten in NSN.

Siemens Real Estate (SRE)

Das Ergebnis vor Ertragsteuern von SRE betrug im vierten Quartal 48 Mio. Euro und profitierte von höheren Gewinnen aus Immobilienverkäufen. Im Gesamtjahr belief sich das Ergebnis vor Ertragsteuern auf 228 (i. V. 115) Mio. Euro. Das Vorjahresergebnis beinhaltet deutlich höhere Leerstandskosten und ein niedrigeres Niveau von Immobilienverkäufen.

Konsolidierungen, Umgliederungen und Konzern-Treasury

Das Ergebnis vor Ertragsteuern aus Konsolidierungen, Umgliederungen und Konzern-Treasury betrug im vierten Quartal 19 Mio. Euro, nach minus 4 Mio. Euro ein Jahr zuvor. Die abgelaufene Berichtsperiode enthält positive Effekte in der Konzern-Treasury aus dem von Siemens getätigten Rückkauf ausstehender Anleihen der im Juni 2003 begebenen 2,5 Mrd. Euro Wandelschuldverschreibung. Im Gesamtjahr belief sich das Ergebnis vor Ertragsteuern aus Konsolidierungen, Umgliederungen und Konzern-Treasury auf 153 Mio. Euro, nach minus 18 Mio. Euro im Vorjahr. Der Unterschied resultierte hauptsächlich aus negativen Effekten im Vorjahr im Zusammenhang mit der Marktbewertung der Cash-Option der Wandelschuldverschreibung.

Ergebnis und Gewinn je Aktie im Geschäftsjahr 2007

Siemens erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2007 einen Gewinn nach Steuern von 4,038 Mrd. Euro. Das ist gegenüber dem Vorjahreswert von 3,345 Mrd. Euro ein Anstieg um 21 Prozent. Der Gewinn je Aktie betrug 4,24 (verwässert 4,10) Euro, nach 3,52 (verwässert 3,51) Euro im Geschäftsjahr 2006. Der Gewinn nach Steuern legte im Geschäftsjahr 2007 zu, obwohl das Ergebnis der nicht fortgeführten Aktivitäten von 703 Mio. Euro auf 129 Mio. Euro gefallen ist. Mehr Details zu den nicht fortgeführten Aktivitäten sind weiter unten angegeben. Das Ergebnis der fortgeführten Aktivitäten lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 3,909 Mrd. Euro. Das ist gegenüber dem Vorjahreswert von 2,642 Mrd. Euro ein Anstieg um 48 Prozent. Auf fortgeführter Basis betrug der Gewinn je Aktie 4,13 (verwässert 3,99) Euro, nach 2,78 (verwässert 2,77) Euro im Vorjahr.

Das starke operative Geschäft war maßgeblich für das höhere Ergebnis der fortgeführten Aktivitäten verantwortlich. Das Ergebnis der Bereiche (Operatives Geschäft) stieg im Jahresvergleich um 70 Prozent auf 6,560 Mrd. Euro, trotz eines negativen Beteiligungsergebnisses von 429 Mio. Euro in Verbindung mit NSN. Auf Basis des Gesamtjahrs verbesserten alle Bereiche ihre Bereichsergebnisse und Ergebnismargen. SIS profitierte in hohem Maße von Restrukturierungsprogrammen, die im Geschäftsjahr 2006 einen Umfang von 576 Mio. Euro hatten, und wies ein Bereichsergebnis von 252 Mio. Euro aus, nach einem Verlust von 731 Mio. Euro im Vorjahr.

Das rasante Wachstum der Bereichsergebnisse überkompensierte das deutlich gestiegene negative Ergebnis aus Zentralen Posten, Pensionen und Konsolidierungen, das von minus 527 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2006 auf minus 1,672 Mrd. Euro in der abgelaufenen Berichtsperiode zugenommen hat. Der Unterschied resultierte hauptsächlich aus den oben, in den Zentralen Posten, erwähnten Kosten von 843 Mio. Euro für wesentliche rechtliche und behördliche Angelegenheiten.

Das Ergebnis aus dem Finanz- und Immobiliengeschäft wuchs im Geschäftsjahr 2007 auf 557 Mio. Euro, von 421 Mio. Euro im Vorjahr. Die Aktivitäten der Konzern-Treasury steuerten ein Ergebnis von 153 Mio. Euro bei, nach einem Verlust von 18 Mio. Euro im Vorjahr, das einen negativen Effekt von netto 143 Mio. Euro im Zusammenhang mit einer Cash-Option der 2,5 Mrd. Euro Wandelschuldverschreibung enthält.

Nicht fortgeführte Aktivitäten im vierten Quartal und im Geschäftsjahr 2007

Die nicht fortgeführten Aktivitäten enthalten die Com-Aktivitäten, die nach der Einbringung des Netzwerkgeschäfts in NSN zu Beginn des dritten Quartals bei Siemens verblieben sind, sowie das Geschäft von SV, das bis zum Abschluss des Verkaufs an Continental als zur Veräußerung bestimmt ausgewiesen wird. SV wird in den nicht fortgeführten Aktivitäten rückwirkend berücksichtigt, um einen aussagekräftigeren Vergleich mit früheren Berichtsperioden zu ermöglichen.

Im vierten Quartal reduzierten die nicht fortgeführten Aktivitäten den Gewinn nach Steuern um 1,468 Mrd. Euro, nachdem sie im Vorjahresquartal 9 Mio. Euro zum Gewinn nach Steuern beisteuerten. Der Unterschied geht hauptsächlich auf SV zurück, wo Steuern von rund 1 Mrd. Euro im Zusammenhang mit der Ausgliederung gebucht wurden. Dies führte zu einem negativen Ergebnis von 861 Mio. Euro bei SV, trotz eines positiven Bereichsergebnisses von 143 Mio. Euro. Im Vorjahresquartal steuerte SV ein Ergebnis von insgesamt 77 Mio. Euro zum Gewinn nach Steuern bei. Das Ergebnis der Com-Aktivitäten betrug im vierten Quartal minus 588 (i. V. minus 25) Mio. Euro. Der Unterschied resultierte im Wesentlichen aus nicht operativen Faktoren im abgelaufenen Quartal. Dazu zählte als größter Faktor die bereits genannte Geldbuße der deutschen Behörden in Höhe von 201 Mio. Euro. Außerdem wurde ein vorläufiger nicht zahlungswirksamer Vorsteuergewinn in Höhe von rund 1,7 Mrd. Euro, der aus der Einbringung von Com-Vermögenswerten in NSN resultierte, im vierten Quartal auf rund 1,6 Mrd. Euro angepasst. Zudem buchte das Enterprise-Networks-Geschäft innerhalb der nicht fortgeführten Aktivitäten eine Wertminderung von 64 Mio. Euro. Auf operativer Basis wiesen die Com-Aktivitäten im vierten Quartal einen Verlust von 115 (i. V. 113) Mio. Euro aus. Der Vorjahreswert enthält Restrukturierungsaufwendungen von 235 Mio. Euro.

Im Geschäftsjahr 2007 steuerten die nicht fortgeführten Aktivitäten 129 (i. V. 703) Mio. Euro zum Gewinn nach Steuern bei. SV trug im abgelaufenen Berichtsjahr minus 550 Mio. Euro zum Gewinn nach Steuern bei, nach plus 410 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2006. Der Unterschied ist auf den oben erwähnten Steueraufwand von rund 1 Mrd. Euro sowie auf Zinsaufwendungen und Transaktionskosten in Verbindung mit der Ausgliederung zurückzuführen. Das Gesamtjahresergebnis der Com-Aktivitäten war mit 765 (i. V. 357) Mio. Euro in beiden Berichtsperioden positiv. Das höhere Ergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahrs resultierte hauptsächlich aus dem oben erwähnten Gewinn von 1,6 Mrd. Euro im Zusammenhang mit NSN. Dieser Gewinn wurde teilweise kompensiert durch Wertminderungen von 567 Mio. Euro im Enterprise-Networks-Geschäft, der oben erwähnten Geldbuße von 201 Mio. Euro und sonstigen Aufwendungen in Höhe von 104 Mio. Euro im Zusammenhang mit rechtlichen und behördlichen Angelegenheiten. Der Rest wurde kompensiert durch einen operativen Verlust im abgelaufenen Geschäftsjahr, nachdem Com im Vorjahr einen Gewinn ausgewiesen hatte. Während das profitable Netzwerkgeschäft im gesamten Geschäftsjahr 2006 enthalten war, wurde es zur Mitte des Geschäftsjahrs 2007 aus den nicht fortgeführten Aktivitäten herausgenommen und in NSN eingebracht. Die Effekte im Zusammenhang mit BenQ reduzierten den Gewinn nach Steuern im Geschäftsjahr 2007 um 86 (i. V. 64) Mio. Euro.

Auftragseingang und Umsatz im Geschäftsjahr 2007

Siemens erzielte im Geschäftsjahr 2007 einen Auftragseingang von 83,916 Mrd. Euro. Das ist gegenüber dem Vorjahreswert ein Anstieg um 12 Prozent und ergab ein book-to-bill ratio von 1,16. Euroopa ohne Deutschland und Amerika waren gemessen am Volumen die größten Regionen, gefolgt von Deutschland und Asien-Pazifik. Euroopa ohne Deutschland wies mit einem Anstieg des Auftragseingangs um 19 Prozent auf 26,648 Mrd. Euro von allen Regionen das schnellste Wachstum aus, angeführt von starker Nachfrage bei PG, Med, PTD und A&D sowie zahlreichen Großaufträgen. In Deutschland wuchs der Auftragseingang um 6 Prozent auf 13,562 Mrd. Euro, mit starken Beiträgen von A&D, PG und TS.

Auf dem amerikanischen Kontinent kletterte der Auftragseingang um 13 Prozent auf 22,831 Mrd. Euro, trotz der deutlichen Abschwächung des US-Dollars gegenüber dem Euroo im Jahresverlauf. Die anhaltende Nachfrage nach Lösungen für die Energieerzeugung bei PG und nach Industrieautomatisierungslösungen bei A&D und I&S überkompensierten die Branchen-, Markt- und Währungsbedingungen, die in USA zu gesunkenen Aufträgen bei Med, Osram und SBT führten. Der Anteil der USA am Auftragseingang der Region Amerika fiel infolgedessen von 78 Prozent auf 73 Prozent. Ohne Berücksichtigung von Portfolioeffekten und der ungewöhnlich großen negativen Währungseffekte stieg der Auftragseingang in Amerika um 18 Prozent.

In Asien-Pazifik legte der Auftragseingang um 18 Prozent auf 13,291 Mrd. Euro zu. PG, A&D, PTD, Med und I&S gewannen im Geschäftsjahr 2007 jeweils mindestens 20 Prozent mehr neues Geschäftsvolumen in dieser Region als im Jahr davor. Der Auftragseingang in China und Indien kletterte um 12 Prozent bzw. 15 Prozent und machte im abgelaufenen Geschäftsjahr 52 Prozent des Neugeschäfts in Asien-Pazifik aus. Ein Jahr zuvor summierte sich ihr Anteil auf 54 Prozent. In der Region Afrika, Naher Osten und GUS sank der Auftragseingang um 9 Prozent auf 7,584 Mrd. Euro, hauptsächlich aufgrund des sehr großen Auftrags von TS für Züge und Wartung in Russland im Vorjahr. In der Region insgesamt verzeichneten PTD, A&D und Osram im abgelaufenen Geschäftsjahr jeweils zweistellige Auftragswachstumsraten.

Der Umsatz stieg im Geschäftsjahr 2007 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9 Prozent auf 72,448 Mrd. Euro. In Euroopa ohne Deutschland kletterte der Umsatz um 11 Prozent auf 22,801 Mrd. Euro, angeführt von A&D, PG und Med. Das Wachstum in Amerika war aus den oben erwähnten Gründen zurückhaltender; der Umsatz legte dort um 5 Prozent auf 19,321 Mrd. Euro zu. Am auffälligsten waren sowohl in Amerika insgesamt als auch in USA mit einem Umsatzanteil von 77 Prozent in der Region die Umsätze bei Energie-, Automatisierungs- und medizintechnischen Lösungen. Brasilien erzielte ein Umsatzwachstum von 21 Prozent. Auf organischer Basis kletterte der Umsatz in Amerika im Jahresvergleich um 9 Prozent.

In der Region Asien-Pazifik wuchs der Umsatz noch schneller, und zwar um 16 Prozent auf 10,937 Mrd. Euro. In China stieg der Umsatz um 13 Prozent, nachdem sich bei A&D, PG und TS Großaufträge aus früheren Jahren nun im Umsatz niedergeschlagen haben. Zwar verzeichnete die Mehrzahl der Bereiche höhere Umsätze in China als in Indien, der Umsatz in Indien legte jedoch ausgehend von einer niedrigeren Basis zu und schoss um 62 Prozent nach oben, mit zweistelligen Wachstumsraten bei allen operativen Bereichen. China und Indien machten im Geschäftsjahr 2007 zusammen 53 Prozent der Umsätze in Asien-Pazifik aus, nach 50 Prozent im Vorjahr. Der Umsatz in der Region Afrika, Naher Osten und GUS stieg im Jahresvergleich um 17 Prozent und profitierte von großen Infrastrukturaufträgen aus früheren Jahren. Die meisten Bereiche verzeichneten in dieser Region zweistellige Wachstumsraten. Die Energie-Bereiche von Siemens hatten hier einen Anteil von 63 Prozent am Gesamtumsatz von 6,795 Mrd. Euro.

Liquidität und Cash Conversion Rate im vierten Quartal

Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im vierten Quartal des Geschäftsjahrs 2007 3,352 Mrd. Euro. Die nicht fortgeführten Aktivitäten verzeichneten einen Mittelabfluss von 241 Mio. Euro, einschließlich 640 Mio. Euro für Steuerzahlungen in Verbindung mit der Ausgliederung von SV. Im Vorjahresquartal lag der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit bei 2,800 Mrd. Euro, einschließlich eines Mittelzuflusses von 737 Mio. Euro aus den nicht fortgeführten Aktivitäten.

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit belief sich im vierten Quartal des Geschäftsjahrs 2007 auf 1,181 (i. V. 3,231) Mrd. Euro. Die Veränderung ist hauptsächlich auf die fortgeführten Aktivitäten zurückzuführen. Die nicht fortgeführten Aktivitäten wiesen einen Mittelabfluss von 402 (i. V. 298) Mio. Euro für die Investitionstätigkeit aus.

Auf fortgeführter Basis legte der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit innerhalb des Operativen Geschäfts im vierten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stark zu, und zwar von 1,867 Mrd. Euro auf 3,246 Mrd. Euro. Dieser Anstieg resultierte aus dem im Jahresvergleich erheblich höheren Ergebnis der fortgeführten Aktivitäten. Die Investitionstätigkeiten innerhalb des Operativen Geschäfts führten im abgelaufenen Quartal zu einem Mittelabfluss von 704 Mio. Euro. Der Vorjahreswert von 2,368 Mrd. Euro enthielt einen Zahlungsmittelabfluss von rund 1,3 Mrd. Euro für die Akquisition von Diagnostic Products Corp. Die Investitionstätigkeiten innerhalb des Finanz- und Immobiliengeschäfts sowie der Konzern-Treasury wiesen einen Mittelabfluss von 75 Mio. Euro aus. Der Vorjahreswert von 565 Mio. Euro beinhaltet Netto-Investitionen von 423 Mio. Euro in zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte.

Der Free Cash Flow von Siemens betrug im vierten Quartal auf fortgeführter Basis 2,553 Mrd. Euro. Hervorgerufen wurde dieser im Jahresvergleich deutliche Anstieg vor allem durch das höhere Ergebnis der fortgeführten Aktivitäten und Zahlungsmittelzuflüsse infolge von Veränderungen des Net Working Capital. Die entsprechende Cash Conversion Rate lag im vierten Quartal bei 1,83 und damit fast doppelt so hoch wie die Siemens-Zielrate von 0,92. Im Gesamtjahr verbesserte sich die Cash Conversion Rate auf 1,73, von 0,69 im Geschäftsjahr 2006.

Finanzierungsstatus der Pensionspläne

Die wesentlichen Siemens-Pensionspläne wiesen am 30. September 2007 eine Unterdeckung von rund 1,0 Mrd. Euro auf. Am Ende des dritten Quartals des Geschäftsjahrs 2007 betrug die Unterdeckung rund 0,2 Mrd. Euro.

Die Verschlechterung beim Finanzierungsstatus resultierte hauptsächlich aus einem Rückgang der Abzinsungssätze zum 30. September 2007, welcher den Anwartschaftsbarwert der Pensionsverpflichtungen von Siemens erhöht hat, sowie aus der planmäßigen Steigerung der Pensionsverpflichtungen aufgrund des Aufwands für im Geschäftsjahr hinzuerworbene Versorgungsansprüche und aufgrund des Zinsaufwands. Durch die Normalzuführungen zu den Pensionsplänen und durch das erzielte Anlageergebnis des Fondsvermögens konnte dieser negative Effekt nur teilweise kompensiert werden.

Das erzielte Anlageergebnis des Fondsvermögens in den zurückliegenden drei Monaten betrug 199 Mio. Euro. Dies entspricht einer annualisierten Rendite von 3,5 Prozent. Die erwartete jährliche Rendite liegt bei 6,5 Prozent.

Alle Zahlen sind vorläufig und nicht testiert. Die Überleitungen und Definitionen zusätzlicher Kennzahlen, die nicht unter IFRS definiert sind, finden Sie auf den Internetseiten von Investor Relations unter www.siemens.de/investoren, Finanzpublikationen, Quartalsberichte.

Dieser Earnings Release sollte in Verbindung mit den heute von Siemens veröffentlichten Informationen zu rechtlichen Untersuchungen gelesen werden. Nähere Informationen hinsichtlich Rechtsstreitigkeiten werden mit dem Geschäftsbericht zur Verfügung gestellt.

Umstellung auf IFRS
Mit Beginn des ersten Quartals des Geschäftsjahrs 2007 erstellt Siemens seine Finanzberichte gemäß den International Financial Reporting Standards (IFRS). Davor wies Siemens seine Finanzergebnisse gemäß den United States Generally Accepted Accounting Principles (U.S. GAAP) aus. Im Rahmen der Überleitung auf IFRS hat Siemens zusätzlich zu seinen nach U.S. GAAP erstellten Finanzberichten IFRS-Finanzberichte für die Geschäftsjahre 2006 und 2005 veröffentlicht. Diese Finanzberichte finden Sie im Internet unter www.siemens.de/investoren. Dort finden Sie außerdem eine Präsentation, die die wesentlichen Unterschiede zwischen IFRS und U.S. GAAP in Bezug auf die Finanzergebnisse von Siemens erläutert.
(Siemens: ra)


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