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Internetkriminalität und Domain-Recht


Markeninhaber kämpfen häufig mit Domain-Rechtsverletzungen
Falsche Webshops und Klick-Seiten bereiten häufig Probleme


(26.11.08) - Korruption, Produktpiraterie, Phishing-Attacken: Laut Aussagen der Marktforscher von PricewaterhouseCoopers wird fast die Hälfte aller deutscher Unternehmen Opfer krimineller, geschäftsschädigender Handlungen. Schäden in Milliardenhöhe sind die Folge. Um sich gegen die Folgen von Wirtschaftskriminalität zu wappnen, sollten Unternehmen ihre virtuellen Aktivitäten durch integrierte Sicherheitskonzepte schützen.

Doch ein Aspekt wird hier häufig außen vor gelassen: Gehören Firewalls und Virensoftware zu selbstverständlichen Sicherheitsstandards, gehen Unternehmen mit ihrem Onlineauftritt häufig nachlässig um. "Cyberkriminelle werden immer raffinierter, um aus markenverwandten Domainnamen Profit zu schlagen. Wir sehen jährlich einen Anstieg krimineller Machenschaften in Bezug auf Domain-Namen", so Bernd Beiser, Geschäftsführer des Domainnamen-Spezialisten NetNames. Eine Umfrage unter Geschäftspartnern macht es deutlich: Domains, die dem Markennamen ähneln und auf falsche Webshops oder Klick-Seiten führen, bereiten am häufigsten Probleme.

Der rein materielle Verlust durch Wirtschafts- und Internetkriminalität ist allerdings nur die eine Seite der Medaille. Häufig wird der Imageverlust unterschätzt. Eine nichtrepräsentative Befragung von NetNames ergab, dass zwei Drittel der Unternehmen bereits von ähnlich lautenden Domains betroffen waren, die überwiegend Werbelinks – so genannten Klick-Seiten – enthielten.

Rund 50 Prozent der Befragten hatte mit Domains Probleme, die auf einen produktfremden Webshop führten. Und ein Viertel wurde bereits mit Fällen von Produktfälschung konfrontiert. "Der Online-Auftritt wird immer mehr zur Visitenkarte einer Marke oder eines Unternehmens. Domain-Namen-Besetzer – so genannte Cybersquatter – machen sich die Bekanntheit zu Nutze und verdienen damit Geld. Für die Unternehmen gehen nicht nur viele Kontakte und Leads verloren. Dadurch wird auch ihr Ruf und Markenwert angegriffen."

Beiser rät deshalb zu einem professionellen Domain-Namen-Management: "Es ist deutlich kostengünstiger, eine Marke im Internet von Anfang an zu schützen, als später Cybersquatter und Produktpiraten verfolgen zu müssen. Die Kosten, die im Falle eines Missbrauchs durch Beweisführung und Rechtsstreits entstehen, übersteigen die Ausgaben für ein professionelles Domainnamen-Management um ein Vielfaches."

Mit Hilfe des NetNames Platinum Service behalten Unternehmen den Überblick über ihr globales Domain-Portfolio. Durch die automatische Verlängerung stellt NetNames außerdem sicher, dass die Namen nicht versehentlich auslaufen – so haben Cybersquatter keine Chance, diese für sich zu registrieren und anschließend meistbietend zu verkaufen.

Online-Umfrage unter den Kunden der NetNames GmbH.
Frage:
Wurde Ihre Marke schon Opfer von einer der folgenden Rechtsverletzungen? (Mehrfachnennung möglich)
>> Produktfälschung
>> Negative Webseiten mit Domainnamen wie "ich-hasse-ihre-Marke/Firma.de”
>> Domain-Namen mit Ihrer Marke oder Ihrem Firmennamen, die suspekte Inhalte wie Werbelinks enthalten
>> Domain-Namen mit Ihrer Marke oder Ihrem Firmennamen, die auf eine Webseite mit bösartiger Software führen
>> Domain-Namen mit Ihrer Marke oder Ihrem Firmennamen, die auf Webshops mit ähnlichen Produkten führen
(Teilnehmer: 98)
(NetNames: ra)

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