- Anzeigen -

Studie: Corporate Governance für Banken


In der stark regulierten Finanzbranche ist die Komplexität der Compliance-Anforderungen und Corporate Governance-Anforderungen besonders hoch
Die Compliance-Lagebewertung muss künftig noch fundierter sein als heute üblich

(19.10.11) - 79 Prozent der Kreditinstitute bewerten die Einhaltung gesetzlicher und selbstverpflichtender Vorschriften (Corporate Governance) als bedeutende Managementdisziplin für das eigene Institut. Als wichtigste Gründe werden neben dem Schutz eigener Mitarbeiter (87 Prozent), die Risikominimierung (83 Prozent) und der Reputationsschutz (83 Prozent) genannt. In der praktischen Umsetzung zeigt sich jedoch noch Verbesserungspotenzial. So wird die Compliance-Lagebewertung künftig noch fundierter sein müssen als heute üblich. Das ist das Ergebnis des Managementkompass Corporate Governance von Steria Mummert Consulting.

In der stark regulierten Finanzbranche ist die Komplexität der Compliance-Anforderungen und Corporate Governance-Anforderungen besonders hoch - ebenso der bereits erreichte Reifegrad. Die jüngsten Gesetzesnovellen für Banken und Versicherungen setzten in der Compliance-Risikobewertung dennoch neue Maßstäbe. So müssen beispielsweise sonstige Straftaten künftig als ein Komplex betrachtet und gesamthaft bewertet werden. Das wirkt sich unmittelbar auf die Analyse von Kundenbeziehungen aus, um etwa Vortaten zur Geldwäsche wie Steuerhinterziehung zu verhindern. Diese detaillierten Prüfkriterien gelten für die gesamte Unternehmensgruppe, also auch für alle Konzerngesellschaften im Ausland.

"Wenn alle Beziehungen zu Kunden und deren wirtschaftlich Berechtigten national und international neu zu bewerten sind, dann ist die Compliance-Stelle gefragt, aus einem globalen Review kein Debakel werden zu lassen.", sagt Martin Stolberg, Compliance-Experte von Steria Mummert Consulting. "Eine zentral nutzbare Informationsbasis mit allen aktuellen Anforderungen und Kundendaten ist die naheliegende Lösung, um Aufwände und Abstimmungsbedarfe gering zu halten."

Für dieses Ziel muss das Rad aus Sicht von Martin Stolberg nicht neu erfunden werden. So basieren beispielsweise CRM und Client-Due-Dilligence Bewertungen auf nahezu identischen Informationen, die jedoch bisher noch von unterschiedlichen Unternehmensbereichen verwendet werden. "Um den Vorschriften des Datenschutzes zu entsprechen, müsste zunächst ein Filter über die Datenerhebung und -auswertung gelegt werden. Die Überführung in eine gemeinsame Nutzung macht es anschließend möglich, alle relevanten Compliance-Bewertungen zu verdichten. Angenehmer Nebeneffekt: Compliance wird auf diesem Wege kostengünstiger", so abschließend Martin Stollberg.

Hintergrund
Der Managementkompass "Corporate Governance" von Steria Mummert Consulting basiert auf einer Online-Befragung. Dazu wurden 350 Fach- und Führungskräfte großer und mittelständischer Unternehmen (ab 100 Mitarbeiter) verschiedener Branchen im Juli 2011 befragt. (Steria Mummert Consulting: ra)

Steria Mummert Consulting: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

- Anzeigen -




Kostenloser Compliance-Newsletter
Ihr Compliance-Magazin.de-Newsletter hier >>>>>>


Meldungen: Studien

  • Bekämpfung der Geldwäsche

    Geldwäsche und die damit verbundenen behördlichen Untersuchungen stellen für Unternehmen der Finanzbranche mehr denn je große Risikofaktoren dar. Viele versuchen deshalb, mit Maßnahmen der Risikominimierung gegenzusteuern und trennen sich - mitunter grundlos - von ansonsten profitablen Geschäftsfeldern oder beenden geschäftliche Beziehungen. Gleichzeitig fehlt es in zahlreichen Unternehmen an angemessenen Budgets für Anti-Geldwäsche-Programme und für Maßnahmen zur Einhaltung von Rechtsvorschriften. Defizite gibt es zudem bei der Schulung und Weiterbildung von Vorstands- und Geschäftsführungsmitgliedern. Das sind die Ergebnisse einer internationalen Umfrage, die das global tätige Beratungsunternehmen AlixPartners unter Führungskräften und Vorständen von 361 Finanzunternehmen durchgeführt hat.

  • Ethikrat soll Regeln für autonome Autos aufstellen

    Späße des Beifahrers, die Bedienung von Instrumenten oder Ereignisse am Fahrbahnrand lenken einen menschlichen Fahrer vom Verkehrsgeschehen ab. Ein Fahrassistent lässt sich davon nicht beeindrucken. Doch nach welchen Grundsätzen die Technik handelt, wenn unerwartet ein Fußgänger auf die Straße läuft oder der Vordermann bremst, ist noch nicht abschließend geklärt. Die große Mehrheit in der Automobilbranche (86 Prozent) fordert, dass ein Ethikrat oder eine ähnliche, unabhängige Instanz festlegen soll, wie ein selbstfahrendes Auto in Gefahrensituationen agiert. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter Vorstandsmitgliedern und Geschäftsführern von Unternehmen der Automobilindustrie mit 20 oder mehr Mitarbeitern.

  • Missbrauch von Berechtigungen

    BeyondTrust hat ihre Privileged Access Management Studie vorgestellt. Darin werden die "Fünf Todsünden für das Privileged Access Management" und ihre Folgen für den Schutz von sensiblen Informationen beschrieben. Sicherheitsexperten empfehlen schon viele Jahre lang Best Practices für die Verwaltung von privilegierten Zugriffsrechten (Privileged Access Management, PAM), um Probleme im Zusammenhang mit dem Missbrauch von privilegierten Konten zu bekämpfen. Dennoch fällt der IT die Verwaltung der Zugriffsrechte für privilegierte Konten nach wie vor nicht immer leicht. Um den Grund dafür zu verstehen, hat BeyondTrust kürzlich knapp 500 IT-Mitarbeiter weltweit befragt, die im PAM-Bereich arbeiten. Da zahlreiche Angriffe auf dem Missbrauch von privilegierten Konten beruhen, ist es nicht verwunderlich, dass die Teilnehmer die folgenden drei Sicherheitsmaßnahmen von ziemlich bis äußerst wichtig eingestuft haben.

  • E-Rechnung: Die deutsche Verwaltung als Treiber

    Mach präsentiert in Zusammenarbeit mit dem renommierten Marktanalysten Bruno Koch von Billentis die neuesten Marktzahlen und Erhebungen zur elektronischen Rechnungsbearbeitung in Europa. Laut der Studie steht die E-Rechnung im Zeichen großer Marktveränderungen. Der öffentliche Sektor gilt dabei als entscheidender Treiber. "Neue Technologien erlauben inzwischen, alte Lösungen und Prozesse durch völlig neue Ansätze abzulösen und einen Quantensprung zu vollziehen", so beschreibt Billentis in der Studie die Auswirkungen mächtiger Marktveränderungen, die öffentlichen Einrichtungen in den nächsten Jahren bevorstehen. Gleichzeitig wird die Entwicklung und Anwendung einer gesamtheitlichen Strategie für die Automatisierung der Geschäftsprozesse als vorteilhaft herausgestellt.

  • Große Lücken im Identitäts- & Access-Management

    Trotz massiver Vorfälle von Datendiebstahl und Hacks tun sich viele Unternehmen noch immer schwer bei der Umsetzung von sicheren Logins und Transaktionen. Dies hat die neue Identity Access Management Studie von IDG Research Services in Zusammenarbeit mit KeyIdentity ergeben. Für 61,6 Prozent der befragten Unternehmen ist das klassische Passwort noch immer die wichtigste Methode zur Authentifizierung, gefolgt von PINs (39,2 Prozent) und E-Mails (35,3 Prozent). Die Studienteilnehmer gehen allerdings auch davon aus, dass Passwörter in den kommenden fünf Jahren an Bedeutung verlieren und andere Authentifizierungsmethoden wie Fingerabdruck (+18,2 Prozent), Gesichtserkennung (+15,4 Prozent) oder Smartphone-Apps (+13,3 Prozent) häufiger zum Einsatz kommen.