- Anzeigen -

Nahrungsmittelsicherheit und Umweltschutz


Studie "Perspektiven der Landwirtschaft": Starke Übereinstimmung zwischen Landwirten und Verbrauchern
Eine große Mehrheit der Landwirte glaubt nicht, dass die Verbraucher bereit sind, höhere Preise für umweltfreundlich erzeugte Nahrungsmittel zu bezahlen


(24.11.11) - Sowohl das Interesse der Verbraucher an der Landwirtschaft als auch ihr persönlicher Respekt gegenüber Landwirten ist hoch. Das gilt sogar in Ländern, in denen weniger als zwei Prozent der Bevölkerung in der Landwirtschaft arbeiten, wie eine Studie der BASF über die Perspektiven der Landwirtschaft ergab. Für die Untersuchung wurden 1.800 Landwirte und 6.000 Verbraucher befragt. Jedoch sind sich Landwirte und Verbraucher auch einig, dass das Ansehen der Landwirte innerhalb der Gesellschaft weiterhin gering ist. Die Studie zeigt auf, wie Landwirte und Verbraucher den Beruf des Landwirts, seine Herausforderungen und sein professionelles Netzwerk sehen. Dabei wurden überraschend große Übereinstimmungen bei den Hauptthemen gefunden, einschließlich der Rolle der Landwirte und der großen Herausforderungen, denen sie sich im 21. Jahrhundert stellen müssen.

Die Umfrage wurde in Brasilien, Indien, den USA, Deutschland, Spanien und Frankreich in Zusammenarbeit mit dem global tätigen Marktforschungsunternehmen Synovate GmbH und mit Professor Dr. Ulrich Oevermann, Professor für Soziologie an der Universität Frankfurt, durchgeführt.

Die Studie zeigt, dass sowohl Landwirte als auch Verbraucher die Landwirtschaft als Berufung ansehen, bei der es um die Erzeugung von Nahrungsmitteln, die Erhaltung einer ländlichen Kultur und die Pflege der Landschaft geht. Mit der Bezeichnung "Bewirtschafter des Landes" oder "Landschaftspfleger", haben sich die Landwirte in allen Ländern am häufigsten selbst beschrieben (über 80 Prozent), von den Verbrauchern wurden sie hingegen deutlich seltener (50-60 Prozent) so gesehen. Bei der Beantwortung einer ähnlichen Frage geben einige Verbraucher den Landwirten darüber hinaus die Schuld für viele der derzeitigen Umweltprobleme: am häufigsten in den Ländern Brasilien, Indien und Frankreich (38-43 Prozent), dagegen weniger in den USA und in Deutschland (23 Prozent).

Bei der Vorstellung der Studie am Presse-Informationstag der BASF Agricultural Solutions erklärte Dr. Stefan Marcinowski, Mitglied des Vorstands der BASF SE: "Viele Landwirte nehmen die Bedenken der Verbraucher sehr ernst und sie tun ihr Bestes, um diesen zu entsprechen. Für uns ist dies ein sehr wichtiges Ergebnis. Es zeigt sehr klar, wo wir den Landwirten mit nachhaltigen Produkten und Lösungen helfen können, um hier eine Lücke zu schließen."

Die Herausforderung des 21. Jahrhunderts: Die Welt ernähren
Ungefähr 80 Prozent der Landwirte und Verbraucher aller Länder stimmen darin überein, dass die Ernährung der Welt die Hauptaufgabe der Landwirtschaft ist. Trotzdem meint die Mehrheit der Landwirte, dass Verbraucher die Herausforderungen der Nahrungsmittelversorgung oder die Realität der Landwirtschaft nicht in ihrem vollen Umfang verstehen. Die Zustimmung von Landwirten und Verbrauchern zum Beitrag der Pflanzenbiotechnologie war am höchsten in Ländern mit einem hohen Anteil an gentechnisch veränderten Pflanzen wie in Indien (76 Prozent der Landwirte und 62 Prozent der Verbraucher), Brasilien (78 Prozent und 29 Prozent) und den USA (53 Prozent und 25 Prozent).

Kluft zwischen Verbraucherinteresse und Verbraucherwissen
Die Verbraucher zeigen ein hohes Interesse an der Landwirtschaft (von 84 Prozent in Indien bis 50 Prozent in Frankreich). Gleichzeitig räumen sie aber ein, dass sie generell nicht genug über die Landwirtschaft wissen, um sie richtig beurteilen zu können. Obwohl Landwirte auch diese Interessens- und Wissenslücke sehen, nehmen viele Landwirte (von 40 Prozent in den USA bis 74 Prozent in Indien) die Sorgen der Verbraucher ernst und glauben, dass sie mehr tun müssen, um den Erwartungen der Verbraucher zu entsprechen.

Der Preis als Hindernis, wenig Unterstützung für Umwelt-Subventionen
Der Preis für Nahrungsmittel und umgekehrt der Preis des Umweltschutzes bleiben sowohl für Landwirte als auch für Verbraucher weiterhin ein Hindernis. Eine große Mehrheit der Landwirte glaubt nicht, dass die Verbraucher bereit sind, höhere Preise für umweltfreundlich erzeugte Nahrungsmittel zu bezahlen. Obwohl einige Verbraucher (30 Prozent) höhere Preise zahlen würden, sind mehr als die Hälfte der Befragten in Frankreich, Spanien, Deutschland und den USA nicht dazu bereit.

Eine Mehrheit der Verbraucher und Landwirte in allen Ländern sehen Subventionen weitgehend als Mittel, um die Nahrungsmittelpreise niedrig zu halten – besonders in Indien (74 Prozent), Brasilien (67 Prozent) und Deutschland (64 Prozent) – und nicht als Unterstützung für die Umwelt (ungefähr 30 Prozent).

Landwirte meinen, dass sowohl die Industrie als auch die Verbraucher die Landwirtschaft unterstützen sollten. Von der Industrie erwarten sie mehr umweltfreundliche Produkte und eine bessere Vertretung in der Öffentlichkeit. Von den Landwirten erwarten sie ein besseres landwirtschaftliches Verständnis und die Bereitschaft mehr für Umweltvorteile zu bezahlen. Von Marcinowski wurden die Resultate der Studie so zusammengefasst: "Diese Ergebnisse sind eine klare Botschaft: Landwirte erwarten Unterstützung bei Herausforderungen, die weit über den geschäftlichen Erfolg hinausgehen. Gleichzeitig sind sie ein Weckruf für uns alle, die Industrie, die Verbraucher und die politischen Entscheidungsträger, dass es notwendig ist, die Wissenslücke im Hinblick auf die Landwirtschaft zu schließen und den Landwirten eine breitere Unterstützung auf ihrem Weg in die Zukunft zu geben." (BASF: ra)

BASF: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

- Anzeigen -




Kostenloser Compliance-Newsletter
Ihr Compliance-Magazin.de-Newsletter hier >>>>>>


Meldungen: Studien

  • Ordnungsgemäße Rechnungsverarbeitung

    77 Prozent der deutschen Unternehmen glauben, Rechnungen ordnungsgemäß verarbeiten zu können. Doch bei rechtlichen und formalen Vorgaben offenbaren sie gefährliches Halbwissen. Zudem weiß die Mehrheit nicht, was E-Invoicing überhaupt ist. Das ergab eine aktuelle Umfrage des E-Invoicing-Anbieters crossinx unter 150 Finanzentscheidern in deutschen Unternehmen ab 50 Mitarbeitern. Diese Ergebnisse beweisen nicht nur, dass mittelständische und große Unternehmen massiven Nachholbedarf in Sachen Digitalisierung haben. Unternehmen bewegen sich zudem rechtlich auf dünnem Eis: Sie kommen Compliance-Richtlinien wie etwa der gesetzlichen Aufbewahrungspflicht von Rechnungsdaten oder Datenschutzvorgaben nicht nach.

  • Kommunikation in sozialen Netzwerken

    Die Nachricht kam vor Stunden an, der Empfänger war sogar online und hat sie gelesen, aber nicht darauf reagiert: Jeden zweiten Social-Media- und Messenger-Nutzer (56 Prozent) ärgert es, wenn andere nicht auf gelesene Nachrichten antworten. Bei den 14- bis 29-Jährigen geben sogar zwei von drei (67 Prozent) an, ein solches Verhalten würde sie ärgern. Umgekehrt sagen aber auch sechs von zehn Nutzern (62 Prozent), dass es sie stresst, wenn andere eine schnelle Reaktion auf ihre Nachrichten erwarten. Unter den Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 14 bis 29 Jahren sind es bereits 68 Prozent.

  • Tipps für Anleger in Zeiten der Kurseinbrüche

    Nichts für Anleger mit schwachen Nerven: Der US-Leitindex Dow Jones verlor kürzlich an einem einzigen Tag 1.600 Punkte - so viel wie noch nie zuvor. Die Folge: Kurseinbrüche an den Börsen weltweit, auch in Frankfurt. Mittlerweile hat sich die Wall Street wieder gefangen, und auch der DAX erholt sich von den Turbulenzen. Was bleibt, ist bei vielen Anlegern Unsicherheit - und so mancher Börsen-Neuling fragt sich vielleicht, ob ein Investment in Aktien das Richtige ist. Wir geben fünf Tipps für jeden Anleger.

  • Jeder Vierte fürchtet Kamera-Spione

    Versteckte Beobachter in den eigenen vier Wänden zu haben - eine Horrorvorstellung für die meisten Menschen. Für Cyberkriminelle bieten Kameras in Computern und Handy genau das: ein mögliches Einfallstor, um Personen auszuspionieren. Viele Menschen wollen sich gezielt dagegen schützen. So deckt jeder vierte Nutzer (27 Prozent) von Laptops, Tablet-Computern und Smartphones die Kamera seines Geräts bewusst ab. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. "Wenn Hightech-Geräte mit Schadprogrammen infiziert sind, können Cyberkriminelle die integrierten Kameras zur ungewollten Überwachung einsetzen", sagt Dr. Nabil Alsabah, Referent für IT-Sicherheit beim Bitkom. "Wer ganz sicher gehen will und die Gerätekamera kaum nutzt, kann die Linse der Kamera auch abkleben." Der Komfort bei der Gerätenutzung werde dadurch aber eingeschränkt.

  • Compliance-Anforderungen in Europa moderat

    Workforce-Monitoring-Programme werden kontrovers diskutiert. Deutschland reiht sich mit strikten gesetzlichen Rechtsvorgaben im internationalen Vergleich auf Rang 3 ein. Nur Finnland und Italien haben höhere Compliance-Anforderungen an die Implementierung von Monitoring-Tools. Das zeigt eine globale Studie von Forcepoint, Anbieter von Lösungen für Content- und IT-Sicherheit, und der internationalen Anwalts- und Wirtschaftskanzlei Hogan Lovells. Sie untersucht die rechtlichen Anforderungen an die Implementierung von Monitoring-Tools für die IT-Sicherheit in 15 Industrienationen. Eine Möglichkeit, Daten zu schützen und zu managen sowie sich gegen interne und externe Bedrohungen zu schützen, ist, zu analysieren, wie Informationsressourcen im Unternehmen genutzt werden.