- Anzeigen -

Sie sind hier: Home » Recht » EU & Europa » Europäische Kommission

Online-Reiseportal-Dienstleistungen


Fusionskontrolle: Europäische Kommission gibt grünes Licht für Übernahme von Momondo durch Priceline
Über Metasuch-Websites können auf der einen Seite Verbraucher Reiseprodukte suchen und vergleichen

- Anzeigen -





Die Europäische Kommission hat in der Online-Reiseportal-Branche die Übernahme der Momondo Group durch die Priceline Group nach der EU-Fusionskontrollverordnung geprüft und ohne Auflagen genehmigt. Sie kam zu dem Schluss, dass das Zusammenschlussvorhaben keinen Anlass zu wettbewerbsrechtlichen Bedenken in Bezug auf den Europäischen Wirtschaftsraum gibt.

Priceline betreibt unter anderem über die Marken booking.com, priceline.com agoda.com, KAYAK, rentalcars.com und Opentable verschiedene Online-Reisebüros und Reise-Vergleichsportale mit Metasuchfunktionen. Die Momondo Group betreibt hauptsächlich Metasuch-Websites über die Marken Cheapflights und Momondo.

Die Kommission hat die Auswirkungen der geplanten Übernahme auf die Märkte für den Betrieb von Metasuchportalen im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) untersucht. Über Metasuch-Websites können auf der einen Seite Verbraucher Reiseprodukte suchen und vergleichen. Auf der anderen Seite bieten sie Internet-Reisebüros und Reiseanbietern wie Fluggesellschaften, Hotelbetreibern und Autovermietungen Werbedienstleistungen an. Außerdem hat die Kommission eine Reihe vertikaler Beziehungen untersucht, die sich aus den Tätigkeiten der beteiligten Unternehmen in Bezug auf den Betrieb von Metasuchportalen und von nachgelagerten Online-Reisebüros ergeben.

Die Untersuchungen der Kommission ergaben Folgendes:
Die Tätigkeiten der beteiligten Unternehmen im EWR hinsichtlich Metasuchportalen ergänzen einander weitgehend, weil Priceline in den nordeuropäischen Ländern kaum vertreten ist, während Momondo dort eine starke Stellung innehat. In Ländern wie Deutschland und Österreich hingegen verfügt Priceline über eine stärkere Position, während Momondo dort schwächer ist. Daher würden sich die Marktanteile der beteiligten Unternehmen in den einzelnen EWR-Staaten durch den Zusammenschluss nicht wesentlich erhöhen.

Nach dem Zusammenschluss stünde das neu formierte Unternehmen weiterhin mit mehreren anderen weltweiten Metasuchportalen wie Skyscanner, Trivago, TripAdvisor, Google (über Google Hotels und Google Flüge) sowie Betreibern kleinerer, regionaler oder nationaler Metasuchmaschinen im Wettbewerb.

Vor diesem Hintergrund kam die Kommission zu dem Schluss, dass das Zusammenschlussvorhaben auf keinem der untersuchten Märkte Anlass zu wettbewerbsrechtlichen Bedenken gibt.

Unternehmen und Produkte
Die US-amerikanische Priceline Group erbringt Dienstleistungen in 224 Ländern und Gebieten in Europa, Nordamerika, Südamerika, dem asiatisch-pazifischen Raum, dem Nahen Osten und in Afrika.

Die britische Momondo Group erbringt Online-Reiseportal-Dienstleistungen auf 35 internationalen Märkten mit Schwerpunkt auf dem nordischen Raum.
(Europäische Kommission: ra)

eingetragen: 22.07.17
Home & Newsletterlauf: 05.09.17


- Anzeigen -




Kostenloser Compliance-Newsletter
Ihr Compliance-Magazin.de-Newsletter hier >>>>>>


Meldungen: Europäische Kommission

  • Vollständigeres System mit Fischereidaten

    Die Europäische Kommission schlägt Verbesserungen vor, um die Überwachung und Einhaltung der Fischereivorschriften in der EU zu modernisieren und zu vereinfachen. Ein wirksames Kontrollsystem ist entscheidend dafür, dass die Fischereien in der EU nachhaltig bewirtschaftet werden, was wiederum die langfristige Tragfähigkeit des Fischereisektors in der EU und die Existenzgrundlage der Fischer sichert. Der für Umwelt, maritime Angelegenheiten und Fischerei zuständige EU-Kommissar Karmenu Vella erklärte dazu: "Die Gemeinsame Fischereipolitik der EU hat auf dem Weg, für gesunde Meere und gleichzeitig eine starke Fischereiwirtschaft und florierende Küstengemeinschaften zu sorgen, bereits viel erreicht. Dennoch müssen wir weiter daran arbeiten und sicherstellen, dass die gemeinsam vereinbarten Vorschriften EU-weit auch wirklich durchgesetzt werden. Deshalb schlagen wir Verbesserungen zur Modernisierung des bestehenden Kontrollsystems vor, um es effizienter zu machen und sicherzustellen, dass alle Akteure der Fischereiwirtschaft in der EU gleich behandelt werden."

  • Bekämpfung von Betrug und Korruption

    Für den nächsten langfristigen Haushaltsrahmen der EU für den Zeitraum 2021-2027 schlägt die Kommission vor, 181 Mio. EUR für die Unterstützung der von den Mitgliedstaaten unternommenen Anstrengungen zur Bekämpfung von Betrug, Korruption und sonstigen gegen den EU-Haushalt gerichteten Unregelmäßigkeiten bereitzustellen. Im Rahmen des neuen Betrugsbekämpfungsprogramms der EU sollen gezielte Schulungen sowie der Austausch von Informationen und bewährten Verfahren zwischen Betrugsbekämpfungsstellen in ganz Europa finanziert werden. Zur Unterstützung von Untersuchungstätigkeiten soll zudem der Erwerb von technischer Ausrüstung für die Aufdeckung und Untersuchung von Betrugsdelikten unterstützt und der Zugang zu sicheren Informationssystemen erleichtert werden.

  • Markt für Elektroprodukte und -systeme

    Die Europäische Kommission hat die Übernahme von General Electric Industrial Solutions durch ABB nach der EU-Fusionskontrollverordnung genehmigt. Beide Unternehmen vertreiben weltweit Elektroprodukte und -systeme. Die Kommission kam zu dem Schluss, dass die Übernahme auf keinem der betroffenen Märkte im Europäischen Wirtschaftsraum Anlass zu wettbewerbsrechtlichen Bedenken gibt. Die beteiligten Unternehmen Asea Brown Boveri Ltd ("ABB") und General Electric Industrial Solutions ("GEIS") sind beide weltweit in der Herstellung und im Vertrieb von Elektrobauteilen und -systemen tätig.

  • Kodex für die elektronische Kommunikation

    Das Europäische Parlament und der Rat erreichten in der vergangenen Nacht eine politische Einigung über die Aktualisierung des EU-Telekommunikationsrechts. Der neue europäische Kodex für die elektronische Kommunikation, der von der Kommission vorgeschlagen wurde, soll EU-weit Investitionen in Netze mit sehr hoher Kapazität fördern, auch in abgelegenen und ländlichen Gebieten. Das Europäische Parlament und der Rat erreichten in der vergangenen Nacht eine politische Einigung über die Aktualisierung des EU-Telekommunikationsrechts. Der neue europäische Kodex für die elektronische Kommunikation, der von der Kommission vorgeschlagen wurde, soll EU-weit Investitionen in Netze mit sehr hoher Kapazität fördern, auch in abgelegenen und ländlichen Gebieten. Der für den digitalen Binnenmarkt zuständige Vizepräsident Andrus Ansip erklärte hierzu: "Diese Einigung ist ein entscheidender Schritt, um den wachsenden Konnektivitätsbedarf der Europäer zu decken und die Wettbewerbsfähigkeit Europas zu steigern. Wir ebnen damit den Weg für die europaweite Einführung von 5G-Systemen."

  • Fortschritte bei der Vollendung der Bankenunion

    Der Rat der Europäischen Union hat eine allgemeine Einigung über das sogenannte Bankenpaket erzielt. Es handelt sich um ein umfassendes Reformpaket, das die Kommission vorgeschlagen hat, um den EU-Bankensektor noch widerstandsfähiger zu machen. Damit ist ein wichtiges Etappenziel erreicht, und der Ratsvorsitz kann nun die Verhandlungen mit dem Europäischen Parlament aufnehmen. Das Legislativpaket soll die Risiken im EU-Bankensektor noch weiter reduzieren und ist ein wichtiger Schritt zur Vollendung der Bankenunion. Es baut auf den bestehenden Bankenvorschriften auf und soll die Postkrisenagenda zur Regulierung des Sektors ergänzen. Zu diesem Zweck werden noch offene Herausforderungen bezüglich der Finanzstabilität angegangen, wobei nicht aus dem Auge verloren wird, dass die Banken weiterhin in der Lage sein müssen, die Realwirtschaft zu unterstützen.