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Kampf gegen Produktpiraten


Marken- und Produktpiraterie: Auch Online-Handelsbörsen müssen sich schützen
Produktfälschungen sind schwerwiegende Delikte mit weitreichenden Auswirkungen auf die Wirtschaft


(12.01.10) - Die europäischen Zollbehörden haben im Jahr 2008 mehr gefälschte Produkte aus dem Verkehr gezogen als je zuvor. EU-weit wurden 49.000 Warenlieferungen mit 178 Millionen Produkten beschlagnahmt, teilte die EU-Kommission vor einiger Zeit mit. 20 Millionen davon stellten ein Sicherheitsrisiko dar. Marken- und Produktpiraterie wird damit zu einem Phänomen, das immer mehr ausufert und dabei auch immer gefährlicher wird.

"Produktfälschungen sind schwerwiegende Delikte, die weitreichende Auswirkungen auf die Wirtschaft und den Handel haben, das sehen wir gerade auch in den Online-Handelsbörsen", bestätigt David Jähn, Mitgeschäftsführer von melango.de GmbH. Die Onlineplattform ist ein virtueller Marktplatz für den Handel mit Rest- und Sonderposten sowie Konkursware, auf dem Hersteller, Großhändler und Wiederverkäufer miteinander in Kontakt treten. Auch hier hat sich das Problem von Produktfälschungen intensiviert, so dass die Betreiber in Zusammenarbeit mit Herstellern und Rechteinhabern verstärkt gegen Plagiate und Fake-Angebote vorgehen.

"Leider können wir erst bei konkreten Hinweisen von Rechteinhabern oder Herstellern aktiv werden. Allein anhand der Preise lassen sich bei uns Plagiate, im Gegensatz zu anderen Handelsbörsen, in der Regel nicht identifizieren", erklärt Jähn das Problem. Das liegt in erster Linie an der Tatsache, dass sich die Handelsplattform melango.de ausschließlich an Gewerbetreibende richtet. Diese kaufen die Waren in großer Stückzahl günstiger ein, als es beim Verbraucher der Fall ist, der einzelne Produkte in anderen Onlinebörsen ersteht. Handelt es sich bei den Waren der Zwischenhändler speziell um Produkte aus Konkurs oder Lagerräumung, liegen die Preise natürlich häufig weit unter dem Herstellungspreis.

Dennoch gibt es auch für Großhandelsplattformen Möglichkeiten, gegen die Produktpiraten vorzugehen. "Wir überprüfen zum Beispiel stichprobenartig neue Händler oder fordern Unterlagen wie Einkaufsrechnungen an", erläutert David Jähn die Maßnahmen. So gibt es immerhin einige Ansatzpunkte, um schwarze Schafe ausfindig zu machen, gefälschte Artikel aus dem Verkehr zu ziehen und ihre Anbieter vom Handel auszuschließen. (melango.de: ra)

melango.de: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

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Meldungen: Markt / Hintergrund

  • Pool der verfügbaren Kreditinstitute schrumpft

    ESG-Bedenken lassen die Finanzierungskosten für Mineralölunternehmen rapide ansteigen, da das Interesse an Investitionen in kohlenwasserstoffintensive Anlagen schwindet und die Fondsmandate immer restriktiver werden. Obwohl sich viele Ölunternehmen aus der Perspektive der Kreditvergabe in einer besseren Verfassung befinden als in den letzten Jahren, da ihre Bilanzen durch den Anstieg der Ölpreise im Jahr 2021 gestärkt wurden, wird es für sie immer schwieriger, Finanzmittel zu beschaffen. Denn der Pool an bereitwilligen Investoren schrumpft und die Banken beugen sich dem Druck, ihre Kreditvergabe dem Trend zur CO2-Reduktion anzupassen. Tullow Oil emittierte im April eine Anleihe mit einem Volumen von 1,8 Mrd. USD, die aufgrund ihres zweistelligen Kupons und der gleichzeitigen Vereinfachung der Kapitalstruktur vom Markt gut aufgenommen wurde. Die im letzten Monat von Ithaca, einem Unternehmen, das sich im Besitz von Delek befindet, aufgelegte Anleihe war jedoch eine andere Angelegenheit. Der Preis des Titels lag weit unter dem Marktpreis und wird immer noch leicht unter dem Emissionspreis gehandelt, trotz eines saftigen Kupons von 9 Prozent, einer gut ausgestatteten, kostengünstigen Vermögensbasis und einer beträchtlichen Cash-Generierung.

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  • Bundesrat verabschiedet Legal-Tech-Gesetz

    Der Bundesrat verabschiedete am 25. Juni 2021 das Legal-Tech-Gesetz ("Gesetz zur Förderung verbrauchergerechter Angebote im Rechtsdienstleistungsmarkt"). Bayerns Justizminister Georg Eisenreich: "Legal-Tech-Plattformen können Zeit und Kosten sparen. Durch das Gesetz werden die Anforderungen an die Legal-Tech-Plattformen verschärft. Das begrüße ich ausdrücklich - Verbraucher und Unternehmer brauchen Rechtssicherheit." Die Justizministerkonferenz hatte den Bund vergangenes Jahr auf Initiative Bayerns aufgefordert, Rechtssicherheit für Verbraucher und Unternehmen bei Legal Tech zu schaffen. Das nun vorliegende Gesetz ist für Justizminister Eisenreich aber nur ein Schritt in die richtige Richtung. Eisenreich: "Weitere müssen folgen. Insbesondere bei drei Punkten sehe ich weiteren Nachbesserungsbedarf."

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