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Compliance: Deutscher "MBA" in China


FH Ingolstadt und die HTGW Konstanz: Weltweit der erster "MBA" mit einem besonderen Fokus auf "Compliance"
Kooperation mit Beijing University für Studiengang "Compliance & Corporate Governance" – Speziell für den chinesischen Markt konzipiert


(02.10.07) - 17 chinesische Nachwuchsmanager wurden von DaimlerChrysler ausgewählt, um für einen deutschen MBA-Abschluss (Master of Business Administration) zu pauken. Die FH Ingolstadt und die HTGW Konstanz haben in Kooperation mit der Beijing University of Technology (BIT) und DaimlerChrysler einen völlig neuartigen Executive MBA "Compliance & Corporate Governance" entwickelt.

Neuartig deswegen, weil hier ein General Management MBA zwischen internationalen Partnern aus Wissenschaft und Industrie für den chinesischen Markt konzipiert wurde. Der offizielle Einstieg der FH Ingolstadt in die Umsetzungsphase dieses Studiengangprojekts ist für Ende des Jahres geplant.

Der Konstanzer Studiengangleiter Prof. Josef Wieland und der designierte Studiengangleiter Prof. Thomas Doyé von der FH Ingolstadt haben ihre unterschiedliche Expertise in dieses spezifische MBA-Programm eingebracht. Doyé hat eine Vielzahl von maßgeschneiderten Entwicklungsprogrammen für namhafte Unternehmen konzipiert, Wieland ist Experte für Compliance. Ergänzt um das landesspezifische Knowhow des chinesischen Partners BIT ist ein MBA-Studium entstanden, das den dortigen Anforderungen gerecht wird.

Dies ist weltweit der erste MBA mit einem besonderen Fokus auf "Compliance". Dieses Thema umfasst Instrumente und Verhaltensweisen, mit denen sich Bestechung oder Betrug - also Themen, mit denen namhafte Unternehmen immer wieder für Schlagzeilen sorgen - effektiver vermeiden lassen. Nach insgesamt zwei Jahren berufsbegleitenden Studiums erhalten die Teilnehmer ihren Master-Titel. Fünf der Block-Veranstaltungen finden in Peking statt, eine im Raum Stuttgart.

DaimlerChrysler will mit diesem Programm die eigenen Nachwuchsmanager gezielt und schneller für weiterführende Führungsfunktionen qualifizieren. Dies trägt zudem dazu bei, die eigenen Potenzialträger im boomenden chinesischen Markt stärker ans Unternehmen zu binden und mittelfristig die Anzahl der in China tätigen deutschen Daimler-Führungskräfte zu reduzieren.

"Dies ist ein bahnbrechendes Programm, das die unterschiedliche Expertise der beteiligten Partner zu einem maßgeschneiderten Programm für die spezifischen Anforderungen kombiniert, um in China erfolgreich zu sein", so Ulrich Walker, Vorstand von DaimlerChrysler in NorthEastAsia.

Da die Entwicklung des Programms maßgeblich von DaimlerChrysler gefördert wurde, ist der erste Jahrgang ausschließlich durch deren Nachwuchsmanager belegt. Bereits bei der Eröffnungsfeier in Peking haben mehrere Unternehmen deutliches Interesse an einer Beteiligung im zweiten Jahrgang deutlich gemacht. Dieser wird im September 2008 starten. (FH Ingolstadt: ra)

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Meldungen: Markt-Nachrichten

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    Seit drei Jahren ermittelt das Bundeskriminalamt im Auftrag der Staatsanwaltschaft München I wegen des Verdachts der Geldwäsche gegen insgesamt drei Beschuldigte. Ab 18.02.2019 erfolgte die gleichzeitige Beschlagnahme von vier Immobilien in Schwalbach am Taunus, Nürnberg, Regensburg und Mühldorf am Inn im Gesamtwert von rund 40 Millionen Euro. Daneben wurde ein Konto bei einer Bank in Lettland mit einem erwarteten Guthaben in Höhe von ca. 1,2 Millionen Euro beschlagnahmt, welches aus der Veräußerung einer weiteren Immobilie in Chemnitz herrührt. Zusätzlich wurde die vorläufige Sicherung von Kontoguthaben bei diversen Banken in Deutschland auf der Grundlage von Vermögensarresten in Höhe von ca. 6,7 Millionen Euro bei zwei beteiligten Immobiliengesellschaften in Deutschland veranlasst.

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    "Die Organisierte Kriminalität hat viele Gesichter und Betätigungsfelder. Damit ist und bleibt das Bedrohungs- und Schadenspotential, das von Organisierter Kriminalität ausgeht, unverändert hoch", so BKA-Präsident Holger Münch bei der heutigen Pressekonferenz im BKA-Wiesbaden zur Vorstellung des Lagebildes Organisierte Kriminalität 2017. Die Gesamtzahl der Ermittlungsverfahren gegen Gruppierungen der Organisierten Kriminalität liegt auf unverändert hohem Niveau: 2017 wurden 572 OK-Verfahren registriert (2016: 563). Rund 1/3 der OK-Gruppierungen ist im Bereich der Rauschgiftkriminalität (36,2 Prozent) aktiv. Damit ist und bleibt Drogenhandel das Hauptbetätigungsfeld von OK-Gruppierungen, gefolgt von Eigentumskriminalität (16,4 Prozent). An dritter Stelle findet sich Wirtschaftskriminalität (11,0 Prozent). Der polizeilich erfasste Schaden lag 2017 bei rund 210 Millionen Euro (2016: rund 1 Mrd. Euro).

  • Finanzermittlungen der Ermittlungsbehörden

    Der FIU-Jahresbericht für das Jahr 2016 verzeichnet mit rund 40 Prozent die höchste Steigerungsrate an Geldwäscheverdachtsmeldungen innerhalb der letzten 15 Jahre. Insgesamt 40.690 (2015: 29.108) Verdachtsmeldungen nach dem Geldwäschegesetz wurden an die FIU übermittelt, der Großteil davon von den Kreditinstituten. Mit 38 Prozent (2015: 32 Prozent) sind die meisten Bezüge zum Deliktsbereich Betrug festgestellt worden. Darunter fallen zum Beispiel auch der Warenbetrug über das Internet und der CEO-Fraud. Durch die Erkenntnisse, die direkt aus den Verdachtsmeldungen gewonnen werden konnten und den anschließenden verfahrensunabhängigen Finanzermittlungen stellten die Ermittlungsbehörden insgesamt Vermögenswerte von rund 69, 8 Millionen Euro sicher. Das sind 10 Prozent mehr als im Vorjahr.

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    Die Wettbewerbszentrale hat in 10 Fällen bei großen Onlinehändlern Verstöße gegen die SEPA-Verordnung beanstandet. Die betreffenden Anbieter hatten Verbrauchern u. a. eine Bezahlung per Lastschrift angeboten, allerdings gleichzeitig den Lastschrifteinzug von Konten im EU-Ausland ausgeschlossen oder eingeschränkt. Erste Beschwerden bereits Ende 2016: Bereits im Dezember 2016 hatte die Wettbewerbszentrale Beschwerden darüber erhalten, dass eine private Krankenversicherung und ein Telekommunikationsunternehmen es gegenüber Kunden ablehnten, fällige Zahlungen im Wege der Lastschrift von einem Konto im europäischen Ausland einzuziehen. Im Fall der Krankenversicherung lag der Wettbewerbszentrale ein konkretes Schreiben vor, wonach es die Versicherung ablehnte, die Versicherungsbeiträge des Versicherungsnehmers von seinem Konto in Österreich abzubuchen (vgl. News vom 22.12.2016). Im Fall des Telekommunikationsanbieters verlangte dieser in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen für die Durchführung des Lastschriftverfahrens die Angabe einer "gültigen deutschen Bankverbindung".