Deutschland exportiert immer mehr Strom


Deutsche Bundesregierung: "Stromerzeugung in Deutschland im europäischen Maßstab konkurrenzfähig"
Der Anteil der vier Versorgungsunternehmen an der deutschen Nettostromerzeugung habe 2004 bei 89 Prozent gelegen

(21.01.09) - Deutsche Energiekonzerne haben in den vergangenen Jahren in immer größerem Umfang Strom ins Ausland exportiert. Wie die Bundesregierung in ihrer Antwort (16/11538) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (16/11162) mitteilt, wurde 2007 beim Stromexport ein Überschuss von 19,1 Terrawattstunden erzielt. Eine Terrawattstunde entspricht einer Milliarde Kilowattstunden. 2003 hatte der Exportüberschuss noch bei 8 Terrawattstunden gelegen.

Wie die Regierung weiter mitteilt, müsse das Stromversorgungssystem in der Lage sein, die Nachfrage der Kunden zu jeder Zeit mit ausreichenden Kapazitäten zu decken. So sei die Nachfrage im Winter höher als im Sommer und am Tag höher als in der Nacht. Wenn in Schwachlastzeiten Kapazitäten für den Export genutzt würden, "ist das ein Zeichen dafür, dass die Stromerzeugung in Deutschland im europäischen Maßstab konkurrenzfähig ist", schreibt die Regierung.

Ausländische Versorgungsunternehmen würden Strom an der Leipziger Strombörse kaufen, wenn die Preise dort günstiger seien als im übrigen Europa. An der Leipziger Strombörse wurden 2007 124 Terrawattstunden Strom auf dem Spotmarkt und 1.150 Terrawattstunden auf dem Terminmarkt gehandelt.

Der Handel auf dem Terminmarkt entspreche der doppelten Menge des im Jahr 2007 in Deutschland verbrauchten Stroms. Dabei sei allerdings zu berücksichtigen, dass am Terminmarkt erworbene Strommengen oft mehrmals weitergehandelt würden.

In Deutschland seien derzeit sieben Kohlekraftwerksprojekte im Bau. Die Gesamtleistung wird mit 8.500 Megawatt angegeben. Die Kapazitätserweiterung entspreche etwa 7 Prozent der insgesamt installierten Kraftwerkskapazität. Den Anteil der Energieversorgungsunternehmen Eon und RWE an der Nettostromerzeugung beziffert die Regierung für die Jahre 2003 und 2004 auf 57 bis 59 Prozent.

Vattenfall und EnBW hätten in diesen beiden Jahren 29 Prozent des Stroms erzeugt. Der Anteil der vier Versorgungsunternehmen an der deutschen Nettostromerzeugung habe 2004 bei 89 Prozent gelegen. (Deutsche Bundesregierung: ra)


Kostenloser Compliance-Newsletter
Ihr Compliance-Magazin.de-Newsletter hier >>>>>>


Meldungen: Bundestag, Bundesregierung, Bundesrat

  • Verbraucherschutz für Menschen mit Behinderungen

    Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) ist nach Angaben der Bundesregierung an die Einhaltung der Bestimmungen zur Berücksichtigung der Belange von Menschen mit Behinderung und deren Organisationen gebunden.

  • Regierungsausgaben für Visagisten und Frisöre

    Die Bundesregierung macht in ihrer Antwort (20/9825) auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion (20/9504) Angaben zu den Kosten, die vom 12. Oktober bis 28. November 2023 aufgrund der Inanspruchnahme von Visagisten und Frisören durch Mitglieder der Bundesregierung, Staatssekretäre und Parlamentarische Staatssekretäre entstanden sind.

  • Benachteiligungsverbot & Mindestvergütungsanspruch

    Der Bundesrat hat keine Einwände gegen den Gesetzentwurf der Bundesregierung für ein Zweites Gesetz zur Änderung des Betriebsverfassungsgesetzes, wie aus einer Unterrichtung (20/9875) hervorgeht.

  • Union will Stärkung der Gesundheitswirtschaft

    Die Unionsfraktion fordert eine nachhaltige Stärkung der Gesundheitswirtschaft. Medizinprodukte leisteten einen wichtigen Beitrag für eine effiziente Gesundheitsversorgung und seien zugleich ein bedeutender Wirtschafts- und Arbeitsmarktfaktor, heißt es in einem Antrag (20/9735) der Fraktion.

  • Keine dauerhafte einheitliche Personenerkennung

    Die geplante Novelle zur Aktualisierung der EU-Verordnung über elektronische Identifizierungs-, Authentifizierungs- und Vertrauensdienste (electronic IDentification, Authentication and Trust Services, eIDAS) hat den Digitalausschuss beschäftigt.

Wir verwenden Cookies um unsere Website zu optimieren und Ihnen das bestmögliche Online-Erlebnis zu bieten. Mit dem Klick auf "Alle akzeptieren" erklären Sie sich damit einverstanden. Erweiterte Einstellungen