Umbruch im Bankensektor


Verbraucherstudie zeigt Präferenzen moderner Bankkunden
Wunsch nach erweiterten Online-Banking-Funktionen und erhöhter Zahlungssicherheit



Die digitale Transformation des Banken- und Zahlungsverkehrs hat sich in den letzten Jahren weltweit beschleunigt, die Branche massive Änderungen erfahren – zuletzt auch angetrieben durch die globale Pandemie. In dieser für Banken und Kreditinstitute kritischen Zeit untersuchte Entrust wie sich dieser Umbruch auf die Präferenzen und Gewohnheiten der Verbraucher auswirkt. Heute wurde die internationale Studie "The Great Payments Disruption" veröffentlicht.

Für die Studie wurden 1.350 Verbraucher aus neun Ländern befragt, darunter die Vereinigten Staaten, Kanada, das Vereinigte Königreich, Deutschland, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Singapur, Australien und Indonesien. Die Ergebnisse zeichnen ein Bild des aktuellen Status Quo und einer möglichen Zukunft des Bankensektors.

"Die Studie unterstreicht, dass digitale Transaktionen für Bankkunden immer mehr an Bedeutung gewinnen – dass aber gleichzeitig auch das Bewusstsein für Sicherheitsfragen rund um Online-Interaktionen wächst", erklärt Uwe Jaspers, Vice President Financial Secure Issuance Sales EMEA bei Entrust. "Verbraucher äußerten sowohl eine überwältigende Vorliebe für das Online-Banking, als auch eine erhebliche Besorgnis über Betrug. Tatsächlich haben bereits mehr als zwei Drittel aller Befragten ihre Bank oder Kreditgenossenschaft gewechselt, nachdem sie eine Betrugs- oder Datenschutzwarnung erhalten hatten. Finanzinstitute müssen komfortable digitale Erlebnisse mit hochsicheren Schutzmaßnahmen verbinden, um das Vertrauen und die Loyalität der Verbraucher zu stärken."

Aufbruch in ein neues Bankenzeitalter

>> Omnichannel-Touchpoints werden immer wichtiger:
88 Prozent der Befragten gaben an, dass sie ihre Bankgeschäfte lieber in irgendeiner Form online erledigen – digitales Banking ist die neue Norm. Für Finanzinstitute bleibt es jedoch nach wie vor wichtig, eine Vielzahl verschiedener digitaler Optionen anzubieten: 59 Prozent der Verbraucher nutzen bankeneigene Apps, während 29 Prozent Transaktionen lieber von ihrem Desktop-Webbrowser durchführen. Omnichannel- und Digital-First-Angebote stehen daher im Fokus der Nachfrage. Bankgeschäfte vor Ort, z. B. in einer Filiale (8 Prozent) oder an einem interaktiven Geldautomaten (3 Prozent) verlieren zunehmend an Bedeutung. 72 Prozent aller Befragten gaben an, dass sie einen filiallosen Online-Banking-Service für ihre Bankgeschäfte in Betracht ziehen würden.

>> Mangelnde Sicherheit wirkt sich eindeutig geschäftsschädigend aus:
90 Prozent der Verbraucher erklärten, dass sie sich im Zuge der Digitalisierung Sorgen um Bank- oder Kreditbetrug machen. Viele der Befragten haben auch bereits persönliche Erfahrungen mit Betrugsrisiken gemacht: 42 Prozent gaben an, in den letzten zwöf Monaten über einen persönlichen Bank- oder Kreditbetrug informiert worden zu sein. Diese Vorfälle wirken sich eindeutig geschäftsschädigend aus: 67 Prozent der Betroffenen haben daraufhin ihre Bank oder Kreditgenossenschaft gewechselt.

>> Flexible Zahlungsoptionen als Wettbewerbsvorteil:
Verbraucher achten bei der Wahl ihrer Bank am ehesten auf niedrige Gebühren, digitale Lösungen und Sicherheit. Um der Suche nach qualitativ hochwertigen, jedoch gleichzeitig kostengünstigen digitalen Finanzdienstleistungen zu entsprechen, könnten Neobanken beispielsweise mit Angeboten wie einem gebührenfreien Überziehungsschutz oder unbegrenztem Devisenhandel punkten. Darüber hinaus bieten einige Neobanken auch neue Zahlungsmöglichkeiten an, was bei Kunden Anklang findet: 52 Prozent der Befragten würden digitale Währungen für Zahlungen in Betracht ziehen.

>> Anstieg digitaler Karten und kontaktloser Zahlungen:
Die Befragten nannten Kredit-/Debitkarten mit Chip (50 Prozent) als ihre bevorzugte Zahlungsmethode, wobei kontaktlose Kredit-/Debitkarten (48 Prozent) nur knapp dahinter lagen. Außerdem gaben 53 Prozent an, dass sie von ihrem Finanzinstitut eine digital ausgegebene Debit- oder Kreditkarte erhalten haben. Digitale Karten können ein wirksames Verkaufsargument sein – so ziehen es bereits fast zwei Drittel der Befragten vor, ein Bankkonto digital zu eröffnen. Diese Präferenz ist generationsübergreifend: Generation Z (65 Prozent), Millennials (69 Prozent) und Generation X (54 Prozent). (Entrust: ra)

eingetragen: 18.03.22
Newsletterlauf: 18.05.22


Meldungen: Markt / Unternehmen

  • Bildungsstand spielt eine Rolle

    In Deutschland gehen die Meinungen über generative Künstliche Intelligenz, wie ChatGPT, weit auseinander - Auch die Nutzung im privaten und beruflichen Alltag ist sozial ungleich verteilt. "Diese Unterschiede sind relevant", sagt Professor Florian Stoeckel, der die Studie geleitet hat. "Sie betreffen den Zugang zu Chancen, die digitale Teilhabe und letztlich die Frage, wer die Zukunft mitgestaltet, wenn sich Arbeit und Gesellschaft durch KI verändern."

  • Soziale Medien werden immer wichtiger

    Produkt auspacken, Anwendung zeigen, Marke vorstellen, Stimmen von zufriedenen Kundinnen und Kunden einfangen: Die Inhalte, die Handelsunternehmen auf ihren Social-Media-Profilen ausspielen, sind vielfältig. Trotzdem fällt es fast der Hälfte der deutschen Handelsunternehmen, die über ein solches Profil verfügen, schwer, regelmäßig Inhalte zu posten (46 Prozent). Hand in Hand damit gehen auch die Erstellung interessanter Inhalte, die ein Drittel der Händler als Herausforderung sieht (34 Prozent), und die kontinuierliche Kanalbetreuung bzw. das Community Management, mit dem etwa ein Viertel zu kämpfen hat (23 Prozent).

  • Finanzinstitute unter Zugzwang

    Mit Inkrafttreten der EU-Verordnung zur digitalen operationellen Resilienz (DORA) Mitte Januar 2025 stehen Finanzinstitute unter Zugzwang: Sie müssen ihre IT-Sicherheit aufgrund der herrschenden Gefahrenlage entlang eines Katalogs an Maßnahmen auf einen zeitgemäßen Stand der Technik bringen. Eine aktuelle Studie von Veeam Software, dem weltweit führenden Anbieter für Datenresilienz nach Marktanteil, hat bei betroffenen Organisationen den Status Quo bei der Umsetzung abgefragt. Darin zeigt sich: Eine Mehrheit der deutschen Finanzdienstleister hält die hauseigene Resilienz noch nicht für ausreichend. 95 Prozent der über 100 befragten deutschen Unternehmen sehen noch Verbesserungsbedarf, um die Anforderungen zu erfüllen.

  • Billig-Händler verschärfen den Wettbewerb

    Seit einigen Jahren drängen verstärkt Online-Händler auf den deutschen Markt, die zu Niedrigstpreisen Produkte vor allem aus China importieren. Mehr als drei Viertel der deutschen Händler (78 Prozent) fordern deshalb ein Verbot chinesischer Billig-Marktplätze. Aus Sicht von je neuen von zehn Händlern würden sie häufig gegen das hier geltende Recht verstoßen (92 Prozent) und ihre Produkte enthielten oft potenziell gefährliche Inhaltsstoffe (88 Prozent). Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Studie im Auftrag des Digitalverbands Bitkom, für die 505 Handelsunternehmen ab zehn Beschäftigten in Deutschland befragt wurden.

  • Cybersicherheit als strategisches Thema

    Eine aktuelle Studie von Qualys in Zusammenarbeit mit Dark Reading zeigt: Trotz wachsender Ausgaben und zunehmender Relevanz in Vorstandsetagen bleibt das Cyber-Risikomanagement vieler Unternehmen unausgereift. Der Grund: Der geschäftliche Kontext fehlt.

Entrust: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

Wir verwenden Cookies um unsere Website zu optimieren und Ihnen das bestmögliche Online-Erlebnis zu bieten. Mit dem Klick auf "Alle akzeptieren" erklären Sie sich damit einverstanden. Erweiterte Einstellungen