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Forum "Mit Sicherheit Recht behalten"


Juristisches Forum klärt Rechtsfragen der IT-Sicherheit
Vortragsreihe greift die aktuell wichtigsten Sicherheitsprobleme im Unternehmensalltag heraus und zeigt über die Darstellung der juristischen Zusammenhänge die Lösungswege auf


(26.03.08) - Amepg setzt ihre Veranstaltungsreihe fort und lädt zu ihrem Forum für Rechtsfragen der IT-Security an folgenden Terminen ein: 01. April in Köln, 06. Mai in Hannover, 09. Juli in Stuttgart, 04. November im Ruhrgebiet und 25. November in Hamburg. Ein ganzheitliches Sicherheitskonzept besteht aus der erfolgreichen Symbiose von technischen und juristisch-organisatorischen Maßnahmen. Die Vortragsreihe greift die aktuell wichtigsten Sicherheitsprobleme im Unternehmensalltag heraus und zeigt über die Darstellung der juristischen Zusammenhänge die Lösungswege auf.

Zielgruppe der Veranstaltung sind: Security-Entscheider wie z.B. Geschäftsführer, Behördenleiter, Führungskräfte, Betriebs- und Personalräte, IT-Leiter, Sicherheits- und Datenschutzbeauftragte, Webmaster und Administratoren, Personale und Revisoren, Unternehmensjuristen.

Referent ist Horst Speichert, als Rechtsanwalt spezialisiert auf IT-Recht und Datenschutz, Lehrbeauftragter für Medienrecht an der Universität Stuttgart und Autor des Fachbuches "Praxis des IT-Rechts" (2. Auflage 2007, Vieweg-Verlag). Speichert besitzt eine langjährige Tätigkeit als Referent und Seminarleiter im Internetrecht und der IT-Security.

Agenda:
09:00 - 12:30 Uhr

Aktueller Update IT-Gesetze und Datenschutz
Das neue Gesetz zur Vorratsdatenspeicherpflicht, in Kraft seit 01.01.2008 – wer ist verpflichtet?
Der neue Datenschutz-Baustein 1.5 im BSI-Grundschutz
Strafbarkeit von "Hacker-Tools" – der neue § 202c StGB - Kriminalisierung Pentest, Analyse-Software - aktueller Stand
Zulässigkeit der Datenschutz-Einwilligung - Opt-Out-Regelung
neueste Rechtsprechung im IT-Umfeld

Mobile Security
Mobile Datenträger, USB-Sticks auf dem Vormarsch
Bedrohungsszenario und Gestaltung eigenständiger Sicherheits-Policy
Datenschutzkonforme Schnittstellenkontrolle - Device Control
Fernmeldegeheimnis auf Endgeräten (z.B. Laptop, PDA)

IT-Compliance
Euro-SOX - Neufassung der 8. EU-Prüferrichtlinie – was ändert sich?
Informationsmanagementsysteme (ISMS) – Bedeutung von Managementkonsolen
Rechtsvorteile der Standards (BSI, ISO, Cobit) - Beweislastumkehr
Interne Kontrollsysteme (IKS) – Auswirkungen auf IT-Prozesse, Überwachung
Berechtigungskonzepte - rechtssichere Erstellung, Data Leak Prevention
Die neuen PCI-Sicherheitsrichtlinien für Kreditkartenunternehmen

13:30 - 17:00 Uhr

IT-Haftung
Störerhaftung für illegale Vorgänge, Haftungsfolgen für Unternehmen
W-LAN-Haftung (aktuelle Rechtsprechung)
Eigenhaftung der IT-Verantwortlichen vom Admin bis zum Vorstand
Managerhaftung im Wandel – Corporate Governance
Notfallkonzept - neuer BSI 100-4, Rechtsfolgen bei Versäumnissen, Organhaftung

Strafverfolgung durch die Behörden
Auskunftspflichten - Herausgabe von Daten und Logfiles
Polizei Inhouse – Durchsuchung und Beschlagnahme von IT-Anlagen und Daten
Die verdeckte Online-Durchsuchung - wie ist der Stand, was wird kommen?
Computerforensik – gerichtsverwertbare Beweissicherung bei IT-Delikten

Elektronische Archivierung und Betriebsprüfung
Archivierungspflichten für Daten und E-Mails nach GoBS, Revisionssicherheit
Elektronische Betriebsprüfung, Zugriffsrechte der Prüfer, maschinelle Auswertbarkeit
GDPdU-Compliance, rechtssichere Dokumentation
elektronische Rechnungen (Vorsteuerabzug) – Übernahme durch Dienstleister
Einscannen von Dokumenten und Dokumentenmanagement (DMS)
Datenschutzkonforme Trennung privater/ dienstlicher Daten (E-Mails)

Mitarbeiterkontrolle in der IT
Personenbezogene Kontrolle und Auswertung von Logfiles
Datenschutzkonformer Einsatz von Content-Filtern und https-Scanning
Private Internet- und E-Mail-Nutzung am Arbeitsplatz – Duldung, Verbot
Betriebsvereinbarungen - Was können sie leisten, wo sind die Grenzen
E-Mail-Account nach dem Ausscheiden der Mitarbeiter

Für diese spezielle Informationsveranstaltung wird Kostenbeteiligung von 90,00 Euro zzgl. MwSt. pro Teilnehmer erhoben. (Ampeg: ra)

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Meldungen: Markt-Nachrichten

  • Tausende Briefkastengesellschaften vorgehalten

    Seit drei Jahren ermittelt das Bundeskriminalamt im Auftrag der Staatsanwaltschaft München I wegen des Verdachts der Geldwäsche gegen insgesamt drei Beschuldigte. Ab 18.02.2019 erfolgte die gleichzeitige Beschlagnahme von vier Immobilien in Schwalbach am Taunus, Nürnberg, Regensburg und Mühldorf am Inn im Gesamtwert von rund 40 Millionen Euro. Daneben wurde ein Konto bei einer Bank in Lettland mit einem erwarteten Guthaben in Höhe von ca. 1,2 Millionen Euro beschlagnahmt, welches aus der Veräußerung einer weiteren Immobilie in Chemnitz herrührt. Zusätzlich wurde die vorläufige Sicherung von Kontoguthaben bei diversen Banken in Deutschland auf der Grundlage von Vermögensarresten in Höhe von ca. 6,7 Millionen Euro bei zwei beteiligten Immobiliengesellschaften in Deutschland veranlasst.

  • Korruption: Dunkelfeld weiterhin sehr groß

    Das Bundeskriminalamt (BKA) hat 2017 einen Rückgang der Korruptionsstraftaten registriert. Wie aus dem veröffentlichten Bundeslagebild Korruption hervorgeht, nahm die Zahl dieser Straftaten im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent auf 4.894 ab. Damit wurde 2017 die niedrigste Anzahl von Korruptionsstraftaten seit fünf Jahren gemeldet. Das BKA führt diese Entwicklung unter anderem auf etablierte Compliance-Strukturen in Unternehmen und Behörden sowie auf die damit verbundene Sensibilisierung der Mitarbeiter zurück. Einen Grund zur Entwarnung liefern die Zahlen indes nicht: Nur ein Teil aller begangenen Korruptionsstraftaten wird polizeilich bekannt. Das Dunkelfeld wird weiterhin als sehr groß eingeschätzt.

  • Organisierte Kriminalität ist transnational

    "Die Organisierte Kriminalität hat viele Gesichter und Betätigungsfelder. Damit ist und bleibt das Bedrohungs- und Schadenspotential, das von Organisierter Kriminalität ausgeht, unverändert hoch", so BKA-Präsident Holger Münch bei der heutigen Pressekonferenz im BKA-Wiesbaden zur Vorstellung des Lagebildes Organisierte Kriminalität 2017. Die Gesamtzahl der Ermittlungsverfahren gegen Gruppierungen der Organisierten Kriminalität liegt auf unverändert hohem Niveau: 2017 wurden 572 OK-Verfahren registriert (2016: 563). Rund 1/3 der OK-Gruppierungen ist im Bereich der Rauschgiftkriminalität (36,2 Prozent) aktiv. Damit ist und bleibt Drogenhandel das Hauptbetätigungsfeld von OK-Gruppierungen, gefolgt von Eigentumskriminalität (16,4 Prozent). An dritter Stelle findet sich Wirtschaftskriminalität (11,0 Prozent). Der polizeilich erfasste Schaden lag 2017 bei rund 210 Millionen Euro (2016: rund 1 Mrd. Euro).

  • Finanzermittlungen der Ermittlungsbehörden

    Der FIU-Jahresbericht für das Jahr 2016 verzeichnet mit rund 40 Prozent die höchste Steigerungsrate an Geldwäscheverdachtsmeldungen innerhalb der letzten 15 Jahre. Insgesamt 40.690 (2015: 29.108) Verdachtsmeldungen nach dem Geldwäschegesetz wurden an die FIU übermittelt, der Großteil davon von den Kreditinstituten. Mit 38 Prozent (2015: 32 Prozent) sind die meisten Bezüge zum Deliktsbereich Betrug festgestellt worden. Darunter fallen zum Beispiel auch der Warenbetrug über das Internet und der CEO-Fraud. Durch die Erkenntnisse, die direkt aus den Verdachtsmeldungen gewonnen werden konnten und den anschließenden verfahrensunabhängigen Finanzermittlungen stellten die Ermittlungsbehörden insgesamt Vermögenswerte von rund 69, 8 Millionen Euro sicher. Das sind 10 Prozent mehr als im Vorjahr.

  • Bezahlen im Online Handel

    Die Wettbewerbszentrale hat in 10 Fällen bei großen Onlinehändlern Verstöße gegen die SEPA-Verordnung beanstandet. Die betreffenden Anbieter hatten Verbrauchern u. a. eine Bezahlung per Lastschrift angeboten, allerdings gleichzeitig den Lastschrifteinzug von Konten im EU-Ausland ausgeschlossen oder eingeschränkt. Erste Beschwerden bereits Ende 2016: Bereits im Dezember 2016 hatte die Wettbewerbszentrale Beschwerden darüber erhalten, dass eine private Krankenversicherung und ein Telekommunikationsunternehmen es gegenüber Kunden ablehnten, fällige Zahlungen im Wege der Lastschrift von einem Konto im europäischen Ausland einzuziehen. Im Fall der Krankenversicherung lag der Wettbewerbszentrale ein konkretes Schreiben vor, wonach es die Versicherung ablehnte, die Versicherungsbeiträge des Versicherungsnehmers von seinem Konto in Österreich abzubuchen (vgl. News vom 22.12.2016). Im Fall des Telekommunikationsanbieters verlangte dieser in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen für die Durchführung des Lastschriftverfahrens die Angabe einer "gültigen deutschen Bankverbindung".