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Trends: Cloud, Compliance und OT


Das wird 2018 wichtig bei der Cybersecurity
Datenschutz-Grundverordnung: Werden die Vorschriften ignoriert, drohen drakonische Strafen bis zu 20 Millionen Euro oder vier Prozent des Jahresumsatzes


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Die Bedrohung durch Cyberkriminalität hat im vergangenen Jahr neue Ausmaße erreicht. Angriffe wie NotPetya und Wannacry haben weltweit für Chaos gesorgt. Diese Ransomware-Attacken, also Erpressungssoftware, bei der Angreifer in ein Computersystem eindringen, alle Daten verschlüsseln und dann Lösegeld verlangen, werden auch in Zukunft keine Einzelfälle bleiben. Welche Entwicklungen das neue Jahr außerdem mit sich bringen wird und wie Unternehmen sich darauf vorbereiten, erörtert Dr. Christopher Brennan, Regional Director DACH bei Skybox Security:

Lesen Sie zum Thema "IT Security" auch: IT SecCity.de (www.itseccity.de)

Cloud Security
Das Thema Cloud Security wird für viele Unternehmen im neuen Jahr unumgänglich. Bereits jetzt nutzen viele Firmen hybride Netzwerke, die aus physischen, virtuellen und Multi-Cloud-Umgebungen bestehen. So entsteht nicht nur eine immer größere Angriffsfläche – was dem wichtigsten Cybersecurity-Grundsatz entgegenläuft, das Angriffsrisiko stets so gering wie möglich zu halten. Für viele Unternehmen ist es auch eine große Herausforderung, die Sicherheit ihrer Daten und Assets in Cloud-Umgebungen zu gewährleisten. Dafür benötigen sie ein zentrales und umfassendes Schwachstellen-Management.

Gerade in komplexen Cloud-Umgebungen ist es unmöglich, Schwachstellen manuell zu finden und zu beheben. Stattdessen braucht es automatisierte Prozesse, die dabei helfen. Über Schwachstellen hinaus ist auch das Konfigurations-Management von Cloud-Umgebungen ein immer häufiger auftretendes Problem. Die kontinuierliche Analyse von Konfigurationen, die den Unternehmensrichtlinien und allgemein gültigen Sicherheitskriterien entsprechen, wird damit zu einer großen Herausforderung – ebenso wie die Erfassung und Visualisierung aller Assets in der Cloud.

Zunehmende Angriffe auf Produktionsnetzwerke (OT, SCADA)
Durch immer komplexere und optimierte Produktionsprozesse gibt es heute sehr viel mehr Zugriffspunkte auf das Netzwerk, beispielsweise Sensoren, Fernwartungszugänge uva. Für eine bessere Produktionssteuerung ist es außerdem nötig, dass OT-Systeme mit den IT-Netzwerken verbunden sind, etwa zur Erfassung von Auslastung, Verfügbarkeit von Rohmaterial usw. Dies birgt neue Risiken sowohl für IT- als auch OT-Umgebungen – was auch den Angreifern nicht entgangen ist.

2017 wurden jeden Monat weltweit durchschnittlich 20 Prozent aller Computer zur industriellen Systemsteuerung angegriffen. Um diese Herausforderungen zu bewältigen und die Verfügbarkeit sowie die Sicherheit der OT-Netzwerke zu optimieren, benötigen Unternehmen Erkenntnisse über ihre gesamte Angriffsfläche. Obwohl es Tools für OT-Netzwerke gibt, die genau das leisten, werden diese kaum genutzt – mit fatalen Folgen für die Cybersecurity.

Mehr zum Thema "DSGVO-Compliance"

Compliance (DSGVO/GDPR)
Bereits ab Mai tritt die EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) in Kraft. Doch viele Unternehmen in Deutschland sind darauf noch nicht vorbereitet. Eine Befragung der Bitkom ergab im September, dass sich ein Drittel der deutschen Unternehmen noch gar nicht mit den neuen Regulierungen befasst hat. Unternehmen, die sich mit dem Thema nicht schon beschäftigen, werden kaum mehr in der Lage sein, die Regelungen rechtzeitig umzusetzen. Allerdings zeichnet sich ab, dass Firmen, die sich um eine Einhaltung bemühen, zumindest vorerst vor Konsequenzen verschont bleiben könnten.

Werden die Vorschriften aber ignoriert, drohen drakonische Strafen bis zu 20 Millionen Euro oder vier Prozent des Jahresumsatzes. Unternehmen, die auf eine Cloud-Lösung umsteigen wollen, können ihre Maßnahmen zur Einhaltung der DSGVO nutzen, um die Sicherheit in der Cloud zu gewährleisten. In beiden Fällen müssen sie wissen, wo ihre Daten gespeichert werden, wie sie geschützt werden und welche Risiken bestehen. Diese Wissensgrundlage hilft ihnen, neue Richtlinien einzuführen und damit für die nötige Sicherheit und Compliance zu sorgen.

Auch 2018 wird Unternehmen vor große Herausforderungen in der Cybersecurity stellen. Aber wenn sie dem Thema den richtigen Stellenwert einräumen und auf automatisierte Prozesse zurückgreifen, sind die wichtigsten Schritte getan, um sich vor Angriffen zu schützen.
(Skybox Security: ra)

eingetragen: 27.01.18
Newsletterlauf: 14.03.18

Skybox Security: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

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Meldungen: Markt / Hintergrund

  • Reform des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes

    Der Bundesrat beriet den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Änderung des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes (NetzDG). Bayerns Justizminister Georg Eisenreich hierzu: "Im Kampf gegen Hass im Netz müssen wir Plattformbetreiber stärker in die Pflicht nehmen. Der Gesetzentwurf bringt wichtige Fortschritte. Die Regeln müssen aber für alle gelten - auch für Videoplattformen wie YouTube. Liegt der Unternehmenssitz nicht in Deutschland, würde die allgemeine Löschpflicht nach dem Entwurf eingeschränkt werden. Dieser Rückschritt ist nicht nachvollziehbar. Hier muss nachgebessert werden."

  • Datenmanagement fördert Compliance

    Unabhängig vom konkreten Anlass oder Thema: Sobald Daten eine Rolle spielen, bestimmen sofort Begriffe wie "Sicherheit", "Privatsphäre" und "Datenschutz" die Diskussion. Gleichzeitig gab es allerdings seit ihrem Inkrafttreten im Mai 2018 europaweit bereits über 160.000 Verstöße gegen die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Grund genug für einen Appell, die Datenhoheit der eigenen Kunden ernster zu nehmen. Seit Oktober vergangenen Jahres ist Gaia X in der IT-Landschaft und darüber hinaus in aller Munde: Das ambitionierte Cloud-Projekt des Bundeswirtschaftsministers Peter Altmaier hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine unabhängige Dateninfrastruktur für den europäischen Raum zu schaffen. Das Ziel dahinter: mehr Sicherheit, Rechte und Vertrauen für die Nutzer, weniger Abhängigkeit von den großen internationalen Cloud-Providern.

  • Bußgelder in Millionenhöhe?

    Seit dem Inkrafttreten der DSGVO im Mai 2018 werden Datenschutzverstöße immer häufiger geahndet. Auch von der Verhängung von Bußgeldern berichten die Medien in den letzten Monaten immer wieder. Häufig handelt es sich dabei um Forderungen gegen große Konzerne wie Facebook und Google. "Nur, weil man von Millionenstrafen für Facebook und Co. hört, heißt das jedoch nicht, dass kleinere Unternehmen mit solchen enormen Summen belastet würden. Sanktionen sollen grundsätzlich bewirken, dass sich Unternehmen an die DSGVO halten und sich mit ihr auseinandersetzen. Oft erfolgen zunächst Mahnungen und eventuell folgende Strafen müssen verhältnismäßig sein", erklärt Haye Hösel, Geschäftsführer und Gründer der Hubit Datenschutz GmbH & Co. KG, und ergänzt: "Insgesamt können Verstöße nach den neuen Vorschriften jedoch deutlich höher sanktioniert werden. Nach dem alten Bundesdatenschutzgesetz lag die maximale Bußgeldforderung bei 300.000 Euro. Nun sind nach Artikel 83 der DSGVO bis zu 20 Millionen Euro oder bis zu vier Prozent des weltweit erzielten Jahresumsatzes möglich."

  • Strafrecht fit machen für die digitale Welt

    Bayerns Justizminister Georg Eisenreich will das Strafrecht den Erfordernissen der digitalen Welt anpassen: "Unsere Welt wird immer digitaler. Das bringt neue Chancen, aber auch neue Herausforderungen für Gesellschaft und Rechtsstaat mit sich. Datenleaks und Hackerangriffe auf Unternehmen haben bereits gezeigt, wie verwundbar die digitale Gesellschaft ist. Gefordert sind zum einen die Unternehmen selbst: Sie müssen für einen ausreichenden Schutz ihrer Systeme sorgen und sich gegen Cyberangriffe wappnen. Aber auch der Rechtsstaat ist gefordert: Durch ein zeitgemäßes Strafrecht muss er seinen Beitrag zu einer sicheren digitalen Welt leisten." Eisenreich weiter: "Wir müssen das Cyberstrafrecht fit für die digitale Welt machen. Es ist nicht nachvollziehbar, dass die Strafrahmen bei Datendelikten niedriger ausfallen als bei vergleichbaren Straftatbeständen in der analogen Welt. Auch kann es nicht sein, dass bei besonders schweren Fällen, wie Angriffen auf kritische Infrastrukturen, aufgrund einer Lücke im Gesetz derzeit keine härteren Strafen möglich sind."

  • Verletzung der Privatsphäre von Einzelpersonen

    Der Datenschutz steht im Mittelpunkt der Fragen, die Regierungen in diesem Jahr beantworten möchten. Befürworter des Datenschutzes haben strengere Gesetze gefordert, und die Staaten haben darauf reagiert. Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union hat als wirksames Modell gedient. In diesem Jahr treten weitere Datenschutzgesetze in Kraft, wie die LGPD Brasiliens oder die CCPA in den Vereinigten Staaten. Im Rahmen der DSGVO wurden bereits über 146 Geldstrafen in Gesamthöhe von 417 Millionen Euro gegen Unternehmen und Einrichtungen verhängt. Unter der Führung der Europäischen Union haben über 80 Länder neue Datenschutzgesetze erlassen, weitere werden bald folgen. Dies ist die Antwort auf eine Fülle von globalen Problemen: Online-Profile, das Internet-der-Dinge (IoT), eine hohe Anzahl von Datenverletzungen, Gesichtserkennung, Datenhoheit, digitale Souveränität: die Liste ließe sich fortsetzen.