- Anzeigen -

Sie sind hier: Home » Markt » Hinweise & Tipps

Tückische Fragen beim Jobinterview


"Stresstest Bewerbungsgespräch": Vier typische Fangfragen im Jobinterview
Kandidaten, die behaupten, dass Überstunden für sie kein Problem darstellen, wirken zum einen unrealistisch

- Anzeigen -





Erste Hürde geschafft: Das persönliche Vorstellungsgespräch steht bevor. Obwohl sich Bewerber akribisch auf das Jobinterview mit dem Unternehmen vorbereiten, kommen oftmals tückische Fragen, die den Kandidaten aus der Bahn werfen. Mit diesen sogenannten Fangfragen testen Personaler die Reaktion des Bewerbers in Stresssituationen. Gleichzeitig dienen sie dazu, hinter vorab einstudierte Antworten zu blicken, um zu erkennen, welche Charaktereigenschaften Interessierte besitzen und welche Karriereziele sie verfolgen. "Dabei kommt es nicht auf die perfekte Antwort an, sondern vielmehr darauf, wie souverän und selbstsicher sich Bewerber aus der Situation befreien", weiß Oliver Kerner, professioneller Vertriebstrainer, Speaker und Coach aus Bremen und Gründer von OK-Training. Im Folgenden gibt der Experte typische Beispiele für passende Antwortmöglichkeiten auf kniffelige Fragen.

1. Können Sie zehn Schwächen von sich aufzählen?
Obwohl die Frage nach den Schwächen wohl einen absoluten Klassiker unter den Bewerbungsfragen darstellt, haben sich die meisten wohl kaum mit ganzen zehn Schwachpunkten auseinandergesetzt. Dabei beabsichtigt diese fiktive Zahl, den Stressfaktor für den Bewerber zu erhöhen. "Idealerweise überhören Kandidaten die Zahl einfach und bleiben bei ihren im Vorfeld überlegten Defiziten. Im Idealfall bestehen die genannten Punkte aus Eigenschaften, die sich nicht auf die aktuelle Position auswirken", rät der Coach. Ein charmanter Abschluss: "Offen gestanden, fällt mir keine weitere ein. Aber wir können gern über meine Stärken sprechen."

2. Wie gehen Sie mit Kritik um?
Wer angibt, dass er sich über Beanstandungen freut, wirkt unglaubwürdig. Origineller gestaltet sich daher folgende Antwort: "Generell höre ich Kritik nicht gern. Jedoch bietet ein entsprechender Hinweis die Möglichkeit, aus eventuellen Defiziten oder Fehlern zu lernen und die Arbeitsweise künftig zu optimieren." Insider-Tipp vom Experten: "Heutzutage zählt Kritikfähigkeit zu den wichtigen Soft Skills, also sozialen Kompetenzen, auf die Personaler besonderen Wert legen."

3. Arbeiten Sie lieber im Team oder allein?
Insbesondere Fragen, die den Bewerber vor die Wahl stellen, gestalten sich heikel. Denn wer angibt, lieber im Team zu arbeiten, gilt schnell als unselbstständig. Als unsozial derjenige, der Letzteres von sich behauptet. Aus diesem Grund setzt sich eine ideale Antwort aus beiden Aspekten zusammen: "Das hängt von der individuellen Situation ab. Muss ich mir beispielsweise schnell Wissen zu einem Thema aneignen, arbeite ich lieber ungestört. Geht es allerdings um ein großes Projekt, bevorzuge ich Teamarbeit", schlägt Oliver Kerner vor.

4. Wie stehen Sie zu Überstunden?
Bei dieser Frage heißt es: Vorsicht geboten! "Denn Kandidaten, die behaupten, dass Überstunden für sie kein Problem darstellen, wirken zum einen unrealistisch. Zum anderen lässt es den Personaler vermuten, dass Interessenten mit ihrer vorgegebenen Arbeitszeit nicht zurechtkommen oder für den Beruf sogar das eigene Privatleben aufgeben", betont der Vertriebstrainer. Daher gilt es bei der Antwort geschickt auszuweichen: "Grundsätzlich erledige ich meine Arbeit rechtzeitig. Dazu strukturiere ich im Vorfeld die einzelnen Arbeitsschritte und setze Prioritäten. Jedoch bin ich mir bewusst, dass oftmals Unvorhergesehenes in einem Unternehmen eintritt und man für einen Kollegen einspringen und flexibel sein muss. Mein/-e Partner/-in und ich haben das miteinander besprochen und wir sind uns einig, dass sowohl ein herausfordernder Beruf als auch eine ausgleichend gestaltete Freizeit wichtig sind."
(OK-Training: ra)

eingetragen: 24.02.18
Newsletterlauf: 16.04.18

OK-Training: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

- Anzeigen -




Kostenloser Compliance-Newsletter
Ihr Compliance-Magazin.de-Newsletter hier >>>>>>


Meldungen: Markt / Hinweise & Tipps

  • Compliance braucht mehr als ein gutes Leitbild

    Kein wirtschaftlicher Akteur kommt mehr am Thema Compliance vorbei. Denn die "Einhaltung geltender Regeln", mit der der Begriff Compliance oft übersetzt wird, wird von Jahr zu Jahr komplexer: Durchschnittlich 11.000 Regeln und Dokumentationspflichten müssen Unternehmen hierzulande im Blick haben. "Das Compliance-Management muss fünf Funktionen erfüllen können, um den Betrieb vor Regelverstößen zu schützen - und diese möglichst schon vorbeugend auszuschließen", weiß Björn Grabe, Chief Service Delivery Officer (CSDO) von Optimal Systems, Spezialist für Enterprise Content Management (ECM)-Lösungen.

  • Kartellrecht in der aktuellen COVID-19-Pandemie

    Das Kartellrecht gilt auch in der aktuellen COVID-19-Pandemie fort. Jüngste Stellungnahmen der Europäischen Kommission und des Bundeskartellamts deuten aber auf eine gewisse Flexibilität der Kartellbehörden bei Kooperationen zwischen Wettbewerbern im Einzelfall hin. Gleichzeitig ermahnen die Kartellbehörden weiterhin zu kartellrechtskonformem Handeln. Unser Münchner Partner Christian Ritz befasst sich mit aktuellen Kooperationsvorhaben und deren Abstimmung mit den Kartellbehörden.

  • DSGVO-relevante Wissenslücken schließen

    Nach zwei Jahren DSGVO haben viele Unternehmen immer noch mit dem Aufspüren personenbezogener Informationen in ihren Datenbeständen zu kämpfen. IntraFind erläutert, wie ihnen Enterprise Search-Technologie helfen kann. Am 25. Mai 2020 ist die DSGVO in Kraft getreten. In vielen Unternehmen nimmt man dieses Jubiläum mit eher gemäßigter Begeisterung zur Kenntnis, denn es ist für sie oft immer noch eine große Herausforderung, die Vorgaben der europäischen Datenschutzverordnung zu erfüllen. Das wiegt umso schwerer, als die Behörden nach dem einjährigen Jubiläum der DSGVO ihre anfängliche Zurückhaltung aufgaben. Sie kündigten an, verstärkt Strafen zu verhängen und setzten diese Ankündigung auch in die Tat um.

  • Plötzlich Videokonferenz - und der Datenschutz?

    Die Kontakteinschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie halten an. Das bedeutet für viele Unternehmen und Behörden, dass berufliche Besprechungen in Form von Video- oder Telefonkonferenzen abgehalten werden. Auch in Bildungseinrichtungen, in persönlichen Beratungen oder Betreuungen und in Ehrenämtern werden Videokonferenzen eingesetzt. Auf was muss man achten, um dabei die Datenschutzanforderungen zu erfüllen? Marit Hansen, die Landesbeauftragte für Datenschutz Schleswig-Holstein, berichtet von zahlreichen Anfragen zum Thema Videokonferenzen: "In vielen Unternehmen und Behörden waren Videokonferenzen bisher die seltene Ausnahme, es gab noch wenig Erfahrung. Im Vordergrund stand zunächst, schnell Lösungen für wichtige Absprachen und Abstimmungen zu finden. Die gesammelten Erfahrungen können nun für eine nachhaltige und vor allem datenschutzkonforme Ausgestaltung genutzt werden."

  • Erfolgreiche Compliance braucht eine Strategie

    Compliance ist teuer: Eine weltweite Studie von LexisNexis Risk Solutions zeigt, wie viel Geld Banken, Versicherungen und Finanzdienstleister für Compliance zur Bekämpfung von Finanzkriminalität ausgeben. Die Kosten in diesem Sektor belaufen sich demnach auf mehr als 180 Milliarden US-Dollar - eine stolze Summe. Doch auch außerhalb der Finanzbranche stellt Compliance kleine, mittlere und große Unternehmen gleichermaßen vor ernstzunehmende Hürden. Denn es gelten zwar branchenspezifisch wettbewerbs-, datenschutz- und finanzrechtliche Vorgaben, doch wie die Unternehmen ihren Pflichten zur Einhaltung dieser Vorgaben nachkommen, ist im Großen und Ganzen ihnen selbst überlassen. So heißt es etwa in der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), dass Unternehmen "geeignete technische und organisatorische Maßnahmen" treffen müssen, um ein angemessenes Schutzniveau für die Verarbeitung personenbezogener Daten zu gewährleisten. Um was für Maßnahmen es sich dabei handelt, führt der Gesetzgeber aber nicht weiter aus.