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Verbesserung der Entscheidungsrelevanz


Das Integrated Reporting und seine Implikationen für das Controlling
Ergebnisse einer empirischen Multifallstudienuntersuchung zu deutschen und südafrikanischen Kapitalmarktunternehmen

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Prof. Dr. Matthias Sure und Tim Schurig

Die stärkere Integration finanzieller und nicht-finanzieller Berichtsinformationen ist ein seit einiger Zeit zu beobachtender Trend im Kontext einer angestrebten Verbesserung der Entscheidungsrelevanz der externen Unternehmensberichterstattung. Ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung ist das 2010 ins Leben gerufene International Integrated Reporting Council (IIRC). Neueste Studienergebnisse deuten darauf hin, dass die Verzahnung des Controlling mit dem Integrated Reporting in deutschen Unternehmen noch signifikantes Verbesserungspotenzial aufweist und demzufolge die Rolle des Controlling im Kontext der Gestaltung einer integrierten Berichterstattung noch vergleichsweise unterrepräsentiert ist.

Die seit geraumer Zeit geführte Diskussion um die Verbesserung der Entscheidungsrelevanz von Informationen der externen Unternehmenspublizität hat insbesondere in den kapitalmarktgelisteten Unternehmen eine zunehmende Tendenz zur Ergänzung von finanziellen durch
nicht-finanzielle Informationen hervorgerufen. Eine steigende Nachfrage nach nicht-finanziellen Berichtsinhalten resultiert dabei nicht zuletzt aus den Anforderungen einer modernen Unternehmensführung, die sich multiplen Ansprüchen einer heterogenen Gruppe von Stakeholdern ausgesetzt sieht.

Dieser Beitrag aus der Zeitschrift für Corporate Governance (ZCG) (Ausgabe 1, 2017, Seite 32 bis 39) wurde von der Redaktion von Compliance-Magazin.de gekürzt.

In voller Länge können Sie ihn und weitere hier nicht veröffentliche Artikel im ZCG lesen.


Zeitschrift für Corporate Governance - Leitung und Überwachung in der Unternehmens- und Prüfungspraxis

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Im Überblick: ZCG

Zeitschrift für Corporate Governance (ZCG)

  • Bestätigungsvermerk mit geänderter Struktur

    Der Bestätigungsvermerk verändert sich durch die neuen Anforderungen der EU-Abschlussprüferverordnung sowie der internationalen und nationalen Prüfungsstandards grundlegend. Neben einer neuen Struktur fallen vor allem auch die Inhalte des Bestätigungsvermerks deutlich detaillierter aus als bisher. Für Unternehmen von öffentlichem Interesse (Public Interest Entities; PIEs) ist zudem über besonders wichtige Prüfungssachverhalte (Key Audit Matters; KAMs) zu berichten. Der folgende Beitrag beschreibt kurz die Neuregelungen und ihre Auswirkungen auf die Formulierung des Bestätigungsvermerks. Im Anschluss werden die ersten Praxiserfahrungen mit den bisher erteilten neuen Bestätigungsvermerken dargestellt.

  • Hohe Anforderungen, moderate Vergütung

    Die Anforderungen an Aufsichtsräte von öffentlichen Unternehmen sind bedingt durch regulative Vorgaben und eine zunehmend präzisierende Rechtsprechung einerseits sowie die gewachsene Komplexität des Umfelds und der Leitung der Unternehmen andererseits in den zurückliegenden Jahren deutlich gestiegen. Die Überwachungsarbeit von Aufsichtsgremien ist heute geprägt durch eine ungleich höhere Verantwortung und damit oft auch höhere persönliche Haftungs- bzw. Reputationsrisiken. Gleichwohl ist das Vergütungsniveau von Aufsichtsräten in öffentlichen Unternehmen vergleichsweise moderat.

  • Compliance und Reputation

    Oberstes Ziel des deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) ist die Wahrung guter Unternehmensführung. Das Einhalten von Corporate Governance Kodizes soll durch das Prinzip der Selbstregulierung gesteuert werden. Die erhoffte grundsätzliche Wirksamkeit dieses Prinzips beruht auf der Annahme, dass Compliance der Unternehmen mit einem Kodex durch eine Marktreaktion belohnt wird. Dieser Zusammenhang wurde von einer Vielzahl empirischer Studien untersucht. Die Ergebnisse sind allerdings uneinheitlich. Somit erscheint es geboten zu analysieren, weshalb die Compliance-Raten mit Kodizes im Allgemeinen und dem DCGK im Besonderen trotz des Fehlens einer eindeutigen Wirksamkeit auf den Marktwert oder andere Performanceindikatoren hoch sind. Dieser Teil B beschäftigt sich nachfolgend insbesondere mit dem Zusammenhang zwischen hoher Compliance der Unternehmen und Reputation sowie Legitimität.

  • Top-Manager und der Doktortitel

    In den Führungsetagen deutscher Großunternehmen ließ sich über Jahrzehnte hinweg eine starke Verbreitung des Doktortitels feststellen. Doch welche Rolle spielt der Doktortitel heutzutage unter den Vorständen und Aufsichtsräten der DAX-30-Unternehmen? Der vorliegende Beitrag zeigt, dass mit rund 45 Prozent weiterhin ein hoher Anteil der Top-Manager promoviert ist. Es bestehen allerdings wesentliche Unterschiede zwischen einzelnen Branchen; zudem sind jüngere Top-Manager seltener promoviert als ältere Top-Manager.

  • Gelebte Corporate-Governance-Kultur

    Gute Unternehmensführung verlangt mehr als regelkonformes Verhalten. Sie bewährt sich in der Praxis und erfordert ein Wissen, das wiederum nur aus praktischen Erfahrungen gewonnen werden kann. Hierzu muss das Unternehmen als lernende Organisation begriffen werden, welche die kritischen Erfolgsfaktoren der Corporate Governance im Unternehmen erkennt, sie problematisiert und kontinuierlich bessere Praktiken entwickelt. Die Governance-Regeln bilden kein starres Korsett, sie sind Ausdruck eines Governance-Verständnisses, von dem es abhängt, ob die Leitlinien zur guten Unternehmensführung nicht nur befolgt, sondern auch gelebt werden.

  • Rating des Corporate-Governance-Reporting

    Im Rahmen der Weiterentwicklung der Berichterstattung von Unternehmen gewinnt in jüngerer Zeit das Corporate-Governance-Reporting für alle Stakeholder-Gruppen zunehmend an Bedeutung. Vor diesem Hintergrund wird zunächst anhand eines Informationsmodells aufgezeigt, welche Komponenten der Corporate Governance in ein idealtypisches Berichterstattungssystem von börsennotierten Gesellschaften einfließen sollten, die nach dem dualistischen Konzept der Unternehmensverfassung geführt und überwacht werden. Daran anschließend wird ein Scoring-Modell vorgestellt, mit dessen Hilfe es möglich ist, die Berichterstattungsqualität von Informationen zur Corporate Governance zu messen. Die Anwendung des Konzepts wird für die im Berichtszeitraum 2016 im DAX-30 notierten Unternehmen anhand einer empirischen Untersuchung verdeutlicht. Aufgrund der ermittelten Ergebnisse wird abschließend eine unternehmensbezogene Rangfolge zur Qualität des Corporate-Governance-Reporting erstellt.

  • Erfolgskritische nichtfinanzielle Einflussgrößen

    Mit dem Inkrafttreten des Gesetzes zur Stärkung der nichtfinanziellen Berichterstattung der Unternehmen in ihren Lage- und Konzernlageberichten (CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz) am 19.4.2017 erfolgte die Transformation der EU-Richtlinie zur CSR in nationales Recht. Dabei gewähren die neuen Vorschriften den betroffenen Unternehmen bei der Ausgestaltung der nichtfinanziellen Berichterstattung größtmögliche Flexibilität.

  • Frauenförderung im Aufsichtsrat

    Die Berücksichtigung von Vielfalt bei der Besetzung des Vorstands und Aufsichtsrats stellt in Deutschland eine zentrale Determinante zur Generierung einer angemessenen Qualität der Corporate Governance dar. Begleitet wird diese Diversitätsförderung durch steigende regulatorische Maßnahmen (z. B. Frauenquote im Aufsichtsrat, Zielvorgaben für Aufsichtsrat, Vorstand und oberste Management-Ebenen sowie Diversity-Berichterstattung). Wenngleich "Women on boards" aus internationaler Sicht einen wesentlichen Bestandteil der empirischen Forschung darstellen, fokussieren die bestehenden empirisch-quantitativen Studien primär das monistische Verfassungssystem und Nicht-EU-Staaten.

  • Nutzung von Blockchains zur Kostenminimierung

    Blockchains gewinnen in Theorie und Praxis zunehmend an Bedeutung für zahlreiche Stakeholder. Dabei wirken sich die neuen Möglichkeiten von Blockchain-Technologien und ihre sich erweiternden Anwendungsfelder in Unternehmen auf die Corporate Governance aus. Der Beitrag zeigt anhand einer interessen- und perspektivengeleiteten Analyse die Bedeutung dieser Einflussnahme auf die Corporate Governance auf, thematisiert mögliche sektorale Folgen und leitet Implikationen für die Praxis ab.

  • Regulierung von Directors' Dealings

    Der Beitrag untersucht die Kapitalmarktreaktionen auf Eigengeschäfte der Führungskräfte börsennotierter deutscher Unternehmen ("Directors' Dealings") der Indizes DAX, MDAX und TecDAX. Dazu werden mittels einer Ereignisstudie für die Jahre 2011 bis 2016 die Kursreaktionen um den Transaktions- sowie Veröffentlichungszeitpunkt von Directors' Dealings untersucht. Es zeigen sich signifikante Kapitalmarktreaktionen sowohl bei Kauf- als auch bei Verkaufstransaktionen. Ähnlich wie in den USA und Großbritannien haben die beobachteten Renditen in den vergangenen fünf Jahren zwar deutlich abgenommen, sind aber im Gegensatz zu anderen Ländern noch signifikant gegeben und eröffnen den agierenden Führungskräften die Chance auf persönliche Profite aus ihren Wissensvorsprüngen.