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Kartellrechtsverstoß bei HeidelbergCement?


HeidelbergCement bestätigt Durchsuchung durch EU-Wettbewerbsbehörde
Seit 2005 hat HeidelbergCement die konzernweiten Richtlinien zur Vermeidung von Wettbewerbsverstößen nachhaltig verschärft und ein eigenständiges Compliance Management eingerichtet


(06.11.08) - "Wir bestätigen, dass die EU-Wettbewerbsbehörde Räumlichkeiten von HeidelbergCement in der Hauptverwaltung in Heidelberg sowie von Verwaltungen in Großbritannien und Benelux durchsucht hat", heißt es in einer Presseerklärung der HeidelbergCement AG. Weiter kündigt das Unternehmen an, es werde "offen mit den Behörden zusammenarbeiten". Die EU-Wettbewerbsbehörde hatte im Rahmen einer europaweiten Razzia auch andere Zementhersteller unter die Lupe genommen.

HeidelbergCement weist darauf hin, dass sie seit 2005 ihre konzernweiten Richtlinien zur Vermeidung von Wettbewerbsverstößen nachhaltig verschärft und ein eigenständiges Compliance Management eingerichtet hat. Auf Konzernebene wurde eine Compliance-Funktion geschaffen, die die konzernweiten Compliance-Anstrengungen koordiniert.

"Ein Schwerpunkt unserer Compliance-Aktivitäten liegt auf dem Gebiet des Kartellrechts. Eine spezielle Richtlinie setzt verbindliche Maßstäbe für kartellrechtlich richtiges Handeln. Durch Informations- und Schulungsmaßnahmen werden die Mitarbeiter mit den Inhalten der Richtlinie vertraut gemacht. Eine Compliance-Hotline bietet außerdem jedem Mitarbeiter die Möglichkeit, sich mit Compliance-relevanten Anliegen vertraulich an eine kompetente Stelle zu wenden", heißt es in der Presseerklärung.

Bereits vor fünf Jahren war HeidelbergCement von einer Kartellbuße betroffen:
Gegen Heidelberg-Cement, Holcim, Lafarge, Dyckerhoff, Schwenk und den Kronzeugen Cemex (ehemals Readymix) hatte das Bundeskartellamt im Jahr 2003 ein Bußgeld von insgesamt 660 Mio. Euro verhängt. 252 Mio. Euro davon musste der Marktführer Heidelberg-Cement tragen.

Über Jahrzehnte (von 1989 bis 2002) hatten sich nach Ansicht des Kartellamts die Zementfirmen regionale Märkte in Deutschland aufgeteilt und die Preise künstlich hoch gehalten. Schon damals war zudem gemutmaßt worden, dass sich das Zementkartell nicht auf Deutschland beschränkte, sondern europaweit betrieben wurde.
(HeidelbergCement: ra)


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