- Anzeigen -
Besuchen Sie auch unser Zeitschriftenportfolio im Bereich Governance, Risk, Compliance & Interne Revision

Sparpotential vor allem beim Subventionsabbau


Repräsentative Umfrage: Deutsche kritisieren Verschwendung von Steuergeld
An vielen Stellen wird in der öffentlichen Verwaltung ineffizient gearbeitet


(18.02.11) - Über 80 Prozent der Bürgerinnen und Bürger geben an, der Staat würde Steuergelder verschwenden. Besonders in der Kritik stehen zu hohe Kosten bei öffentlichen Bauvorhaben, der staatlichen Verwaltung und Steuervergünstigungen, von denen nur einzelne Gruppen profitieren. 61 Prozent der Deutschen würde es begrüßen, wenn Subventionen gekürzt würden. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts dimap im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM).

Die Ausgaben von Bund, Ländern, Gemeinden und den Sozialversicherungen summieren sich auf jährlich über eine Billionen Euro. Nur 16 Prozent der Befragten geht davon aus, dass dieses Geld vom Staat sparsam eingesetzt wird. Alle anderen vermuten, dass die Verschwendung öffentlicher Gelder groß oder sehr groß ist.

Dazu sagt Hubertus Pellengahr, Geschäftsführer der INSM: "Die Skepsis der Bürger ist nachvollziehbar. An vielen Stellen wird in der öffentlichen Verwaltung ineffizient gearbeitet. Oft werden Aufgaben nicht einer kritischen Prüfung unterzogen. Politik und Verwaltung sollten künftig sparsamer mit dem Geld der Steuerzahler umgehen."

Sparpotential besteht vor allem beim Subventionsabbau. Im vergangenen Jahr erreichte das Volumen an staatlichen Finanzhilfen und Steuervergünstigungen ein neues Rekord-Hoch von 164 Milliarden Euro. 61 Prozent der Deutschen würde es begrüßen, Subventionen zu reduzieren.

Unterstützt wird der Subventionsabbau quer durch die Anhängerschaft aller Parteien: Bei Union (66 Prozent) und FDP-Wählern (70 Prozent) ist die Zustimmung am höchsten. Auch die Mehrheit der Anhänger von SPD (62 Prozent), Grüne (64 Prozent) und Linkspartei (51 Prozent) sind dafür, Subventionen zu kürzen. Bei der Frage, auf welchem Weg der Subventionsabbau erfolgen soll, ist die Meinung der Bürger ausgeglichen: 50 Prozent plädieren dafür, einzelne Subventionen zu streichen und andere zu erhalten. 48 Prozent unterstützen die so genannte "Rasenmäher-Methode", nach der alle Subventionen gleichmäßig reduziert werden.

1.000 wahlberechtigte Deutsche ab 18 Jahren wurden für die Umfrage von dimap am 8./9. Februar 2011 befragt. (INSM: ra)

INSM: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

- Anzeigen -




Kostenloser Compliance-Newsletter
Ihr Compliance-Magazin.de-Newsletter hier >>>>>>


Meldungen: Studien

  • Datenschutzproblem hat keine Priorität

    Eine Analyse von Symantec zeigt: Zwei von drei Hotel-Webseiten sichern Buchungsdetails sowie persönlichen Daten ihrer Gäste nicht ausreichend, sodass diese von Dritten eingesehen werden können. Daher überrascht es nicht, dass 80 Prozent der deutschen Verbraucher zunehmend um ihre Privatsphäre besorgt sind. Dies geht aus dem aktuellen Norton LifeLock Cyber Safety Insights Report 2018 von Norton by Symantec hervor. Angesichts des jetzt bekannt gewordenen Datenschutzrisikos auf Hotel-Webseiten ist diese Sorge nicht gänzlich unbegründet und könnte die Vorfreude auf den kommenden Sommerurlaub trüben.

  • Digitalisierung kommt in deutschen Unternehmen an

    Die Digitalisierung kommt in aller Breite in der Wirtschaft an. Deutlich mehr Unternehmen stellen einen steigenden Wettbewerbsdruck durch die Digitalisierung fest und passen Produkte und Dienstleistungen an. So sagen zwei Drittel (65 Prozent) der Unternehmen ab 20 Mitarbeiter aus allen Branchen, dass IT- und Internet-Unternehmen in ihren Markt drängen, im vergangenen Jahr waren es erst 57 Prozent. Aber auch Unternehmen anderer Branchen werden durch die Digitalisierung plötzlich zu direkten Wettbewerbern - das erleben 60 Prozent der Unternehmen (2018: 53 Prozent). Und 42 Prozent räumen ein, dass ihnen Wettbewerber aus der eigenen Branche, die frühzeitig auf Digitalisierung gesetzt haben, nun voraus sind (2018: 37 Prozent). Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter 606 Unternehmen aller Branchen im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

  • Lernen wird nicht ganzheitlich genug betrachtet

    Mitarbeiter sind beim Thema Weiterbildung zwar per se motiviert, wünschen sich jedoch andere Formate als ihnen Unternehmen bieten. Damit wird wertvolles Potenzial aufs Spiel gesetzt. Zu diesem Ergbnis kommt die repräsentative Umfrage "Wert der Weiterbildung" der Haufe Akademie, eine Weiterentwicklung der gleichnamigen Studie aus dem Jahr 2013. In einem Punkt sind sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber einig: Die beliebtesten Weiterbildungsformate sind Seminare und Tagungen. Bei allen anderen Angeboten klaffen Wunsch und Wirklichkeit weit auseinander: Am eklatantesten zeigt sich dies bei längeren Qualifizierungsprogrammen sowie persönlichem Coaching. Obwohl sich nahezu 80 Prozent der befragten Mitarbeiter diese Formate wünschen, bekommen nur 34 bzw. 21 Prozent die Möglichkeit, an solchen teilzunehmen. Dabei ist gerade Coaching besonders wirksam. Der Grund: Es fokussiert auf die individuelle Zielsetzung des Mitarbeiters und definiert die Entwicklungsschritte, die nötig sind, um dieses Ziel zu erreichen. Dabei kommen professionelle Analyse- und Interventionsinstrumente zum Einsatz. Durch permanente Rückkoppelung weiß der Coachee stets, wo er gerade steht.

  • Echtzeit-Warnung bei Datenlecks

    Laut einer Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov ist die Meinung über den Nutzen der DSGVO in Deutschland gespalten. Mehr als die Hälfte der Befragten (56 Prozent) glaubt, dass die neue Regelung keinen Einfluss auf die Sicherheit ihrer Daten im Internet hat. Lediglich 13 Prozent sehen eine Verbesserung. Gleichzeitig zeigt eine aktuelle Studie von techconsult, bei der 259 deutsche Unternehmen verschiedener Größenordnung zur DSGVO befragt wurden, dass 18 Prozent der befragten Unternehmen und öffentlichen Verwaltungen noch nicht einmal mit der Umsetzung begonnen haben. Ein besonders großer Nachholbedarf zeigt sich im Handel (27 Prozent) und bei Industrie-Unternehmen (21 Prozent). Lediglich 43 Prozent aller Befragten schätzen ihre unternehmensinternen Abläufe als DSGVO-konform ein - und das, obwohl erste Bußgelder bei Verstößen bereits verhängt wurden.

  • Die verhängten Haftstrafen nahmen zu

    Im Kampf gegen Korruption drohen Tätern rund um den Globus, einer Erhebung der internationalen Wirtschaftskanzlei Hogan Lovells zufolge, immer höhere Strafen. Allein in den USA stieg 2018 demnach die Summe der verhängten Geldstrafen im Zusammenhang mit Korruption um rund 80 Prozent auf mehr als sechs Milliarden US-Dollar, heißt es im aktuellen "Global Bribery and Corruption Outlook 2019" der Sozietät. In Singapur kletterte die Summe der Strafen um 25 Prozent. Auch in Europa wurden empfindliche Geldstrafen verhängt, so etwa in Deutschland in Milliardenhöhe.