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Provisionen bei Lebensversicherungen


Provisionsdeckel für Lebensversicherungen
Eine Deckelung von Provisionen und Vertriebsanreizen würde über die europäischen Vorgaben hinausgehen und zu einer Preisregulierung führen

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Um Abschlusskosten bei Lebensversicherungen geht es in einer Kleinen Anfrage der FDP-Fraktion (19/3092). Die Abgeordneten wollen wissen, wie sich die von den Versicherungsunternehmen gezahlten Provisionen für Vertragsabschlüsse entwickelt haben und wie die Bundesregierung die Kostentransparenz, Kostenvergleichbarkeit und Beratungsqualität für die Verbraucher beim Abschluss dieser Versicherungen bewertet. Gefragt wird auch, wie sich eine Deckelung der Provisionen auf die Kosten auswirken würde.

Vorbemerkung der Fragesteller
Das "Handelsblatt" vermeldete, Bundesminister der Finanzen Olaf Scholz plane die Einführung eines so genannten Provisionsdeckels für Lebensversicherer. Dem Pressebericht zufolge soll das Bundesministerium der Finanzen mit der bisherigen Entwicklung der Vertriebskosten bei der Vermittlung von Lebensversicherungen nicht zufrieden sein. Die Kosten seien seit der Einführung des Lebensversicherungsreformgesetzes vor vier Jahren nur leicht gesunken, was das das Ministerium als ungenügend einstufen würde.

Davor hatte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) bereits einen Vorschlag für die weitere Reduktion der Provisionskosten für die Kunden von Lebensversicherungen unterbreitet. Nach Berichten des "Handelsblatts""[…] sollen Versicherte regulär höchstens 2,5 Prozent der insgesamt vom Kunden während der Laufzeit eines Vertrags zu zahlenden Beiträge für Provisionen an Makler und Vertriebsorganisationen ausgeben. Weitere 1,5 Prozent sollen aufgrund vorher festgelegter Qualitätskriterien an besonders gute Vermittler weitergereicht werden – diese kommen damit auf maximal vier Prozent Entgelt.

Die Forderungen stehen im klaren Gegensatz zu den Aussagen der Bundesregierung von 2017 in dem sie zum Thema Provisionsdeckelung angab: "Eine Deckelung von Provisionen und Vertriebsanreizen würde über die europäischen Vorgaben hinausgehen und zu einer Preisregulierung führen. Preise sollen sich im freien Wettbewerb bilden" (vgl. Bundestagsdrucksache 18/11337).
(Deutscher Bundestag: ra)

eingetragen: 03.08.18
Newsletterlauf: 03.09.18

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Meldungen: Bundestag, Bundesregierung, Bundesrat

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