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Vertrauliche Informationen auf Handys


Studie deckt riskanten Umgang mit vertraulichen Geschäftsinformationen auf mobilen Endgeräten auf
97 Prozent der deutschen Unternehmer speichern vertrauliche Daten auf Smartphones oder PDAs - Fast jeder zehnte Europäer schützt Daten nicht


(19.01.07) - Mobile Endgeräte stellen für die Informations-Sicherheit in Unternehmen eine große Gefahr dar. Dies geht aus einer Studie über das Nutzungsverhalten europäischer Unternehmer mit Smartphones oder PDAs im Auftrag von Toshiba Mobile Communications hervor. Gerade im Zuge der zunehmenden Verbreitung mobiler Endgeräte seien hoch sensible Kunden- oder Personendaten gefährdet.

Die vom Marktforschungsunternehmen Dynamic Markets durchgeführte Studie zeigt, dass mehr als 90 Prozent der Befragten vertrauliche Geschäftsinformationen und Dokumente auf ihren Geräten speichern. Gleichzeitig gaben 22 Prozent der Unternehmer an, bereits einmal eines dieser Geräte verloren zu haben. Die Deutschen liegen dabei mit 8 Prozent deutlich unter dem Durchschnitt. Interessanterweise sind die Sicherheitsbedenken hierzulande auch am Höchsten: Fast siebzig Prozent der deutschen Unternehmer sehen die Sicherheit ihrer auf Smartphones gespeicherten Geschäftsdaten bedroht. In Großbritannien bereitet dieses Thema noch nicht einmal jedem Zweiten Kopfzerbrechen.

Im Rahmen der Studie gaben europaweit 92 Prozent der Befragten an, unternehmenskritische Informationen auf ihren Smartphones oder PDAs zu speichern - darunter Firmenkontakte, Verträge, Strategiepapiere und Geschäftspläne. Selbst sensible Informationen zur Produktentwicklung sind bei immerhin noch 9 Prozent zu finden. In Italien tragen lediglich zwei von Hundert keinerlei sensible Daten bei sich. Bedenkt man, dass über 40 Prozent der Befragten auch Verwandte, Freunde und selbst ihre Kinder die Geräte nutzen lassen, und jeder Fünfte auch schon eines dieser Geräte verloren hat, zeigt sich in Sachen Datensicherheit ein alarmierender Handlungsbedarf.

Nach den Maßnahmen befragt, die zur Absicherung der Handhelds ergriffen werden, antworteten rund drei Viertel mit der Kennwortabfrage. Knapp 60 Prozent der Deutschen versuchen ihre wichtigen Unternehmensinformationen zu schützen, indem sie ihr Gerät schlichtweg niemand anderem anvertrauen, immerhin jeder Zehnte ergreift keinerlei Maßnahmen. Auf die Frage nach Optionen für die Sicherung bestätigt fast die Hälfte der deutschen Unternehmer, Fingerabdruck-Scans für eine effektive und praktische Lösung zu halten. Biometrische Alternativen wie DNA- oder Netzhaut-Erkennung fielen beim hiesigen Befragtenkreis mit nur 3 Prozent durch - in England befürwortet hingegen etwa jeder Fünfte derartige Extras. Paradox ist, dass es zwar 16 Prozent in Europa als am Einfachsten erscheint, schlichtweg keine kritischen Informationen auf mobilen Endgeräten zu speichern - aber 92 Prozent tun es trotzdem.

"Die Studie verdeutlicht den wachsenden Trend in Richtung mobiler Arbeit und die damit verbundene Notwendigkeit, auch sensible Informationen auf den mobilen Endgeräten zu speichern. Der Mangel an entsprechenden Sicherheits-Features bedeutet aber ein nicht zu unterschätzendes wirtschaftliches Risiko für Unternehmen. Geht man davon aus, dass sich der Markt für Smartphones in Europa in den kommenden drei Jahren beinahe verdreifachen wird, ist für Hersteller ein Handlungsbedarf offensichtlich", betont Peter Ford, Marketing Director bei Toshiba Information Systems (UK) - Mobile Communications Division.

Mike Welch, Vice President bei Canalys, erklärte: "Effektives Management und Sicherheit sind entscheidend, um den maximalen wirtschaftlichen Nutzwert aus Smartphones und drahtlosen Handhelds zu ziehen. Gleichzeitig gilt es, die typischen Risiken dieser Geräte auszuschalten, die einerseits problemlose Anbindung bieten, aber andererseits auch ebenso leicht verloren gehen können. Unternehmen müssen Richtlinien für die Handhabung aufstellen - nicht nur um ihre Daten zu schützen, sondern auch um zu verhindern, dass Mitarbeiter wegen Überschneidungen von geschäftlicher und privater Nutzung zur Rechenschaft gezogen werden. Unternehmen und Einzelpersonen sollten sich darüber im Klaren sein, dass ein wirksames Sicherheitsnetz installiert ist. Nur so lässt sich das Potenzial dieser Geräte in vollem Maße ausschöpfen."

Im Rahmen der Studie befragte das Marktfoschungsunternehmen Dynamic Markets 502 Unternehmer zu ihren Gewohnheiten im Umgang mit Smartphones beziehungsweise PDAs. Grundvoraussetzung für ihre Teilnahme war, dass sie über ein hohes Einkommen verfügen und häufig beruflich verreisen.

Die Befragten aus Spanien, Italien, Deutschland, Frankreich und Großbritannien teilen sich in 78 Prozent Männer gegenüber 22 Prozent Frauen auf. (Toshiba: ra)


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