Sie sind hier: Home » Markt » Hintergrund

Umwelt-Compliance in der EU


Orientierung in einer zunehmend komplexen regulatorischen Landschaft: The Green Grid erinnert an den Wert des Code of Conduct für Energieeffizienz
Code of Conduct stellt einen Standard dar, der wertvolle Orientierung für die Betreiber von Rechenzentren zu bewährten Praktiken bietet

(09.07.13) - Bei einer immer komplizierteren Gesetzgebung und Regulierung in der Europäischen Union bietet der Code of Conduct for Data Center Energy Efficiency der Europäischen Kommission ein stabiles Fundament und Orientierung für die Eigentümer und Betreiber von Rechenzentren. The Green Grid warnt davor, dass durch die komplexe Mischung aus nationalen und europäischen Gesetzen sowie durch EU-Vorschriften, die in nationales Recht zu unterschiedlichen Zeiten in unterschiedlichen Mitgliedsstaaten umgesetzt werden, Organisationen den Anschluss an die Einhaltung von Best Practices bei Ressourceneffizienz verlieren können.

"Nationale Gesetzgebung und Verordnungen der Europäischen Union überschneiden sich oft, aber sie können auch widersprüchlich sein oder unnötige zusätzliche Komplikationen bedeuten. Einige Gesetze sind in bestimmten Bereichen ihrer Zeit voraus, während sie in anderen Bereichen hinterherhinken. Zum Beispiel hat Deutschland bereits neue Gesetze über die Besteuerung von Strom und die Finanzierung von erneuerbaren Energien eingeführt. Das britische Carbon Reduction Commitment enthält bereits viele Elemente der europäischen Gesetzgebung," erklärt Andre Rouyer, EMEA Liaison Work Group Chair für The Green Grid.

"In diesem Durcheinander stellt der Code of Conduct einen Standard dar, der sich bewährt hat, und wertvolle Orientierung für die Betreiber von Rechenzentren zu bewährten Praktiken bietet. Besonders für diejenigen, deren Organisationen IT-Umgebungen über mehrere Länder hinweg betreiben."

Der Code of Conduct, der im November 2008 vorgestellt wurde, informiert Betreiber und Eigentümer von Rechenzentren und regt sie dazu an, den Energieverbrauch kostensparend zu verringern, ohne Kompromisse bei geschäftskritischen Funktionen in Rechenzentren und IT-Umgebungen einzugehen. Ziele sind es, sowohl das Verständnis für Energienachfrage zu verbessern, bewährte Methoden für Energieeffizienz zu empfehlen als auch Zielsetzungen für die Verringerung des Verbrauchs vorzuschlagen.

Andre Rouyer hat eng mit der Europäischen Kommission bei der Umsetzung des Code of Conduct in den letzten Jahren zusammengearbeitet. Er glaubt, dass jetzt, da die neue Gesetzgebung am Horizont in Form der Energieeffizienz-Richtlinie 2012/27/EU der Europäischen Union auftaucht, die nationale Energieeffizienz-Ziele für 2020 etabliert, ein wichtiger Zeitpunkt gekommen ist, um den Wert des Code of Conduct für die Branche zu betonen:

"Die Richtlinie wird bis Juni 2014 in nationales Recht in allen Mitgliedstaaten der EU umgewandelt. Das zeigt, wie sehr die EU die Bemühungen unterstützt, um IT-Umgebungen grüner zu machen und wertvolle Klarheit sowie ein einheitliches Bild der europäischen Politik für Organisationen im gesamten Kontinent zu schaffen - vor allem in den Schwerpunktbereichen der Richtlinie der Gebäude- und Facility-Renovierung, Zielsetzung und Energie-Berichtspflichten. Der Code of Conduct wird entscheidend sein, damit Organisationen sich in die bestmögliche Position bringen können, um der Richtlinie nachzukommen, sobald sie in den jeweiligen Ländern in Kraft treten wird," so Rouyer weiter.

Als Teil der Global Task Force für Rechenzentren war The Green Grid stark an der Entwicklung des Code of Conduct beteiligt. Die PUE Metrik von The Green Grid floss in die Leitlinien der Kommission für bewährte Praktiken ein, und The Green Grid trägt mit einem EU-weiten Projekt dazu bei, den Einsatz eines gemeinsamen Methoden-Rahmens für die Messung der ICT-Werte von Organisationen zu fördern. "Die Standardisierung von Maßnahmen der Ressourceneffizienz in Rechenzentren und IT-Umgebungen darf nicht bei PUE stoppen, die Industrie braucht universale KPIs für Infrastruktur-Energieeffizienz, Wiederverwendung und Nutzung erneuerbarer Energien. Wir werden unsere Arbeitsbeziehungen sowohl mit den Normungsgremien als auch der Europäischen Kommission intensivieren und dazu beitragen, dass diese Realität werden," fährt Rouyer fort.

Es gibt einen klaren Konsens über die Notwendigkeit einer Ressourcen-effizienten IT, auch wenn sie die Betriebskosten kurzfristig in die Höhe treibt: "Der Rechenzentrums-Betrieb stellt einen beträchtlichen Teil des Energieverbrauchs von Unternehmen dar und die Organisationen reagieren positiv auf den steigenden Druck, der auf sie ausgeübt wird, immer Energie-effizienter zu arbeiten. Der Code of Conduct der Europäischen Kommission wird eine große Hilfe bei der Erfüllung der Verpflichtungen einer sich wandelnden Gesetzgebung sein", fasst Rouyer zusammen. (The Green Grid: ra)

The Green Grid: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.


Kostenloser Compliance-Newsletter
Ihr Compliance-Magazin.de-Newsletter hier >>>>>>


Meldungen: Markt / Hintergrund

  • Insider-Risiken bleiben relevant

    Die unermüdliche Weiterentwicklung Künstlicher Intelligenz beschleunigt die Evolution bestehender Betrugsszenarien. In unserem Tagesgeschäft - der Betrugsprävention - beobachten wir besonders im E-Commerce neue Herausforderungen, die differenziert betrachtet werden müssen.

  • Leben ohne Digitalzwang

    Menschen, die auf bestimmte Dienstleistungen im Alltag angewiesen sind, haben einen Anspruch darauf, diese auch analog nutzen zu können. Dies ist das Kernergebnis des Rechtsgutachtens, das am 11.12.2024 auf Initiative des Vereins Digitalcourage vom Netzwerk Datenschutzexpertise vorgelegt wurde.

  • DORA am 17. Januar 2025 in Kraft

    Mit Blick auf das Jahr 2025 sticht ein Element bei der Einführung und Weiterentwicklung generativer künstlicher Intelligenz (KI) hervor: die Datensicherheit. Da generative KI-Modelle riesige Datenmengen benötigen, um zu lernen und Inhalte zu generieren, wird die Gewährleistung des Datenschutzes, der Vertraulichkeit und der Integrität dieser Daten von größter Bedeutung sein.

  • Schutz der privaten Sparer

    Seit über 45 Jahren gibt es den Einlagensicherungsfonds der privaten Banken. Seitdem sichert er zuverlässig die Guthaben der Sparerinnen und Sparer ab, falls es zum Entschädigungsfall kommt. Klar ist jedoch, dass selbst ein funktionierendes System regelmäßig auf den Prüfstand gestellt und zur Verbesserung gegebenenfalls angepasst werden muss.

  • Verschiebung der Einreichfrist

    Die Europäischen Aufsichtsbehörden (ESAs) haben eine Verschiebung der Einreichfrist der Informationsregister auf 30. April 2025 bekanntgegeben (Quelle: The ESAs announce timeline to collect information for the designation of critical ICT third-party service providers under the Digital Operational Resilience Act | European Banking Authority). Grund dafür ist u. a. die Verzögerung bei der Finalisierung der technischen Implementierungsstandards (ITS).

Wir verwenden Cookies um unsere Website zu optimieren und Ihnen das bestmögliche Online-Erlebnis zu bieten. Mit dem Klick auf "Alle akzeptieren" erklären Sie sich damit einverstanden. Erweiterte Einstellungen