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Erhöhung des Frauenanteils im digitalen Zeitalter


Die Gleichstellung der Frauen ist wichtig für die Zukunft Europas
Die Europäische Kommission veröffentlichte ihren Bericht über die Gleichstellung von Männern und Frauen für 2018 sowie eine Präsentation eines Berichts über Frauen in der Technik

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Die Europäische Kommission hat gehandelt, um einen Wandel herbeizuführen. Sie hat einen Vorschlag zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben für Erwerbstätige mit Familie sowie einen Aktionsplan zum Abbau des geschlechtsspezifischen Lohngefälles vorgelegt und dazu aufgerufen, durch Finanzierungs- und Sensibilisierungs-Maßnahmen der Gewalt gegen Frauen ein Ende zu setzen.

Aus dem Bericht über die Gleichstellung von Frauen und Männern 2018 geht hervor, dass in einigen Bereichen keine Fortschritte zu verzeichnen sind: nach wie vor übernehmen Frauen den Großteil der Betreuungspflichten in der Familie, das geschlechtsspezifische Lohngefälle stagniert seit Jahren bei 16 Prozent und Gewalt gegen Frauen ist nach wie vor ein Problem.

Frans Timmermans, Erster Vizepräsident, sagte: "Die Frage der Gleichstellung der Geschlechter steht nach wie vor auf der Tagesordnung, es werden aber nur langsam Fortschritte vor Ort erzielt. Um einen echten Wandel für die Frauen zu erreichen, müssen wir Bewusstsein und Absichten in die Tat umsetzen. Dies erfordert die Annahme der von der Kommission vorgeschlagenen neuen Rechtsvorschriften über Beruf und Privatleben, den Beitritt zum Übereinkommen von Istanbul und die Durchführung der bereits vereinbarten Politik zur Bekämpfung des Lohngefälles und von Gewalt gegen Frauen."

Věra Jourová, EU-Kommissarin für Justiz, Verbraucher und Gleichstellung, fügte ergänzend hinzu: "Bei der Gleichstellung der Geschlechter geht es nicht nur um Frauen. Es geht um unsere Gesellschaft, und unsere Wirtschaft und unsere Bevölkerung. Wir wollen sicherstellen, dass Frauen und Männer vor dem Gesetz wirklich gleichgestellt sind. Wir werden auch weiterhin daran arbeiten, die Stellung von Frauen zu stärken, damit sie ihre eigenen Entscheidungen treffen können, wenn es um ihre Karriere und ihre Familie geht."

Mariya Gabriel, Kommissarin für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft, sagte: "Europas Zukunft ist digital, und es liegt in unserer Hand, sie inklusiv zu gestalten. Frauen und Mädchen können nicht aus dem digitalen Umbau unserer Wirtschaft und Gesellschaft ausgenommen werden. In unserer Agenda "Frauen in der digitalen Welt" geht es darum, Frauen und Mädchen zu stärken und in die Lage zu versetzen, sie zur Schließung der digitalen Kluft zwischen den Geschlechtern zu motivieren."

Der Bericht zeigt, dass die Probleme für Frauen in verschiedenen Bereichen fortbestehen:
>> Während Frauen in Europa höher qualifiziert sind als Männer (2016 hatten 44 Prozent der Frauen gegenüber 34 Prozent der Männer im Alter von 30 bis 34 Jahren einen Hochschulabschluss), sind sie jedoch in Führungspositionen in Unternehmen weitgehend unterrepräsentiert und verdienen im Durchschnitt in der gesamten EU immer noch um 16 Prozent weniger als Männer.

>> Auch in der Politik sind Frauen unterrepräsentiert. In sechs Ländern (Griechenland, Kroatien, Zypern, Lettland, Ungarn und Malta) stellen Frauen weniger als 20 Prozent der Parlamentsmitglieder.

>> Die geschlechtsspezifische Diskrepanz bei der Beschäftigung stagniert in den letzten Jahren bei rund 11 Prozentpunkten. Es wurde kein nennenswerter Aufholprozess zwischen schlecht und gut abschneidenden Mitgliedstaaten festgestellt.

>> Ca. 44 Prozent der Europäer sind der Ansicht, dass Frauen sich um Haus und Familie kümmern sollten. In einem Drittel der Mitgliedstaaten sind nicht weniger als 70 Prozent der Europäer dieser Meinung.

>> Gewalt ist immer noch zu weit verbreitet: In der EU hat ein Drittel der Frauen ab einem Alter von 15 Jahren bereits körperliche und/oder sexuelle Gewalt erlitten. Außerdem haben 55Prozent der Frauen in der EU sexuelle Belästigung erfahren.

Die Erhöhung des Frauenanteils im digitalen Zeitalter
Bis 2020 wird der Technologiesektor wird 500 000 neue Jobs schaffen. Leider besteht die Gefahr, dass die europäischen Frauen diese Möglichkeiten nicht nutzen und die europäische Wirtschaft ebenso wenig. Die Beteiligung von Frauen bei IKT und im digitalen Sektor hat sich in den letzten Jahren nicht deutlich verbessert. Die Kommission veröffentlichte eine ergänzende Studie über Frauen im digitalen Zeitalter, die aufzeigt, dass ein Anstieg des Frauenanteils in digitalen Arbeitsplätzen zu einer jährlichen Steigerung des BIP um 16 Mrd. EUR in der EU führen könnte. Allerdings haben nur 24,9 Prozent der Frauen einen technikbezogenen Hochschulabschluss. Neue Unternehmen im Technologiebereich haben, wenn sie von Frauen gegründet werden, mehr Aussicht auf Erfolg, aber nur 14,8 Prozent der Gründer sind laut der Studie weiblich.

Zur Erhöhung des Anteils von Frauen im digitalen Sektor stellte Kommissarin Gabriel Pläne zur Bekämpfung von Stereotypen, zur Förderung von Vorbildern in der IT-Branche und digitaler Kompetenzen in der Bildung sowie zum verstärkten Engagement für mehr Unternehmerinnen vor. Die Initiative für Frauen im digitalen Zeitalter läuft während der Jahre 2018 und 2019.

Hintergrund
Die Gleichberechtigung von Mann und Frau ist ein Grundwert der Europäischen Union und in den Verträgen von Anbeginn an verankert, da der Vertrag von Rom bereits eine Bestimmung über Lohngleichheit enthielt.
Die Arbeit der Kommission im Bereich der Gleichstellung der Geschlechter beruht auf dem "Strategischen Engagement für die Gleichstellung der Geschlechter 2016 – 2019", und konzentriert sich auf fünf vorrangige Bereiche:
Steigerung der Erwerbsbeteiligung von Frauen und gleiche wirtschaftliche Unabhängigkeit von Frauen und Männern;
Verringerung des Einkommens- und Rentengefälles und dadurch Bekämpfung der Armut von Frauen;
Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern in Entscheidungsprozessen;
Bekämpfung der geschlechtsspezifischen Gewalt sowie Schutz und Unterstützung für die Opfer; und
Förderung der Gleichstellung der Geschlechter und der Rechte der Frau weltweit.
(Europäische Kommission: ra)

eingetragen: 13.03.18
Newsletterlauf: 27.04.18

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    Die Europäische Kommission hat Leitlinien zum Datenschutz im Zusammenhang mit der Entwicklung neuer Apps zur Unterstützung der Bekämpfung des Coronavirus veröffentlicht. Die Entwicklung solcher Apps und ihre Nutzung durch die Bürger können einen erheblichen Beitrag zur Eindämmung des Virus leisten und somit, in Ergänzung zu anderen Maßnahmen wie der Erhöhung der Testkapazitäten, eine wichtige Rolle im Hinblick auf die Strategie zur Lockerung der Ausgangsbeschränkungen spielen. Es muss jedoch sichergestellt werden, dass die Bürgerinnen und Bürger der EU solchen innovativen digitalen Lösungen uneingeschränkt vertrauen und sie ohne Bedenken verwenden können. Das Potenzial von Apps zur Kontaktnachverfolgung kann nur dann voll ausgeschöpft werden, wenn sie von einem Großteil der Bürgerinnen und Bürger genutzt werden. Die EU-Vorschriften, insbesondere die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und die e-Datenschutzrichtlinie, bieten die besten Garantien für Vertrauenswürdigkeit (freiwillige Verwendung, Datenminimierung und Befristung), auf deren Grundlage solche Apps umfassend und zweckmäßig verwendet werden können. Mit den neuen Leitlinien soll der erforderliche Rahmen geschaffen werden, um sicherzustellen, dass die personenbezogenen Daten der betroffenen Bürger bei Verwendung solcher Apps hinreichend geschützt werden und der Eingriff in ihre Privatsphäre beschränkt bleibt. Zu dem Leitlinienentwurf wurde eine Stellungnahme des Europäischen Datenschutzausschusses eingeholt. Durch die Erfüllung dieser Standards können die volle Wirksamkeit und Einhaltung der Vorschriften auch in Krisenzeiten gewährleistet werden.