- Anzeigen -

Sie sind hier: Home » Markt » Hintergrund

Nickel Institute begrüßt Schutz für Handynutzer


Nach der Nickelrichtlinie der Europäischen Union (EU) können Handyhersteller weiterhin Nickel für wichtige Innenkomponenten von Mobiltelefonen nutzen
Klarstellung werde die Konsumenten vor einem möglichen allergischen Ausschlag durch längeren Hautkontakt mit Nickel schützen


(24.02.09) - Das "Nickel Institute" hat die Klarstellung der Europäischen Kommission begrüßt, wonach Mobiltelefone künftig der Nickelrichtlinie der Europäischen Union (EU) unterliegen. Nach der Richtlinie können Handyhersteller weiterhin Nickel für wichtige Innenkomponenten von Mobiltelefonen nutzen. Oberflächenanwendungen, die möglicherweise länger in Berührung mit der Haut kommen könnten, werden jedoch reduziert.

"Als Industrie haben wir schon seit längerem mit Sorge die Vernickelung von Gehäusen und anderen Außenteilen von Mobiltelefonen beobachtet", sagte Steve Barnett, Präsident des Nickel Instituts. "Wir sind froh über die Klarstellung der Kommission, dass Mobilfunkgeräte aufgrund des möglichen, direkten und anhaltenden Hautkontakts jetzt der Richtlinie unterliegen."

Die Klarstellung werde die Konsumenten vor einem möglichen allergischen Ausschlag durch längeren Hautkontakt mit Nickel schützen, so Barnett weiter. Dagegen könnten Handyhersteller das Metall weiterhin als wichtigen Bestandteil für verschiedene Innenkomponenten von Mobiltelefonen verwenden.

Die Nickelrichtlinie ist bereits seit 2005 in Kraft. Sie untersagt den Einsatz von Nickel auf allen Produkten, die in "direkten und anhaltenden Kontakt" mit der Haut kommen können. Davon ausgenommen sind solche Produkte, die höchstens 0.5μg Nickel pro cm2 und Woche abgeben.

Diese Bedingungen wurden in einer Änderung der Richtlinie festgesetzt. Diese war anfangs lediglich dazu gedacht, allergische Reaktionen durch vernickelte Oberflächen wie etwa bei Schmuck, Uhren, Knöpfen oder Reißverschlüssen zu verhindern.

Im vergangenen Jahr hatten Teile der dänischen Bevölkerung berichtet, nach der Nutzung von Mobiltelefonen allergische Reaktionen erlitten zu haben. Eine anschließende Untersuchung des Dänischen Wissenszentrums für Allergien bestätigte, dass die vernickelten Oberflächen der Handys die Auslöser der allergischen Hautausschläge waren.

Nickel wird gelegentlich aus ästhetischen Gründen für die Oberflächenveredelung von Mobiltelefonen verwendet. Es wird aber auch für Innenkomponenten genutzt, etwa für Mikrofonmembrane, elektrische Verbindungen und Kondensatoren sowie in größerem oder kleinerem Umfang als chemischer Inhaltsstoff von Batterien.

"Während Nickel in seiner massiven Form im Allgemeinen eine sichere Substanz ist, kann der anhaltende und intensive Kontakt verschiedene entzündliche Hautreaktionen bei hypersensitiven Personen hervorrufen – vor allem dann, wenn entsprechende Gegenstände zu viel Nickel auf die Haut übertragen" folgerte Barnett. Aus diesem Grund habe das Nickel Institut auf die Problematik hingewiesen und war in ständigem Dialog mit den Herstellern von Mobilfunkgeräten über die angemessene Nutzung von Nickelbeschichtungen. Ziel sei es gewesen, entweder gar keine vernickelten Gehäuse mehr herzustellen oder sicherzustellen, dass die Beschichtung kein Risiko einer allergischen Kontaktdermatitis berge. (Nickel Institute: ra)

- Anzeigen -




Kostenloser Compliance-Newsletter
Ihr Compliance-Magazin.de-Newsletter hier >>>>>>


Meldungen: Markt / Hintergrund

  • Klare Regelungen für die Rechtssicherheit

    Bayern stellte im Bundesrat seinen Gesetzentwurf zur Anpassung zivilrechtlicher Vorschriften an die Datenschutz-Grundverordnung zur sofortigen Sachentscheidung. Bayerns Justizminister Prof. Dr. Winfried Bausback hierzu vor der Sitzung der Länderkammer: "Für mich ist klar: Der Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Bekämpfung des Abmahnmissbrauchs greift zu kurz! Es fehlt vor allem eine ausdrückliche Regelung für Verstöße gegen die Datenschutz-Grundverordnung. Genau in diesem Bereich machen sich unsere kleinen und mittleren Unternehmen die größten Sorgen, Opfer unseriöser Abmahnpraktiken zu werden, etwa wenn es um die Datenschutzerklärung auf der Homepage geht. Der Entwurf des Bundes lässt sie mit ihren Ängsten leider im Regen stehen. Wir brauchen daher klare Regelungen, die für Rechtssicherheit sorgen. Und genau die liefern wir mit unserem bayerischen Entwurf!"

  • Musterfeststellungsklage gegen VW kommt

    Nahezu auf den Tag genau drei Jahre nach dem Beginn des Dieselskandals hat der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) eine Musterfeststellungsklage gegen die Volkswagen AG angekündigt. Sie soll am 1. November 2018, dem Tag des Inkrafttretens der neuen Klagemöglichkeit, in Kooperation mit dem ADAC eingereicht werden, erklärten Vertreter beider Verbände. Ziel der Klage ist die Feststellung, dass Volkswagen mit Software-Manipulationen Käufer vorsätzlich sittenwidrig geschädigt hat und daher Schadenersatz schuldet. Beteiligen können sich Käufer von Fahrzeugen der Marken Volkswagen, Audi, Seat, Skoda mit den Dieselmotoren EA 189, für die ein Rückruf ausgesprochen wurde.

  • Verbraucherprobleme am Finanzmarkt

    Im September 2018 jährt sich die Insolvenz der amerikanischen Lehman Bank - Sinnbild der internationalen Finanzkrise - zum zehnten Mal. Aus Sicht des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) gehen viele der seitdem beschlossenen Reformen am Problem vorbei. Der vzbv fordert die Bundesregierung auf, einen politischen Richtungswechsel einzuleiten und ein Verbot von Provisionen und eine bessere private Altersvorsorge zügig umzusetzen. "Die Finanzkrise hat gezeigt, was am Finanzmarkt für Verbraucher schief läuft. Zahlreiche Finanzprodukte sind komplex und überteuert, Risiken falsch bewertet und Berater sind Verkäufer. Verbessert hat sich seitdem wenig, aber vieles ist komplizierter geworden. Die Bundesregierung muss viel aktiver werden, um das Risiko von Vermögensschäden wirksam zu begrenzen", sagt Klaus Müller, Vorstand des vzbv.

  • Digitale Dokumentation von Patientendaten

    Arzttermine verwalten, Impfungen dokumentieren oder aktuelle Unverträglichkeiten überprüfen - verschiedene Angebote etwa in Form von Apps stellen diese Funktionen dem Verbraucher bereits zur Verfügung. Grundlage dafür ist die elektronische Speicherung und Verarbeitung von Patientendaten. "Plattformen zur digitalen Dokumentation von Patientendaten stellen eine begrüßenswerte Initiative für die Sozialbranche dar", so Karsten Glied, Geschäftsführer der Techniklotsen GmbH. Derzeit befinden sich hauptsächlich private Anbieter auf dem Markt, die Dienste rund um die elektronische Patientenakte anbieten. Um dies zu ermöglichen, arbeiten häufig Krankenkassen mit Krankenhäusern und große IT-Dienstleister zusammen. "Da wo der Staat in der Pflicht war, strömen derzeit private Anbieter auf den Markt. Die Selbstverwaltung muss nun mehr Handlungsbereitschaft zeigen und schnell reagieren, damit der digitale Fortschritt bundeseinheitlich in die Sozialbranche einziehen kann", plädiert Karsten Glied.

  • E-Mail-Verschlüsselung bleibt sicher

    Am 14.05.2018 veröffentlichte ein Team aus Sicherheitsforschern der Fachhochschule Münster, der Ruhr Universität Bochum und der Universität Leuven (Belgien) einen Bericht, der die Sicherheit der Verschlüsselungsstandards PGP und S/MIME in Frage stellt und damit weltweites Aufsehen erregt. Die aufgedeckten Sicherheitslücken (CVE-2017-17688 und CVE-2017-17689) betreffen jedoch nicht die Protokolle selbst, sondern nutzen eine bereits länger bekannte Schwachstelle in E-Mail-Clients, um verschlüsselte E-Mails zu entschlüsseln und dem Angreifer zuzustellen. Die Angriffe sind technisch komplex und benötigen mehrere Schritte zur erfolgreichen Umsetzung.