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Unternehmensführung und -überwachung


Auswirkungen der Digitalisierung auf Controlling und Reporting – Teil A
Einleitung und Umsetzung digitaler Transformationsstrategien auf dem Weg zum anforderungsgerechten Expertensystem

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Prof. Dr. Dr. Carl-Christian Freidank

Das Thema der Digitalisierung wird in jüngerer Zeit von Praxis und Wissenschaft als Megatrend eingeordnet, der auf eine besonders tiefgreifende und nachhaltige gesellschaftliche (disruptive) Veränderung im Hinblick auf den gegenwärtigen und künftigen Einsatz von Informations- und Kommunikationstechniken ausgerichtet ist. Am Beispiel des Hamburger Reportingmodells werden zentrale Inhalte und Schnittstellen aufgezeigt, bei denen sich der Einsatz digitaler Informations- und Kommunikationstechniken aufgrund ihrer zentralen Bedeutung für die Unternehmensführung und -überwachung grundsätzlich anbietet.

Ohne derartige konzeptionelle und methodische Vorüberlegungen besteht die Gefahr der Ziel-, Ufer und letztendlich Erkenntnislosigkeit im Hinblick auf die Absicht einer erfolgreichen Umsetzung relevanter Transformationsstrategien. Ferner hat diese Vorgehensweise den Vorteil, dass konkrete Umsetzungsstrategien aufgezeigt, neue Entwicklungen im Unternehmensreporting in die Betrachtungen eingebunden und Anforderungsprofile an ausgewählte Digitalisierungskonzepte formuliert werden können.

Die Innovationskultur der Digitalisierung hat auch im Rahmen des Controlling sowie des in- und externen Reporting zu einem umfassenden Paradigmenwechsel geführt, der sowohl für die Sender als auch die Empfänger der Steuerungsinformationen innerhalb und außerhalb des Unternehmens eine vollständige Neuausrichtung mit Chancen und Risiken bedeutet. Zur Strukturierung der Digitalisierung bietet es sich in diesem Zusammenhang an, einen Bezug insbesondere zu den folgenden Bereichen herzustellen.

Dieser Beitrag aus der Zeitschrift für Corporate Governance (ZCG) (Ausgabe 2, 2018; Seite 80 bis 85) wurde von der Redaktion von Compliance-Magazin.de gekürzt.

In voller Länge können Sie ihn und weitere hier nicht veröffentliche Artikel im ZCG lesen.


Zeitschrift für Corporate Governance - Leitung und Überwachung in der Unternehmens- und Prüfungspraxis

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Im Überblick: ZCG

Zeitschrift für Corporate Governance (ZCG)

  • Vergütung der Unternehmensführungsorgane

    Nach langem Warten hatte das BMJV den Referentenentwurf des Gesetzes zur Umsetzung der 2. Aktionärsrechte-Richtlinie (ARUG II) am 11.10.2018 vorgelegt. Der vorliegende Beitrag analysiert auf der Basis des mittlerweile veröffentlichten Regierungsentwurfs die möglichen Folgen der Umsetzung der EU-Vorgaben in nationales Recht auf die Ausgestaltung der Corporate Governance in Deutschland. Neben der Integration von Finanzintermediären in das nationale Corporate Governance-System sind die Vorgaben zum nun obligatorischen "Say-on-Pay"-Votum auf der Hauptversammlung und zum Zustimmungsverfahren bei Geschäften mit nahestehenden Personen hervorzuheben.

  • Chancen und Risiken eines Delistings

    Minderheitsaktionäre sehen sich nach dem Frosta-Urteil des BGH vermehrt mit einem Börsenrückzug (Delisting) von Unternehmen konfrontiert. Ein Delisting hat dabei einen maßgeblichen Einfluss auf deren Entscheidungsprozess sowie die Vermögensposition. Bisher fehlt es an einer umfassenden differenzierten Analyse - insbesondere auch unter Berücksichtigung einer Veränderung der Corporate Governance-Strukturen im Unternehmen sowie der damit einhergehenden Informations- und Kontrollmöglichkeiten seitens der Eigentümer - der ökonomischen Folgen für Minderheitsaktionäre, auf deren Grundlage sich Handlungsempfehlungen ableiten lassen. Der Beitrag adressiert diese Lücke. Es zeigt sich, dass ein Delisting insbesondere unter Rentabilitätsgesichtspunkten auf kurze sowie in Bezug auf die Liquidität der Investition auf lange Sicht negative Folgen haben kann. Zudem verschlechtern sich im Zuge eines Delistings die Informations- und Kontrollmöglichkeiten. Es können sich jedoch grundsätzlich auch positive langfristige Rentabilitätseffekte sowie Portfoliodiversifikationseffekte ergeben.

  • Professionelle CG-Strukturen erforderlich

    Wirksame Corporate-Governance-Strukturen und -Prozesse werden für deutsche Profifußballvereine immer wichtiger. Ziel der hier vorgestellten Studie ist es, anhand einer Analyse der Satzungen von 118 Profifußballvereinen und des daraus abgeleiteten Club Governance Quality Score (CGQS) die Governance-Qualität im deutschen Profifußball zu bestimmen und zu reflektieren. Im Ergebnis zeigen sich deutliche Schwächen, welche anhand der abgeleiteten Handlungsempfehlungen reduziert werden könnten.

  • Beziehungsmuster Mensch-Roboter

    Digitalisierung und Roboterisierung halten weiter Einzug in die Unternehmenspraxis. Dabei werden bestimmte operative Prozesse in der Ablauforganisation anstelle von Menschen von Roboter-Software übernommen, z. T. bereits durch lernende Systeme auf der Grundlage Künstlicher Intelligenz. Diese Entwicklung sowie die damit verbundene Veränderung von Rollen und Beziehungsmustern (Mensch-Roboter statt Mensch-Mensch) werfen grundlegende Fragen hinsichtlich der Steuerung und Kontrolle in Unternehmen auf, die jenseits klassischer Erklärungsansätze wie der Prinzipal-Agenten-Theorie liegen. Der Beitrag analysiert die neuen, alternierenden Konstellationen von Prinzipal-Agenten-Beziehungen, untersucht ihre Auswirkungen auf die Corporate Governance und leitet Implikationen für die Unternehmenspraxis sowie die verschiedenen Stakeholder ab.

  • Die Umsetzung der CSR-Richtlinie in Deutschland

    Mit Inkrafttreten des CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes (CSR-RUG) am 18.4.2017 sind kapitalmarktorientierte Unternehmen i. S. des § 264d HGB sowie Kreditinstitute und Versicherungsunternehmen, die bestimmte Größenmerkmale erfüllen, erstmalig seit dem Geschäftsjahr 2017 dazu verpflichtet, eine nichtfinanzielle (Konzern-) Erklärung offenzulegen. Die bisher von vielen Unternehmen freiwillig erstellte Nachhaltigkeitsberichterstattung weicht einer verpflichtenden Offenlegung des Geschäftsmodells sowie Angaben zu Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelangen, Achtung der Menschenrechte und Bekämpfung von Korruption und Bestechung.

  • Unternehmensführung und -überwachung

    Das Thema der Digitalisierung wird in jüngerer Zeit von Praxis und Wissenschaft als Megatrend eingeordnet, der auf eine besonders tiefgreifende und nachhaltige gesellschaftliche (disruptive) Veränderung im Hinblick auf den gegenwärtigen und künftigen Einsatz von Informations- und Kommunikationstechniken ausgerichtet ist. Am Beispiel des Hamburger Reportingmodells werden zentrale Inhalte und Schnittstellen aufgezeigt, bei denen sich der Einsatz digitaler Informations- und Kommunikationstechniken aufgrund ihrer zentralen Bedeutung für die Unternehmensführung und -überwachung grundsätzlich anbietet.

  • Prüfungsausschüsse in Deutschland

    Die Institution Prüfungsausschuss wurde aus den USA importiert und hatte dort bis ca. 2012 eine Fülle empirischer Studien veranlasst, die die Bedingungen für einen effizienten Einsatz untersuchten. In Deutschland sind Prüfungsausschüsse fakultativ, aber gleichwohl weit verbreitet. Obwohl sich das rechtliche und ökonomische Umfeld deutlich unterscheidet, weisen Literatur und einige empirische Befunde darauf hin, dass die US-Erfahrungen auch hierzulande tragen.

  • Auch unprofitable Marktsegmente bedienen

    Dieser Beitrag erklärt, wie neue Anbieter es schaffen können, einen Markt zu erobern, während die etablierten Unternehmen nicht in der Lage sind, den diesen Erfolgen zugrunde liegenden Wandel für sich zu nutzen. Drei Fallbeispiele werden untersucht: der Unterkunftsvermittler Airbnb aus dem Silicon Valley (Teil A in ZCG 01/2019), der schwedische Musikrevolutionär Spotify und PayPal als der Erfinder des "neuen Geldes". Die Grundlage liefern Porters Vorhersagen über den Effekt des Internets auf die Kräfte in Industrien, Christensens Disruptionstheorie sowie die Analyse von Geschäftsmodellen nach Osterwalder und Pigneur (vgl. dazu Teil A in ZCG 01/2019).

  • CEO-Overconfidence und Rechnungslegung

    Erkenntnisse aus der verhaltenswissenschaftlichen Forschung werden zunehmend in der Betriebswirtschaftslehre berücksichtigt. Hierbei stehen individuelle Persönlichkeitsmerkmale auf der Ebene des Top-Managements im Mittelpunkt. Neben dem Narzissmus wird die Selbstüberschätzung (Overconfidence) des Chief Executive Officers (CEO) in jüngerer Zeit untersucht. In diesem Beitrag werden die Auswirkungen von Selbstüberschätzungen des CEO auf die Rechnungslegungsqualität und die Marktreaktionen reflektiert.

  • CGR zeigt weiterhin Verbesserungspotenzial

    Das Corporate Governance Reporting (CGR) und dessen Weiterentwicklung gewinnen weiterhin an Bedeutung. Anknüpfend an den ZCG-Beitrag in Heft 5/2017, in welchem ein Modell zur Messung der Berichterstattungsqualität von Corporate Governance-Informationen vorgestellt wurde, werden hier die zwischenzeitlichen Änderungen zugrunde liegender Normen sowie die daraus resultierenden Modell-Modifikationen adressiert. Die empirische Untersuchung der DAX-30-Unternehmen für den Berichtszeitraum 2017 verdeutlicht die Entwicklung der CGR-Praxis.