Schwerpunktthemen der 6. MaRisk-Novelle


Die 6. Novelle der MaRisk: Überblick und Auswirkungen auf die Interne Revision
Die 6. Novelle der MaRisk konkretisiert u. a. die Anforderungen an die Auslagerungen von Tätigkeiten der Internen Revision



Prof. Dr. Niels Olaf Angermüller

Mit Veröffentlichung der 6. MaRisk-Novelle hat die BaFin eine für Interne Revisoren in Banken besonders wichtige Regelung erneut angepasst. Die Schwerpunkte lagen dabei auf notleidenden und Problemkrediten, Forbearance, Bewertungsprozessen sowie Auslagerungen. Auch ergaben sich Änderungen bezüglich wesentlicher Risikoarten wie Liquiditätsrisiken. Konkretisiert wurden zudem die Anforderungen an die Auslagerung von Tätigkeiten der Internen Revision.

Bereits für das Jahr 2020 angekündigt wurde am 16. August 2021 mit dem Rundschreiben 10/2021 BA die 6. Novelle der MaRisk veröffentlicht. Die novellierten MaRisk setzen zentrale Leitlinien der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA) um, insbesondere bezüglich des Umgangs mit notleidenden und gestundeten Risikopositionen, Auslagerungsvereinbarungen und Sicherheitsrisiken im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie. Konkretisiert wurde der Begriff der bedeutenden Institute. Es handelt sich dabei um solche Institute, die gemäß Art. 6 der SSM-Verordnung [Verordnung (EU) Nr. 1024/2013] als bedeutend eingestuft sind.

Parallel zu den MaRisk wurden auch die bankaufsichtlichen Anforderungen an die IT (BAIT) überarbeitet und zeitgleich veröffentlicht. Zentrale Anpassungen erfolgten in den Gebieten operative Informationssicherheit, IT-Notfallmanagement sowie Kundenbeziehungen mit Zahlungsdienstnutzerinnen und -nutzern.

Dieser Beitrag aus der Zeitschrift für Interne Revision (ZIR) (Ausgabe 2, 2022, Seite 60 bis 63) wurde von der Redaktion von Compliance-Magazin.de gekürzt.
In voller Länge können Sie ihn und weitere hier nicht veröffentliche Artikel im ZIR lesen.


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Im Überblick

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  • Nachhaltigkeitsberichterstattung

    Begriffe wie nichtfinanzielle Berichterstattung, Sustainability, Taxonomie und grüne Investments sind derzeit in aller Munde. Sowohl rechtliche Vorgaben als auch Erwartungen der Stakeholder an das Management in diesem unter dem Überbegriff ESG (Environmental, Social, Governance oder Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) zu subsumierendem Thema steigen kontinuierlich.

  • Digitalisierung im Non-Profit-Bereich

    Das folgende Interview führte der Leiter des DIIR-Arbeitskreises "Interne Revision in Non-Profit-Organisationen", Herr Lutz Ansorge, mit dem kaufmännischen Leiter der GWW - Gemeinnützige Werkstätten und Wohnstätten GmbH Sindelfingen, Herrn Steffen Sandrock, im Rahmen eines Mandantenaustauschs.

  • Die neue Revision spricht IT

    Aktuell gibt es wohl kaum einen Prozess in Unternehmen, der nicht durch IT unterstützt, ermöglicht oder abgebildet wird. Wir reden nicht mehr nur über digitale Transformation und Digitalisierung - sie sind längst da! Sie erfassen und verändern in unterschiedlicher Geschwindigkeit stetig alle Bereiche von Wirtschaft, Staat und Gesellschaft. Dennoch wird in vielen Unternehmen immer noch gedanklich stark zwischen Business als Wertschöpfungsdisziplin und IT als Unterstützungsdisziplin getrennt.

  • Orientierungshilfen für die Interne Revision

    Die Interne Revision gilt nicht nur in der Praxis als wichtiger Baustein einer funktionierenden Corporate Governance, sondern findet auch in der Forschung immer mehr Beachtung. In diesem Beitrag liefern wir einen Überblick über eine kürzlich veröffentlichte Studie von Calvin (2021) zu den Grundprinzipien für die berufliche Praxis der Internen Revision. Der Autor kann darin zeigen, dass die Erfüllung der Grundprinzipien die Wirksamkeit der Internen Revision signifikant verbessert.

  • Geschäftsführer: Organ der GmbH

    Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) ist nach dem Einzelunternehmen die verbreitetste und erfolgreichste Unternehmensrechtsform in Deutschland. Am 1. Januar 2018 existierten in Deutschland 1.145.476 GmbHs. Diese Rechtsform ist auch in anderen Ländern weit verbreitet, wie zum Beispiel die S. A. R. L. in Frankreich, B. V. in den Niederlanden oder Ltd. in Großbritannien. Abgesehen von einigen Feinheiten und jeweiligen länderspezifischen Besonderheiten werden diese Gesellschaften im Regelfall durch den oder die Geschäftsführer nach außen vertreten.

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