- Anzeigen -

Arbeit der Internen Revision


Unabhängigkeit und Objektivität: Grundsteine einer effektiven Revisionsarbeit
Anwendungshinweise auf Basis des Practice Guide und der aktuellen Implementierungsleitlinien des IIA

- Anzeigen -





Von Michael Bünis, Thomas Gossens

Unabhängigkeit und Objektivität bilden die Grundsteine einer effektiven Revisionsarbeit. Die besondere Bedeutung für die Stellung der Internen Revision in der Organisation und ihrer Arbeit wird sowohl durch die explizite Nennung in der Definition der Internen Revision als auch durch die umfassenden Ausführungen im Ethikkodex und den Standards deutlich. Die Frage nach Unabhängigkeit und Objektivität ist allerdings nicht immer nur einfach durch ja oder nein zu beantworten, sondern immer auch im Kontext der Rolle der Internen Revision in der Organisation zu betrachten. Nach den Standards muss der Leiter der Internen Revision der Geschäftsleitung mindestens jährlich die Unabhängigkeit und Objektivität der Internen Revision bestätigen.

In der Regel wird er nur durch Betrachtung und Würdigung einer Reihe von Einflussfaktoren zu der Einschätzung kommen, ob ein hinreichender Grad von Unabhängigkeit und Objektivität vorliegt und eine Bestätigung rechtfertigt. Eine regelmäßige Überprüfung ist dabei unerlässlich. Der Artikel greift diese Anforderung der Internationalen Grundlagen auf und gibt auf Basis aktueller Veröffentlichungen des IIA praktische Hinweise hinsichtlich der wichtigsten Kriterien und deren Dokumentation.

Die besondere Bedeutung von Unabhängigkeit und Objektivität für Interne Revisionssysteme wird dadurch deutlich, dass beide Attribute in den Internationalen Grundlagen schon in der Definition der Internen Revision explizit erwähnt werden. Gemäß Definition des IIA erbringt die Interne Revision unabhängige und objektive Prüfungs- und Beratungsdienstleistungen, welche darauf ausgerichtet sind, Mehrwerte zu schaffen und die Geschäftsprozesse zu verbessern. Auch in den Grundprinzipien der Internen Revision formuliert das IIA: Die Interne Revision "ist objektiv und frei von ungebührlichem Einfluss (unabhängig)".

Dieser Beitrag aus der Zeitschrift für Interne Revision (ZIR) (Ausgabe 3, 2017, Seite 116 bis 129) wurde von der Redaktion von Compliance-Magazin.de gekürzt.

In voller Länge können Sie ihn und weitere hier nicht veröffentliche Artikel im ZIR lesen.


Zeitschrift Interne Revision - Fachzeitschrift für Wissenschaft und Praxis

Hier geht's zur Kurzbeschreibung der Zeitschrift

Hier geht's zum Probe-Abo
Hier geht's zum Normal-Abo

Hier geht's zum pdf-Bestellformular (Normal-Abo) [108 KB]
Hier geht's zum pdf-Bestellformular (Probe-Abo) [106 KB]

Hier geht's zum Word-Bestellformular (Normal-Abo) [40 KB]
Hier geht's zum Word-Bestellformular (Probe-Abo) [39 KB]

- Anzeigen -




Kostenloser Compliance-Newsletter
Ihr Compliance-Magazin.de-Newsletter hier >>>>>>


Im Überblick

Zeitschrift Interne Revision (ZIR)

  • Die Ziele des IS-Managements sind immer gleich

    Informationssicherheit (IS) und IT-Sicherheit sind seit mehreren Jahren zwei der Topthemen im Mittelstand. Auch die Mitglieder der Geschäftsleitung mittelständischer Unternehmen fühlen sich mittlerweile zu einer klaren Positionierung in Bezug auf diese Punkte verpflichtet. Häufig findet aber die Unternehmensgröße in den Ausführungen über IS und den wesentlichen, damit verbundenen Risiken keine Berücksichtigung. Dieser Aspekt spielt jedoch aufgrund der unterschiedlichen Rahmenbedingungen (unter anderem gesetzliche und weitere regulatorische Vorgaben) für die Ausgestaltung in einem Unternehmen eine große Rolle.

  • MaRisk: Angemessene Risikokultur gefordert

    Am 27. Oktober 2017 hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) nach unerwartet langer Konsultation die 5. Novelle der Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) veröffentlicht. Am 06. November 2017 veröffentlichte die BaFin darüber hinaus Bankenaufsichtliche Anforderungen an die IT (BAIT). Die BAIT stellen eine Konkretisierung der MaRisk mit Blick auf den Bereich der IT dar. Mit ihnen reagierte die BaFin auf die erheblich gestiegenen Risiken des IT-Bereichs, beispielsweise in Form sogenannter Cyber-Attacken. Diese Anforderungen führen zu erheblichen Herausforderungen für Kreditinstitute und auch für deren Interne Revisionen.

  • Einhaltung des Ethikkodex und Berichterstattung

    50 Jahre Ethikkodex für die Interne Revision: Seit der Erstveröffentlichung im Jahre 1968 hat der Ethikkodex des IIA mit der zunehmenden Professionalisierung der Internen Revision an Bedeutung gewonnen. Der Ethikkodex ist ein verbindliches Element des IPPF, und seine Einhaltung ist für die berufliche Praxis der Internen Revision erforderlich und unverzichtbar. Die Einhaltung durch die Revisoren begründet das Vertrauen in die objektive Prüfung des Risikomanagements, der Kontrollen sowie der Unternehmensführung und -überwachung. Ohne das Vertrauen der Berichtsempfänger und der Geprüften in die objektive und unabhängige Tätigkeit der Internen Revision, erscheint eine professionelle Revisionsarbeit nicht möglich.

  • Interne Revision als Governance-Pfeiler

    Über mehr als zwei Jahrzehnte ist die Enquete-Befragung des DIIR - Deutsches Institut für Interne Revision, des IIA Austria - Institut für Interne Revision Österreich und des SVIR - Schweizerischer Verband für Interne Revision Quelle eines umfassenden Meinungsbildes des Berufsstandes. Alle drei Jahre werden mit mehr als 80 Fragen die wichtigsten Themengebiete der Revisionspraxis aus Sicht von Revisionsleitern erfragt, damit Best Practices und Entwicklungstendenzen abgebildet werden. Die folgenden Ergebnisse ergänzen die Gesamtbroschüre, welche auf den Websites der beteiligten Institute kostenlos verfügbar ist. Sie sollen bei den Lesern der ZIR das Interesse weiter wecken.

  • IKS und internes Überwachungssystem

    Der Gebäude- und Grundstückseigentümer muss Vorkehrungen treffen, damit von dem Gebäude oder Grundstück keine Gefahren für Dritte ausgehen. Dem Eigentümer obliegt insoweit die sogenannte Verkehrssicherungspflicht. Gefahren können sowohl von einem Gebäude und Grundstück als auch von den technischen Anlagen ausgehen. Besonders bei Unternehmen mit großen Immobilienbeständen verlangt die Organisation der Verkehrssicherungspflichten ein komplexes Internes Kontrollsystem. Überwachungspflichten treffen aber jeden Eigentümer oder Verwalter von Immobilien und Grundstücken, sodass von einer Relevanz des Prüffeldes "Verkehrssicherungspflichten" für alle Unternehmen und ihre Internen Revisionen auszugehen ist, die Immobilien besitzen.