- Anzeigen -
Besuchen Sie auch unser Zeitschriftenportfolio im Bereich Governance, Risk, Compliance & Interne Revision

Versicherung gegen Cyberangriffe


Umfrage: Knapp drei Viertel der deutschen Unternehmen haben eine Cyberversicherung – aber bei nur knapp einem Drittel deckt sie alle Risiken ab
Geringste Versicherungsquote im Branchenvergleich bei Energie- und Versorgungsunternehmen: 20 Prozent haben hier keine Versicherung gegen Cyberangriffe

- Anzeigen -





Das Marktforschungsunternehmen Ovum führte im Auftrag von Fico eine Telefonumfrage unter Sicherheitsverantwortlichen in 500 Unternehmen in Deutschland und 10 anderen Ländern durch. Die Zahl der deutschen Unternehmen, die auf Cyberversicherungen setzen, ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Insgesamt geben 74 Prozent der befragten deutschen Unternehmen an, dass sie bereits über eine Cyberversicherung verfügen.

Allerdings deckt diese Versicherung nur bei etwas mehr als einem Drittel (38 Prozent) der befragten Unternehmen alle Risiken ab. Die zweite Auflage der jährlichen Cybersecurity-Umfrage des Forschungs- und Beratungsunternehmens Ovum für das Analytikunternehmen Fico ergab außerdem, dass 8 Prozent der befragten deutschen Unternehmen weder über eine Cyberversicherung verfügen, noch planen, diese anzuschaffen. Weitere 18 Prozent verfügen derzeit noch nicht über eine Cyberversicherung, planen jedoch, in naher Zukunft eine abzuschließen.

Lediglich 8 Prozent aller befragten Unternehmen in Deutschland haben keine Versicherung gegen Cyberangriffe und planen auch nicht, eine abzuschließen. Energie- und Versorgungsunternehmen fallen mit 20 Prozent unversicherter Unternehmen weit hinter die anderen Branchen zurück. Nahezu ein Drittel der befragten Unternehmen in Deutschland gibt an, dass sie zwar eine Cyberversicherung haben, ihre Versicherungspolice aber nicht das Risikoprofil des Unternehmens widerspiegelt. Nur 38 Prozent der befragten Unternehmen haben eine Cyberversicherung, die alle Risiken.

Branchenbesonderheiten
Die Energie- und Versorgungsunternehmen in Deutschland zeigen ein zwiegespaltenes Bild hinsichtlich Cyberversicherungen. So geben einerseits 60 Prozent dieser Branchenvertreter an, bereits über eine Cyberversicherung zu verfügen, die alle Eventualitäten abdeckt. Auf der anderen Seite besitzt ein Fünftel dieser Unternehmen noch keine Cyberversicherung und will auch keine abschließen. In keiner anderen der untersuchten Branchen ist dieser Anteil so hoch.

"Die Cyberversicherung ist in kurzer Zeit zu einem Muss für deutsche Unternehmen geworden", sagt Jens Dauner, General Manager Sales DACH & Central Europe bei Fico. "Aber mit diesem Wachstum wird der Druck auf die Versicherer zunehmen, die Transparenz und Fairness bei der Beitragsfestsetzung zu erhöhen. Die Unternehmen werden verlangen, dass ihre Investitionen in Cybersicherheit auch die Beiträge für die Versicherungen senken."

Ovum führte die Umfrage für Fico in Form von Telefoninterviews mit 500 Führungskräften, meist aus dem IT-Bereich, in Unternehmen aus Deutschland, Großbritannien, den USA, Kanada, Brasilien, Mexiko, Indien, Finnland, Norwegen, Schweden und Südafrika durch. Die Befragten vertraten Unternehmen aus den Bereichen Finanzdienstleistungen, Telekommunikation, Einzelhandel und E-Commerce sowie Energie und Versorgung.
(Fico: ra)

eingetragen: 21.09.18
Newsletterlauf: 26.10.18

Fico: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

- Anzeigen -




Kostenloser Compliance-Newsletter
Ihr Compliance-Magazin.de-Newsletter hier >>>>>>



Meldungen: Studien

  • Deutschland optimiert Kampf gegen CNP-Betrug

    Auch in diesem Jahr veröffentlicht das Analytiksoftware-Unternehmen Fico seine European Fraud Map, eine Übersicht der Entwicklungen im europäischen Kreditkartenbetrug. Dabei zeigt sich auf der in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Euromonitor erstellten Karte für das Jahr 2020, dass trotz der globalen Corona-Pandemie einige europäische Länder ihre Verluste durch Kreditkartenbetrug signifikant senken konnten. Allerdings gibt es auch zahlreiche Länder, bei denen der Trend genau in die Gegenrichtung geht. Gerade Norwegen steht aktuell massiv im Fadenkreuz der Finanzkriminellen. Denn während die Entwicklung in der Vergangenheit durchaus positiv war, ist der Verlust durch Kreditkartenbetrug im vergangenen Jahr durch einen massiven Betrugsfall auf umgerechnet über 21,6 Mio. Euro gestiegen. Das entspricht einer Zunahme von knapp 46 Prozent seit 2017. Insgesamt hat in Norwegen auch, wie fast überall, der sogenannte "Card not present"-Betrug (CNP) den größten Anteil am gesamten Betrugsvolumen. Auch der großangelegte Angriff stützte sich auf CNP-Betrug nach Phishing-Attacken. Der Vormarsch von CNP-Betrug in den vergangenen Jahren lässt sich auf das starke Wachstum im Online-Shopping zurückführen, wobei zu hoffen ist, dass Lösungen wie 3D-Secure dazu beitragen, diese Entwicklung zu stoppen oder zumindest zu verlangsamen.

  • Verantwortung bei Unternehmen und Regierung

    Die Ergebnisse einer von OpenText in Auftrag gegebenen Verbraucherstudie zeigen, dass die Mehrheit der deutschen Verbraucher (81 Prozent) großen Wert darauf legt, Produkte zu kaufen, die aus ethischen und nachhaltigen Produktionsprozessen stammen. Beinahe drei Viertel (74 Prozent) der 2.000 Befragten möchte wissen, wo und wie die Produkte, die sie kaufen, bzw. deren Einzelteile, ursprünglich hergestellt wurden. Diese Informationen können ihre Kaufentscheidung signifikant beeinflussen. Um ethische Produkte zu erhalten, würde die Mehrheit (81 Prozent) sogar Komfortfaktoren wie zum Beispiel eine schnelle Lieferung aufgeben. Darüber hinaus würden 78 Prozent der Befragten mehr Geld für den Kauf ethisch unbedenklicher Produkte ausgeben: Ein Viertel (25 Prozent) der Befragten würde bis zu zehn Prozent mehr zahlen. Ein Drittel (33 Prozent) wäre dagegen bereit, 25-50 Prozent mehr zu zahlen. Aus Sicht der Verbraucher liegt die Verantwortung über die ethische Beschaffung von Produkten bei den Unternehmen selbst. So geben 63 Prozent der Befragten an, dass Unternehmen sicherstellen müssen, dass ihre Lieferanten einem festgelegten ethischen Verhaltenskodex nachkommen. 47 Prozent beurteilen Unternehmen nämlich nicht nur aufgrund ihres Handelns und Verhaltens, sondern auch aufgrund der Vorgehensweisen ihrer Lieferanten. Drei von fünf Befragten (59 Prozent) sind der Meinung, dass Unternehmen, die nicht nachvollziehen können, woher ihre Waren stammen, und die nicht wissen, ob ihre Lieferanten ihre Waren auf ethische Weise beziehen, ihre Lieferkette überdenken müssen.

  • Softwarelandschaft im HR-Bereich

    Die globalen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie haben in vielen Unternehmen langjährig etablierte Arbeitswelten nachhaltig verändert. HR-Management hat als Disziplin seither immens an Bedeutung gewonnen - zumindest sofern HR-Referenten ihre Rollen strategisch, beratend und gestaltend unter Berücksichtigung von Mitarbeiter- und Unternehmensinteressen wahrgenommen haben. In den vergangenen 12 Monaten haben zahlreiche Unternehmen Bilanz gezogen, Defizite und Potenziale identifiziert und die Reorganisation ihrer Arbeitsmodelle vorangetrieben. Im Rahmen seiner SoftTrend Studie HR-Software 2021/2022 hat das Hamburger Marktforschungs- und Beratungshaus SoftSelect 113 HR-Lösungen von 85 Anbietern unter die Lupe genommen, um aufzuzeigen, welche Markt- und Entwicklungstrends die Weiterentwicklung der Softwarelandschaft im HR-Bereich aktuell prägen. Laut einer Befragung des Bayerischen Forschungsinstitutes für Digitale Transformation (bidt) unter 1.500 Berufstätigen in 2020 wünschen sich rund 70Prozent derjenigen, bei denen eine Remote-Tätigkeit möglich ist, auch nach der Corona-Krise häufiger im Homeoffice zu arbeiten als zuvor. Die Befürchtung, der Arbeitgeber könne nach der Krise die geschaffenen Möglichkeiten der Home-Office Nutzung wieder auf das Vorkrisenniveau zurückfahren, ist weit verbreitet (55Prozent). Einer aktuellen, repräsentativen Studie von Accenture zufolge favorisieren zudem 83Prozent der mehr als 9.300 befragten Beschäftigten ein hybrides Arbeitsmodell mit Präsenz- und Home-Office Anteilen.

  • Compliance ist zu Pflichtübung geworden

    Laut der Geldwäsche-Studie "The 2021 Global State of Anti-Money Laundering" von BAE Systems Applied Intelligence stellt für Compliance-Experten weltweit der Menschenhandel heute eines der größten Probleme dar. Der Studie zufolge sagen mehr als drei Viertel (77 Prozent) der Compliance-Fachleute, dass sie nicht davon überzeugt sind, dass über Konten ihrer Kunden abgewickelte Geldwäschedelikte, die im Zusammenhang mit Menschenhandel stehen, verhindert werden können. Mehr als 60 Prozent der Befragten gaben an, dass hoch entwickelte neue kriminelle Methoden in den letzten 12 Monaten noch schwieriger zu erkennen waren und die finanziellen Auswirkungen für die Banken enorm sind. Im Vereinigten Königreich gab ein Viertel (25 Prozent) der Risiko- und Compliance-Experten in den Finanzinstituten an, dass der Menschenhandel die größten finanziellen Verluste aller Geldwäschedelikte verursacht. In den USA war es ein Drittel und in Australien fast die Hälfte (45 Prozent). Neben Betrug, Korruption und organisierter Kriminalität wird der Menschenhandel als eine der fünf größten Sorgen genannt. Aus Sicht von mehr als einem Viertel (27 Prozent) der Befragten, stellt der Menschenhandel eine ernsthafte Sorge dar.

  • Datenschutz setzt Unternehmen unter Dauerdruck

    Ein aufwändiger Prüfprozess vor der Einführung jedes digitalen Tools, regelmäßig neue Entscheidungen der Aufsichtsbehörden und Gerichtsurteile in ganz Europa, die Auswirkungen auf das eigenen Unternehmen haben können - die Anforderungen an den Datenschutz setzen Unternehmen in Deutschland unter Dauerdruck. Zugleich bekommen die Aufsichtsbehörden keine guten Noten für ihre Beratung. Die Hälfte der Unternehmen (50 Prozent) sagt, Deutschland übertreibe es mit dem Datenschutz. Zwei Drittel (66 Prozent) sind der Auffassung, dass der strenge Datenschutz sowie die uneinheitliche Auslegung des Datenschutzes in Deutschland die Digitalisierung erschwert. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Befragung von 502 Unternehmen mit 20 oder mehr Beschäftigten in Deutschland im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. "Dem Datenschutz kommt in der digitalen Wirtschaft und Gesellschaft eine besondere Bedeutung zu. Den Unternehmen fehlt es aber zunehmend an Planbarkeit und Verlässlichkeit", sagt Susanne Dehmel, Geschäftsleiterin Bitkom. "Unternehmen stehen beim Datenschutz unter permanenten Stress. Sie wollen dem Datenschutz Genüge tun, aber dazu müssen sie nicht nur europaweit Gerichtsurteile verfolgen und die unterschiedliche Auslegung aus den Mitgliedsstaaten kennen, sondern sich zusätzlich mit 18 verschiedenen Lesarten von Datenschutzaufsichten allein in Deutschland auseinandersetzen. Das ist vor allem für kleinere Unternehmen immer schwerer zu stemmen."