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Eiern mit erhöhten Dioxinbelastungen


Dioxin-Skandal: Stempel direkt auf dem Ei beachten
Dioxin in Eiern: Für Verwirrung sorgt oft die Kennzeichnung der Eier, vor allem, wenn die Angaben auf der Verpackung vom Stempel auf dem Ei abweichen


(21.01.11) - Seit Beginn des Dioxin-Skandals steht das Telefon in der Verbraucherzentrale Bayern nicht mehr still. Viele Anrufer fragen, welche Eier noch bedenkenlos verzehrt werden können. "Für Verwirrung sorgt oft die Kennzeichnung der Eier, vor allem, wenn die Angaben auf der Verpackung vom Stempel auf dem Ei abweichen", sagt Andrea Danitschek, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Bayern.

Die Erklärung dafür ist, dass sich außen auf dem Karton Angaben zur sogenannten Packstelle befinden. Diese Betriebe packen die Eier, die im Großgebinde angeliefert werden, in die Kartons für den Einzelhandel um. "Wer jedoch wissen möchte, wo das Ei tatsächlich gelegt wurde, muss den Erzeugerstempel direkt auf dem Ei beachten", betont Danitschek. Dieser Stempel codiert die Haltungsform, das Herkunftsland und den Erzeugerbetrieb.

Die erste Ziffer steht dabei für die Art der Legehennenhaltung: 0 bezeichnet Eier aus ökologischer Erzeugung, 1 steht für Freiland-, 2 für Boden- und 3 für Käfighaltung. Nach derzeitigem Kenntnisstand sind Bio-Eier vom aktuellen Dioxin-Skandal nicht betroffen – unabhängig von ihrer Herkunft. Denn für Bio-Hennen dürfen die betroffenen Futtermittel grundsätzlich nicht verwendet werden.

An zweiter Stelle erfolgt die Angabe des Herkunftslandes. Eier mit der Angabe DE stammen aus Deutschland. Nun folgen zwei Ziffern für das Bundesland, in dem sich der Legebetrieb befindet. Eier aus Bayern sind mit 09 gekennzeichnet.

Bayerische Legebetriebe wurden nach dem momentanen Stand der Ermittlungen nicht mit dioxinbelasteten Futtermitteln beliefert. Betroffen davon sind jedoch Legebetriebe in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Diese Bundesländer werden mit den Ziffern 05 und 03 codiert.

Die Nummern der Betriebe, in deren Eiern erhöhte Dioxinbelastungen festgestellt wurden, sind im Internet unter www.verbraucherzentrale-bayern.de nachzulesen. Hier informiert die Verbraucherzentrale Bayern laufend über die aktuellen Entwicklungen im Dioxin-Skandal. (Verbraucherzentrale Bayern: ra)

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