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Compliance und "social judgement"


Compliance mit dem DCGK – Warum entsprechen Unternehmen? (Teil A)
Zum Zusammenhang zwischen hoher Compliance der Unternehmen und dem "social judgement"

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Von Annika Veh

Oberstes Ziel des deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) ist die Wahrung guter Unternehmensführung. Das Einhalten von Corporate Governance-Kodizes soll durch das Prinzip der Selbstregulierung gesteuert werden. Die erhoffte grundsätzliche Wirksamkeit dieses Prinzips beruht auf der Annahme, dass Compliance der Unternehmen mit einem Kodex durch eine Marktreaktion belohnt wird. Dieser Zusammenhang wurde von einer Vielzahl empirischer Studien untersucht. Die Ergebnisse sind allerdings uneinheitlich. Somit erscheint es geboten zu analysieren, weshalb die Compliance-Raten mit Kodizes im Allgemeinen und dem DCGK im Besonderen trotz des Fehlens einer eindeutigen Wirksamkeit auf den Marktwert oder andere Performanceindikatoren hoch sind. Auch stellt sich die Frage, weshalb sich bislang keine Abweichungskultur etabliert hat, obwohl eine gut begründete Abweichung im Interesse einer guten Unternehmensführung liegen kann.

Dieser Artikel beschäftigt sich nachfolgend mit dem Zusammenhang zwischen hoher Compliance der Unternehmen und dem "social judgement" des Unternehmensumfelds.

Corporate Governance-Kodizes geben "Best-practice"-Empfehlungen für eine gute Unternehmensführung. Der DCGK ist ein Element des deutschen Regulierungssystems für Corporate Governance. Die erste Fassung des DCGK wurde im Jahr 2002 verabschiedet und enthält neben Gesetzeswiedergaben freiwillige Empfehlungen und Anregungen. Der DCGK wurde mit dem Ziel eingeführt, mehr Transparenz über und Vertrauen in die Unternehmensführung zu schaffen.

Dieser Beitrag aus der Zeitschrift für Corporate Governance (ZCG) (Ausgabe 3, 2017, Seite 114 bis 117) wurde von der Redaktion von Compliance-Magazin.de gekürzt.

In voller Länge können Sie ihn und weitere hier nicht veröffentliche Artikel im ZCG lesen.


Zeitschrift für Corporate Governance - Leitung und Überwachung in der Unternehmens- und Prüfungspraxis

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Im Überblick: ZCG

Zeitschrift für Corporate Governance (ZCG)

  • Zusammenhang: Diversität im Aufsichtsrat & ROI

    Der Beitrag erfasst den Stand der Gender-Diversity-Forschung für den Aufsichtsrat im dualistischen System der Unternehmensverfassung. In Form eines Systematic Reviews wird untersucht, inwieweit Diversität einen Einfluss auf die finanzielle und nichtfinanzielle Unternehmensperformance ausübt. Die systematische Bestandsaufnahme der relevanten Literatur führt Forschungserkenntnisse zusammen und diskutiert sich hieraus ergebende Implikationen und Forschungslücken.

  • Prinzipal-Roboter-Beziehungen: Roboter als Agent

    Die Digitalisierung nimmt in der Praxis weiter Einzug. Dazu gehört vor allem die zunehmende Automatisierung durch Roboter-Technologie in Form von Softwarelösungen. Traditionelle wirtschaftswissenschaftliche Ansätze, wie die bekannte Prinzipal-Agenten-Theorie, weichen hierbei auf, da der Agent als Auftragnehmer keinem Wirtschaftssubjekt (Mensch) gleicht, sondern diese Rolle durch Roboter eingenommen wird, die an die gleiche Stelle in das Beziehungsgeflecht gegenüber dem Prinzipalen als Auftraggeber treten. Der Beitrag thematisiert die Fragestellung, inwiefern vor allem die Prinzipal-Agenten-Theorie einem Paradigmenwechsel unterliegt, um die neuen Corporate-Governance-Strukturen sowie Beziehungs- und Handlungsmodelle zwischen Prinzipal und Roboter innerhalb einer Unternehmung besser erklären zu können.

  • Mehrwerte von verzahnten Governance-Systemen

    Der vorliegende Beitrag beleuchtet den Bedarf nach einer integrierten Corporate Governance. Der Bedarf leitet sich aus praktischen Anforderungen und internationalen Entwicklungen im Bereich der Unternehmensführung ab. Ausgehend von der Gesetzeslage und internationalen Rahmenwerken erläutern die Autoren aktuelle Implementierungsansätze, diskutieren Mehrwerte von verzahnten Governance-Systemen und stellen eine Verbindung zu den Pflichten der Leitungsgremien her. Abschließend erfolgt eine Vorausschau auf das integrierte System der Zukunft, mit dem eine effiziente Risikosteuerung nachhaltig gelingen kann.

  • Zwischen Big Data und Design Thinking

    Jede Führungskraft - ob als Mitglied der Geschäftsführung oder als Mitglied des Aufsichtsrats - setzt sich immer wieder mit der Weiterentwicklung bestehender Geschäftsmodelle oder der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle auseinander. Wie lassen sich Ideen für Geschäftsmodelle entwickeln? Welche Rolle können dabei Big Data- Analysen oder Design-Thinking-Projekte haben? Der Beitrag präsentiert ein anwendungsorientiertes Modell für die Entwicklung von Geschäftsmodellideen.

  • Corporate Governance Reporting als Spezialproblem

    Im Reporting der Unternehmen ist derzeit ein außerordentlich hohes Maß an Veränderung zu verzeichnen. Dies veranlasste kürzlich das IDW, ein Positionspapier zum Reporting herauszugeben. Es soll Aufsichtsräten, Unternehmern, Wirtschaftsprüfern, Investoren und anderen Interessierten als Unterstützung dienen, um vor dem Hintergrund der immer komplexer werdenden Regulierung der Unternehmensberichterstattung den Überblick über Sinn, Zweck und Wert der verschiedenen Unternehmensinformationen zu bewahren. Wesentliche Inhalte und weitere Stimmen aus der Reporting- und Prüfungspraxis werden nachfolgend zusammengetragen.

  • Weg zum IGRC in sechs Schritten

    Das Ziel der frühzeitigen Risikoerkennung in Unternehmen erfordert ein übergreifendes Bild über die spezifische Risikosituation. Ein integriertes GRC-Management (IGRC), bei dem die einzelnen GRC-Funktionen nicht getrennt voneinander agieren, sondern eine gemeinsame Einschätzung zu den GRC-Themen abgeben, wird in der Literatur als die zukunftsfähige Lösung zum Umgang mit Risiken beschrieben. Die Interne Revision als 3rd-Line-of-Defence ist dabei von besonderer Bedeutung. Auf der Basis einer Literaturrecherche und 13 Experten-Interviews wird unter Weiterentwicklung der Rolle der Internen Revision ein sechsstufiges Prozessmodell für den Entwicklungspfad hin zu einem IGRC beschrieben.

  • Anwendung auf CG-Themen im Unternehmen

    Ein erst kürzlich ergangenes Urteil des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) vom 7.11.2017 beschäftigt sich auf den ersten Blick mit Verletzungen des parlamentarischen Informationsanspruchs durch Verweigerung von Antworten auf parlamentarische Anfragen (Az. 2 BvE 2/11). Die Bedeutung dieser Entscheidung geht jedoch weit über diese Sachproblematik hinaus, da sie nicht nur das Parlament bei der Kontrolle der Bundesregierung stärkt, sondern weil sie zukunftsweisend Regeln für den richtigen Umgang mit Informationsrechten und -pflichten insbesondere im Zusammenhang mit Aufsichtstätigkeiten aufstellt sowie zugleich die Bedeutung der Geheimhaltung von Daten und Informationen hervorhebt.

  • Interne versus externe CEO-Nachfolge

    Die Besetzung der CEO-Position stellt für den Aufsichtsrat eine wesentliche Stellschraube der Corporate Governance dar. Die zentrale Frage ist dabei, ob und unter welchen Voraussetzungen eine externe Nachfolgeregelung einer internen Lösung vorzuziehen ist. Die empirischen Ergebnisse zeigen, dass am deutschen Kapitalmarkt in mehr als zwei Dritteln der Fälle intern nachbesetzt wird - und das, obwohl die Kapitalmarktreaktion auf einen CEO-Wechsel im Falle einer externen Nachfolge positiver ausfällt als bei einer internen. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Performance eines Unternehmens vor dem Wechsel eher gering war. Darüber hinaus kann nachgewiesen werden, dass Unternehmen mit unterdurchschnittlicher Performance sowie kleinere Unternehmen eher einen externen CEO-Nachfolger wählen als einen internen.

  • Risikoformen in strategischen Allianzen

    Die Vorvertragsphase Strategischer Allianzen bietet einen idealen Ausgangspunkt für die initiale Vertrauensbildung der potenziellen Vertragsparteien. Vertrauen ist der Grundstein jeder erfolgreichen und langfristigen Geschäftsbeziehung. Dennoch spielt noch eine weitere Komponente eine entscheidende Rolle für den Erfolg einer Zusammenarbeit: das vorherrschende Risiko. Die Autoren erläutern, welche Risikoformen es im Kontext Strategischer Allianzen gibt und wie diese erfolgreich gemanagt werden können.

  • Anforderungen an gute Unternehmensführung

    Die aktuelle Diskussion um Corporate Governance in Deutschland ist von Diversity in Vorstand und Aufsichtsrat, der Höhe und optimalen Regelung von Vorstands-/Aufsichtsratsbezügen sowie Überwachungs- und Kontrollmechanismen wie Compliance und Risikomanagement bestimmt. Dies betrifft insbesondere kapitalmarktorientierte Großunternehmen, aber auch mittelständische Unternehmen und hier insbesondere Familienunternehmen nehmen vermehrt am Diskurs teil. Der vorliegende Beitrag spiegelt die Fachdiskussion zu relevanten Themen anhand einer aktuellen empirischen Umfrage aus dem Jahr 2017 wider.