- Anzeigen -
Besuchen Sie auch unser Zeitschriftenportfolio im Bereich Governance, Risk, Compliance & Interne Revision

Sie sind hier: Home » Markt » Hinweise & Tipps

Verteidigungsstrategie überdenken


Die zehn Top-Strategien für den Online-Markenschutz 2014
Neue, generische Top-Level-Domains (gTLDs): Für ein Unternehmen neue Chancen oder nur eine weitere Front, die es zu verteidigen gilt?


(13.03.14) - Das Internet und seine Angebote entwickeln sich kontinuierlich weiter. Leider gilt das auch für die Risiken, die den guten Ruf einer Marke und ihren Ertrag bedrohen. In der digitalen Welt spürt man die geschäftlichen Auswirkungen von Markenmissbrauch unmittelbar und in voller Härte. Bevor Unternehmen ihre Markenschutzplanung für 2014 abschließen, sollten sie sich deshalb mit wichtigen Aspekten auseinandersetzen.

1. Jede Marke benötigt eine Strategie für den Umgang mit den neuen gTLDs
Ob die neuen, generischen Top-Level-Domains (gTLDs) für ein Unternehmen neue Chancen bedeuten oder nur eine weitere Front, die es zu verteidigen gilt – jede Marke benötigt eine Strategie für den Umgang mit ihnen. Hunderte neuer gTLDs kommen derzeit auf den Markt. Somit ist es für Unternehmen an der Zeit, zu entscheiden, ob sie die eigenen Marken in diesem neuen Umfeld registrieren, blockieren oder nur überwachen möchten. Dafür sollten Geschäftsführer mit Mitarbeitern aus der Rechtsabteilung und dem Risk Management zusammenzuarbeiten, die Chancen gegen die Risiken abwägen und eine budgetgerechte Strategie entwickeln.

2. Die Verteidigungsstrategie überdenken
Bei über 600 neuen gTLDs, die in den nächsten drei Jahren auf den Markt kommen, kann es sich kein Unternehmen erlauben, jeden Markenbegriff für jede neue Endung zu registrieren. Die meisten Unternehmen werden ihren Ansatz zum Thema Markenschutz überdenken müssen. Denn wo vorsorgliche Domain-Registrierung als Strategie nicht mehr greift, müssen Wege gefunden werden, um stattdessen das erweiterte Domain-Umfeld auf Markenmissbrauch zu überwachen. Falls Unternehmen noch nicht über entsprechende Richtlinien verfügen, sollten sie gemeinsam mit Ihren Rechts-, Markenschutz- und Risk Management-Experten Vorgehensweisen definieren, wie gegen Domains vorzugehen ist, die ihre Markenrechte verletzten und ihren Traffic stehlen.

3. Durch effiziente Verfolgung den ROI von Markenschutzinvestitionen maximieren
Unternehmen sollten bei der Entwicklung ihrer Markenschutzplanung gezielt auf Technologie setzen, um ihre Verfolgungsmaßnahmen zu skalieren und effizienter zu gestalten. Neue Technologien helfen, entscheidende Daten sichtbar zu machen, mit deren Hilfe Markeninhaber die Beziehungen zwischen kriminellen Websites erkennen können. So lassen sich ganze Netzwerke mit Tausenden von Domain-Namen identifizieren. Das hat zur Folge, dass Unternehmen im Rahmen ihrer Verfolgungsmaßnahmen ganze kriminelle Netzwerke ausheben können, statt nur einzelne Websites anzugehen. Diese technologieorientierte Strategie beschleunigt Nachforschungen, maximiert die Effizienz juristischer Strategien und steigert den ROI von Markenschutzinvestitionen.

4. Der Domain-Sicherheit höchste Priorität geben
Hacker und sogenannte Hacktivisten kidnappen immer häufiger Domains, leiten sie um oder deaktivieren die Seiten sogar komplett. Kein Unternehmen möchte die eigene Marke als Hacker-Opfer in den Medien sehen. Domains sind geschäftskritische Aktivposten, die rund um die Uhr geschützt werden müssen, um durchgehende Verfügbarkeit zu gewährleisten und das Markenimage zu schützen. Markeninhaber sollten sicherstellen, dass mehrere Schutzebenen implementiert sind. Das beinhaltet auch leistungsstarke Sicherheitslösungen seitens des Domain-Registrars.

5. Die Markenschutzstrategie modifizieren, um auch in asiatischen Märkten erfolgreicher zu sein
Asien ist nach wie vor ein schnell wachsender Markt – auch für Markenmissbrauch. Will man solchem Missbrauch effizient entgegenwirken, benötigt man eine individuelle Markenschutzstrategie, die lokale Gegebenheiten berücksichtigt. Deshalb sollten Markeninhaber sicherstellen, dass ihre Warenzeichenanmeldungen den Anforderungen der verschiedenen Gerichtsbarkeiten entsprechen. Es ist wichtig, sich mit den zahlreichen Werbe- und Distributionskanälen der asiatischen Märkte vertraut zu machen und beide Typen auf Markenmissbrauch zu überwachen. Als Fachleute für den Markenschutz vor Ort sollten auf jeden Fall Muttersprachler eingesetzt werden, die mit den lokalen asiatischen Märkten und den länderspezifischen Richtlinien vertraut sind.

6. Social Media und mobile Anwendungen im Auge behalten
Markenpiraten erkennen in den rasant wachsenden digitalen Kanälen blitzschnell jede neue Chance, um sich in Social Media und mobilen Anwendungen als Marke auszugeben. Beide Märkte sind sehr dynamisch und entwickeln sich extrem schnell weiter. Neue soziale Netzwerke oder angesagte Apps können in wenigen Monaten eine beherrschende Stellung einnehmen, während die Übernahme einer sozialen Plattform durch ein größeres Unternehmen deren Ansätze und Richtlinien komplett ändern kann. Um mit den Markenpiraten mithalten zu können, muss die Markenschutzstrategie eines Unternehmens genauso dynamisch sein. Auch in globalen Märkten wie China sind soziale Websites im Kommen. Deshalb sollten Marken eine ebenso globale Überwachungsstrategie nutzen, um Markenmissbrauch zu vermeiden.

7. Markenpiraten wichtige Einnahmequellen entziehen
Piraten-Websites sind auf Werbeeinnahmen und ahnungslose Werbekunden angewiesen, um ihre illegalen Machenschaften zu finanzieren. Eine erfolgreiche Strategie ist es, mit Werbenetzwerken und Echtzeitmarktplätzen ebenso zusammenzuarbeiten wie mit Zahlungsdienstleistern. So lassen sich auf Piratenseiten platzierte Anzeigen automatisch identifizieren und entfernen. Damit wird den Betreibern eine wichtige Einnahmequelle entzogen und das Ansehen der Marke wird geschützt.

8. Das Markenvertrauen stärken
Verbraucher erwarten heute über sämtliche Kanäle hinweg ein nahtloses, authentisches Markenerlebnis. Ob es um Informationen zu einem anstehenden Kauf geht, um Aktivitäten in Social Media oder die Abwicklung einer Transaktion von unterwegs – der Verbraucher von heute setzt voraus, dass all das jederzeit problemlos durchführbar ist. Markenpiraten sind sich dessen wohl bewusst. Sie stellen mit gefälschten Seiten und Apps die Optik einer Marke nach, leiten Traffic um, verwirren die Kunden und treiben so die Kosten für das Digitalmarketing in die Höhe. Aktuelle Untersuchungen haben ergeben, dass einer von fünf Online-Käufern bereits einmal auf eine Seite mit gefälschten Produkten gelockt wurde, während er im Internet nach Angeboten suchte. Clevere Unternehmen setzen hier auf eine umfassende Markenschutzstrategie, um ihre Kunden vor Fälschern und Piraten zu schützen und auch in der digitalen Welt Vertrauen zu schaffen.

9. Digitale Inhalte schützen
Jedes Unternehmen hat digitale Inhalte, die es zu schützen gilt: von Filmen und Musik über Software und Spiele bis hin zu Patenten, Kundenlisten, Datenbanken und Softwareentwickler-Kits. Wenn es von Wert ist, ist es auch in Gefahr. Unternehmen sollten deshalb die potenziellen Bedrohungen ihrer digitalen Werte evaluieren und einen Plan entwickeln, um sie zu schützen. Es ist von Vorteil, sich darauf zu konzentrieren, wie Suchmaschinen Traffic zu Sharing- oder Cyberlocker-Websites leiten, über die nicht autorisierter Zugriff auf digitale Inhalte möglich sein kann.

10. Mit Markenschutz zusätzliche Business-Intelligence (BI)-Vorteile verschaffen
Eine durchdachte Markenschutzstrategie für die digitale Welt schützt nicht nur eine Marke und ihre Kunden, sie sichert auch Wettbewerbsvorteile. Unternehmen sollten die durch ihr Markenschutzprogramm generierten Daten nutzen, um die Marktlücken zu erkennen, die Kunden zu Markenfälschern treiben und diese pro-aktiv mit neuem Marketing, anderen Preisstrukturen sowie Service- und Distributionsstrategien füllen. So profitieren Markeninhaber von der bestehenden Kundennachfrage, statt Umsatz zu verlieren. Die Abstimmung mit Rechts- und Markenschutzexperten kann wertvolle Erkenntnisse verschaffen, mit deren Hilfe Unternehmen ihre Umsätze steigern können, während sie den Fälschern keine Chance lassen.
(MarkMonitor: ra)

MarkMonitor: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

- Anzeigen -




Kostenloser Compliance-Newsletter
Ihr Compliance-Magazin.de-Newsletter hier >>>>>>


Meldungen: Invests

  • 23 Millionen Bürger machen Steuererklärung im Netz

    Tippen und Klicken statt Lochen und Heften: Immer mehr Bundesbürger schwören dem Papierkrieg ab und reichen ihre Steuerklärung einfach online beim Finanzamt ein. 23,1 Millionen Steuerzahler erklärten ihre Einkommenssteuer für das Steuerjahr 2017 elektronisch über den Online-Dienst ELSTER. Das ist ein Anstieg um 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr mit 22 Millionen Online-Steuererklärungen. Das berichtet der Digitalverband Bitkom auf Basis von Daten der Finanzverwaltung. "Die Online-Steuererklärung macht weniger Aufwand, spart Zeit und schont die Nerven. Das scheint immer mehr Steuerzahler zu überzeugen", sagt Bitkom-Steuerexperte Thomas Kriesel. "Das ELSTER-Projekt zeigt, wie Verwaltungsdienstleistungen erfolgreich digitalisiert werden können. Allerdings wird das komplexe deutsche Steuerrecht dadurch auch nicht einfacher."

  • Datenschutz als Wettbewerbsvorteil

    Seit dem 25. Mai 2018 gilt in allen Ländern der EU ein einheitliches Datenschutzrecht (Datenschutz-Grundverordnung - DSGVO). Für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) haben sich mit der Verordnung neue Anforderungen an den Datenschutz gestellt. Um die Übersicht zu verbessern, stellt Deutschland sicher im Netz e.V. (DsiN) im Verbund mit seinen Mitgliedern und Unterstützung des Bundesdatenschutzbeauftragten den Datenschutz-Navigator.org als neues Hilfsangebot bereit. Der Onlinecheck führt durch sämtliche praxisrelevante Themen rund um Datensicherheit und zeigt, wie Betriebe Datenschutz praxisgerecht umsetzen können.

  • Elektronische Rechnungen & EU-MwSt.-Richtlinie

    Nach der Verkündung der EU-Kommission vom 18. April 2019 wissen Unternehmen nun zumindest theoretisch dass die Richtlinie für elektronische Rechnungen gültig ist. "Theoretisch", weil es sich dabei auf den ersten Blick nicht unbedingt um Neuigkeiten von großer Bedeutung handelt. Vor allem, da Unternehmen höchst wahrscheinlich schon seit einiger Zeit ein System für ihre Rechnungsstellung nutzen. Dieser Beitrag fasst zusammen was Unternehmen beachten müssen um den Richtlinien zu entsprechen und weist zusätzlich auf einige Fälle hin, bei denen Unternehmen möglicherweise schon seit geraumer Zeit die EU-MwSt.-Richtlinie missachten.

  • Praxishilfe zur EU-Verordnung elDAS

    Mit elDAS ist seit Mitte 2016 eine EU-Verordnung wirksam, auf deren Basis die elektronische Identifizierung und die Erbringung von Vertrauensdiensten innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums neu geregelt wurde. Sie zeigt bereits deutliche Erfolge, allerdings verbirgt sich hinter der Umsetzung für Diensteanbieter und Anwender ein fachlich komplexer Prozess. TÜV Trust IT hat deshalb hierzu eine umfangreiche Praxishilfe herausgegeben. Mit elDAS ist erstmals die digitale Kommunikation von Wirtschaft, Verwaltung und Bürgern rechtsverbindlich, grenzüberschreitend, vollständig medienbruchfrei und sicher möglich. Dass diese Verordnung tatsächlich schon zu einer deutlichen Zunahme der qualifizierten Vertrauensdienste in Europa geführt hat, lässt sich an dem durch die EU geführten Verzeichnis der qualifizierten Anbieter ablesen: EU Trusted List of Trust Service Providers (TSL). Zudem wird die Nutzung von Vertrauensdiensten nach eIDAS in immer neuen Anwendungsbereichen zur Pflicht. Dies gilt beispielsweise im Finanzwesen, wo zur Erfüllung der Anforderungen der Payment Services Directive 2 (PSD2) die Nutzung von sogenannten Qualifizierten Siegeln und Zertifikaten (QWACS) zur Absicherung der Maschinenkommunikation vorgegeben wurde.

  • Was effektive Verschlüsselungsstrategie ausmacht

    Simon Keates, Business Development Director, EMEA bei Thales eSecurity, erläutert wie man eine effektive Verschlüsselungsstrategie am besten umsetzt und wie man die dazu notwendige Kommunikation mit der Führungsebene verbessert. "Lange Jahre hat man Verschlüsselung primär aus einem Blickwinkel heraus betrachtet: dem einer Belastung für Geschäftsprozesse. Teuer, komplex und von zweifelhaftem Wert. Wie sich die Dinge doch geändert haben. Nach wenigen Jahren (und nach Hunderten von hochkarätigen Datenschutzverletzungen mit wirtschaftlichen Schäden in Billionenhöhe) lassen sich Cyberbedrohungen nicht mehr ignorieren. Das ist auch auf den Vorstandsetagen angekommen. Neben den unmittelbaren wirtschaftlichen Folgen einer Datenschutzverletzung gibt es ein breit gefächertes Arsenal an weiteren, potenziell verheerenden Auswirkungen.