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Herausforderungen globaler Ernährungssicherheit


G20 soll künftige Ernährungssicherheit durch Investitionen in Landwirte gewährleisten
Preisvolatilität, Klimawandel, demographischer Druck, Wasser- und Landknappheit sowie unklare Informationen über die Märkte sind nur einige der Gefahren, denen die weltweite Ernährungssicherheit ausgesetzt ist


(07.06.11) - Die internationale Konferenz "Nahrung für jeden - auf dem Weg zu einem globalen Abkommen" hat den Staats- und Regierungschefs der G20 ein klares Signal gegeben: um die ständig wachsende Weltbevölkerung zu ernähren, sind intelligentere und langfristigere Investitionen in die Landwirtschaft, vor allem in Entwicklungsländern, erforderlich. Investitionen in den Bereichen Landwirtschaft und ländliche Entwicklung haben nachweislich positive Auswirkungen auf Wachstum und Reduzierung der Armut. Länder und internationale Organisationen müssen ihre Maßnahmen koordinieren und mehr denn je kohärent handeln.

"Ernährungssicherheit geht uns alle an – es geht dabei um Ressourcen, die wir teilen und nutzen. Wir können uns eine neue Agrarkrise auf den globalen Märkten einfach nicht leisten. Wir brauchen einen stärkeren politischen Willen, den Landwirten ein angemessenes Einkommen zu ermöglichen und den Kleinbetrieben die Möglichkeit zu geben, sich effizienter zu organisieren. Investitionen in eine nachhaltige und integrative Landwirtschaft sind Investitionen in die Zukunft. Und vergessen wir nicht, dass auf globaler Ebene der typische Landwirt eine Frau ist", erklärte EWSA-Präsident Staffan Nilsson in seiner Eröffnungsrede.

Preisvolatilität, Klimawandel, demographischer Druck, Wasser- und Landknappheit sowie unklare Informationen über die Märkte sind nur einige der Gefahren, denen die weltweite Ernährungssicherheit ausgesetzt ist. Die Entwicklung des Agrarsektors braucht eine neue internationale Dynamik. Die EU muss die Landwirtschaft erneut in die ihre entwicklungspolitische Agenda aufnehmen. "Ernährungssicherheit muss ein Kernbestandteil unserer Entwicklungsunterstützung sein. Es kann keine wirkliche Ernährungssicherheit geben, wenn sie nicht für alle gilt. Die Landwirtschaft muss wieder in den Mittelpunkt unserer Entwicklungspolitik treten. Hauptziel muss sein, die globale Erzeugungskapazität zu erhöhen, indem weltweit günstige Bedingungen für öffentliche und private Investitionen im Agrarbereich geschaffen werden" - so der für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung zuständige EU-Kommissar Dacian Cioloş, einer der Hauptredner der Konferenz.

Der EWSA brachte in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission Vertreter der UN, der FAO, des G-20-Vorsitzes und der EU sowie Fachleute der internationalen Zivilgesellschaft zusammen, um über mögliche Lösungen für die umfassenden Herausforderungen der globalen Ernährungssicherheit zu beraten. Bessere internationale Koordination, regionale Integration und Zusammenarbeit im Handelsbereich sowie Kapazitätsaufbau um es Landwirten zu ermöglichen, sich effizienter zu organisieren, sind nur einige der Empfehlungen an die G20, auf die sich die Teilnehmer einigten.

Was geschieht als nächstes?
Die Konferenzschlussfolgerungen des EWSA-Präsidenten, die in Kürze auf der EWSA-Website abrufbar sind, werden dem französischen G20-Vorsitz als Empfehlungen vorgelegt. Sie sollen einen innovativen und ausgewogenen Beitrag zur nächsten Sitzung der G20-Landwirtschaftsminister im Juni bilden.

Weitere Informationen
Die Konferenz kann über die EWSA-Online-Platform zur Ernährungssicherheit live im Internet verfolgt werden. Einige der Debatten im Rahmen der Konferenz werden aufgenommen und von EbS, dem audiovisuellen Dienst der EU, und EUX.TV zur Verfügung gestellt. Ebenfalls abrufbar ist EWSA-Präsident Nilssons Videobotschaft zur Konferenz.
(Europäische Kommission: ra)

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    Neue Regeln werden es den Versicherern erleichtern, in langfristig in Unternehmen zu investieren, besonders in kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Die derzeitige Höhe der Eigenkapitalanforderungen (Solvency II) macht es für die Versicherer kostspielig, KMU zu finanzieren. Das gilt besonders für langfristige Eigen- und Fremdkapitalinvestitionen. Fortan müssen Versicherer dafür weniger Kapital zurücklegen. Das dürfte Investitionen des privaten Sektors für die Realwirtschaft mobilisieren - ein zentrales Ziel der Kapitalmarktunion.

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