- Anzeigen -

Digitalisierung der Leitindustrien


Bitkom-Branche erwartet neues digitales Regierungsprogramm - Branchenbarometer zur Digitalpolitik der Deutschen Bundesregierung
Unternehmen sehen Reformbedarf in Bildung, Arbeit und Soziales - IT-Sicherheit und digitale Infrastruktur sind wichtige Handlungsfelder der neuen Regierung

- Anzeigen -





Die deutsche Digitalwirtschaft erhofft sich von der künftigen Bundesregierung weitreichende Reformen in den Bereichen Bildung, Arbeit und Soziales. Mit Blick auf die anstehende Bundestagswahl stimmen fast alle befragten ITK-Unternehmen (94 Prozent) der Aussage zu, dass Bildungswesen, Sozialsysteme und Arbeitsrecht neu auf die digitale Wirtschaft und Arbeitswelt ausgerichtet werden müssen. Das geht aus dem 51. Branchenbarometer des Digitalverbands Bitkom hervor. Für die kommende Legislaturperiode fordert die große Mehrheit der Unternehmen ein neues digitales Regierungsprogramm.

Knapp neun von zehn (87 Prozent) meinen, Deutschland brauche eine neue politische Agenda, um die Digitalisierung der Leitindustrien und des Mittelstands zu fördern. Ebenso viele (87 Prozent) fordern, Deutschland zu einem internationalen Hotspot der digitalen Transformation auszubauen. Und 85 Prozent erwarten, dass sich die Politik mehr für Wirtschaftsschutz und IT-Sicherheit engagiert.

"Das rasante Tempo der Digitalisierung stellt den Gesetzgeber vor weitreichende Herausforderungen. Wir müssen Politik und Rechtssystem so gestalten, dass sie einer zunehmend digitalen Welt gerecht werden – vor allem in der Bildung, in der Verwaltung, im Arbeitsrecht und bei den Sozialsystemen", sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. "Mit dieser Wahlperiode findet auch die erste Digitale Agenda einen Abschluss. Es muss oberste Priorität für die neue Regierung sein, alle Projekte auf digitale Machbarkeit zu überprüfen und eine ambitionierte Digitale Agenda 2 aufzusetzen."

Wichtige Handlungsfelder für die kommende Bundesregierung sehen die befragten Unternehmen in den Bereichen IT-Sicherheit und Digitalisierung der Infrastruktur. Das erklärten jeweils neun von zehn Unternehmen (89 Prozent). Dahinter folgen Breitbandausbau (83 Prozent), Bildungsoffensive (82 Prozent) und Industrie 4.0 (80 Prozent). Jeweils rund zwei Drittel halten eine neue Balance im Datenschutz (69 Prozent), Start-up-Förderung (65 Prozent) und E-Government (63 Prozent) für wichtig. Danach folgen Standortpolitik (60 Prozent), steuerliche Forschungsförderung (51 Prozent) und Urheberrecht (43 Prozent).

Hinweis zur Methodik: Die Angaben basieren auf der halbjährlich durchgeführten Konjunkturumfrage "Bitkom-Branchenbarometer". Dabei befragt Bitkom Research regelmäßig ITK-Unternehmen zur Marktentwicklung und ausgewählten Branchenthemen. Die Fragen lauteten: "Welchen Stellenwert sollten die folgenden Themen in der Digitalpolitik der neuen Bundesregierung Ihrer Meinung nach haben?" (mit Angabe jeweils für "Einen sehr großen/eher großen Stellenwert") und "Inwieweit stimmen Sie den folgenden Aussagen zur Politik und Digitalisierung in Deutschland zu?": "Bildungswesen, Sozialsysteme und Arbeitsrecht müssen neu auf die digitale Wirtschaft und Arbeitswelt ausgerichtet werden", "Deutschland braucht eine neue politische Agenda, um die Digitalisierung der Leitindustrien und des Mittelstands zu fördern", "Deutschland muss zum internationalen Hotspot der digitalen Transformation werden", "Die Politik muss mehr in Wirtschaftsschutz und IT-Sicherheit investieren" (Angabe jeweils für "Stimme voll und ganz/eher zu").
(Bitkom: ra)

eingetragen: 20.08.17
Home & Newsletterlauf: 11.09.17

Bitkom: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

- Anzeigen -




Kostenloser Compliance-Newsletter
Ihr Compliance-Magazin.de-Newsletter hier >>>>>>


Meldungen: Studien

  • Ohne Daten fehlt häufig die Geschäftsgrundlage

    Mit Personendaten arbeiten zu können, ist für viele Unternehmen ein wichtiger Wettbewerbsfaktor. Für fast die Hälfte aller Unternehmen in Deutschland (46 Prozent) ist die Nutzung personenbezogener Daten sogar Grundlage des Geschäftsmodells. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung unter mehr als 500 Unternehmen im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. "Praktisch kein Unternehmen kann seine Geschäftstätigkeit ohne personenbezogene Daten durchführen - von der Kundenakquise bis zum Personalmanagement", sagt Susanne Dehmel aus der Bitkom-Geschäftsleitung. Im Vertrieb und im Marketing spielt die Nutzung personenbezogener Daten die größte Rolle. Zwei von drei Unternehmen (65 Prozent) geben dies an. Darüber hinaus sagen vier von zehn (40 Prozent), dass sie Produkte oder Dienstleistungen mit Hilfe von Personendaten verbessern. Dehmel: "Das hohe Datenschutzniveau in Europa muss in eine funktionierende Balance mit datenbasierten Produkten und Dienstleistungen gebracht werden, von denen gerade auch Verbraucher profitieren."

  • Umfrage zum Finanzwissen der Deutschen

    Zwei Drittel aller Deutschen haben sich nach eigenen Angaben bereits ernsthaft mit ihrer Altersvorsorge beschäftigt - unabhängig vom Geschlecht. Aber: Die Beschäftigung mit Geld und Finanzen ist für Frauen offenbar immer noch eher Pflichterfüllung als Herzensangelegenheit. Während mehr als die Hälfte der Männer in Deutschland ein sehr starkes oder starkes Interesse für Wirtschaftsthemen bekunden und sich in punkto Börsenwissen fit fühlen, interessieren sich 60 Prozent der Frauen kaum oder gar nicht für diese Themen. Über die Hälfte der Frauen stimmt mehr oder weniger der Aussage zu: "Von dem, was an der Börse geschieht, habe ich keine Ahnung".

  • DSGVO/GDPR-Bereitschaft von Unternehmen

    Eine neue Studie von IBM zeigt, dass fast 60 Prozent der befragten Unternehmen die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) als Chance zur Verbesserung der Privatsphäre, Sicherheit, Datenverwaltung und Katalysator für neue Geschäftsmodelle ansehen - weniger als ein Compliance-Problem oder ein Hindernis. Um Risiken zu reduzieren, zeigte die Studie, dass die Mehrheit der befragten Unternehmen bei den Daten, die sie sammeln und verwalten, selektiver vorgehen will. 70 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, dass sie Daten vor Ablauf der Compliance-Frist entsorgen wollen.

  • Verbreitung der elektronischen Rechnung

    Wenn die neue EU-Richtlinie zur elektronischen Rechnung im Herbst in Kraft tritt, müssen einige Unternehmen nachbessern. Auch Deutschland gehört zu den Ländern, in denen Firmen bei Invoicing am häufigsten mit Compliance-Problemen kämpfen. Den Status-Quo zeigen zwei neue Studien, darunter eine internationale Erhebung sowie eine Studie zu E-Invoicing bei Deutschlands Top-700-Unternehmen von Comarch und Fraunhofer, welche im Mai im Porsche Museum in Stuttgart im Detail vorgestellt wird. Ab 27. November 2018 gilt die "Europäische Norm für die elektronische Rechnungsstellung" auch in Deutschland für Bundesministerien und Verfassungsorgane. Ein Jahr später werden alle weiteren öffentlichen Auftraggeber des Bundes die elektronische Rechnung von ihren Geschäftspartnern verlangen. Die erwarteten Einsparungen werden auf vier bis neun Milliarden Euro pro Jahr beziffert. Davon betroffen sind alle Unternehmen, welche bereits jetzt mit dem Bund Rechnungen austauschen oder sich an zukünftigen Ausschreibungen beteiligen wollen. Damit erhält die Digitalisierung des Rechnungswesens EU-weit einen neuen Schub.

  • Geschlechterneutrale Beurteilung forcieren

    Frauen schneiden im zweiten juristischen Staatsexamen um knapp 2 Prozent schlechter ab als Männer. Im Bereich der Prädikatsnoten ist der Geschlechtereffekt zuungunsten der Frauen besonders ausgeprägt: 12 Prozent weniger Frauen überspringen die überaus karriererelevante Notenschwelle von 9 Punkten. Nur wer mit einer Note von 9 Punkten oder besser ein so genanntes Prädikatsexamen vorweisen kann, wird zum Beispiel zum Staatsdienst zugelassen. Bezieht man weitere Faktoren wie Abiturnote, Alter und Prüfungszeitpunkt in den statistischen Vergleich ein, sind die Unterschiede noch ausgeprägter. Auch ein Migrationshintergrund führt zu schlechteren Noten. So schneiden Rechtsreferendare, die im Ausland geboren sind und keine deutsche Staatsbürgerschaft besitzen, im zweiten Examen 17 Prozent schlechter ab als deutsche Prüflinge. Die Wahrscheinlichkeit, eine Prädikatsnote zu erreichen, ist für sie sogar um 70 Prozent geringer. Auch in Deutschland geborene Prüflingen mit deutschen Pass, aber "nicht-deutschem" Namen werden im Durchschnitt schlechter beurteilt. Die Unterschiede bleiben auch bestehen, wenn Vornoten in die Analyse einbezogen werden.