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Ende-zu-Ende-Verschlüsselung geraten


Sturm im sicheren Hafen: Welche Folgen hat das EuGH-Urteil für Internet-Nutzer?
Es wird geraten, die rund 4.400 Services, die Daten im Rahmen des Safe Harbor-Abkommens an die USA weitergeleitet haben, zu meiden

(03.11.15) - Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat das 15-jährige Abkommen "Safe Harbor" für ungültig erklärt. Für die digitale Welt beginnt ab sofort eine neue Ära im Kampf um härtere Datenschutzgesetze. Unternehmen in der EU, egal ob groß oder klein, werden sich in Zukunft neuen Richtlinien unterwerfen müssen. tresorit bringt ans Licht, was genau das für Internet-Nutzer bedeutet.

Was bedeutet Safe Harbor?
Das Safe-Harbor-Abkommen betrifft vor allem die Weiterleitung und Speicherung personenbezogener Daten von Europa in die USA. Bisher nahm man an, dass diese Daten in den USA ein vergleichbares Niveau an Sicherheit erfahren wie in der EU. Nun kritisierte der EuGH in seinem Urteil, dass die US-Datenschutzgesetze in keinem ausreichenden Maße auch für Daten aus der EU gelten.

Was nun?
Privatpersonen können von nun an selbst entscheiden, ob sie ihre Daten bei Unternehmen mit Sitz in den USA speichern wollen - auf eigenes Risiko! Unternehmen allerdings können jetzt nicht mehr so einfach personenbezogene Daten von EU-Bürgern ohne ihre Zustimmung an die USA weiterleiten.

Es wird geraten, die rund 4.400 Services, die Daten im Rahmen des Safe-Harbor-Abkommens an die USA weitergeleitet haben, zu meiden. Gerade für Unternehmen ist die Speicherung, Verarbeitung und das Teilen von Kunden-, Mitarbeiter- oder Businesspartner-Daten essentiell. Sichere Datenspeicher und Kollaborationstools wie tresorit arbeiten mit einer einzigartigen Verschlüsselungstechnik und bieten auf diese Weise eine sichere und effiziente Alternative, um wichtige Daten in der Cloud zu schützen. "Wir bei tresorit begrüßen das Urteil zum Safe-Harbor-Abkommen", so CEO Istvan Lam. "Es bot für EU-Bürger keine Privatsphäre. Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ist der einzige und zugleich sichere Schutz personenbezogener Daten. Unsere Technologie sorgt dafür, dass der Benutzer das letzte Wort darüber hat, was mit seinen Daten passiert." Zudem sind die Server in Irland und den Niederlanden zu finden, dementsprechend gelten die EU-Richtlinien, die weitaus strenger sind als selbige anderer Verbunde. (tresorit: ra)

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Meldungen: Markt / Hinweise & Tipps

  • Kontoauszüge regelmäßig überprüfen

    In Deutschland gibt es mehr als 58.000 Geldautomaten zum Geldabheben. Im Schnitt nutzt ein Erwachsener alle 12 Tage einen Geldautomaten, um sich mit Bargeld zu versorgen. In der Regel läuft es reibungslos, aber wenn etwas außer der Reihe passiert, ist man schnell verunsichert. Was ist zu tun, wenn die Karte plötzlich geschluckt wird? Eine Karte wird zumeist dann eingezogen, wenn sie gesperrt ist. In den meisten Fällen hat der Kunde sie selbst sperren lassen, weil sie verloren oder verlegt wurde.

  • Auf Videoüberwachung muss hingewiesen werden

    Die Überwachung von Räumen und Plätzen mittels Videoüberwachung ist ein Thema, das in der neuen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) nur am Rande geregelt wird. Vielmehr sollen die einzelnen Mitgliedsstaaten selbst Vorschriften für die elektronische Überwachung erlassen. Die DSGVO, die ab 25. Mai 2018 europaweit anwendbares Recht ist, schreibt in Artikel 35, Absatz 3 lit. c) allerdings vor, dass bei "einer systematischen umfangreichen Überwachung öffentlich zugänglicher Räume" eine Datenschutz-Folgenabschätzung nötig und erforderlich ist. TÜV Süd erklärt die in Deutschland geltenden Normen. In Deutschland ist die Videoüberwachung in § 4 Bundesdatenschutzgesetz (BDSG-neu) festgelegt. Die größte Änderung zur bisher bestehenden Regelung findet sich in Absatz 1: Hier legt das BDSG-neu fest, dass öffentlich zugängliche großflächige Anlagen oder Einrichtungen wie öffentliche Verkehrsmittel, Bahnhöfe sowie Einkaufszentren, Sportstätten und Veranstaltungsorte zum Schutz der Menschen überwacht werden dürfen, der Schutz von Personen, die sich dort aufhalten, aber besonders beachtet werden muss.

  • Angemessene technische Maßnahmen

    Digitalisierung und die zunehmende Vernetzung aller Versorgungsbereiche stellen den modernen Lebensstandard sicher. Aber so modern die Systeme auch sind, so verletzlich sind sie auch. Als kritische Infrastrukturen (KRITIS) werden Betreiber bezeichnet, die mehr als 500.000 Personen versorgen. TÜV Süd informiert darüber, dass ein Betreiber, der unter die BSI-Kritisverordnung fällt, angemessene organisatorische und technische Vorkehrungen zur Vermeidung von Störungen treffen muss. Zudem besteht alle zwei Jahre Nachweispflicht gegenüber dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).

  • Mit DMS auch DSGVO im Griff

    Die Aufbewahrungspflicht von Geschäftspapieren ist gesetzlich verankert. Fehlen Unterlagen, droht Ärger mit Behörden, denn wer seine Einnahmen und Ausgaben nicht mit Belegen plausibel machen kann, dem steht beispielsweise eine Schätzung der Besteuerungsgrundlage durch das Finanzamt ins Haus. Hinzu kommen Bußgelder oder sogar Strafen wegen Steuerhinterziehung oder Verletzung der Buchführungspflichten.

  • Compliance ist nur Teilaspekt der IT-Security

    IT-Sicherheit ist primär Compliance-getrieben, vor allem im Finanzbereich, in dem Aufsichtsbehörden kontinuierlich neue Regelungen in Kraft setzen, Ende 2017 etwa die BAIT. Die Erfüllung gesetzlicher Richtlinien ist aber keine Garantie für die Abwehr von IT-Sicherheitsgefahren, warnt CyberArk. In der IT-Sicherheit steht für viele Branchen die Erfüllung von Compliance-Anforderungen im Vordergrund. Unternehmen erbringen dafür Nachweise, dass Gesetze und Richtlinien erfüllt sind. Aber damit werden weder Schwachstellen beseitigt noch Sicherheitsvorfälle verhindert. Dominant ist die Compliance etwa im strikt regulierten Finanzbereich, in dem schon seit Langem IT-spezifische Vorgaben existieren, die zudem kontinuierlich erweitert und präzisiert werden, vor Kurzem etwa mit den Bankaufsichtlichen Anforderungen an die IT (BAIT).