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Elemente der neuen Personalstrategie


Vielfalt und Inklusion: Europäische Kommission will Mindestanteil von 40 Prozent Frauen in Führungspositionen bis 2019
Ein Arbeitsplatz mit echter Chancengleichheit: mindestens 40 Prozent Frauen in Führungspositionen

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Mehr Inklusion und Vielfalt und einen Mindestanteil von 40 Prozent Frauen in den internen Führungspositionen sind die zwei zentralen Elemente der neuen Personalstrategie der Kommission. Dazu hat die Kommission eine Reihe konkreter Maßnahmen ergriffen. "Wir möchten, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Wertschätzung und Akzeptanz erfahren, und zwar unabhängig von Alter, Geschlecht, sexueller Orientierung oder Behinderungen", so EU-Kommissar Günther Oettinger.

"Wir möchten, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Wertschätzung und Akzeptanz erfahren, und zwar unabhängig von Alter, Geschlecht, sexueller Orientierung oder Behinderungen. Wenn wir uns die Vielfalt zunutze machen, können wir innovativer werden und bessere Ergebnisse für unsere Bürgerinnen und Bürger erzielen."

Ziel ist es, ein besseres Arbeitsumfeld für alle zu schaffen, so auch für Frauen, Bedienstete mit Behinderungen, lesbische, schwule, bi-, trans- und intersexuelle Bedienstete (LGBTI) sowie ältere Bedienstete. Durch konkrete Maßnahmen soll das Potenzial aller Bediensteten der Kommission bestmöglich ausgeschöpft werden.

Neben der Strategie für Vielfalt und Inklusion hat die Kommission zudem eine Reihe konkreter Maßnahmen ergriffen, um den Frauenanteil in den Führungsetagen der Kommission bis zum 1. November 2019 auf 40 Prozent anzuheben: Für alle Dienste der Kommission wurden individuelle Ziele für die erstmalige Ernennung eines Bediensteten zum Referatsleiter bzw. zur Referatsleiterin festgelegt. Dienste, die hinter ihre Ziele zurückfallen, können aufgefordert werden, geeignete weibliche Kandidaten zu finden, bevor sie eine Stelle besetzen.

Die Maßnahmen sind als Ergänzung zu den bereits bestehenden Maßnahmen zu verstehen, etwa den Bestrebungen der Kommission, weibliche Talente zu erkennen, aufzubauen und zu fördern sowie gezielte Fortbildungen oder Mentoring-Programme anzubieten.

Ein besserer Arbeitsplatz für alle: die Strategie für Vielfalt und Inklusion der Kommission

Bei der Strategie für Vielfalt und Inklusion stehen vier Zielgruppen im Vordergrund: Frauen, Bedienstete mit Behinderungen, LGBTI-Bedienstete und ältere Bedienstete.

Die Strategie enthält sowohl bereichsübergreifende als auch spezifische Maßnahmen, die den Anliegen der einzelnen Zielgruppen Rechnung tragen. Dazu zählen u. a.:

>> gezielte Management-Programme und die Förderung bestehender und neuer Netzwerke für Frauen,

>> die Einbindung von Bediensteten mit Behinderungen in die Planung von Zugangs- und Mobilitätsvorrichtungen in den Kommissionsgebäuden,

>> LGBTI-Sensibilisierungskampagnen und auf diese Zielgruppe ausgerichtete Fortbildungen für Führungskräfte und Mitarbeiter, um insbesondere einer etwaigen unbewussten Voreingenommenheit entgegenzuwirken,

>> Verfahren zur Beobachtung, ob ältere Bedienstete bei der Bewerbung um eine neue Stelle benachteiligt werden.

Im Rahmen der Strategie werden die vorgeschlagenen Maßnahmen dokumentiert, überwacht und nachjustiert. Der erste Bericht über Vielfalt und Inklusion erscheint im Frühjahr 2018.

Hintergrund
Die Strategie für Vielfalt und Inklusion ist Teil der kontinuierlichen Bestrebungen der Kommission, das Potenzial ihrer Bediensteten bestmöglich auszuschöpfen.

Mit den beschlossenen Maßnahmen sollen auch Zusagen der Juncker-Kommission gegenüber ihren Bediensteten umgesetzt werden. Sie sind eine Reaktion auf Präsident Junckers Mandatsschreiben an Kommissar Oettinger, in dem der Kommissar aufgefordert wurde, eine Strategie der Vielfalt für das Personal und die Verwaltungspolitik der Kommission zu entwickeln und das gemeinsame Ziel eines Frauenanteils von 40 Prozent in den Führungsetagen der Kommission zu erreichen.

Im vergangenen Jahr hat die Kommission eine Talentmanagement-Strategie angenommen, bei der der Schwerpunkt auf der Förderung von Mobilität auf der mittleren Führungsebene lag.

Organisationen mit gelebter Vielfalt in der Belegschaft und einer inklusiven Haltung gegenüber allen Mitarbeitern erzielen generell bessere Ergebnisse, sind innovativer und können bessere Entscheidungen treffen.
(Europäische Kommission: ra)

eingetragen: 22.07.17
Home & Newsletterlauf: 05.09.17


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Meldungen: Europäische Kommission

  • Durchsetzung, Beschwerdeverfahren und Sanktionen

    Die EU-Kommission will die Fahrgastrechte für Bahnreisende in der ganzen EU modernisieren und hat dazu einen Vorschlag vorgelegt. Fahrgäste im Eisenbahnverkehr sollen in Zukunft besser über ihre Rechte informiert werden. Außerdem werden die Rechte von Fahrgästen mit Behinderungen oder eingeschränkter Mobilität erheblich gestärkt. Der Vorschlag wahrt jedoch auch die Verhältnismäßigkeit und befreit Schienenverkehrsbetreiber unter genau festgelegten Bedingungen von der Pflicht, die Fahrgäste bei Verspätungen zu entschädigen. Hierzu erklärte Violeta Bulc, EU-Kommissarin für Verkehr: "Dank der EU verfügen Fahrgäste jetzt über umfassende Rechte, unabhängig davon, wo sie in der EU reisen. Trotzdem sind immer noch viel zu viele europäische Bahnreisende und Pendler nicht ausreichend über ihre Rechte informiert. Das wollen wir mit unserem neuen Vorschlag ändern. Ich bin zuversichtlich, dass unsere Initiative den Sektor stärken und einen ausgewogenen Interessensausgleich zwischen dem Schutz der Reisenden einerseits und der Wettbewerbsfähigkeit des Sektors andererseits herstellen wird."

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    Von besser integrierten Finanzmärkten und einem stabileren Finanzsystem profitieren sowohl die Bürger als auch die Unternehmen. Die Kommission hat Pläne vorgelegt, um die Bankenunion zu komplettieren. Dazu gehören neue Maßnahmen, mit denen notleidende Kredite abgebaut und Geldinstitute dabei unterstützt werden sollen, ihre Investitionen in Staatsanleihen zu diversifizieren. Gleichzeitig legt die Kommission einige Vorschläge vor, um Fortschritte in den Beratungen des Europäischen Parlaments und des Rates über ein europäisches Einlagenversicherungssystem (EDIS) zu erleichtern. Die Bankenunion muss vollendet werden, wenn sie ihr volles Potenzial entfalten und die Wirtschafts- und Währungsunion (WWU) stabiler und widerstandsfähiger machen soll. Gleichzeitig gilt es, eine Übernahme von Risiken durch die öffentliche Hand in Grenzen zu halten. Dies ist von Vorteil für den gesamten Binnenmarkt.