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Gruppenarbeit sensibilisiert für Nachhaltigkeit


CSR-Compliance: Unternehmen übernehmen gesellschaftliche Verantwortung
Besondere Aufmerksamkeit galt der Verbesserung bestehender CSR-Maßnahmen und der Ableitung neuer Maßnahmen, um die Sensibilisierung für Nachhaltigkeit im Unternehmen und dessen Umwelt zu stärken


(29.04.14) - Im September 2012 haben elf Unternehmen aus der Region Heilbronn-Franken die von der German Graduate School of Management and Law (GGS) entwickelte Heilbronner Erklärung zur gesellschaftlichen Verantwortung des Mittelstands in der Wirtschaft unterzeichnet. Mit ihrer Unterzeichnung verpflichten sich die Firmen Bera, Berner, CSI, Heilbronner Stimme, Hirschmann Laborgeräte, Intersport, Marbach, Martin Priebe - Beratung & Training, Sedus Stoll, Würth sowie die GGS zu verantwortungsvollem Wirtschaften unter ökonomischen, ethischen, sozialen und ökologischen Aspekten.

Mittlerweile sind 18 Monate vergangen und die Teilnehmer haben regelmäßig Erfahrungen ausgetauscht, diskutiert und eine gemeinsame Liste für Corporate Social Responsibility (CSR)-Maßnahmen erarbeitet. Sie haben die bisherigen CSR-Aktivitäten der beteiligten Partner analysiert und in Bezug auf internationale Standards sowie die jeweiligen Branchenspezifika bewertet. Besondere Aufmerksamkeit galt der Verbesserung bestehender CSR-Maßnahmen und der Ableitung neuer Maßnahmen, um die Sensibilisierung für Nachhaltigkeit im Unternehmen und dessen Umwelt zu stärken. Doch was bedeutet das für die Praxis?

Verantwortungsvolle Unternehmen sind erfolgreicher
Alle Unterzeichner der Heilbronner Erklärung sind sich einig, dass gesellschaftliche Verantwortung nicht nur zu einer bewussteren Selbstwahrnehmung und der kritischen Durchleuchtung von Produktionsketten und -abläufen führt. Denn das Streben nach sozialer Gerechtigkeit und das Handeln nach ethischen Grundwerten macht Arbeitgeber – speziell für Fach- und Führungskräfte – attraktiver. Gleichzeitig identifizieren sich Mitarbeiter stärker mit ihrem Unternehmen und sind dadurch motivierter.

Für die wissenschaftliche Begleitung der Heilbronner Erklärung ist die GGS zuständig. Initiator Christopher Stehr, Professor für Internationales Management an der GGS, freut sich über die bisherigen Ergebnisse: "Die Unterzeichner der Heilbronner Erklärung bewegen etwas. Sie gestalten in ihren Unternehmen Strukturen, die die gesellschaftliche Verantwortung berücksichtigen, und animieren dank ihrer Netzwerke auch andere Marktteilnehmer zum Wirtschaften unter CSR-Gesichtspunkten."

Weitere Workshops für das Ziel einer CSR-Bilanzierung
Dass die Heilbronner Erklärung keine Eintagsfliege ist, beweist die Tatsache, dass sich die Unternehmen Bera, CSI, Heilbronner Stimme, Hirschmann Laborgeräte, Intersport, Marbach, Martin Priebe - Beratung & Training sowie die GGS zu vier weiteren Workshops in diesem Jahr verpflichtet haben. Ziel ist die Entwicklung eines einheitlichen Bewertungssystems, mit dem die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen bestimmt und eine transparente CSR-Bilanzierung aufgestellt werden kann.

Eine der selbstorganisierten Arbeitsgruppen entwickelt eine gemeinsame Definition des Begriffs der gesellschaftlichen Verantwortung, der für die an der Heilbronner Erklärung teilnehmenden Unternehmen bindend ist. Vor dem Hintergrund, dass es momentan keine allgemein anerkannte Definition des Begriffs Corporate Social Responsibility gibt, ein essentieller Punkt.

Eine weitere Gruppe kümmert sich um die Bestimmung der CSR-Kategorien, die auf ihre gesellschaftliche Bedeutung hin untersucht werden. Hier stehen vor allem die Praxisrelevanz für den Mittelstand und die Kontrollmöglichkeiten im Vordergrund. Dabei spielen unternehmensexterne Faktoren wie Kunden, Lieferanten, Gesellschaft und Umwelt eine genauso große Rolle, wie intern die Mitarbeiter eines Betriebs. Doch welche Indikatoren zeigen auf, ob ein Unternehmen CSR-gemäß wirtschaftet oder nicht? Mit der Messbarkeit und Beurteilung solcher Indikatoren zur Bestimmung gesellschaftlicher Verantwortung sowie deren Katalogisierung beschäftigt sich eine dritte Arbeitsgruppe. Kurzum: Die Heilbronner Erklärung lebt und entwickelt sich ständig weiter. Weitere Ergebnisse sind für Ende 2014 vorgesehen. (German Graduate School of Management and Law: ra)

GGS: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

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Meldungen: Markt / Unternehmen

  • EU Cybersecurity Act in Kraft

    Mit dem Cybersecurity Act tritt ein EU-weites Regelwerk für Zertifizierungen der IT-Sicherheit in Kraft. Durch die Verordnung können Hersteller ihre IT-Produkte, Dienstleistungen und Prozesse freiwillig zertifizieren lassen, um deren IT-Sicherheit transparent zu machen. Bitkom begrüßt die neuen IT-Sicherheitsregeln, fordert aber gleichzeitig eine bessere Abstimmung mit den kommenden nationalen und europäischen Regulierungen. "Der Cybersecurity Act ist ein wichtiger Schritt hin zu mehr Sicherheit in der EU. Die Verordnung führt zum einen zu mehr Klarheit für Verbraucher und schafft zum anderen mehr Einheitlichkeit für europaweit tätige Unternehmen", sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Nach Vorgabe des Cybersecurity Act können Unternehmen das jeweils zu gewährleistende Sicherheitsniveau ihrer Produkte in den Vertrauenswürdigkeitsstufen "niedrig" "mittel" oder "hoch" zertifizieren lassen. Hersteller sollen dann über eine Art Beipackzettel Auskunft über die gewährleistete IT-Sicherheit geben.

  • Urheber müssen angemessen kompensiert werden

    Der Digitalverband Bitkom hat sich mit den Verwertungsgesellschaften auf die Höhe der urheberrechtlichen Abgaben für USB-Sticks und Speicherkarten geeinigt. Hersteller und Importeure zahlen für diese Produkte ab dem Jahr 2020 einen Betrag von 0,30 Euro. Für den Zeitraum davor beträgt der Abgabensatz für USB-Sticks und Speicherkarten mit einer Speicherkapazität bis einschließlich 8 GB nur 0,14 Euro. Bitkom-Mitglieder, die dem Gesamtvertrag bis Ende Juli 2019 beitreten, zahlen rückwirkend ab dem 1.7.2012 reduzierte Sätze. "Der jetzt beschlossene Gesamtvertrag ist ein gutes Ergebnis für alle Seiten. Die Unternehmen haben endlich Planungssicherheit", sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. "Nicht zuletzt profitieren die Verbraucher durch niedrigere Preise." Ursprünglich hatten die Verwertungsgesellschaften eine Abgabe von bis zu 1,95 Euro je Speicherkarte und 1,56 Euro je USB-Stick gefordert.

  • Falsche und unnötige Einwilligungserklärungen

    Der Berufsverband der Datenschutzbeauftragten Deutschlands (BvD) e.V. warnt vor mehr Bürokratie für kleine und mittelständische Unternehmen, sollte die bisherige Grenze zur Benennung eines Datenschutzbeauftragten aufgeweicht werden. Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) und andere Bestimmungen seien weiterhin vollumfänglich zu erfüllen, auch ohne Datenschutzbeauftragten, sagte BvD-Vorstandsvorsitzender Thomas Spaeing am 2. Juni in Berlin. Bei einer Lockerung der Benennungspflicht würden bei kleinen und mittelständischen Betrieben die Fachleute entfernt, die helfen, das Recht risikobasiert und angemessen umzusetzen. Ohne Datenschutzbeauftragte seien falsche und unnötige Einwilligungserklärungen, unsinnige Unterschriften zu allen möglichen Zwecken, untaugliche Verträge und überbordende Dokumentationen zu erwarten. "All das gab es seit dem Start der DSGVO am 25. Mai 2018 schon zuhauf", sagte Spaeing. Der vermeintliche Bürokratieabbau führe in Wahrheit zu einem schlechteren Datenschutz und mehr Bürokratie für Mitarbeiter, Geschäftspartner und Verbraucher.

  • Fachwissen für DSGVO-Umsetzung nötig

    Der Berufsverband der Datenschutzbeauftragten in Deutschland (BvD) e.V. ist Initiator eines europäischen Dachverbands der Datenschutzbeauftragten, der sich am 7. Juni 2019 in Berlin gegründet hat. Gründungsmitglieder der European Federation of Data Protection Officers (EFDPO) sind neben dem BvD nationale Verbände für Datenschutzbeauftragte aus Österreich, Frankreich, Portugal, Tschechien, der Slowakei, Griechenland und Liechtenstein. Hauptziel der Gründung ist es, die Datenschutzbeauftragten der EU-Mitgliedsstaaten miteinander zu vernetzen, gemeinsame Standards zu entwickeln und die Interessen der in Brüssel zu vertreten. Dabei soll Datenschutz als Wettbewerbs- und Standortvorteil für Europa gestärkt werden. Arbeitssitz des neuen Verbandes ist Brüssel.

  • Geplante Änderungen aus dem HGB nicht ableitbar

    Die Deutsche Kreditwirtschaft (DK) übt in einer aktuellen Stellungnahme deutliche Kritik an dem im Dezember 2018 vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) veröffentlichten Entwurf zur Ermittlung von Pauschalwertberichtigungen im HGB ("IDW ERS BFA 7"). Pauschalwertberichtigungen sind von Kreditinstituten zu bilden, um das latente Kreditrisiko von Forderungen abzudecken. Im Kern verlangt das IDW nun, dass zukünftig die Berücksichtigung der noch nicht konkreten Kreditausfälle im HGB auf Basis von erwarteten Verlusten über die gesamte Kreditlaufzeit erfolgen soll. Die deutschen Banken und Sparkassen kritisieren, dass die geplante Methodik aus den handelsrechtlichen Vorschriften nicht ableitbar sei. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass sich die gesetzlichen Grundlagen des HGB nicht geändert haben. "Das IDW tritt de facto als Regelsetzer auf, ohne jedoch ein entsprechendes Mandat hierfür zu haben", sagte Christian Ossig, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes, der als diesjähriger Federführer für die DK spricht.