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Unbehagen gegenüber staatlicher Überwachung


UN-Konferenz zum Internet: Deutschland nimmt Einfluss - Internet Governance Foren sind zu einer neutralen Plattform geworden
Der Problemkreis Sicherheit, Privatsphäre und Datenschutz im Internet ist eines der brisanten Themen


(22.10.08) - Wer bei der globalen Gestaltung der Zukunft des Internet mitreden will, trifft sich am 11. November in Berlin: In hochkarätiger Besetzung bereitet sich Deutschland auf das "Internet Governance Forum" der Vereinten Nationen vor. Bevor internationale Vertreter vom 3. bis 6. Dezember in Hyderabad/Indien zusammenkommen, bezieht das deutsche Forum Stellung. Die Themen sind kontrovers und von zentraler Bedeutung für die weitere Entwicklung der Informationsgesellschaft.

Der Problemkreis Sicherheit, Privatsphäre und Datenschutz im Internet ist eines der brisanten Themen, um die es gehen wird. Aus deutscher Sicht ist ein wachsendes Problembewusstsein festzustellen: Das Unbehagen gegenüber staatlicher Überwachung nimmt zu, gleichzeitig wachsen die Ansprüche gegenüber Unternehmen und Organisationen, denen sensible Daten anvertraut sind.

Außerdem wird es um die Verfügbarkeit von Internet-Breitbandanschlüssen gehen, bei der Deutschland im internationalen Vergleich hinterherhinkt. Auch die Frage, ob die Erfolgsgeschichte der Selbstverwaltung des Internet so fortgesetzt werden kann oder sich die Regierungen mehr Einfluss verschaffen, steht auf der Agenda.

Dazu eco-Geschäftsführer Harald A. Summa: "Die Idee der Internet Governance Foren der UN hat inzwischen eine stetig wachsende Zahl von Anhängern gefunden. Die fehlende formale Entscheidungsbefugnis erweist sich dabei immer mehr als Vorteil. Die Internet-Governance-Foren sind zu einer neutralen Plattform geworden, die auch heikle politische Fragen diskutieren können. In der offenen Struktur ihres Multistakeholder-Ansatzes arbeiten Regierungen, Internetwirtschaft, Wissenschaft und Verbraucher Hand in Hand an gemeinsamen Zielen."

Hochkarätige Referenten, darunter Sabine Dolderer, CEO der DENIC, Dr. Iris Henseler-Unger, Vizepräsidentin der Bundesnetzagentur, der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar, Prof. Dr. Wolfgang Kleinwächter, Prof. Dr. Angela Kolb, Ministerin der Justiz des Landes Sachsen-Anhalt und Michael Niebel von der Europäischen Kommission, geben in drei Podiumsdiskussionen Input zu den Themenkreisen. Das ausführliche Programm und die Anmeldung zur Veranstaltung finden Sie unter www.igf-d.de. Die Teilnahme ist kostenfrei, die Anzahl der Karten ist jedoch begrenzt.

Das Internet Governance Forum Deutschland wird veranstaltet vom Verband der deutschen Internetwirtschaft eco e.V., von der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V., der DENIC eG und der Internet Society German Chapter e.V. ISOC.de. (eco: ra)

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