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Zielgerichtete Cyberspionagekampagnen


Regierungs- und Verteidigungssektor: 18 Prozent im letzten Jahr gezielt attackiert
Umfrage: Mehr als ein Viertel der Unternehmen beklagen aufgrund von Cyberangriffen sensiblen Datenverlust

(16.07.14) - Cyberkriminelle konzentrieren sich bei ihren zielgerichteten Attacken verstärkt auf Organisationen aus dem Regierungs- und Verteidigungssektor. Das ist das Ergebnis einer weltweiten Umfrage, die Kaspersky Lab zusammen mit B2B International in diesem Jahr durchgeführt hat. Demnach waren 18 Prozent der weltweit befragten Organisationen und Unternehmen im genannten Bereich innerhalb der letzten zwölf Monate von mindestens einem zielgerichteten Angriff betroffen. Über alle Branchen hinweg liegt dieser Wert bei 12 Prozent. Das entspricht einem Anstieg von rund einem Viertel gegenüber den Vorjahren. In Deutschland ist die Situation branchenübergreifend etwas weniger dramatisch, aber tendenziell steigend. So verzeichneten hierzulande durchschnittlich 7 Prozent (Vorjahr 5 Prozent) der befragten Organisationen und Unternehmen mindestens eine zielgerichtete Attacke im Untersuchungszeitraum.

Auch andere Branchen waren der Studie zufolge überdurchschnittlich von den weltweit zunehmenden zielgerichteten Cyberangriffen betroffen. So meldeten 17 Prozent der Befragten aus der Telekommunikationsindustrie und 16 Prozent der Befragten aus den Bereichen Finanzdienstleistungen sowie Transport und Logistik Angriffe dieser Art.Die laut Umfrage gewachsene Zahl zielgerichteter Angriffe und die davon betroffenen Branchen passen auch zu den zielgerichteten Cyberspionagekampagnen, die Kaspersky Lab in den vergangenen Monaten aufdecken konnte. So haben die Sicherheitsexperten im September 2013 die Kampagne "Icefog" entdeckt. Sie richtete sich über Jahre hinweg gegen Einrichtungen von Militär, Telekommunikation, Schiffsbau und Forschung in Südkorea und Japan. Erst im Februar 2014 entlarvte Kaspersky Lab "The Mask", eine Kampagne mit Betroffenen aus 31 Ländern. Darunter befanden sich auch Regierungsorganisationen und diplomatische Vertretungen.

Gezielte Angriffe führen zum Verlust hochsensibler Daten"In unserer Studie gaben 28 Prozent aller Befragten an, dass sie aufgrund von Cyberangriffen vertrauliche Daten verloren haben", weiß Holger Suhl, General Manager bei Kaspersky Lab. "Hierbei waren zwar nicht immer zielgerichtete Angriffe die Ursache. Doch gerade bei zielgerichteten Attacken ist der Verlust besonders folgenschwer, da es die Angreifer sehr gezielt auf ganz bestimmte Informationen abgesehen haben. Dazu können typischerweise hochsensible Informationen über die zukünftige Produktplanung im Unternehmen, Geschäftszahlen oder Kundeninformationen zählen. Der Wert dieser Daten ist immens und deren Verlust kann langfristig den Geschäftserfolg von Unternehmen negativ beeinflussen."

Cyberkriminelle versuchen bei gezielten Attacken in der Regel auf mehrfache Weise, die Sicherheitseinrichtungen ihrer Opfer zu umgehen, deren Rechner zu infizieren und an vertrauliche Daten zu gelangen. Die Angriffe erfolgen über die spezifische Modifikation gängiger Malware oder das Ausnutzen von Sicherheitslücken in im Unternehmen verwendeten Programmen.

Die Umfrage wurde von B2B International im Auftrag von Kaspersky Lab im Jahr 2014 durchgeführt. Dafür wurden rund 3.900 IT-Entscheider aus 27 Ländern befragt – u.a. 194 deutsche. Es wurden Organisationen und Unternehmen jeglicher Größe erfasst. Die Studie ist eine Fortführung von drei früheren B2B International-Umfragen, die Kaspersky Lab mit ähnlichen Themen bereits in den Jahren 2011, 2012 und 2013 beauftragt hatte. Weitere Informationen zur aktuellen Studie "IT Security Risks
(Kaspersky Lab: Dr. Axel Völker: av)

Kaspersky Lab: Kontakt und Steckbrief

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Meldungen: Studien

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    Auch ein Jahr nach Ende der Übergangsfrist haben deutsche Unternehmen noch einiges zu tun, um die Anforderungen der Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) vollständig zu erfüllen. Laut einer aktuellen Umfrage von TÜV SÜD sagt rund ein Drittel der Befragten, dass ihr Unternehmen die erforderlichen Maßnahmen nur teilweise (29 Prozent) oder gar nicht (6 Prozent) umgesetzt hat. "Trotz erster Bußgelder ist die anfangs befürchtete breite Abmahnwelle bisher ausgeblieben. Doch inzwischen haben die Aufsichtsbehörden einzelner Bundesländer wie z.B. Baden-Württemberg verschärfte Kontrollen angekündigt", sagt Andreas Rübsam, Director Data Protection der TÜV SÜD Sec-IT GmbH. "Die gute Nachricht: Auch wenn man in seinem Unternehmen noch zu wenig oder gar nichts getan hat, ist es nie zu spät, damit anzufangen. Man sollte sich zumindest einen externen Berater holen." Genau das haben laut Umfrage bereits einige Unternehmen ganz (34 Prozent) oder teilweise (24 Prozent) getan, um sich fit für die EU-DSGVO zu machen.

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    Die Professionalisierung der Compliance-Arbeit in deutschen Unternehmen schreitet voran. Allerdings werden relevante Risiken weiterhin unterschätzt. Die nachlassende Unterstützung bei Compliance-Themen durch das Management bereitet den Compliance-Verantwortlichen in Unternehmen Sorge. Die Digitalisierung kommt hingegen auch in den Compliance-Abteilungen deutscher Unternehmen an und wird dort überwiegend als Chance wahrgenommen, die Compliance zu verbessern. Das sind die wichtigsten Ergebnisse der repräsentativen, branchenübergreifenden Studie "CMS Compliance-Barometer", die von der Wirtschaftskanzlei CMS Deutschland im Jahr 2018 zum vierten Mal erhoben wurde. Der CMS Compliance-Index, der angibt, wie stark Compliance in Großunternehmen implementiert ist, hat sich in diesem Jahr auf einem hohen Wert von 67,1 von möglichen 100 Zählern stabil gehalten.

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    Droht der deutschen Wirtschaft das Ende der fetten Jahre? Laut aktuellem CFO Survey von Deloitte, dem Stimmungsbarometer der Finanzvorstände, geht der Trend in diese Richtung. Zwar wird die wirtschaftliche Lage nach wie vor sehr positiv beurteilt - Drei Viertel der befragten CFOs bewerten die Lage in Deutschland als gut oder sehr gut, zwei Drittel teilen diese Ansicht für die USA. Allerdings wandelt sich das Bild, wenn es um die Aussichten der kommenden 12 Monate geht. 31 Prozent der Befragten rechnen mit einer Verschlechterung der Konjunktur, nur 19 Prozent mit einer Verbesserung. Rund ein Drittel erwartet gar eine Rezession hierzulande. Die konjunkturelle Skepsis überträgt sich auch auf die Unternehmensebene: Lediglich sechs Prozent der Befragten planen Neueinstellungen - bei der Befragung vor einem Jahr waren es 31 Prozent. Ein deutliches Minus gibt es auch bei den geplanten Investitionen: 18 Prozent der Befragten wollen diese steigern (Frühjahr 2018: 47 Prozent).

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    Eine Analyse von Symantec zeigt: Zwei von drei Hotel-Webseiten sichern Buchungsdetails sowie persönlichen Daten ihrer Gäste nicht ausreichend, sodass diese von Dritten eingesehen werden können. Daher überrascht es nicht, dass 80 Prozent der deutschen Verbraucher zunehmend um ihre Privatsphäre besorgt sind. Dies geht aus dem aktuellen Norton LifeLock Cyber Safety Insights Report 2018 von Norton by Symantec hervor. Angesichts des jetzt bekannt gewordenen Datenschutzrisikos auf Hotel-Webseiten ist diese Sorge nicht gänzlich unbegründet und könnte die Vorfreude auf den kommenden Sommerurlaub trüben.