- Anzeigen -

Die Implementierungsleitlinien - Teil 4


Die neuen Implementierungsleitlinien zum Ethikkodex der Internen Revision
Die Interne Revision muss definitiv ein Trusted Advisor der Geschäftsführung und des Überwachungsorgans sein

- Anzeigen -





Von Oliver Dieterle

Die Internationalen Grundlagen für die berufliche Praxis der Internen Revision (IPPF) sind das konzeptionelle Rahmenwerk des Institute of Internal Auditors (IIA). Die Einhaltung ihrer verbindlichen Elemente (Grundprinzipien, Ethikkodex, Standards und Definition der Internen Revision) ist für die berufliche Praxis der Internen Revision unverzichtbar. Die Standards und der Ethikkodex sind Anforderungen an die Berufsausübung der Internen Revision und zur Beurteilung ihrer Wirksamkeit. Das IIA hat am 22. Februar 2019 vier Implementierungsleitlinien zum Ethikkodex veröffentlicht. Wenngleich die Implementierungsleitlinien nicht zum verbindlichen Teil des IPPF gehören, so sind sie dennoch ein wichtiges Hilfsmittel, da sie den verbindlich zu beachtenden Ethikkodex auslegen und erläutern. Im Folgenden werden die Implementierungsleitlinien zum Ethikkodex der Internen Revision zusammenfassend dargestellt. Die Implementierungsleitlinien zu den Attributstandards wurden in früheren Teilen der Veröffentlichung behandelt. In künftigen Teilen werden in gleicher Weise die Hinweise zu den Ausführungsstandards erläutert.

"Zweck dieses Ethikkodex ist die Förderung einer von ethischen Grundsätzen geprägten Kultur im Berufsstand der Internen Revision." So startet die Einleitung zum Ethikkodex. Zusammen mit den Standards definiert der Ethikkodex die Anforderungen, die im Rahmen der externen Beurteilung gemäß Standard 1312 betrachtet werden. Ein Ethikkodex soll dazu beitragen, dass das Vertrauen in die "objektive Prüfung des Risikomanagements, der Kontrollen sowie der Unternehmensführung und -überwachung begründet werden kann." Da Revisionsberichte ein Vertrauensgut sind, kann man den dort kommunizierten Inhalten nur Glauben schenken, wenn man der dahinter stehenden Organisation vertraut. So gesehen, muss die Interne Revision definitiv ein Trusted Advisor der Geschäftsführung und des Überwachungsorgans sein.

Dieser Beitrag aus der Zeitschrift für Interne Revision (ZIR) (Ausgabe 3, 2019, Seite 104 bis 109) wurde von der Redaktion von Compliance-Magazin.de gekürzt.

In voller Länge können Sie ihn und weitere hier nicht veröffentliche Artikel im ZIR lesen.


Zeitschrift Interne Revision - Fachzeitschrift für Wissenschaft und Praxis

Hier geht's zur Kurzbeschreibung der Zeitschrift

Hier geht's zum Probe-Abo
Hier geht's zum Normal-Abo

Hier geht's zum pdf-Bestellformular (Normal-Abo) [20 KB]
Hier geht's zum pdf-Bestellformular (Probe-Abo) [20 KB]

Hier geht's zum Word-Bestellformular (Normal-Abo) [43 KB]
Hier geht's zum Word-Bestellformular (Probe-Abo) [41 KB]

- Anzeigen -




Kostenloser Compliance-Newsletter
Ihr Compliance-Magazin.de-Newsletter hier >>>>>>


Im Überblick

Zeitschrift Interne Revision (ZIR)

  • Risiken beim Einsatz von Multi-Cloud-Umgebungen

    Die Nutzung von Cloud-Dienstleistungen stellt einen großen Wachstumsmarkt dar. Unternehmen können sich diesem Trend nicht mehr verschließen und erkennen zunehmend den Nutzen unterschiedlicher Cloud-Bereitstellungs- und -Servicemodelle. Der Anteil der Unternehmen, die mit mehr als nur einem Cloud-Dienstanbieter arbeiten, wächst derzeit stark. Doch diese Multi-Cloud-Umgebungen bergen eine Vielzahl von Gefährdungen und Risiken. In diesem Beitrag werden nach einer kurzen Beschreibung der Multi-Cloud-Umgebungen und der Cloud-Service-Modelle die Risiken dargestellt. Anschließend wird eine große Anzahl von Kontrollen abgeleitet. Damit sind Unternehmen und Cloud-Dienstanbieter in der Lage, ein Internes Kontrollsystem für Multi-Cloud-Umgebungen zu entwickeln. Es kann sowohl von Mitarbeitern der Internen Revision als auch von externen Prüfern bewertet und beurteilt werden.

  • Anti-Fraud-Arbeitsweise der IR

    In ihrem aktuellen Report to the Nations hat die Association of Certified Fraud Examiners (ACFE) Befragungsergebnisse zu 2.504 Betrugsfällen aus 125 Ländern zusammengetragen, darunter auch 31 Fälle aus Deutschland/Österreich/Schweiz. Auch wenn die deutschsprachigen Länder dabei nur etwa 1,2 Prozent aller weltweit analysierten Betrugsfälle ausmachen und die USA mit 33,1 Prozent aller Fälle überdurchschnittlich vertreten sind, so ist der Fraud Report 2020 für die Interne Revision (IR) dennoch eine grundlegende Informationsquelle empirischer Fraud-Befunde, um die eigene Positionierung als dritte Linie der Corporate Governance und den damit verbundenen Mehrwert kritisch zu hinterfragen.

  • Interessengruppen und Interne Revision

    Die Interne Revision ist bei ihrer Tätigkeit internen und externen Faktoren ausgesetzt, die als Interessengruppen und -bereiche in Erscheinung treten. Informationen darüber, in welchem Kontext diese in Verbindung mit der Internen Revision Erwähnung finden, lassen sich nicht standardisiert erheben. Anhand von aufsichtsrechtlichen Anforderungen an die Revisionsfunktion, revisionsrelevanten Studien und Artikeln liefert eine qualitative Inhaltsanalyse Antworten darauf, was mit der Disziplin der Internen Revision in Verbindung gebracht wird. Die Analyseergebnisse bilden die Grundlage für die Formulierung von Ansatzpunkten für die Revisionspraxis, um die Wahrnehmung der Disziplin mitzugestalten. Der Beitrag lässt Rückschlüsse darauf zu, was viele schon immer geglaubt haben.

  • Das Anti-Fraud-Gen: die Prüftätigkeit

    Der Landesrechnungshof Nordrhein-Westfalen (NRW) trägt durch seine Prüftätigkeit zu einer transparenten und rechtmäßig handelnden öffentlichen Verwaltung bei. Dadurch wird nicht nur ein kontinuierlicher Rechenschaftslegungsprozess gefördert, sondern auch die Integrität der öffentlichen Verwaltung gestärkt und ihre Leistungsfähigkeit erhöht. Integrität und Leistungsfähigkeit könnten aber durch doloses Handeln (Fraud) enorm beeinträchtigt werden.

  • IT-Sicherheit & integriertes Risikomanagement

    Informationssicherheit in Unternehmen beziehungsweise allgemein in Institutionen hängt maßgeblich von der Fähigkeit der Mitarbeiter ab, Gefahren als solche zu erkennen, dem Gefährdungspotenzial aufmerksam gegenüberzustehen und in entsprechenden Situationen auch angemessen zu handeln. Ist dies gegeben, liegt ein großes Bewusstsein für Informationssicherheit vor, welches als IS-Awareness bezeichnet wird. Cybersecurity-Audits prüfen mitunter die Effektivität der unternehmenseigenen Maßnahmen, um diese IS-Awareness zu erreichen. Der Artikel zeigt, wieso bisherige Ansätze teilweise zu kurz greifen und wie Cybersecurity-Audits die IS-Awareness mit einem einfach zu implementierenden, IT-gestützten Test fachlich angemessen integrieren und quantifizierbare Ergebnisse in die Auswertung einfließen lassen können.