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Ein Schwerpunkt: Der Beschäftigtendatenschutz


Idacon 2011: Der 11. Branchentreff für Datenschützer
Grundlagen für die Durchsetzung von Compliance-Anforderungen und den Kampf gegen Korruption


(10.06.11) - "Geänderte gesetzliche Regelungen, neue technologische Entwicklungen und neu auftretende Fragen und Probleme zwingen jeden, der mit betrieblichem Datenschutz zu tun hat, sein Wissen ständig zu aktualisieren", betont der Oberbürgermeister der Stadt Würzburg, Georg Rosenthal, in seinem Grußwort zur Idacon 2011. Der diesjährige Kongress für Datenschutzbeauftragte, den Weka Media unter der bewährten Leitung des Regierungsvizepräsidenten von Mittelfranken Dr. Eugen Ehmann veranstaltet, findet vom 11. bis 13. Oktober 2011 in Würzburg statt und bietet Datenschutzbeauftragten eine ausgezeichnete Gelegenheit zum Informations- und Erfahrungsaustausch.

Bereits seit einigen Jahren hat sich die Idacon zu einem Branchentreff für Datenschutzbeauftragte aus ganz Deutschland entwickelt. Im Oktober 2011 findet der Weka-Kongress zum 11. Mal statt und deckt auch diesmal eine breite Palette interessanter Datenschutzthemen ab. Hochkarätige Experten berichten in Würzburg aus ihrem beruflichen Alltag aus verschiedenen Branchen und referieren über die aktuelle Rechtslage rund um den Datenschutz.

Ein Schwerpunkt der Idacon bildet der Vortrag von Rechtsanwalt Dr. Ivo Geis zum Beschäftigtendatenschutz, ein Thema, das nach etlichen Datenschutzskandalen in großen deutschen Unternehmen in den Mittelpunkt des Interesses gerückt ist. Der von der Bundesregierung eingebrachte Entwurf eines Gesetzes zur Regelung des Beschäftigtendatenschutzes wurde im Februar 2011 im Bundestag in erster Lesung beraten und in die zuständigen Ausschüsse weiterverwiesen.

Mit dem neuen Gesetz soll die Schaffung umfassender gesetzlicher Regelungen für den Arbeitnehmerdatenschutz verwirklicht werden. Ziel ist es, praxisgerechte Regelungen für Beschäftigte im Sinne des § 3 Absatz 11 des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) zu schaffen. Es sollen nur solche Daten verarbeitet werden dürfen, die für das Beschäftigungsverhältnis erforderlich sind. Mit den Neuregelungen sollen Mitarbeiter an ihrem Arbeitsplatz zudem wirksam vor Bespitzelungen geschützt und gleichzeitig den Arbeitgebern verlässliche Grundlagen für die Durchsetzung von Compliance-Anforderungen und den Kampf gegen Korruption an die Hand gegeben werden. Dr. Ivo Geis bereitet den Teilnehmern traditionsgemäß unterhaltsam und fachmännisch einen Weg in und durch den Rechtsdschungel.

Einen Vortrag zur EG-Datenschutzrichtlinie hält der Chefsyndikus der Schufa Holding Dr. Wulf Kamlah. Die fortschreitende technische Entwicklung, insbesondere des Internets, und die zunehmende Globalisierung stellen das Datenschutzrecht vor neue Herausforderungen. Die Europäische Kommission hat daher angekündigt, die Richtlinie 95/46/EG in Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten weiter zu aktualisieren und den neuen Herausforderungen unserer Zeit anzupassen. Dr. Kamlah fordert eine Stärkung des Einzelnen sowie der Binnenmarktdimension und klärt die Vorgaben für Gesetzgebung und Datenschutzbehörden.

Ein Klimawandel hat sich in der Datenschutzaufsicht vollzogen, es gibt rechtliche Neuerungen und neue Vorgehensweisen. "Anordnungen statt Kompromisse" lautet die Zusammenfassung des Tagungsleiters und Referenten Dr. Eugen Ehmann, der viele Beispiele aus der Praxis für Untersagungsverfügungen und Bußgelder mitbringt. Er spricht von der gefährlichen Frustration der Aufsichtsbehördern und beschreibt die neuen Anordnungsbefugnisse im BDSG.

Wer welche Verantwortung für den Datenschutz im Unternehmen trägt, klärt Günther Dorn, Leiter des Bayerischen Landesamtes für Datenschutzaufsicht a.D. Hier erfahren die Teilnehmer, wie sich die verschiedenen Verantwortungen im Unternehmen zueinander verhalten und voneinander abgrenzen. Sein Fazit lautet, dass der Datenschutz vor allem durch gemeinsame Aktivitäten der Datenschutzverantwortlichen auf Vordermann zu bringen ist.

Über die Einführung von konzernübergreifenden Human-Resources-Systemen berichtet Rechtsanwältin Silvia C. Bauer. Dabei klärt sie die Rechtsgrundlagen der Personaldatenverarbeitung, bespricht das Für-und-Wider und gibt Beispiele aus der Praxis.

Rechtsanwalt Dr. Robert Selk widmet sich dem Datenschutz bei Unternehmenstransaktionen. Er gibt eine datenschutzrechtliche Bewertung der wichtigsten Transaktionsformen und –phasen und klärt, wo die Berührungspunkte und wo die Fallstricke liegen. Auch erfahren die Teilnehmer, welche Rolle der Datenschutzbeauftragte bei Transaktionen hat.

Was kommt auf den Datenschutzbeauftragten und auf den IT-Verantwortlichen beim Thema Cloud Computing zu? Darüber informiert Rechtsanwältin Dr. Christiane Bierekoven und geht dabei auch auf die internationale Dimension des Themas ein. Sie beschreibt Cloud-Modelle aus der Praxis und gibt Lösungssätze für die vertragliche Gestaltung.

Lesen Sie zum Thema "Cloud Computing" auch: SaaS-Magazin.de (www.saasmagazin.de)

Die Vorteile und Risiken für Unternehmen, wenn ihre Mitarbeiter im sozialen Netzwerk aktiv werden, beschreibt Heidi Schuster, Referentin für Datenschutz bei der Max-Planck-Gesellschaft. Sie erläutert die rechtlichen Vorgaben und Grenzen und gibt Tipps für unternehmenseigene Social Media Guidelines.

Auf eine Spurensuche begibt sich Rechtsanwältin Vilma Niclas mit der Frage, ob wir im Internet unsterblich sind. Gilt das Datenschutzrecht über den Tod hinaus und was passiert mit den Daten von Mitarbeitern nach ihrem Ausscheiden?

Mit dem Datenschutz im eBusiness befasst sich Dr. Oliver Stiemerling, öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger, und geht verschiedene Bedrohungsszenarien durch. Er zeigt Fälle von Datenschutzverletzungen in der Praxis auf, beschreibt technische Schutzmechanismen und informiert über Identitäts- und Zugriffsmanagement.

Über den Datenschutz im Onlineshop berichtet Marco Biewald, Geschäftsführer der Verdata Datenschutz, und klärt Datenschutzfragen bei Datenerhebung und -speicherung zum Schutz vor Missbrauch und Vertragsverletzung. Er geht auf die aktuelle Lage zum Einsatz von Webtracking- und Analysetools im Webshop ein und zeigt, wie die Sicherheit von Zugangs- und Kreditkarten gewährleistet werden kann.

Am dritten Kongresstag können die Teilnehmer in Intensivseminaren ihre Kenntnisse vertiefen und erhalten weitere Hilfestellungen für die praxisnahe Umsetzung.

Dabei haben sie die Wahl aus folgenden fünf Themen:
>> Aktueller Handlungsbedarf für die DSB-Praxis
>> Verschlüsselung – Gestaltung technischer Maßnahmen
>> Soziale Intelligenz – das Geheimnis des erfolgreichen DSB
>> IT-Sicherheit leicht erklärt – Datenschutzskandal vermeiden
>> Beschäftigtendatenschutz –Orientierung im Zeichen des Umbruchs
(Weka Media: ra)

Weka Media: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

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Meldungen: Markt / Unternehmen

  • Verträge müssen transparent gemacht werden

    Erkenntnisse des Recherchenetzwerks von NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" belegen erneut Fälle von Abrechnungsbetrug von Ärzten, die die strukturellen Interessenkonflikte im Gesundheitswesen klar zu Tage treten lassen. Einkaufsrechnungen von Radiologen und Angebote von Pharmafirmen, die den Journalisten vorliegen, zeigen Betrugsfälle insbesondere bei Röntgen-Kontrastmitteln, die zu niedrigen Preisen erworben und teuer abgerechnet wurden. Alleine dadurch versickern mehr als 100 Millionen Euro im Gesundheitswesen Jahr für Jahr. Die Komplexität und Unübersichtlichkeit des Vertragswirrwarrs zwischen 109 gesetzlichen Kassen und Tausenden von Kliniken und Praxen kosten viel Geld und sind der Nährboden für Korruption und krumme Geschäfte - zulasten von Versicherten und Patienten. Gemeinsam könnten die Kassen schädliche Praktiken in Praxen und Kliniken leichter erkennen, abstellen und ggf. der Strafverfolgung zuführen.

  • Sicherheit der Daten und des Stromnetzes

    In den kommenden Monaten wird der Einbau von intelligenten Stromzählern in Deutschland endlich in großem Umfang starten. Doch nach Ansicht des Digitalverbands Bitkom droht eine Überregulierung den Erfolg der sogenannten Smart Meter zu gefährden, die eine zentrale Rolle für das Gelingen der Energiewende spielen. "Wir brauchen verbindliche Standards und eine maximale Sicherheit, aber gleichzeitig müssen wir jetzt rasch die volle Funktionsvielfalt der Smart Meter ermöglichen", sagt Bitkom-Energieexperte Robert Spanheimer. "Wir dürfen nicht versuchen, die technischen Spezifikationen bis ins kleinste Detail des Datenaustausches vorzuschreiben. Dadurch verlieren wir viel zu viel Zeit und die notwendige Flexibilität für innovative Anwendungen."

  • Unternehmen brauchen keine Verfassungslyrik

    Wichtiger als langwierige Grundgesetzänderungen sind schnelle und verlässliche Schritte im Klimaschutz, an denen sich die Wirtschaft neu und nachhaltig ausrichten kann, so Dr. Katharina Reuter, Geschäftsführerin von UnternehmensGrün. Angesichts der neuen Debatte um "Klimaschutz als Staatsziel" warnt der Verband der grünen Wirtschaft davor, das Grundgesetz als Feigenblatt zu missbrauchen. "Die Unternehmen brauchen keine Verfassungslyrik, sondern konkrete Taten", so Reuter. Damit umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen sich durchsetzen, müssten umweltschädliche Produkte vor allem teurer werden. "Das gilt für Energie genauso wie für Lebensmittel und andere Güter."

  • Bundestag muss Interessenkonflikte sichtbar machen

    Die Antikorruptionsorganisation Transparency Deutschland fordert den Deutschen Bundestag auf, die Empfehlungen des Europarats für bessere Regeln für Lobbyismus endlich umzusetzen. Die Staatengruppe des Europarats gegen Korruption (GRECO) kritisiert den Stand der Umsetzung in ihrem 2. Umsetzungsbericht zu ihren Empfehlungen zur Korruptionsprävention in Bezug auf Abgeordnete, Richter und Staatsanwälte aus dem Jahr 2014 als "allgemein unbefriedigend". Nur drei der acht Empfehlungen wurden bislang umgesetzt. Von den fünf nicht oder nur teilweise umgesetzten Empfehlungen betreffen vier den Deutschen Bundestag. Kritisiert werden insbesondere unklare Regeln für Lobbyismus, ungenügende Offenlegungspflichten bei Interessenkonflikten und die mangelhafte Durchsetzung der bestehenden Anzeigepflichten und Regeln. Die GRECO empfiehlt zudem eine unabhängige Kommission für eine effektive Kontrolle.

  • DIIR-Kongress 2019 in Dresden

    In diesem Jahr findet mit dem DIIR-Kongress wieder das größte Treffen der Internen Revisoren im deutschsprachigen Raum statt. Vom 21. bis 22. November 2019 findet diese wichtige Veranstaltung des Berufsstandes im Internationalen Congress Center in Dresden statt. Es wartet ein ganz besonders umfangreiches und hochkarätiges Programm mit drei Plenarsitzungen, 57 Fachsitzungen, 15 Erfa-Börsen sowie einer begleitenden Messe bzw. Infobörse auf die etwa 800 Teilnehmer.