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"Management Summary" des TelekomForums


Der einzige Weg, um alle gesetzlichen Anforderungen einzuhalten und Transparenz zu gewährleisten, ist ein konsistenter, globaler GRC-Ansatz
Eine technische Lösung zum regelkonformen Umgang mit Dokumenten ist Document Compliance Management auf Basis von Datenräumen


(24.11.09) - Das TelekomForum veranstaltete am 03. November 2009 sein 6. "SecuritySymposium". Die Kernaussagen der Veranstaltung sind im "Management Summary" zusammengefasst.

Dazu zählen folgende Punkte
• Sicherheit ist nach wie vor ein großes Thema in Unternehmen. Bei europäischen Unternehmen haben nach Forrester Research Daten- und Anwendungssicherheit oberste Priorität. 90 Prozent bzw. 86 Prozent der befragten Unternehmen halten diese beiden Aspekte für wichtig bis sehr wichtig. Auf Rang drei liegt Business Continuity (81 Prozent).

• Die Business-Prioritäten, die für die IT-Sicherheit am wichtigsten sind, sind nach Ansicht der befragten europäischen Unternehmen der Schutz der Kundendaten (87 Prozent) sowie der Schutz der Unternehmensdaten und des geistigen Eigentums (85 Prozent).

• Dass dem Thema Sicherheit eine so hohe Bedeutung zugestanden wird, liegt unter anderem an der rasanten Zunahme der Sicherheitsbedrohungen. Nach der Kriminalstatistik des BKA für das Jahr 2008 verzeichnete das Ausspähen und Abfangen von Daten verglichen zum Vorjahr einen Anstieg um 60 Prozent.

• Gleichzeitig müssen Unternehmen immer mehr gesetzliche Vorgaben in Governance-, Risk- und Compliance-Management erfüllen – neben den eigenen internen Richtlinien. Gerade globale Konzerne stehen vor einer immensen Herausforderung, da die Anforderungen in den verschiedenen Unternehmensbereichen und zudem auch international stark differieren. Der einzige Weg, um alle gesetzlichen Anforderungen einzuhalten und Transparenz zu gewährleisten, ist ein konsistenter, globaler GRC-Ansatz.

• Da finanzielle und personelle Ressourcen auch in punkto Sicherheit begrenzt sind, müssen sie so effizient wie eben möglich eingesetzt werden. Ansatzpunkte zur Effizienzsteigerung im IT-Sicherheitsmanagement können beispielsweise eine konsequente Priorisierung und Standardisierung, klare vertragliche Regelungen mit Dritten und die Bereitstellung von Methoden und Tools für Mitarbeiter ohne Sicherheits-Know-how sein.

• Eine technische Lösung zum regelkonformen Umgang mit Dokumenten ist Document Compliance Management auf Basis von Datenräumen. Diese ermöglichen das hochsichere Management vertraulicher elektronischer Dokumente – auch über die Unternehmensgrenzen hinweg.

• Neben der technischen Sicherheit müssen aber auch die Mitarbeiter in Sicherheitsfragen sensibilisiert werden. Denn unbeabsichtigte interne Verstöße gegen Security-Richtlinien sind eine größere Bedrohung als gezielte Insider-Attacken. Rund ein Drittel aller IT-Sicherheitsverstöße in Unternehmen werden von den eigenen Mitarbeitern verursacht, wenn auch meist ohne böse Absicht. Der Mensch bliebt also ein limitierender Faktor in punkto Sicherheit.

• Ein weiterer limitierender Faktor kann aber auch die Hardware sein. Durch das Outsourcing der Chip-Produktion in billigere, zum Teil nicht vertrauenswürdige Länder gibt es kaum noch Kontrollmöglichkeiten, sodass sich relativ einfach Hardware-Trojaner einschleusen lassen. Angesichts von Billionen von Transistoren in einem Chip ist es fast unmöglich, herauszufinden, ob eine Manipulation vorliegt oder nicht. Ein Lösungsansatz könnte im hochgradig fehlertoleranten Bau von Chips liegen.

• Insgesamt gilt: ein überzeugendes und umfassendes Sicherheitskonzept wird für
Unternehmen immer mehr zum zentralen Wettbewerbs- und Erfolgsfaktor.
(TelekomForum: ra)

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Meldungen: Markt / Hintergrund

  • Wahrung der Compliance im Blick

    Zwei Gesetzesvorgaben drängen derzeit die Chefetagen, sich mit dem Thema Verschlüsselung zu beschäftigen. Die europäische Datenschutz-Grundverordnung (EU DSGVO) trat am 25. Mai 2018 in Kraft und stärkt die Datenschutzrechte von Privatpersonen. Die Verschlüsselung personenbezogener Daten ist durch sie EU-weit gesetzliche Pflicht geworden. Empfindliche Bußgelder, gepaart mit der hohen Chance, dass Verstöße gegen die EU DSGVO tatsächlich auffallen, sorgen dafür, dass Unternehmen sich zunehmend um die Wahrung ihrer Compliance sorgen. Bereits 2016, zwei Jahre vor Inkrafttreten der EU DSGVO, wurde die Know-how-Schutz-Richtlinie der Europäischen Union zur Förderung der Binnenwirtschaft veröffentlicht. Ihr Ziel ist es, im EU-Raum einheitliche Schutzregeln für Geschäftsgeheimnisse zu schaffen. In Deutschland wurden die Vorgaben am 21. März 2019 im Geschäftsgeheimnisgesetz (GeschGehG) als neues Stammgesetz verabschiedet. Jetzt müssen Geschäftsgeheimnisse, um rechtlich als solche zu gelten, nachweisbar von den Unternehmen geschützt werden. Wer sensible Daten unverschlüsselt versendet, bleibt ohne gesetzlichen Schutz, wenn Geschäftsgeheimnisse beim Datenversand abgefangen und von anderen genutzt werden.

  • Verwendung der personenbezogenen Daten

    Im ersten Jahr der europäischen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) kehrte in die Unternehmen eine größere Datenhygiene ein. Sie waren gezwungen einen besseren Schutz und eine verantwortungsbewusstere Verwaltung der Daten europäischer Bürger zu gewährleisten. Um dies zu erreichen, mussten die Unternehmen den Überblick über die Vorhaltung von Datenbeständen erhalten, die oft über mehrere verschiedene Abteilungen verstreut aufbewahrt wurden. Nur auf einer einheitlichen Datenbasis - die oftmals als Data dictionary oder data repository bezeichnet wird - konnte festgestellt werden, ob die Erlaubnis zur Verwendung der personenbezogenen Daten tatsächlich vorliegt.

  • Zu wenig Klarheit im Umgang mit der DSGVO

    Am 25. Mai gilt die DSGVO seit einem Jahr in allen EU-Mitgliedstaaten. In dieser Zeit haben die Datenschutzkonferenz von Bund und Ländern (DSK) und der Europäische Datenschutzausschuss kontinuierlich neue Merkblätter und Orientierungshilfen veröffentlicht, die Unternehmen mehr Sicherheit geben sollen bei der Umsetzung der DSGVO. Doch von Rechtssicherheit für alle Unternehmen und einer einheitlichen Auslegung der Verordnung ist Europa noch weit entfernt. "Die Datenschutzbeauftragten in Deutschland und die Aufsichtsbehörden in ganz Europa fordern wir auf, diese Regeln einheitlich auszulegen, um Unternehmen vor bürokratischer Willkür zu schützen", sagt Alexander Rabe, Geschäftsführer des eco - Verbands der Internetwirtschaft e. V.

  • Beschleunigung der Gerichtsverfahren

    Bayerns Justizminister Georg Eisenreich begrüßt die Eckpunkte zur Reform der Strafprozessordung (StPO), die das Bundeskabinett in Berlin beschlossen hat. Eisenreich: "Das ist auch ein großer Erfolg bayerischer Rechtspolitik. Viele der beschlossenen Eckpunkte fordern wir schon lange. Insbesondere die Maßnahmen zur Beschleunigung von Strafgerichtsverfahren, die Erweiterung der DNA-Analyse, die Befugnis zur Telekommunikationsüberwachung bei Verdacht auf Wohnungseinbruchdiebstahl und auch das Verbot der Gesichtsverhüllung vor Gericht." Bayern hatte sich bereits bei den Koalitionsverhandlungen bei diesen Themen durchgesetzt. Damals war es gelungen, die zentralen bayerischen Anliegen in den Koalitionsvertrag zu verhandeln.

  • DSGVO-konformer Umgang mit sensiblen Daten

    Am 25. Mai 2019 jährt sich das Inkrafttreten der Datenschutz-Grundverordnung, kurz DSGVO, das erste Mal. Grund genug, Bilanz zu ziehen. Während sich im Vorfeld die Kritik an dem Gesetz häufte und in den Medien beispielsweise von Abmahnwellen die Rede war, blieben die Befürchtungen der Unternehmen diesbezüglich weitestgehend unbestätigt. "Doch auch ein Jahr nach Inkrafttreten gehört ein DSGVO-konformer Umgang mit sensiblen Daten noch immer nicht zum Alltag vieler Unternehmen", so Haye Hösel, Geschäftsführer und Gründer der Hubit Datenschutz GmbH & Co. KG. Besonders wenn es um gesetzeskonforme Websites, sichere Passwörter oder die Nutzung von Diensthandys geht, besteht weiterhin Handlungsbedarf. "Unternehmen sehen nicht immer den Sinn der DSGVO, sondern lediglich einen größeren Arbeitsaufwand. Aber immerhin schließen wir auch die Tür ab, wenn wir das Haus verlassen, obwohl dies einen zusätzlichen Aufwand bedeutet", betont Hösel.