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Nachweispflicht des Carbon Footprint


Das Carbon Disclosure Project (CDP) nimmt vermehrt Lieferanten in die Pflicht
Zum 1. April 2014 wird das Carbon Disclosure Project (CDP) im Rahmen seines Supply Chain Programm ausgewählte Lieferanten zur Beantwortung des CDP Fragebogens auffordern - Bis zum 31. Juli müssen dann Fakten zu den Treibhausgasemissionen und den Klimawandel-Strategien der Unternehmen geliefert werden

(23.04.14) - Das Carbon Disclosure Project (CDP) hat sich seit der Gründung im Jahr 2000 zu einer Instanz in der Nachhaltigkeitsbewertung entwickelt. Das "Supply Chain Program" des CDP fordert nicht nur große Unternehmen zur Nachweispflicht des Carbon Footprint und zu Aussagen über Strategien im Unternehmen, die dem Klimawandel Rechnung tragen und helfen Emissionen zu reduzieren, auf. Vielmehr werden auch Lieferanten der Grossunternehmen – also die gesamte Wertschöpfungskette – mit eingebunden. Denn das CDP fordert ebenso wie das "Greenhouse Gas Protocol" eine Berücksichtigung von Emissionen, die vor der Produktion eines Produktes (z.B. durch die Erstellung von Materialien für die Produktion) oder nach der Produktion (z.B. durch die Lieferung zum Kunden) entstehen. Im Fachjargon sind dies die so genannten Scope 3-Emissionen, die entlang der Supply Chain erfasst werden müssen.

Das CDP kündigt auf seiner Website an, dass es auch dieses Jahr wieder zum 1. April 2014 ausgewählte Lieferanten seiner Mitglieder auffordern wird, den CDP Fragebogen auszufüllen und bis zum 31. Juli an das CDP zu reporten.

"Die Beantwortung der CDP-Fragen wird für Lieferanten, die bisher noch keinen Carbon Footprint ihres Unternehmen berechnet und sich noch keine Gedanken darüber gemacht haben, welchen Beitrag sie zur Reduzierung der Treibhausgase leisten können, schwierig werden." kommentiert Dr.-Ing. Thomas Fleissner, Gründer der DFGE "Dennoch ist dies der richtige Weg, denn nur durch den Druck großer Institutionen und Unternehmen können CO2 Emissionen auch über Lieferketten hinweg erfasst, Einsparpotenziale erkannt und umgesetzt werden. Es gibt z.B. große Unternehmen, deren Hauptgeschäftsfeld der Handel ist, also werden eventuell in diesem großen Unternehmen weit weniger CO2 Emissionen verursacht als in der vorgelagerten Produktion der Produkte bei einem Lieferanten oder der Zustellung zum Kunden, die durch einen weiteren Lieferanten ausgeführt wird."

Im Jahr 2012 hatten 92Prozent der CDP Mitglieder, zu denen führende Unternehmen wie Pfizer, Cisco oder Coca-Cola zählen, eine Zielvorgabe für die Einsparung von CO2 Emissionen – auf Seite der Lieferanten waren es nur 38Prozent. Jährlich nehmen immer mehr große Unternehmen am Supply Chain Program des CDP teil – und somit werden auch immer mehr Lieferanten in die Pflicht der CO2-Bilanzierung genommen.

"In vielen Unternehmen wird die Berechnung der verursachten CO2 Emissionen noch als lästige Pflicht gesehen, leider wird oft außer acht gelassen, dass durch die Analyse und Erfassung der CO2 Bilanz "Hot Spots", die für große Energieverbräuche stehen, schnell erkannt und optimiert werden können. Und dies spart letztlich Geld – oftmals viel Geld." Erläutert Dr.-Ing. Fleissner weiter.

Wie beträchtlich diese Einsparungen sein können, zeigt die Infografik des CDP, die für das Jahr 2012 Einsparungen von 13,7 Milliarden US Dollar bei den 29 Prozent der berichtenden Lieferanten ausweist .

Die DFGE betreut seit Jahren Unternehmen, die an der jährlichen Umfrage des Carbon Disclosure Project teilnehmen und hierbei ihre Umwelt-Daten und Aussagen zum Klimawandel an das CDP und die größte Datenbank ihrer Art übermitteln. Als Experten für die Berechnung von Carbon Footprints hilft die DFGE ihren Kunden valide Aussagen zum Carbon Accounting treffen zu können. Einschätzungen über die mit dem Klimawandel einhergehenden Risiken und Chancen für das Unternehmen als auch Strategien hinsichtlich der Reduktion von Treibhausgasemissionen und die Erschließung von Potenzialen werden von der DFGE mit dem Management der Unternehmen erarbeitet und für das CDP dokumentiert. (DFGE: ra)

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