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Die moderne Budgetierung in Krisenzeiten


Verzicht auf Planung und Budgetierung auch in Krisenzeiten keine Lösung -Zurückschneiden auf steuerungsrelevanten Kern nötig
ICV-White-Paper: Bedeutung der Budgetierung wird wachsen - Alternative zu "Beyond und better"-Ansätzen


(10.06.09) - Der Internationale Controller Verein (ICV) hat ein White Paper veröffentlicht, das die Grundsätze eines Konzepts der modernen Budgetierung erläutert und diese als praxistaugliche Alternative zu "Beyond und better"-Ansätzen positioniert.

Das White Paper hat der ICV-Facharbeitskreis "Moderne Budgetierung" vorgelegt, den Univ.-Prof. Dr. Ronald Gleich, Vorsitzender der Institutsleitung Strascheg Institute for Innovation and Entrepreneurship (SIIE), European Business School (EBS), leitet. Die Autoren betonen, Budgetierung werde auch in Zukunft eines der wesentlichen Instrumente zur Unternehmenssteuerung sein, deren Bedeutung zunehmen wird. Mit dem Zusatz "modern" soll die Anpassung an aktuelle Anforderungen verdeutlicht werden, die "Moderne Budgetierung" wieder auf den Nutzen bringenden und steuerungsrelevanten Kern "zurechtzuschneiden", der für eine rationale Unternehmensführung und -steuerung nötig ist. "Die Budgetierung wird einfach, flexibel und integriert gestaltet, bildet die Unternehmensstruktur und Wertschöpfung ab und legt den Fokus auf die Vermittlung von Absichten", heißt es in dem Papier.

"Beyond und better"-Ansätze keine praxistauglichen Konzepte
Das klassische Verständnis von Controlling als Unterstützungsfunktion der Führung baut auf einem Management-Prozess von der Zielfindung über Planung und Kontrolle bis zur Steuerung auf. Bei diesen Führungsaufgaben unterstützt und begleitet der Controller das Management und übernimmt so Mitverantwortung für die Zielerreichung. Planung und Budgetierung sind damit zentrale Instrumente der Unternehmensführung und des Controllings. Sie schaffen Nutzen für die Unternehmen in vielerlei Hinsicht.

Dennoch reißt die Diskussion über die zweckmäßige Ausgestaltung von Planung und Budgetierung nicht ab. Obwohl die Probleme der Unternehmen weitgehend bekannt sind, sind bisherige, auch innovative Lösungsansätze, nur bedingt geeignet. So konnte sich Beyond Budgeting praktisch kaum durchsetzen. Auch ist es äußerst fraglich, ob dieses Konzept für den Großteil der Unternehmen überhaupt anwendbar ist. "Better Budgeting" hingegen ist kein geschlossenes Konzept, sondern nur ein Oberbegriff für eine Vielzahl von Verbesserungsideen und -instrumenten. Das Fazit: Es fehlt immer noch eine gemeinsame Klammer, ein problemadäquates Konzept, das auch in der Praxis anwendbar ist.

Diese für Controller und Manager unbefriedigende Situation wurde vom Internationalen Controller Verein (ICV) in Zusammenarbeit mit der European Business School (EBS), Horváth & Partners Management Consultants sowie weiteren Wissenschaftlern und Praxisvertretern zum Anlass genommen, ein wissenschaftlich fundiertes, stimmiges und praxistaugliches Konzept zu entwickeln: die Moderne Budgetierung.

Im Unterschied zu Lösungsansätzen mit den Prädikaten "Beyond und better" werden mit "Moderne Budgetierung" einerseits alle Aussagen durch eine theoretische Fundierung und empirische Nachweise belegt. Andererseits werden laufend Anregungen und Ideen aus Praxis und Theorie – im Sinne eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses – eingearbeitet. Um von vornherein viele Aspekte, Ideen, Sichtweisen und Erfahrungen einzubringen, wurden bei der Entwicklung die wesentlichen, betroffenen Personengruppen einbezogen: zukünftige Anwender aus Unternehmen, Wissenschaftler sowie Berater.

Die moderne Budgetierung in Krisenzeiten
"Krisenzeiten bieten Kritikern immer Anlass zu behaupten, dass die vorhandenen Instrumente und Methoden daran Mitschuld hätten und die Zeit für neue revolutionäre Konzepte reif sei. Dem widersprechen wir hinsichtlich des Controllings und insbesondere der Planung und Budgetierung. Die vorhandenen Planungs- und Steuerungssysteme sind auch in dynamischen Zeiten anwendbar", heißt es im White Paper. "Natürlich ist die eine oder andere Anpassung hin zu einer Modernen Budgetierung notwendig: mehr Szenarien und Forecasts, mehr Flexibilität für kurzfristige Änderungen, noch stärker auf die Mitarbeiter am Markt hören. Aber ein Verzichten auf Planung und Budgetierung ist auch in Krisenzeiten keine Lösung." Damit würden Unternehmen die Chance verlieren, vorausschauend und aktiv Entwicklungen einzuschätzen, Gegenmaßnahmen zu entwickeln und aus (Planungs-)Fehlern für die Zukunft zu lernen.

Mit der Modernen Budgetierung sollen Unternehmen und Organisationen die Möglichkeit erhalten, Planungs- und Steuerungssysteme systematisch und nach individuellem Bedarf neu auszurichten. "Es handelt sich dabei um kein Patentrezept, sondern um fundierte Empfehlungen, die in vielen kleinen und großen Schritten durch ständige Bemühungen etabliert werden können", so die Autoren.

Meilensteine für Facharbeitskreis bis 2011
Das White Paper gibt einen Auszug aus dem konsolidierten Stand der bisherigen im Facharbeitskreis "Moderne Budgetierung" erzielten Ergebnisse wider. Weitere Veröffentlichungen, verbunden mit einer erweiterten Version des vorliegenden White Papers sowie Praxisbeispielen aus unterschiedlichsten Branchen, folgen im August 2009. Neben der Weiterentwicklung und Verfeinerung des Konzeptes sind für die kommenden Jahre die Erarbeitung von Arbeitshilfen und Checklisten, die Analyse der möglichen IT-Unterstützung und die Erarbeitung von Branchenlösungen geplant. Daneben soll auch eine empirische Studie über die Moderne Budgetierung in der Praxis durchgeführt werden. Zur Verbreitung des Konzeptes sind Veröffentlichungen in Zeitschriften (2009 und 2010), ein Controller Statement (2010) und ein Buch (voraussichtlich 2011) vorgesehen.

Das White Paper ist auf der ICV-Website im Bereich "Controlling-Wissen" online. (Internationaler Controller Verein: ra)

Internationaler Controller Verein: Steckbrief

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